Ausstellung Plastinator von Hagens kehrt mit "Körperwelten" zurück
Die weitgehend neu gestaltete Schau ist mit mehr als 200 menschlichen Präparaten in Heidelberg zu sehen
Der umstrittene Anatom Gunther von Hagens zeigt zum ersten Mal seit fünf Jahren seine Ausstellung Körperwelten in Deutschland.
Im Gegensatz zu früheren Ausstellungen befasst sich Körperwelten in der Neuauflage mit einem inhaltlichen Thema, dem "Zyklus des Lebens". Darin geht es nicht nur um die Zeugung eines Menschen und das Älterwerden, sondern ebenso um Krankheiten und eine gesunde Lebensweise und Ernährung, wie von Hagens am Freitag bei einer Vorbesichtigung der Schau erklärte.
Neben Gehirnen, Adern, Muskeln und Nerven, teilweise in Ganzkörper-Präparaten, sind ein präparierter Strauß und ein in einzelne Körperteile aufgehängter Kutscher zu sehen, dessen Schlitten von vier Rentieren gezogen wird. Spektakulär ist zudem ein in der Mitte getrennter Kopf eines älteren Mannes, dessen Gesichtszüge noch erkennbar sind.
Ein «ethischer Grenzfall» ist dieses Präparat auch für von Hagens, der zum Auftakt der Ausstellung an diesem Samstag seinen 64. Geburtstag feiert. Die Gesichtszüge seien zwar erkennbar, dennoch seien auch solche Präparate für das Verständnis des menschlichen Körpers wichtig, meinte von Hagens.
Körperwelten war zuletzt 2004 in Deutschland zu sehen. Nach Angaben der Organisatoren haben bislang rund 26 Millionen Besucher weltweit die verschiedenen Versionen der Schau gesehen.
- Datum 12.01.2009 - 10:13 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Daß diese Ausstellung von vielen abgelehnt wird, stößt bei mir auf Unverständnis.
Schon immer haben sich Gelehrte, Mediziner und auch Künstler mit der Anatomie des Menschen beschäftigt. Von Hages Plastinate können auch für den Laien sehr interessant sein.
Ich habe mir in einer früheren Ausstellung diese Plastinate schon einmal angesehen. Ich war sehr beeindruckt davon.
Wer diese "Zurschaustellung des Menschen" ablehnt, sollte sich einmal darüber Gedanken machen, wie wichtig die Anatomie für die Medizin war und ist. Ich wünsche allen eine allzeit gute Gesundheit!
Der Informationsgehalt der Ausstellung ist sehr hoch, keine Frage. Damals als ich die Ausstellung das erste Mal im technischen Museum zu Muenchen anschaute fand ich es auch hoch interessant.
Beim zweiten Mal, in Koeln so ich mich recht erinnere, fiel mir aber bereits eine starke Tendenz zu mehr Effekthascherei auf. Welchen Lehrgehalt haben Praeparate mit Acessoires wie z.B. Schachbrettern? Warum traegt ein Praeparat seine Haut zu Markte (Kunst and Leichen?), warum rennt ein anderes durch die Gegend (auf der Flucht vor dem Plastinator?), etc. ?
Jetzt in San Diego (Balboa Park) kam mir die Ausstellung wieder in Form einer Ankuendigung entgegen, diesmal mit einem "Skater" auf dem Plakat der Tricks vollfuehrt, mitsamt Skateboard.
Fuer mich hat die Ausstellung, in der Form wie ich sie in Koeln sah und wie ich aus dem Plakat in San Diego schliesse, nichts mehr mit Wissenschaft oder Neugier zu tun, sondern ist mehr und mehr in eine unterhaltsame Praesentation und spielerisches Gestaltung von Leichen abgeglitten.
Das muss fuer mich nicht sein. Menschen einigermassen wuerdig zu beizusetzen war eine der ersten Kulturtechniken.
Ich werde in keine der Ausstellungen mehr gehen.
