Online-Wahlkampf Von Obama lernenSeite 2/2
Wasserhövel deutet zwar an, dass man in der Richtung noch viel mehr machen wolle. Er erwähnt auch den Onlinebeirat der Partei, in dem unter anderem der Internet-Aktivist Sascha Lobo mitwirkt. Eine echte Strategie aber für den Wahlkampf via Internet ist noch nicht zu erkennen.
"Es gibt eine Chance eine hohe Politisierung zu erreichen und viele Leute zum Mitmachen einzuladen. Das liegt aber nicht nur an den Parteien, sondern auch an den Bürgern, ob sie das aufnehmen", sagt der SPD-Wahlmanager. Wichtig sei, "einen kreativen Raum aufzumachen", den andere nutzen könnten.
Dabei tun die das längst. Nur nutzt die SPD das nicht, jedenfalls nicht ausreichend. Im bekanntesten deutschen Netzwerk StudiVZ beispielsweise ist die Gruppe der SPD-Anhänger die größte unter den politischen Parteien. Hilfe aber kann die Wahlkampfleitung davon kaum erwarten. In seiner aktuellen Studie zur Politik im Netz schreibt Beckedahl: Derzeit spreche "angesichts der zur Verfügung stehenden Instrumente auf der Plattform wenig dafür", dass StudiVZ "Wahlkampfrelevanz" entfalten könne. Facebook, deutlich besser für Kampagnen geeignet, sei in Deutschland dagegen noch zu wenig verbreitet "und erreicht nur einen Bruchteil der Wahlpopulation".
In der SPD arbeitet man daher lieber an einer eigenen Kampagnenplattform. Vielleicht, weil man den offenen Netzwerken nicht traut. Möglicherweise auch, um sie dann irgendwann vor der Wahl öffentlichkeitswirksam ankündigen zu können. Ob dann aber noch genug Zeit bleibt, um viele neue Unterstützer zu gewinnen, ist fraglich. "Alle träumen von Obama und vergessen, dass er seine Internetkampagne zwei Jahre lang aufgebaut hat", sagt Politikblogger Beckedahl.
Einzelne in der Partei zumindest sind schon weiter. Sogar einige Spitzenpolitiker nutzen beispielsweise den Mikrobloggingkanal Twitter. Wie Generalsekretär Hubertus Heil oder Ralf Stegner , Landeschef von Schleswig-Holstein. Auch Parteivizechefin Andrea Nahles und Parteichef Franz Müntefering twittern – ach, nein, doch nicht. Beide haben seit dem Herbst nichts mehr geschrieben, für die Internetgemeinde sind sie damit praktisch tot.
Vielleicht ist Wasserhövel also nur vorsichtig, wenn er derzeit nicht zu viel ankündigen will. Partizipationsversprechen, sagt er, dürfe man nur machen, wenn man sie auch einhalten könne. Sonst verärgere man lediglich seine Anhänger. Klingt, als wolle die SPD im Internet derzeit lieber doch noch keine echte Mitwirkung versprechen. Weil sie die nicht bieten kann.
- Datum 04.09.2009 - 17:19 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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...diversen jubelbildern herrn steinmeiers und den im artikel angesprochenen links zu flickr und youtube ist eigentlich nix interessantes auf der "neuen seite" zu finden was von selbst ins auge springt. die bilder brauchen ewig um zu laden und wenn man keine scripte zuläßt geht garnix.
Sollte eine große deutsche Wochenzeitung einer unbedeutenden Splitterpartei wirklich einen Online-Artikel widmen?
Stimmt, ich bin gemein. Aber nachdem ich gestern in "Hart aber fair" mal wieder erleben durfte, wie Peter Struck (SPD-Fraktionschef im Bundestag) mit plattesten Gemeinplätzen auf Fragen des Moderators und eines Mitdiskutanten (Gregor Gysi) antwortete, ist meine SPD-Allergie erneut akut geworden.
