US-Energiepolitik Atomausstieg in weiter Ferne

Um Treibhausgase zu reduzieren, setzt Präsident Obama nicht nur auf erneuerbare Stromquellen, sondern auch auf Kernenergie. Doch die stößt ebenfalls an ihre Grenzen

Der Klimaschutz ist ihm wichtig. Selbst in seiner Antrittsrede beschwört der neue amerikanische Präsident Barack Obama die erneuerbaren Energien als "neue Grundlage für Wachstum": "Wir werden die Kraft von Sonne, Wind und Boden nutzen, um unsere Autos zu fahren und Fabriken mit Strom zu versorgen", kündigte er an.

Keine Frage: Mit Obama findet ein Richtungswechsel in der amerikanischen Umwelt- und Klimapolitik statt. Er will die USA unabhängiger von Ölimporten aus instabilen Regionen machen und die Treibhausgas-Emissionen reduzieren, erwägt gar eine Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls. Um seine Klimaschutzziele zu erreichen, setzt er allerdings auch auf die Atomkraft.

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Die Klimaschutzziele ohne Atomkraft zu erreichen, hält Obama für unrealistisch. In seinem Plan "New Energy for America" legt er dar, dass der Anteil des CO2-freien Atomstroms an der Stromerzeugung einfach zu hoch sein, um auf ihn zu verzichten. Berechnungen des Time-Magazins zufolge sparen die amerikanischen Meiler schon heute fast soviel CO2 ein, wie die amerikanische Autoflotte emittiert.

"Obama ist nicht wirklich ein Gegner der Atomenergie", sagt Claudia Kemfert, Energieexperten des DIW. "Er will zwar die erneuerbaren Energien stark ausbauen. Aber einhundert Prozent Erneuerbare in den kommenden 15 Jahren, so wie es Al Gore kürzlich vorschlug, sind schwer zu erreichen." Für Obama sei die Kernenergie eine Brückentechnologie. Neue Kernkraftwerke will er nur bauen, wenn radioaktives Material sicher aufbewahrt werden kann, auch um den weltweiten Handel damit zu verhindern.

Mit 104 Meilern – das ist Weltrekord – produzieren die USA rund ein Drittel des weltweiten Atomstroms und etwa ein Fünftel des amerikanischen Strombedarfs. Der Großteil der Kraftwerke steht in den Industriezentren an der Ost- und Südküste. Die meisten stammen aus den 60er und 70er Jahren. Das jüngste Kraftwerk wurde erst 1996 fertig gestellt, nach 23 Jahren Bauzeit. Zwar wurden die Meiler laufend modernisiert  und verbessert – inzwischen haben sie sogar im internationalen Vergleich eine sehr hohe Auslastung. Doch ihre Grundbauweise gilt inzwischen als veraltet. "Das ist Steinzeit-Technologie", kritisiert der internationale Atomexperte und Träger des alternativen Nobelpreises, Mycle Schneider. "Will man jetzt das Klimaproblem lösen, muss man eine Technologie wählen, die schnell und billig ist – Atomkraft aber ist langsam und teuer."

Auch wenn seit mehr als dreißig Jahren in den USA kein neues Kernkraftwerk gebaut wurde, geben Kraftwerksbauer trotzdem nicht ihre Hoffnungen auf eine Renaissance der Atomkraft auf. Der Aufsichtsbehörde NRC liegen zurzeit Anträge von 21 Firmen zum Bau von 34 Atomkraftwerken vor. Der japanische Toshiba-Westinghouse-Konzern will 2016 in Georgia den ersten, neuen Meiler mit einer Kapazität von 1100 Megawatt bauen. Erst Ende Dezember beantragte der französische Atomkonzern Areva den Bau einer zwei Milliarden-Dollar teuren Uran-Anreicherungsanlage in Idaho.

Leser-Kommentare
  1. Offensichtlich ist die Lehre aus der Weltfinanzsystemkatastrophe immer noch nicht tief genug! Auch das hochkomplexe Weltfinanzsystem glaubten die Experten voll im Griff zu haben !

    Nun soll auf das "im Griff"- Haben der Kernenergieprobleme - einschließlich Ausbreitung der Kernenergiewaffen und des Terrorismus´- neu vertraut werden ?

    Also wäre OBAMA gut beraten, Al Gores Vision zu folgen:

    Zur Zeit werden ja ohnehin Milliarden über Milliarden Dollar/Euro verschoben:

    Warum nicht in die zukunftsfähigen Erneuerbaren Energien!

    Das Buch "Weltmacht Energie" (Peter Hennicke/Michael Müller) zeigt auf,
    dass es -ohne Kernenergie - geht !

