Irrwitz der Woche Einer für alle in der U-Bahn
Mark Spörrle fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ärgert sich über seine Mitfahrer

© Martin Bureau/AFP/Getty Images
In überfüllten U-Bahnen lauern Viren und Bakterien
Wie sehr es in unserer Gesellschaft manchmal auf einen einzigen couragierten Menschen ankommt, wurde mir klar, als ich neulich U-Bahn fuhr. Und in beiden Händen überdimensionale Tüten mit weihnachtlichen Umtauschartikeln hielt. Die Tüten waren so groß, dass ich an der Haltestelle Jungfernstieg keine Hand frei hatte. Also trat ich einen kleinen Schritt zurück, damit einer meiner Mitfahrer die Tür öffnen konnte.
Es geschah – nichts. Keiner meiner sonst so ungeduldig drängenden Mitfahrer dachte daran, mit dem Finger auf den berührungsempfindlichen Türöffner zu tippen. Die dunkelhaarige Frau mir gegenüber, die eben hastig den Reißverschluss ihrer Daunenjacke geschlossen hatte, starrte uninteressiert durch die Türscheibe auf den Bahnsteig. Der weißhaarige Mann, der per Handy einem ungeduldig wartenden “Herrn Lübke” sein Kommen avisiert hatte, vertiefte sich in ein Werbeplakat für ein Blähungsmittel. Ja, selbst ein Kollege, den ich dahinter zwischen ein paar weißrussischen Touristinnen entdeckte, wich meinem Blick beharrlich aus.
Irgendwann hielt ich die Spannung nicht mehr aus und räusperte mich heiser.
Es passierte weiter nichts. Nicht einmal, als außen vor der Tür ein zweiter weißhaariger Mann erschien, offenbar jener Herr Lübke, und dem Weißhaarigen neben mir emphatisch zuwinkte. Der sah mit unbewegter Miene durch ihn hindurch. Als der Fahrer “Zurückbleiben” rief, ließ ich eine der Tüten los und drückte gerade noch rechtzeitig den Türöffner.
“Du hast die Nerven verloren”, sagte mein Kollege, als er mir half, meine Geschenke vom U-Bahnsteig aufzusammeln.
“Wieso?”, fragte ich. “Was ist das für ein Spiel?”
“Spiel?”, fragte er. “Es will einfach keiner krank werden! An solch einem Türöffner haften Unmengen von Viren und Bakterien. Da hat man sich im Nu alles Mögliche geholt, Diphterie, Gelb- und Fleckenfieber, Brechdurchfall, zumindest aber die schreckliche asiatische Grippe, die gerade wieder auf dem Vormarsch ist. Apropos: Du musst sehr mutig sein, dass du als Einziger immer die Türen aufmachst.”
“Als Einziger?”, fragte ich.
- Datum 14.05.2009 - 10:01 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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...irgendwie lächerlich. Sorry.
...soll es ja wohl auch.
Früh morgends in der Stoßzeit betreten Leute eine UBah, um sofort stehen zu bleiben. Dann - in aller Ruhe - sehen sie sich erstmal um "Boah, eh - eine UBahn! Sowas hab ich ja noch nie gesehen!". Um sich dann irgendwann doch zu entscheiden, ob sie nach links oder nach rechts weiter zu gehen. Die Dümmsten bleiben dann aber doch im Eingangsbereich stehen. Immerhin steigen sie ja schon nach 10 Stationen aus. Eigentlich möchte man diese Mitreisenden mit dem Kopf gegen eine der Haltegriffe knallen, aber man begnügt sich dann doch damit, sich mit sanfter Gewalt vorbei zu drängen.
Moin,
dieses unbedingte Erstaunen ist es wohl auch, was die Einsteigewilligen dazu drängt an der Tür den besten Einblick in den U- oder S-Bahnwagen zu suchen. Sprich, den direkt vor der Tür wenn diese sich öffnet. Es ist ja auch vollkommen unwahrscheinlich, dass jemand auf die verrückte Idee kommen könnte aussteigen zu wollen, also wozu einen Schritt beiseite treten, nee....
CU
deutsche Luxusprobleme, um nicht zu sagen Einbildung.
Da stehen also ein paar Maenneke in der ach so vollen U Bahn DIREKT vor der Tuer, so so.
Voll ist es natuerlich schon, wenn ein einzelner Fahrgast mal stehen muss.
So etwas gab es frueher nicht.
Wenn dann noch jemand zusteigt ist es rammelvoll und wenn mehr als drei Personen stehen muessen heisst es gleich 'Armes Deutschland, so weit ist es schon gekommen'.