Knüppel
aber auch im Internet kann man eine Schlaftablette - Kanzlerkandidat genannt - nicht als Muntermacher verkaufen. Zudem hatte Obama nicht nur mehr Zeit zur Verfügung - die Sozis sind selbst Schuld, wenn ihnen das erst jetzt aufgeht - er hatte auch ein paar Cents mehr zur Verfügung.
WISSEN die Parteien und ihr Funktionäre, dass das "Volk" ÜBERHAUPT keine Lust auf Wahlkampf hat...?!
Wenn ich an die endlosen Talkrunden denke mit dem aggressiven Palaver egozentrischer Sturköpfe ohne JEGLICHEN Austausch, dann könnt ich.......
Früher gab's mal Info-Stände in Fussgängerzonen, wo man als Wähler seine Meinung äussern konnte - in der Hoffnung, dass vielleicht das eine oder andere Argument doch durchdringt. Sogar die Web-Präsenz der EU lässt sowas zu, und man bekommt sogar eine schriftliche Antwort.
Bei der SPD allerdings entstand bisher der frustrierende Eindruck, dass die Web-Präsenz eher zum "Downloaden" von "info-Material" als zum "Uploaden" von Kommentaren gedacht ist. Hat sich das geändert, oder schottet man sich lieber ab gegen Kritik und gutgemeinte Vorschläge?
Das hat im Übrigen wenig mit der benutzten technischen Plattform, und ganz viel mit der "Philosophie" der Betreiber zu tun. In den USA galt schon lange vor dem Entstehen des Internets die Devise:
"Schreiben Sie an Ihren Abgeordneten"
Das ging nämlich auch schon per Post. Allerdings werden dort die Abgeordneten per Direktmandat bestimmt, und nicht per Partei-Listenmandat. Während z.B. in Hamburg-Eimsbüttel irgendwelche dubiosen Delegierten irgendwelche vorher nicht angekündigten Kandidaten wählen.
Ansonsten schlage ich für die beliebten Internet-Meinungs-Umfragen vor, zusätzlich zu den bisherigen Fragen a la
Sind Sie
- dafür
- dagegen
- weiss nicht
in Zukunft immer die folgende Option bereitzuhalten:
- die Fragestellung ist unsinnig, weil ... mit einem genügend grossen Kommentarfeld.
oder vielleicht:
- könnten Sie sich nicht lieber um folgendes kümmern ...
mit Kommentarfeld.
Das kann jeder vernünftige Web-Browser verarbeiten, dazu braucht man gar keine besonderen Werkzeuge, Erweiterungn, Videos, Filmchen, "Plattformen" usw.
Natürlich eignet sich das Internet super für Kommunikation über Politik. - Aber eben über Inhalte!
Und eben darüber sollten sich die Blogger und Twitterer in der SPD mal Gedanken machen. Die Instrumente sind dafür geeignet, KLARE STANDPUNKTE zu formulieren und zur Diskussion zu stellen.
Nach der Irrfahrt der SPD zwischen wirtschaftsliberal unter Schröder und Nähe zur Linkspartei unter Beck ist das bitter nötig.
dem hilft das Netz auch nicht weiter.
Es ist eine krasse Fehleinschätzung - zumal eine zutiefst undemokratische, elitäre Herabwürdigung des Wählers - wenn immer davon die Rede ist, man habe etwas falsch kommuniziert.
Ich wünsche dieser schäbigen Partei viel Freude mit mit ihrem datenbasierten Spaßmobil.
Helfen wird es wohl nix.
Es gibt graduelle Unterschiede:
Spd - alles Kumpel - sieh Walter-Ypsilanti-Affäre -, gemeuchelt wie bei Beckilein darf aber werden! Der rechte Flügel intrigiert durch.
CDU/CSU - Königsparteien, hierarschische Honarationen. Aber Königsmorde sind etwas schwieriger als bei der SPD.
FDP: Irgendwo dazwischen.
Grüne: Abspaltung von der Spd, statt Intrigen offenere Auseinandersetzungen - früher Realos -- Fundis.