    • Crest
    • 22.01.2009 um 12:39 Uhr

    Sieht man sich die Substanz des Artikels an, dann sind es i.W. technische ("veraltete Grundbauweise"), organisatorische ("Kapazitätsengpässe") und Kostengründe, die kritisch ins Feld geführt werden.

    Ich beschränke mich auf die angeführten technischen Gründe. Diese sind in der geschilderten Form nichtssagend, was ich an zwei Beispielen erläutern möchte:

    Eine "veraltete Grundbauweise" hat auch das modernste BMW-Triebwerk, insofern es z.B. auf dem Prinzip des Ottomotors beruht, eine "veraltete Grundbauweise" hat auch der modernste Laptop insofern er auf dem Kozept der von Neumann Architektur beruht.

    Es schlicht unklar, was mit "veralteter Grundbauweise" eines Kernkraftwerkes gemeint ist, und das entlarft diesen Begriff als Kampfbegriff, der ausschließlich emotional zünden aber nicht intellektuell aufklären soll.

    Herzlichst Crest

  2. 2005 zum Beispiel gab eine eine Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (kann man dort auch herunterladen), die aufzeigt, dass es absolut unrealistisch ist, die gewünschten CO2 Reduktion zu erreichen, wenn man in Deutschland bis 2020 alle AKWs abschaltet. Sicherlich kann man alle Statistiken und Zahlen deuten wie man will, ich empfehle jedem Interessierten aber durchaus das Lesen dieses Papiers. Es ist sehr nachvollziehbar beschrieben und gut belegt.

    Es ist wirklich überraschend, dass Atomenergie politisch ein solch brisantes Thema ist. Keine andere Technologie erzeugt so viel - größtenteils irrationale - Furcht. Dabei ist die Technologie noch lange nicht am Ende, es gibt viele Wege Atomstrom in Zukunft billiger, effizienter und sogar noch sicherer zu machen. Die Nutzung der Atomenergie ist schon jetzt kein technologisches Problem mehr, es ist einzig der politische Wille, der fehlt, diese Technik weiterzuführen.

    Meiner Meinung ist es grob fahrlässig auf Atomstrom innerhalb der nächsten 50 bis 70 Jahre als Brückentechnologie verzichten zu wollen. Weltweit wäre das ein Desaster und in Deutschland, das technologisch und politisch die Führungsrolle in der Bekämpfung des Klimawandels übernommen haben will, zeigt es ein falsches Bild für den Rest der Welt.

    Sicherlich gibt es viele Punkte in der Produktion von Atomstrom (allen voran die Müll Endlagerung), die noch nicht geklärt sind. Aber auch hier gilt, dass dies in erster Linie an mangelndem politischen Durchsetzungsvermögen liegt.

    Atomstrom bleibt mittelfristig eine Notwendigkeit im Energiemix.

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    "Sicherlich gibt es viele Punkte in der Produktion von Atomstrom (allen voran die Müll Endlagerung), die noch nicht geklärt sind. Aber auch hier gilt, dass dies in erster Linie an mangelndem politischen Durchsetzungsvermögen liegt."

    Ich verstehe nicht, was etwa die Probleme, die wir zum Beispiel derzeit in Asse haben, mit politischen Durchsetzungsvermögen zu tun haben.
    Mir scheint, da wurde einfach technisch schlampig und unverantwortlich gearbeitet. Die Furcht, das so etwa auch bei einem "echten" Endlager passieren kann, scheint mit so irrational nicht zu sein.

    Sich darauf zu verlassen, dass uns in Zukunft schon etwas einfallen, wird, um auch hochaktiven Abfall unschädlich zu machen, ist auch nicht unbedingt eine sehr wissenschaftliche Vorgehensweise.

    Weiterhin ist nicht bekannt, dass etwa in Frankreich, wo der "politische Wille" ja durchaus vorhanden ist, bezüglich der Atommüllfrage schon der grosse Durchbruch erfolgt ist.

    "Sicherlich gibt es viele Punkte in der Produktion von Atomstrom (allen voran die Müll Endlagerung), die noch nicht geklärt sind. Aber auch hier gilt, dass dies in erster Linie an mangelndem politischen Durchsetzungsvermögen liegt."

    Ich verstehe nicht, was etwa die Probleme, die wir zum Beispiel derzeit in Asse haben, mit politischen Durchsetzungsvermögen zu tun haben.
    Mir scheint, da wurde einfach technisch schlampig und unverantwortlich gearbeitet. Die Furcht, das so etwa auch bei einem "echten" Endlager passieren kann, scheint mit so irrational nicht zu sein.

    Sich darauf zu verlassen, dass uns in Zukunft schon etwas einfallen, wird, um auch hochaktiven Abfall unschädlich zu machen, ist auch nicht unbedingt eine sehr wissenschaftliche Vorgehensweise.

