Wege aus der Krise Chancen für Ressourcensparer

Das Klima wandelt sich, Rohstoffe werden knapper, die Rezession ist tief. Ein Mittel hilft: Wer jetzt lernt, effizienter zu wirtschaften, kommt stärker aus der Krise

Jede Strategie zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise wird kurzatmig bleiben, wenn sie nicht auf nachhaltige Entwicklung setzt und die historische Chance auf einen Umbau in eine ressourcenleichte Wirtschaftsweise nutzt. Eine Strategie, die dazu führt, dass Ressourcen effizienter genutzt werden, stärkt die Wirtschaft auf dreierlei Weise: Sie verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, gerade in einem vom Export abhängigen Land. Sie schont Ressourcen und Natur. Nicht zuletzt verbessert sie die Lebensqualität der Menschen und sorgt für mehr soziale Gerechtigkeit.

Bestimmte Schlüsseltechnologien und Schlüsselmärkte können besonders profitieren. Diese sogenannten Leitmärkte decken sich oftmals nicht mit der konventionellen Abgrenzung von Branchen, sondern sind Querschnittsmärkte, die fast alle Sektoren tangieren. In den vergangenen Jahren sind viele dieser Wirtschaftsbereiche zweistellig gewachsen.

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Für die künftigen Wachstumschancen und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ist die Frage der Ressourceneffizienz nicht nur eine Frage der Kosten. An ihr entscheidet sich auch, wie die Firmen sich in dynamischen, sich stetig verändernden Märkten strategisch positionieren.

Chancen für mittelständische Betriebe

Die finanziellen Erträge, die mehr Ressourceneffizienz bringt, lassen sich beziffern. Eine lineare Absenkung der Material- und Energiekosten um 20 Prozent im Verlauf der nächsten zehn Jahre hätte positive Arbeitsplatzeffekte. Etwa 700.000 neue Jobs könnten entstehen. Das Bruttoinlandsprodukt stiege um rund zehn Prozent. Das hat eine Szenariostudie der Aachener Kathy Beys Stiftung von 2005 ergeben.

Zugleich würde der Staatshaushalt um etwa 20 Milliarden Euro entlastet. Umsätze, Löhne und Gewinne der Unternehmen würden ebenfalls steigen. Kleine und mittelständische Firmen könnten Material im Wert von etwa elf Milliarden einsparen. Das ergab eine weitere Studie von Arthur D. Little, ISI Karlsruhe und dem Wuppertal Institut aus 2005 (hier im pdf-Format).

Leser-Kommentare
  1. "Infrastruktur" wird leider von den Betonköpfen in unserer Regierung immer noch mit Infrastrukturprojekten der realen Welt, z.B. Straßenbau gleichgesetzt.

    Ein anderer förderungswürdiger Sektor wäre die Erstellung und die Pflege freier Software und freier Information, verbesserte Versorgung Deutschlands mit freier Software und freiem Wissen, Hebung des allgemeinen Bildungsniveaus.

    "Das könnte beispielsweise die direkte Förderung von Entwicklern oder Dokumentationsautoren sein, die Ausschreibung der Realisierung von freien Projekten, aber auch die Finanzierung von Anwender-Schulungen für Lehrer, Beamte oder andere Angestellte. Ebenso ist die Unterstützung der Vergrößerung, Verbesserung und Strukturierung des in deutscher Sprache frei zugänglichen Wissens denkbar. "

    Detalliert ausgeführt hier: http://www.pro-linux.de/e...
    _______________________________________________________
    "Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
    (Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)

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    • peter2
    • 16.01.2009 um 18:24 Uhr

    prima, Ihr Hinweis auf den damaligen US- Präsidenten, der schon damals aussprach, was wohl gerade heute noch zu erkennen ist: Die Macht unserer Finanz-Institute ist für mich unerträglich. Sie erhalten Milliarden Euro auf Kosten von uns Steuerzahlern und sind dann nicht einmal bereit, der mittelständischen Wirtschaft zu vernünfigen Konditionen Kredite einzuräumen.

    • peter2
    • 16.01.2009 um 18:24 Uhr

    prima, Ihr Hinweis auf den damaligen US- Präsidenten, der schon damals aussprach, was wohl gerade heute noch zu erkennen ist: Die Macht unserer Finanz-Institute ist für mich unerträglich. Sie erhalten Milliarden Euro auf Kosten von uns Steuerzahlern und sind dann nicht einmal bereit, der mittelständischen Wirtschaft zu vernünfigen Konditionen Kredite einzuräumen.

    • peter2
    • 16.01.2009 um 18:10 Uhr

    guter Beitrag! Ein neuer Begriff scheint mir nun öfters eine Rolle zu spielen. Klimaschutz und Co2 hin oder her, eines ist sicher: die Rohstoffe unserer Erde sind endlich und wir sollten mit diesen so sparsam und effizient wie möglich umgehen.

    • peter2
    • 16.01.2009 um 18:24 Uhr

    prima, Ihr Hinweis auf den damaligen US- Präsidenten, der schon damals aussprach, was wohl gerade heute noch zu erkennen ist: Die Macht unserer Finanz-Institute ist für mich unerträglich. Sie erhalten Milliarden Euro auf Kosten von uns Steuerzahlern und sind dann nicht einmal bereit, der mittelständischen Wirtschaft zu vernünfigen Konditionen Kredite einzuräumen.

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