Kommunale Investitionen Das Kreuz mit dem vielen Geld
Der Bund gibt Milliarden an Konjunkturhilfe, doch nicht zum Nulltarif. Die Kommunen, die am dringendsten investieren müssten, können es sich nun nicht leisten
Wenn der große Hunger kommt, wird es an der Grundschule am Schloss in Ahrensburg schwierig. Mittagessen können die Jungen und Mädchen nur im Hort, die Speisen kommen in Behältern. Derzeit lässt die Stadtverwaltung eine Cafeteria bauen, um das Provisorium zu beenden.
An vielen deutschen Schulen herrscht Nachholbedarf. Doch die Kommunen sind klamm. "Es gibt einen erheblichen Investitionsstau", sagt Volker Bästlein vom Deutschen Städtetag. Die Ausgaben dafür sanken zwischen 1992 und 2005 um 45 Prozent auf ein Rekordtief von 18,5 Milliarden Euro. Jährlich bleiben für 47 Milliarden Euro notwendige Anschaffungen ungetätigt, weil Städte und Gemeinden ihr weniges Geld bereits für Personal und laufende Kosten ausgeben. Der Bund will dem abhelfen und aus dem am Montag beschlossenen Konjunktur-Hilfspaket zehn Milliarden Euro beisteuern. Jedes Land soll einen hohen dreistelligen Millionenbetrag erhalten.
Doch all jene, die dieses Füllhorn zu nutzen vermögen, benötigen es gar nicht: "Wir bauen auch ohne Förderung, es geht ja um unsere Kinder", sagt Hanno Kraus, Fachbereichsleiter Bildung im Ahrensburger Rathaus, über die Cafeteria der Schloss-Schule. Der Stadt im Speckgürtel von Hamburg geht es finanziell gut. Den notwendigen Eigenanteil aufzubringen, um das Bundesgeld flüssig zu machen, würde dem Stadtkämmerer keine Probleme bereiten.
Um Fördergeld in Anspruch zu nehmen, muss der Empfänger einen Teil der Summe selbst beisteuern. Doch die Kommunen, bei denen am meisten Arbeit liegen blieb, sind dazu am wenigsten in der Lage, weil sie mit ihren wenigen Einnahmen Schulden tilgen müssen. Städte und Gemeinden kommen im gesamtdeutschen Mittel seit 2007 wieder ohne neue Kredite aus, doch die Altschulden drücken: Hochburgen der Haushaltsnotlage sind Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern, wo die Kämmerer nur nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht Geld ausgeben dürfen. "Die Investitionshilfe nützt vor allem denjenigen, die sich das auch leisten können", sagt Städtetags-Sprecher Bästlein.
Wegen der kommunalen Armut streben Städte und Gemeinden deshalb beim Konjunkturpaket Sonderkonditionen an: Sie wollen in den Verhandlungen den Eigenanteil auf zehn Prozent drücken und notleidenden Rathäusern sogar ganz ersparen. Auch zinslose Staatskredite sind im Gespräch. Den Vorwurf, dies begünstige all jene, die schlecht gewirtschaftet haben, wehrt Helmut Dedy ab: Für den stellvertretenden Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sind oft auch sterbendes Gewerbe und der folgende Anstieg der Sozialausgaben Ursache der Finanznot, also keinesfalls immer hausgemachte Probleme. "Man muss jeweils sehen, was die Ursache ist."
In diesen Tagen ringen die Kommunen mit den Ländern um Verteilschlüssel und Eigenanteile. Städtetagsvertreter verhandeln in Berlin mit Bundesbeamten, was bezahlt wird und was nicht. Am Ende wird ein Investitionspakt der drei Beteiligten stehen, der als Gesetzentwurf schon am 27. Januar ins Bundeskabinett soll.
- Datum 04.05.2009 - 11:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Es lebe das christliche Abendland!
Anders kann man das sogenannte Konjunkturprogramm nicht nennen - der Artikel ist ein typischer erneuter Beleg dafür. "Wir investieren in Schulen und damit in die Zukunft unserer Kinder ..." - so einen Schmarrn muß man sich anhören, und dann kommen Berliner Regierungsbürokraten und bezeichnen die, die das Geld wirklich brauchen, einfach als schlechte Wirtschafter und verlangen von den Armen noch Geld dazu. Ich bin gespannt, wann sich Frau Merkel wieder bei Schulbesuchen knipsen läßt und damit vorführen will, wie toll doch die Investitionen durch das KP sind (KP heißt hier Konjunkturprogramm, nicht Kommunistische Partei).