    Weiterhin ist nicht bekannt, dass etwa in Frankreich, wo der "politische Wille" ja durchaus vorhanden ist, bezüglich der Atommüllfrage schon der grosse Durchbruch erfolgt ist.

  3. Ich kann das langsame Wiedererwachen der Atomphantasien in keiner Weise nachvollziehen. Selbst wenn ich mir wieder einmal eine neue Studie vornehme, die pro Atomstrom ist, dann finde ich sofort eine andere, die genau das Gegenteil behauptet. Oft genug finden sich sogar Studien, die nur erstellt wurden, um eine andere Atom-Studie zu widerlegen. Eigentlich bleibt letztlich nur das eigene Urteil und da muss ich gestehen, nachdem ich mich in der letzten Zeit wirklich sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe (und zwar, weil ich schockiert darüber war, dass ich ausgerechnet zu diesem Thema keine Meinung hatte), bin ich mittlerweile zu einem extremen Gegner dieser Technologie geworden. Hierfür gibt es mehrere Gründe, ich will im Folgenden einige aufzählen (also: Keine Vollständigkeit erwarten).
    Ø Atomkraft ist sicher: Selbstverständlich ist sie bisher in Deutschland relativ sicher gewesen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir kaum Störfälle und nur einige „Ereignisse“ hatten. Mit dieser Argumentation habe ich aber folgende Probleme: Von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen ist mir in diesem Falle zu gefährlich. Wie kann ich sagen, dass das, was gestern gut ging, auch morgen gut gehen wird? Auch das Argument, dass zukünftige AKW noch sicherer werden, kann ich glauben. Ich kann es aber auch lassen. Außerdem ist es zwar wenig wahrscheinlich, dass ein ganz bestimmtes AKW in die Luft fliegt. Es ist aber noch unwahrscheinlicher, dass alle AKW weltweit in Zukunft niemals in die Luft fliegen werden. Also: Warum soll ich sehr viel Geld für etwas Strom ausgeben und in ständiger Angst leben, nur damit ich meine Kaffeemaschine auch morgen noch an die Steckdose anschließen kann? Hinweis: Um Energie umzuwandeln (Strom), die ich morgen nicht mehr nutzen kann. Außerdem bezieht sich Sicherheit natürlich auch immer auf die Frage der Proliferation und der politischen Dursetzungsfähigkeit (Glaubwürdigkeit) andere Staaten daran hindern zu wollen, auf Atomkraft zu verzichten.
    Ø Atomkraft wird benötigt: Wenn alle Kernkraftwerke in Deutschland laufen würden, wüssten wir nicht wohin mit dem Strom. Das ist eine Tatsache. Sogar in den Export bekämen wir diesen zu keinem erträglichen Preis. Selbst im Augenblick, in dem einige AKW nicht produzieren, haben wir immer noch eine zu hohe Stromproduktion für den deutschen Verbrauch. Und es ist damit zu rechnen, dass der Anteil des regenerativen Stroms auch weiterhin rasant steigen wird. Auch die Stromspeichermöglichkeiten werden besser und es wird in intelligente Netze investiert. Die so genannte Grundlastnotwendigkeit wird in Deutschland also weiterhin zurückgehen und wir werden mit stärker schwankenden Strommengen im Netz sehr gut auskommen können. Außerdem wird das Sparpotenzial erst jetzt langsam angezapft. Alle mir bekannten Studien, die zu dem Schluss kommen, Atomkraft sei unverzichtbar, gehen von Annahmen aus, die eher auf vom Status quo oder sogar steigendem Verbrauch ausgehen und ein Entwicklungspotenzial vor allem in der von ihnen propagierten Atomenergie, nicht aber in Alternativen sieht.
    Ø Atomkraft ist billig: Das Argument ist mit Sicherheit nicht erst in diesem Artikel ein eher fragwürdiges Argument. Allein der Bau, die sehr schnell knapper werden Rohstoffe (Uran) sowie die Entsorgung und Aufbereitung sind extrem teuer. Was wäre denn, wenn man die Kosten lieber in die regenerativen Energien stecken würde? Hätte man dann nicht vielleicht schneller mehr, sicherere und vor allen nachhaltigere Energien?
    Ø Der politische Wille fehlt: Ja! Gott sei Dank ist der politische Will immer noch der Wille, der durch uns alle als Bevölkerung gebildet wird. In der Politik findet er ja schließlich seinen Ausdruck. Wenn also sehr viele Menschen in diesem Land (und es benötigt keine Mehrheit, sonst hätten wir ja eine Mehrheitsdiktatur) gegen Atomkraft sind, dann hat man es gefälligst auch sein zu lassen. Wir wollen es dann halt nicht! Vielleich sollte man seine Kraft dann lieber auf etwas anderes konzentrieren und nicht weiterhin die Kämpfe um tote Dinosaurier kämpfen.
    Abschließend sei gesagt: Das gesamte Universum besteht quasi nur aus Energie und wir nutzen sie kaum, sondern produzieren zusätzlich Energie aus endlichen Rohstoffen, um auch tagsüber mal ein paar Lampen brennen zu lassen. Dabei sind wir doch schlau genug unseren gesamten Energiebedarf aus unserer Umwelt befriedigen zu können und zwar mit der heute bereits existierenden Technik. Würde aber die Stromproduktion weiter dezentralisiert, sodass vielleicht ein jeder Haushalt (und Betrieb) sehr günstig seinen eigenen Strom produzieren könnte (was technisch machbar ist), könnte einige Stromkonzerne nichts mehr verdienen. Vielleicht weht von da ja auch der Gegenwind. Wir sollten einfach mal das notwenige erkennen und uns nicht auf die Spielweise einige weniger Kinder begeben, die meinen mit ihren Urzeittieren spielen zu können.