Die Linke: zwei Parteien fusionieren immer noch - die entwicklungsbedingten Unterschiede sorgen für Reibereien und Reibungsverlusten. Das eröffnet Freiräume - jetzt.
Natürlich gibt es regionale und lokale Besonderheiten.
Aber die meisten Parteien taugen nichts für das Basisdemokratischere Internet, das sich schwerer manipulieren läßt.
Mein Fazit: Grüne und die Linke haben das meiste Potential Web 2.0 zu nutzen. Dafür sind die gesponserten anderen Parteien mit großen PR-Abteilungen ausgestattet. Vielleicht führt das zu etwas mehr publizistische Waffengleichheit:
Es besteht nämlich ein grundsätzlicher Gegensatz im Internet: PR vs. basisdemokratische Neuerungen. PR bedeutet Kontrolle, basisdemokratische Neuerungen bedeuten Kontrollverlust, so ist es erst einmal.
Gruß
Bernhard
Es gibt graduelle Unterschiede:
Spd - alles Kumpel - sieh Walter-Ypsilanti-Affäre -, gemeuchelt wie bei Beckilein darf aber werden! Der rechte Flügel intrigiert durch.
CDU/CSU - Königsparteien, hierarschische Honarationen. Aber Königsmorde sind etwas schwieriger als bei der SPD.
FDP: Irgendwo dazwischen.
Grüne: Abspaltung von der Spd, statt Intrigen offenere Auseinandersetzungen - früher Realos -- Fundis.
Die Linke: zwei Parteien fusionieren immer noch - die entwicklungsbedingten Unterschiede sorgen für Reibereien und Reibungsverlusten. Das eröffnet Freiräume - jetzt.
Natürlich gibt es regionale und lokale Besonderheiten.
Aber die meisten Parteien taugen nichts für das Basisdemokratischere Internet, das sich schwerer manipulieren läßt.
Mein Fazit: Grüne und die Linke haben das meiste Potential Web 2.0 zu nutzen. Dafür sind die gesponserten anderen Parteien mit großen PR-Abteilungen ausgestattet. Vielleicht führt das zu etwas mehr publizistische Waffengleichheit:
Es besteht nämlich ein grundsätzlicher Gegensatz im Internet: PR vs. basisdemokratische Neuerungen. PR bedeutet Kontrolle, basisdemokratische Neuerungen bedeuten Kontrollverlust, so ist es erst einmal.
Gruß
Bernhard
Es gibt graduelle Unterschiede:
Spd - alles Kumpel - sieh Walter-Ypsilanti-Affäre -, gemeuchelt wie bei Beckilein darf aber werden! Der rechte Flügel intrigiert durch.
CDU/CSU - Königsparteien, hierarschische Honarationen. Aber Königsmorde sind etwas schwieriger als bei der SPD.
FDP: Irgendwo dazwischen.
Grüne: Abspaltung von der Spd, statt Intrigen offenere Auseinandersetzungen - früher Realos -- Fundis.
Die Linke: zwei Parteien fusionieren immer noch - die entwicklungsbedingten Unterschiede sorgen für Reibereien und Reibungsverlusten. Das eröffnet Freiräume - jetzt.
Natürlich gibt es regionale und lokale Besonderheiten.
Aber die meisten Parteien taugen nichts für das Basisdemokratischere Internet, das sich schwerer manipulieren läßt.
Mein Fazit: Grüne und die Linke haben das meiste Potential Web 2.0 zu nutzen. Dafür sind die gesponserten anderen Parteien mit großen PR-Abteilungen ausgestattet. Vielleicht führt das zu etwas mehr publizistische Waffengleichheit:
Es besteht nämlich ein grundsätzlicher Gegensatz im Internet: PR vs. basisdemokratische Neuerungen. PR bedeutet Kontrolle, basisdemokratische Neuerungen bedeuten Kontrollverlust, so ist es erst einmal.
Gruß
Bernhard
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