Das ganze Konjunkturpaket ist schlußendlich nichts als böswillige Täuschung. Im Endeffekt wird munter weiter von unten nach oben verteilt. Während diejenigen, welche noch etwas besser dastehen von der Schrottprämie über die Steuererleichterungen bis zu den Investitionen dazugewinnen, darf der große Rest dafür aufkommen und soll mit ein paar Brosamen ruhiggestellt werden. Natürlich nicht nur kurzfristig sondern auch in Zukunft, wie das schon wieder einsetzende Geschrei zur Schuldentilgung vor Augen führt.
Welcher Schulden eigentlich? Welcher Niedriglöhner macht denn freiwillig Schulden um die Besserstellung weniger zu finanzieren? Welcher Arbeiter oder kleine Selbständige zeichnet denn für die Schulden der Banken verantwortlich? Wieso soll bitteschön der Großteil der Bevölkerung für die mehr als windigen Finanztransaktionen der Banken und deren Verantwortlichen aufkommen?
Und hier ist auch das größte Problem. Es wurde bisher nichts, aber auch gar nichts konkretes unternommen, um die Ursachen der "Krise" zumindest einzudämmen. Nein, es wird fröhlich weitergemacht, es werden weiter Gelder in ein krankes System gepumpt um die Gier weniger zu befriedigen.
Ein Trauerspiel und ein Verbrechen in immer perverseren Spielarten, welches uns alle in der Existenz bedroht. Und welches immer noch genug mitspielen, weil man ja selbst eventuell noch etwas besser dasteht, oder weil man sich einfach nur besoffen quatschen ließ, ist ja auch bequemer.
Dabei ist es eigentlich ganz einfach, unsere Lebensgrundlagen und auch unsere Werte sind massiv bedroht. Wie hierbei zu verfahren ist steht im Grundgesetz.
"Zur Freiheit hin hat Christus uns befreit. So stehet nun fest und lasset euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen." Gal. 5.1
mit halbwegs intelligenten Maßnahmen viel billiger an Infrastruktur-Erhaltungsinvestitionen zu kommen:
Warum können Kommunen, die in absoluter Haushaltsnotlage sind, nicht ausnahmsweise 1-Eurojobber etc. für Schulreparaturen und ähnliche Bauarbeiten einsetzen? Ein Crowding-out gegenüber der privaten Bau-Handwerkswirtschaft findet in diesem Fall m.E. nicht statt, da die klamme Kommune so oder so kein eigenes Geld hätte, um reguläre Aufträge zu bezahlen.
wäre das der richtige Weg. Wenn man dann noch das Material durch Spenden aus der Elternschaft oder durch pöhses amerikanisches fund-raising (z.B. Schüler verkaufen selbstgebackene Kekse zu Mondpreisen) zusammenbrächte...
Allein, der Deutsche engagiert sich nicht für seine Gemeinde, sein Land, seinen Staat. Da hat er ja schon Steuern für bezahlt. Und wenn dann der eigenen Brut die Klassendecke auf den Kopf fällt, kann man immer noch gegen den bösen Staat demonstrieren. So einfach kann die Welt sein.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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wäre das der richtige Weg. Wenn man dann noch das Material durch Spenden aus der Elternschaft oder durch pöhses amerikanisches fund-raising (z.B. Schüler verkaufen selbstgebackene Kekse zu Mondpreisen) zusammenbrächte...
Allein, der Deutsche engagiert sich nicht für seine Gemeinde, sein Land, seinen Staat. Da hat er ja schon Steuern für bezahlt. Und wenn dann der eigenen Brut die Klassendecke auf den Kopf fällt, kann man immer noch gegen den bösen Staat demonstrieren. So einfach kann die Welt sein.
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Allein, der Deutsche engagiert sich nicht für seine Gemeinde, sein Land, seinen Staat. Da hat er ja schon Steuern für bezahlt. Und wenn dann der eigenen Brut die Klassendecke auf den Kopf fällt, kann man immer noch gegen den bösen Staat demonstrieren. So einfach kann die Welt sein.
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... Ahrensburg hat kein Geld mehr um Schwimmvereine und -sparten zu fördern, welche Kleinstkindern das Schwimmen beibringen; es gibt keinen kostenfreien Parkraum mehr, was zur Folge hat, dass immer mehr Ahrensburger in Bargteheide und Hamburg einkaufen ...
Ahrensburg ist genauso blank wie andere Kommunen auch!
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