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    Ich stimme Ihnen zu, auch ich habe den Eindruck, dass es zu jeder Studie eine Gegenstudie gibt (und zwar in beide Richtungen). Aber die meisten die gegen Kernenergie sind, verstehen doch noch nicht einmal, was da eigentlich genau passiert. Sicherlich, es gibt auch Physiker und Ingenieure, die Kernenergie ablehnen. Aber es sind wenige. Sehr wenige. (habe keine Zahlen, aber das ist meine Erfahrung an der Uni) Das sollte einem schon zu denken geben. Warum vertrauen wir nicht den Menschen, die in ihrem Leben nichts anderes machen, als eben diese Prozesse zu verstehen? Das ist doch unlogisch! Wozu bilden wir sie denn aus, wenn wir ihrem Urteil dann nicht vertrauen?

    Allein bei Ihrer knappen Aufzählung sind viele Punkte dabei, die aus wissenschaftlicher Sicht wenig haltbar sind. Dazu zählt die Sicherheit, die Resourcenknappheit und die Notwendigkeit. Ich bin mir bewusst, das Atomkraftgegner diese Punkte sehr überzeugend darlegen können. Meistens fließt dabei jedoch eine ordentliche Portion ideologische Verblendung mit ein, so dass die gezogenen Schlüsse oft auf wackeligen Füßen stehen. Das ist meine Erfahrung.

    Eins habe ich nicht verstanden: Der Atomstrom in Deutschland liefert etwa 50% der Grundlast. Wenn wir zu viel Strom prodzuieren, warum schalten wir dann die anderen Grundlastkraftwerke nicht ab? Das leuchtet mir nicht ein.

    Wie gesagt, es wird kontrovers diskutiert und in keinen Land sind die Lager so verbissen wie in Deutschland. Deswegen habe ich da auch wenig Hoffnung, dass sich da etwas ändern wird. Nichtsdestotrotz wollte ich hier nur darauf hinweisen, dass für eine effektive weltweite CO2 Reduktion mittelfristig (egal wie groß die Anstrengungen in regenerativen Energien auch sein werden) nicht auf Atomstrom verzichtet werden kann. Egal ob man nun Atomenergie gut findet oder nicht. Das hat damit absolut gar nichts zu tun.

    Ich verweise an dieser Stelle nochmals auf die Studie der DPG. Diese ist keineswegs ein Plädoyer für ein Wiederaufleben der Atomkraft. Es wird vielmehr ein deutlicher Zusammenhang zwischen CO2 Einsparungspotential und Atomenergie als ein Teil der Anstrengungen hergestellt.

    Ich stimme Ihnen zu, auch ich habe den Eindruck, dass es zu jeder Studie eine Gegenstudie gibt (und zwar in beide Richtungen). Aber die meisten die gegen Kernenergie sind, verstehen doch noch nicht einmal, was da eigentlich genau passiert. Sicherlich, es gibt auch Physiker und Ingenieure, die Kernenergie ablehnen. Aber es sind wenige. Sehr wenige. (habe keine Zahlen, aber das ist meine Erfahrung an der Uni) Das sollte einem schon zu denken geben. Warum vertrauen wir nicht den Menschen, die in ihrem Leben nichts anderes machen, als eben diese Prozesse zu verstehen? Das ist doch unlogisch! Wozu bilden wir sie denn aus, wenn wir ihrem Urteil dann nicht vertrauen?