Aber es ist schade, dass die durchaus beeindruckende Technik nicht an anderer Stelle in einem etwas serioeserem Rahmen gezeigt wird.
Der Informationsgehalt der Ausstellung ist sehr hoch, keine Frage. Damals als ich die Ausstellung das erste Mal im technischen Museum zu Muenchen anschaute fand ich es auch hoch interessant.
Beim zweiten Mal, in Koeln so ich mich recht erinnere, fiel mir aber bereits eine starke Tendenz zu mehr Effekthascherei auf. Welchen Lehrgehalt haben Praeparate mit Acessoires wie z.B. Schachbrettern? Warum traegt ein Praeparat seine Haut zu Markte (Kunst and Leichen?), warum rennt ein anderes durch die Gegend (auf der Flucht vor dem Plastinator?), etc. ?
Jetzt in San Diego (Balboa Park) kam mir die Ausstellung wieder in Form einer Ankuendigung entgegen, diesmal mit einem "Skater" auf dem Plakat der Tricks vollfuehrt, mitsamt Skateboard.
Fuer mich hat die Ausstellung, in der Form wie ich sie in Koeln sah und wie ich aus dem Plakat in San Diego schliesse, nichts mehr mit Wissenschaft oder Neugier zu tun, sondern ist mehr und mehr in eine unterhaltsame Praesentation und spielerisches Gestaltung von Leichen abgeglitten.
Das muss fuer mich nicht sein. Menschen einigermassen wuerdig zu beizusetzen war eine der ersten Kulturtechniken.
Ich werde in keine der Ausstellungen mehr gehen.
Aber es ist schade, dass die durchaus beeindruckende Technik nicht an anderer Stelle in einem etwas serioeserem Rahmen gezeigt wird.
Der Informationsgehalt der Ausstellung ist sehr hoch, keine Frage. Damals als ich die Ausstellung das erste Mal im technischen Museum zu Muenchen anschaute fand ich es auch hoch interessant.
Beim zweiten Mal, in Koeln so ich mich recht erinnere, fiel mir aber bereits eine starke Tendenz zu mehr Effekthascherei auf. Welchen Lehrgehalt haben Praeparate mit Acessoires wie z.B. Schachbrettern? Warum traegt ein Praeparat seine Haut zu Markte (Kunst and Leichen?), warum rennt ein anderes durch die Gegend (auf der Flucht vor dem Plastinator?), etc. ?
Jetzt in San Diego (Balboa Park) kam mir die Ausstellung wieder in Form einer Ankuendigung entgegen, diesmal mit einem "Skater" auf dem Plakat der Tricks vollfuehrt, mitsamt Skateboard.
Fuer mich hat die Ausstellung, in der Form wie ich sie in Koeln sah und wie ich aus dem Plakat in San Diego schliesse, nichts mehr mit Wissenschaft oder Neugier zu tun, sondern ist mehr und mehr in eine unterhaltsame Praesentation und spielerisches Gestaltung von Leichen abgeglitten.
Das muss fuer mich nicht sein. Menschen einigermassen wuerdig zu beizusetzen war eine der ersten Kulturtechniken.
Ich werde in keine der Ausstellungen mehr gehen.
Aber es ist schade, dass die durchaus beeindruckende Technik nicht an anderer Stelle in einem etwas serioeserem Rahmen gezeigt wird.
Der Plastinator von Hagen
ist wirklich schwer zu ertragen:
Da fallen die Leichen
nimmer vom Fleischen;
Die Haut hoch!- zum Hirne Erweichen.
12.1.09
Twisting Love
Das Recht des Traumes,
aus dem Tag zu schöpfen
Die Masern kehren zurück,
tote Hosen singen,
was kann man da noch wagen
zu Hagen
zu sagen?
Twisting Love
Das Recht des Traumes,
aus dem Tag zu schöpfen
[entfernt wegen Doppelposting/ Redaktion; svb]
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