Mein Ratchlag;verreisen Sie mal, Tokyo, Mexico City, Peking, Kairo......
Dann koennen Sie die U-Bahn in Deutschland auch wieder geniessen.
Moin,
dieses unbedingte Erstaunen ist es wohl auch, was die Einsteigewilligen dazu drängt an der Tür den besten Einblick in den U- oder S-Bahnwagen zu suchen. Sprich, den direkt vor der Tür wenn diese sich öffnet. Es ist ja auch vollkommen unwahrscheinlich, dass jemand auf die verrückte Idee kommen könnte aussteigen zu wollen, also wozu einen Schritt beiseite treten, nee....
CU
deutsche Luxusprobleme, um nicht zu sagen Einbildung.
Da stehen also ein paar Maenneke in der ach so vollen U Bahn DIREKT vor der Tuer, so so.
Voll ist es natuerlich schon, wenn ein einzelner Fahrgast mal stehen muss.
So etwas gab es frueher nicht.
Wenn dann noch jemand zusteigt ist es rammelvoll und wenn mehr als drei Personen stehen muessen heisst es gleich 'Armes Deutschland, so weit ist es schon gekommen'.
Mein Ratchlag;verreisen Sie mal, Tokyo, Mexico City, Peking, Kairo......
Dann koennen Sie die U-Bahn in Deutschland auch wieder geniessen.
Moin,
dieses unbedingte Erstaunen ist es wohl auch, was die Einsteigewilligen dazu drängt an der Tür den besten Einblick in den U- oder S-Bahnwagen zu suchen. Sprich, den direkt vor der Tür wenn diese sich öffnet. Es ist ja auch vollkommen unwahrscheinlich, dass jemand auf die verrückte Idee kommen könnte aussteigen zu wollen, also wozu einen Schritt beiseite treten, nee....
CU
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen wie viele Gehbehinderte, Alte, Schwangere in der U-Bahn stehen dürfen weil iverpottete mit #realweltverhinderungsverkorkung versehene Menschen nichts mehr von der Umwelt mitbekommen?
Ja, Herr Spörrle ich werde mir jetzt auch so ein paar Humanairbags zulegen. Vielleicht die Luxusversion mit Fernbedienung für die Türen.
Danke.
deutsche Luxusprobleme, um nicht zu sagen Einbildung.
Da stehen also ein paar Maenneke in der ach so vollen U Bahn DIREKT vor der Tuer, so so.
Voll ist es natuerlich schon, wenn ein einzelner Fahrgast mal stehen muss.
So etwas gab es frueher nicht.
Wenn dann noch jemand zusteigt ist es rammelvoll und wenn mehr als drei Personen stehen muessen heisst es gleich 'Armes Deutschland, so weit ist es schon gekommen'.
Mein Ratchlag;verreisen Sie mal, Tokyo, Mexico City, Peking, Kairo......
Dann koennen Sie die U-Bahn in Deutschland auch wieder geniessen.
Man kann auch mal relaxt bleiben, wenn jemand unrelaxt ist und nicht gleich voller Anspannung sagen: relax!
Man kann auch mal relaxt bleiben, wenn jemand unrelaxt ist und nicht gleich voller Anspannung sagen: relax!
Man kann auch mal relaxt bleiben, wenn jemand unrelaxt ist und nicht gleich voller Anspannung sagen: relax!
Zu 6: Dem ist uneingeschränkt zuzustimmen. Um es aus Hamburger Sicht darzustellen: Die Menschendichte in den Shuttle-Busse und Bahnen bei HSV-Spielen ist da quasi ein Dauerzustand.
Zu 5: Ich bin zwar vom Rentenalter noch denkbar weit entfernt, kann das so aber trotzdem nicht unterstreichen. Auf Grund diverser Sportverletzungen war ich auch schon häufiger für einen gewissen Zeitraum gehbehindert.
Obwohl ich als Student fast täglich Bus oder Bahn fahre, kann ich mich nicht erinnern, dass ich jemals auch nur fragen musste, ob ich sitzen darf. Sogar als man die Nachwirkungen der jeweils zurückliegenden Knöchel-OP nicht mehr an offensichtlichen äußeren Anzeichen wie Gips oder Krücken, sondern nur noch an einem dezenten Humpeln erkannte, wurde mir immer sofort ein Sitzplatz angeboten.
Zum Artikel: #1 hat Recht: Ganz nett geschrieben, aber irgendwie lächerlich. Sorry.
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