    Allein bei Ihrer knappen Aufzählung sind viele Punkte dabei, die aus wissenschaftlicher Sicht wenig haltbar sind. Dazu zählt die Sicherheit, die Resourcenknappheit und die Notwendigkeit. Ich bin mir bewusst, das Atomkraftgegner diese Punkte sehr überzeugend darlegen können. Meistens fließt dabei jedoch eine ordentliche Portion ideologische Verblendung mit ein, so dass die gezogenen Schlüsse oft auf wackeligen Füßen stehen. Das ist meine Erfahrung.

    Eins habe ich nicht verstanden: Der Atomstrom in Deutschland liefert etwa 50% der Grundlast. Wenn wir zu viel Strom prodzuieren, warum schalten wir dann die anderen Grundlastkraftwerke nicht ab? Das leuchtet mir nicht ein.

    Wie gesagt, es wird kontrovers diskutiert und in keinen Land sind die Lager so verbissen wie in Deutschland. Deswegen habe ich da auch wenig Hoffnung, dass sich da etwas ändern wird. Nichtsdestotrotz wollte ich hier nur darauf hinweisen, dass für eine effektive weltweite CO2 Reduktion mittelfristig (egal wie groß die Anstrengungen in regenerativen Energien auch sein werden) nicht auf Atomstrom verzichtet werden kann. Egal ob man nun Atomenergie gut findet oder nicht. Das hat damit absolut gar nichts zu tun.

    Ich verweise an dieser Stelle nochmals auf die Studie der DPG. Diese ist keineswegs ein Plädoyer für ein Wiederaufleben der Atomkraft. Es wird vielmehr ein deutlicher Zusammenhang zwischen CO2 Einsparungspotential und Atomenergie als ein Teil der Anstrengungen hergestellt.

  4. Ich stimme Ihnen zu, auch ich habe den Eindruck, dass es zu jeder Studie eine Gegenstudie gibt (und zwar in beide Richtungen). Aber die meisten die gegen Kernenergie sind, verstehen doch noch nicht einmal, was da eigentlich genau passiert. Sicherlich, es gibt auch Physiker und Ingenieure, die Kernenergie ablehnen. Aber es sind wenige. Sehr wenige. (habe keine Zahlen, aber das ist meine Erfahrung an der Uni) Das sollte einem schon zu denken geben. Warum vertrauen wir nicht den Menschen, die in ihrem Leben nichts anderes machen, als eben diese Prozesse zu verstehen? Das ist doch unlogisch! Wozu bilden wir sie denn aus, wenn wir ihrem Urteil dann nicht vertrauen?

    Allein bei Ihrer knappen Aufzählung sind viele Punkte dabei, die aus wissenschaftlicher Sicht wenig haltbar sind. Dazu zählt die Sicherheit, die Resourcenknappheit und die Notwendigkeit. Ich bin mir bewusst, das Atomkraftgegner diese Punkte sehr überzeugend darlegen können. Meistens fließt dabei jedoch eine ordentliche Portion ideologische Verblendung mit ein, so dass die gezogenen Schlüsse oft auf wackeligen Füßen stehen. Das ist meine Erfahrung.

    Eins habe ich nicht verstanden: Der Atomstrom in Deutschland liefert etwa 50% der Grundlast. Wenn wir zu viel Strom prodzuieren, warum schalten wir dann die anderen Grundlastkraftwerke nicht ab? Das leuchtet mir nicht ein.

    Wie gesagt, es wird kontrovers diskutiert und in keinen Land sind die Lager so verbissen wie in Deutschland. Deswegen habe ich da auch wenig Hoffnung, dass sich da etwas ändern wird. Nichtsdestotrotz wollte ich hier nur darauf hinweisen, dass für eine effektive weltweite CO2 Reduktion mittelfristig (egal wie groß die Anstrengungen in regenerativen Energien auch sein werden) nicht auf Atomstrom verzichtet werden kann. Egal ob man nun Atomenergie gut findet oder nicht. Das hat damit absolut gar nichts zu tun.

    Ich verweise an dieser Stelle nochmals auf die Studie der DPG. Diese ist keineswegs ein Plädoyer für ein Wiederaufleben der Atomkraft. Es wird vielmehr ein deutlicher Zusammenhang zwischen CO2 Einsparungspotential und Atomenergie als ein Teil der Anstrengungen hergestellt.

