Konjunkturpaket FDP droht mit Blockade

Schon manches Koalitionsprojekt hat den Bundesrat erst im zweiten Anlauf passiert. Nun könnte das gerade ausgehandelte Konjunkturpaket dort stecken bleiben

Vor dem zweiten Konjunkturpaket entsteht eine ernst zu nehmende Hürde: Gelangt die FDP bei der Hessen-Wahl am Sonntag gemeinsam mit der CDU an die Regierung, kann sie im Bundesrat zum Zünglein an der Waage werden.

Die FDP kündigte am Dienstag an, von ihrer Macht Gebrauch zu machen, und verlangte Nachbesserungen. "Liberale können dieser Verstaatlichungs- und Verschuldungspolitik nicht zustimmen", sagte FDP-Parteivize Rainer Brüderle dem Handelsblatt . Nach der Wahl in Hessen müsse im Bundesrat über die einzelnen Konjunkturmaßnahmen noch einmal deutlich gesprochen werden.

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Die Liberalen beäugen das Regierungshandeln nicht erst seit den vergangenen Wochen mit Argwohn: "Erst steigt der Staat bei der Commerzbank ein, dann werden Steuermilliarden für absurde Maßnahmen verschleudert: Das ist maßlos, wahllos, und verantwortungslos", wetterte Brüderle. Der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke wurde noch deutlicher. "Diesem Paket darf man nicht zustimmen."

Der Unmut der FDP könnte Folgen haben: Regiert die FDP nach der Hessen-Wahl in Wiesbaden mit, hätte die schwarz-rote Bundesregierung keine Mehrheit mehr im Bundesrat und müsste verstärkt Kompromisse mit der FDP suchen. Bei ihr stoßen vor allem die hohe Verschuldung und die vergleichsweise geringe Steuerentlastung auf Widerstand.

Parteichef Guido Westerwelle blieb zunächst vergleichsweise mild . Er kritisierte die von der Koalition beschlossenen Maßnahmen zwar als "Schuldenpaket" und warf der Regierung vor, die Bürger auf "Taschengeldniveau" von Steuern und Abgaben zu entlasten. Doch er ließ ausdrücklich offen, ob Landesregierungen mit FDP-Beteiligung im Bundesrat Widerstand gegen das Konjunkturpaket leisten werden. Die Länder sollen im Februar über das Gesetzespaket entscheiden. Bis zu den Osterferien will die Koalition das Projekt verabschieden.

 
Leser-Kommentare
  1. und deshalb motzt sie jetzt in bekannter Weise rum. Überraschend ist das nicht.

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    natürlich. es ist ja alles so einfach.
    hauptsache viel schulden machen und das geld dann mit der gießkanne verteilen.
    ein paar euro mehr für den rentner und einen zuschuss zur verschrottung von autos.

    natürlich. es ist ja alles so einfach.
    hauptsache viel schulden machen und das geld dann mit der gießkanne verteilen.
    ein paar euro mehr für den rentner und einen zuschuss zur verschrottung von autos.

    • SeppD
    • 13.01.2009 um 19:02 Uhr

    Wenn sich nach der Hessenwahl tatsächlich die Bundesratsmehrheiten ändern, wird das Land noch ein Stück unregierbarer. Sollte man sich als Hesse mal überlegen.

  2. dazu auf die Schnelle die Namen:
    Bangemann, Möllemann, Döring.
    Unvollständig, klar. Brüderle passte, allein des Namens wegen, noch prima dazu. Warten wir´s in Ruhe ab.

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    ...nicht das Brüderle wars...das Schwesterle hat gehustet.

    ...nicht das Brüderle wars...das Schwesterle hat gehustet.

  3. ...nicht das Brüderle wars...das Schwesterle hat gehustet.

  4. natürlich. es ist ja alles so einfach.
    hauptsache viel schulden machen und das geld dann mit der gießkanne verteilen.
    ein paar euro mehr für den rentner und einen zuschuss zur verschrottung von autos.

  5. Die FDP führt sich nach der Hessenwahl auf wie die berühmte Comicfigur
    "Popeye" nach dem Genuss des Kraftspenders Spinat aus der Dose.

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