    Antwort auf "Klare Positionen"
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    Fragen Sie doch einmal einen Chemiker, was er von Gentechnik, einen Genetiker, was er von Darwin oder einen Theologen, was er von Gott hält. Noch ein besseres Beispiel aus meiner eigenen Berufswelt: Stellen Sie sich vor, Mediziner sollen über die medizinische Versorgung in Deutschland entscheiden und gleich die Krankenkassen noch mit verwalten: Das System würde kollabieren. Sie werden sehen, dass sie alle an das glauben, was sie machen. Aus diesem Grund sagen Physiker natürlich, dass Atomenergie toll ist. Ließen wir Atomphysiker darüber entscheiden, ob wir Atomenergie brauchen, hätten wir natürlich sehr viele AKW. Sie sehen halt nicht die zukünftigen und aktuellen Gefahren, die nicht aus der physikalischen Welt kommen. Argumente von Politikern, Entsorgern oder Umweltaktivisten sind ihnen bekannt aber fremd, wie mir das physikalische Universum fremd ist. Es sind halt fachspezifisch ausgebildete Menschen und nur wenige würden ihnen absprechen, dass das, was sie zur Atomkraft sagen, falsch sei. Und so sollen sie zielgerichtete Probleme lösen (wie der Mediziner meine Krankheit behandeln) aber doch bitte nicht gesellschaftliche Entscheidungen treffen. Das müssen wir alle tun und genau abwägen.
    Zur Sache mit der Grundlast: Wer welche Grundlast liefert kann man eigentlich gar nicht sagen. Man sagt das nur zu den AKW, weil die immer nur (mehr oder weniger) zwei Zustände einnehmen können: An oder aus. Sie sind halt sehr unflexibel. Und weil wir sie nun mal schon haben, sorgen sie eben für die Grundlast. Diese Grundlast ist im übrigen lediglich die Last, die die Verbrauchsspitzen vorhalten soll ohne das sie im Augenblick gebraucht wird. Hier wird Energie also einfach verblasen (wegen der unintelligenten Netze)
    In Bezug aus der wissenschaftlichen Sicht: Alle meine Punkte sind wissenschaftlich und nicht ideologisch belegbar. Die Frage ist nur, welche Studie ich zu Rate ziehe. Sie sagten es selbst bereits. Letztlich ist der Mensch ein glaubendes Wesen. Und ich glaube an eine 100% rgenerative Stromzukunft. Zur Not müssen wir halt weniger verbrauchen. Strom sollte uns nicht so wichtig sein, dass wir ausgerechnet auf Atomkraft zurückgreifen sollten. Insbesondere wenn man bedenkt, wie gering der Wirkunsgrad ist (u.a. weil man deren Abwärme nicht nutzen kann).

    • tom310
    • 08.02.2009 um 18:19 Uhr

    Tja Deutschland besteht aus 85 Millionen Besserwissern und nur 640 Bundestagsmandaten. Und umso weniger Ahnung die Leute haben, umso mehr Meinung entwickeln sie (siehe Allergien, Homöopathie, Atomkraft, Politik, Naturwissenschaften, Computer ....).

    Fragen Sie doch einmal einen Chemiker, was er von Gentechnik, einen Genetiker, was er von Darwin oder einen Theologen, was er von Gott hält. Noch ein besseres Beispiel aus meiner eigenen Berufswelt: Stellen Sie sich vor, Mediziner sollen über die medizinische Versorgung in Deutschland entscheiden und gleich die Krankenkassen noch mit verwalten: Das System würde kollabieren. Sie werden sehen, dass sie alle an das glauben, was sie machen. Aus diesem Grund sagen Physiker natürlich, dass Atomenergie toll ist. Ließen wir Atomphysiker darüber entscheiden, ob wir Atomenergie brauchen, hätten wir natürlich sehr viele AKW. Sie sehen halt nicht die zukünftigen und aktuellen Gefahren, die nicht aus der physikalischen Welt kommen. Argumente von Politikern, Entsorgern oder Umweltaktivisten sind ihnen bekannt aber fremd, wie mir das physikalische Universum fremd ist. Es sind halt fachspezifisch ausgebildete Menschen und nur wenige würden ihnen absprechen, dass das, was sie zur Atomkraft sagen, falsch sei. Und so sollen sie zielgerichtete Probleme lösen (wie der Mediziner meine Krankheit behandeln) aber doch bitte nicht gesellschaftliche Entscheidungen treffen. Das müssen wir alle tun und genau abwägen.
    Zur Sache mit der Grundlast: Wer welche Grundlast liefert kann man eigentlich gar nicht sagen. Man sagt das nur zu den AKW, weil die immer nur (mehr oder weniger) zwei Zustände einnehmen können: An oder aus. Sie sind halt sehr unflexibel. Und weil wir sie nun mal schon haben, sorgen sie eben für die Grundlast. Diese Grundlast ist im übrigen lediglich die Last, die die Verbrauchsspitzen vorhalten soll ohne das sie im Augenblick gebraucht wird. Hier wird Energie also einfach verblasen (wegen der unintelligenten Netze)
    In Bezug aus der wissenschaftlichen Sicht: Alle meine Punkte sind wissenschaftlich und nicht ideologisch belegbar. Die Frage ist nur, welche Studie ich zu Rate ziehe. Sie sagten es selbst bereits. Letztlich ist der Mensch ein glaubendes Wesen. Und ich glaube an eine 100% rgenerative Stromzukunft. Zur Not müssen wir halt weniger verbrauchen. Strom sollte uns nicht so wichtig sein, dass wir ausgerechnet auf Atomkraft zurückgreifen sollten. Insbesondere wenn man bedenkt, wie gering der Wirkunsgrad ist (u.a. weil man deren Abwärme nicht nutzen kann).

    • tom310
    • 08.02.2009 um 18:19 Uhr

    Tja Deutschland besteht aus 85 Millionen Besserwissern und nur 640 Bundestagsmandaten. Und umso weniger Ahnung die Leute haben, umso mehr Meinung entwickeln sie (siehe Allergien, Homöopathie, Atomkraft, Politik, Naturwissenschaften, Computer ....).

  5. Fragen Sie doch einmal einen Chemiker, was er von Gentechnik, einen Genetiker, was er von Darwin oder einen Theologen, was er von Gott hält. Noch ein besseres Beispiel aus meiner eigenen Berufswelt: Stellen Sie sich vor, Mediziner sollen über die medizinische Versorgung in Deutschland entscheiden und gleich die Krankenkassen noch mit verwalten: Das System würde kollabieren. Sie werden sehen, dass sie alle an das glauben, was sie machen. Aus diesem Grund sagen Physiker natürlich, dass Atomenergie toll ist. Ließen wir Atomphysiker darüber entscheiden, ob wir Atomenergie brauchen, hätten wir natürlich sehr viele AKW. Sie sehen halt nicht die zukünftigen und aktuellen Gefahren, die nicht aus der physikalischen Welt kommen. Argumente von Politikern, Entsorgern oder Umweltaktivisten sind ihnen bekannt aber fremd, wie mir das physikalische Universum fremd ist. Es sind halt fachspezifisch ausgebildete Menschen und nur wenige würden ihnen absprechen, dass das, was sie zur Atomkraft sagen, falsch sei. Und so sollen sie zielgerichtete Probleme lösen (wie der Mediziner meine Krankheit behandeln) aber doch bitte nicht gesellschaftliche Entscheidungen treffen. Das müssen wir alle tun und genau abwägen.
    Zur Sache mit der Grundlast: Wer welche Grundlast liefert kann man eigentlich gar nicht sagen. Man sagt das nur zu den AKW, weil die immer nur (mehr oder weniger) zwei Zustände einnehmen können: An oder aus. Sie sind halt sehr unflexibel. Und weil wir sie nun mal schon haben, sorgen sie eben für die Grundlast. Diese Grundlast ist im übrigen lediglich die Last, die die Verbrauchsspitzen vorhalten soll ohne das sie im Augenblick gebraucht wird. Hier wird Energie also einfach verblasen (wegen der unintelligenten Netze)
    In Bezug aus der wissenschaftlichen Sicht: Alle meine Punkte sind wissenschaftlich und nicht ideologisch belegbar. Die Frage ist nur, welche Studie ich zu Rate ziehe. Sie sagten es selbst bereits. Letztlich ist der Mensch ein glaubendes Wesen. Und ich glaube an eine 100% rgenerative Stromzukunft. Zur Not müssen wir halt weniger verbrauchen. Strom sollte uns nicht so wichtig sein, dass wir ausgerechnet auf Atomkraft zurückgreifen sollten. Insbesondere wenn man bedenkt, wie gering der Wirkunsgrad ist (u.a. weil man deren Abwärme nicht nutzen kann).

    Antwort auf "wie gesagt: kontrovers"
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    • drelux
    • 22.01.2009 um 23:09 Uhr

    Sie schreiben: „Diese Grundlast ist im übrigen lediglich die Last, die die Verbrauchsspitzen vorhalten soll ohne das sie im Augenblick gebraucht wird. Hier wird Energie also einfach verblasen (wegen der unintelligenten Netze)“

    Genau das Gegenteil ist richtig: Grundlast bezeichnet die Netzbelastung, die während eines Tages in einem Stromnetz nicht unterschritten wird (Quelle: WIKIPEDIA).

    Schade, dass Ihnen dieser Fehler in dem ansonsten lesenswerten Kommentar unterlaufen ist.

    • drelux
    • 22.01.2009 um 23:09 Uhr

    Sie schreiben: „Diese Grundlast ist im übrigen lediglich die Last, die die Verbrauchsspitzen vorhalten soll ohne das sie im Augenblick gebraucht wird. Hier wird Energie also einfach verblasen (wegen der unintelligenten Netze)“

    Genau das Gegenteil ist richtig: Grundlast bezeichnet die Netzbelastung, die während eines Tages in einem Stromnetz nicht unterschritten wird (Quelle: WIKIPEDIA).

    Schade, dass Ihnen dieser Fehler in dem ansonsten lesenswerten Kommentar unterlaufen ist.

  6. Eines sollte uns klar sei: Solange der Mensch existieren wird, wird es Unfälle geben. Hiermit sollten wir immer rechnen. Was bewirkte ein Atomunfall (auch einer, der im Endlager oder durch terroristsiche Aktivitäten passiert) im Vergleich zu einem Unfall mit 10.000 Windkraftanlagen?
    Die Angst kann ich nie verlieren eben weil ich mich mit dem Thema sehr lange befasst habe. Und warum soll ich etwas befürworten, das mir Angst macht? Wie kann man unvoreingenommen diskutieren, wenn man Angst hat? Dieser Angst, nicht der Atomkraft, sollten wir uns stellen und vermeiden.

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    • Crest
    • 22.01.2009 um 17:00 Uhr

    In dieser - zugegebenermaßen verfremdeten Form - würde ich dem Satz zustimmen. Allerdings mit einer anderen Konsequenz: nämlich in dem Sinne, dass wir uns auch der Angst vor dem bösen Blick, der Angst vor Hexen und vor bösem Zauber im Laufe der Generationen gestellt und jene überwunden haben.

    Teilt mir also jemand mit, er habe Angst vor dem "Atom", dann nehme ich ihn in seiner Angst ernst, bedeute ihm aber dennoch unmissverständlich, dass seine Angst objektiv unbegründet ist.

    Der ängstliche Mensch ist in einer ähnlichen Situation wie ein Spinnenphobiker. Natürlich gibt es lebensgefährliche Spinnen. Aber es hat keinen Sinn, seine Emotionen im Umgang mit Spinnen ausschließlich an diesen seltenen Spezies zu kalibrieren.

    Und im Hinblick auf unser Thema ist er in derselben Situation wie ein Flugpassagier mit extremer Flugangst.

    Woran sollen wir nun unser kollektives Verhalten ausrichten? Alles beseitigen, was die Ängste auslösen kann? Alle Spinnen? Alle Flugzeuge?

    Oder zeigen wir, wer im Hirn der Chef ist, unser Neocortex oder die alten Zentren?

    Herzlichst Crest

    • Crest
    • 22.01.2009 um 17:00 Uhr

    In dieser - zugegebenermaßen verfremdeten Form - würde ich dem Satz zustimmen. Allerdings mit einer anderen Konsequenz: nämlich in dem Sinne, dass wir uns auch der Angst vor dem bösen Blick, der Angst vor Hexen und vor bösem Zauber im Laufe der Generationen gestellt und jene überwunden haben.

    Teilt mir also jemand mit, er habe Angst vor dem "Atom", dann nehme ich ihn in seiner Angst ernst, bedeute ihm aber dennoch unmissverständlich, dass seine Angst objektiv unbegründet ist.

    Der ängstliche Mensch ist in einer ähnlichen Situation wie ein Spinnenphobiker. Natürlich gibt es lebensgefährliche Spinnen. Aber es hat keinen Sinn, seine Emotionen im Umgang mit Spinnen ausschließlich an diesen seltenen Spezies zu kalibrieren.

    Und im Hinblick auf unser Thema ist er in derselben Situation wie ein Flugpassagier mit extremer Flugangst.

    Woran sollen wir nun unser kollektives Verhalten ausrichten? Alles beseitigen, was die Ängste auslösen kann? Alle Spinnen? Alle Flugzeuge?

    Oder zeigen wir, wer im Hirn der Chef ist, unser Neocortex oder die alten Zentren?

    Herzlichst Crest

  7. "Sicherlich gibt es viele Punkte in der Produktion von Atomstrom (allen voran die Müll Endlagerung), die noch nicht geklärt sind. Aber auch hier gilt, dass dies in erster Linie an mangelndem politischen Durchsetzungsvermögen liegt."

    Ich verstehe nicht, was etwa die Probleme, die wir zum Beispiel derzeit in Asse haben, mit politischen Durchsetzungsvermögen zu tun haben.
    Mir scheint, da wurde einfach technisch schlampig und unverantwortlich gearbeitet. Die Furcht, das so etwa auch bei einem "echten" Endlager passieren kann, scheint mit so irrational nicht zu sein.

    Sich darauf zu verlassen, dass uns in Zukunft schon etwas einfallen, wird, um auch hochaktiven Abfall unschädlich zu machen, ist auch nicht unbedingt eine sehr wissenschaftliche Vorgehensweise.

    Weiterhin ist nicht bekannt, dass etwa in Frankreich, wo der "politische Wille" ja durchaus vorhanden ist, bezüglich der Atommüllfrage schon der grosse Durchbruch erfolgt ist.

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