Kunstschwindel

Hakenkreuz Deutschland, Stehklo Bulgarien

© Mark Renders/Getty Images

Keinen der Künstler gibt es wirklich: Helmut Bauer, Sabrina Unterberger, Angelo Navridis. Es sind drei von insgesamt 27 Namen, die sich Bildhauer David Cerny (41) für die Großinstallation "Entropa" am Brüsseler Ratsgebäude einfallen ließ. Den Verantwortlichen fiel es nicht auf.  "Entropa" sollte den Beginn der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft künstlerisch begleiten und in einer Installation 27 Künstler aus den 27 EU-Ländern vereinen. Den Unmut der EU-Minister erregte nicht nur der offensichtliche Schwindel, sondern auch Cernys Umgang mit Länderklischees.

Leser-Kommentare
  1. wer sich über sowas phantatsieloses echauffiert, hat wohl ganz andere probleme.
    im übrigen: welcher schlaukopf hat denn die "form eines hakenkreuzes" erkannt? da muss sich ja schon wer erhbeliche mühr gegeben haben ... aber der/die/das hat dann auch ganz andere probleme als mediokre künstler.

    disclaimer:
    dieser beitrag kann ironie enthalten!
    laut zeit-redaktion übersteigt ironie das geistige leistungsvermögen vieler zeit-leser und senkt das intellektuelle niveau, deswegen muss uu zum besten der leser zensiert werden!

  2. Wenn man versucht in dieser geometrischen Form genau diese Anzahl an moeglichst langen Fliessbaendern unterzubringen stoesst man zwingenderweise auf diese Anordnung...

    In all den anderen Kunstwerken sind uebrigens auch Hakenkreuze... man muss nur genug Fantasie haben...

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    Zitat Text: "Er habe nicht gewollt, dass Politiker "für diese Art der politisch inkorrekten Satire Verantwortung übernehmen müssen""

    Genau genommen hat er sich dafür entschuldigt, dass durch ihn andere (in diesem Fall Politiker) in mögliche Mitleidenschaft gezogen werden. Dass sich Cerny für seine "politisch inkorrekte" Kunst entschuldigt hätte geht aus dem Text nicht hervor. Denn seine politisch unkorrekte Kunst hat er ja bewusst gewählt, sonst würd sie so nicht vor uns stehen.
    Sein Verhalten ist meiner Meinung nach vortrefflich, mit einem "bunte, heile Welt"-Bild ist niemandem geholfen, keiner würde damit zu mehr Selbstkritik oder auch Selbstironie aufgerufen.

    Zitat Text: "Er habe nicht gewollt, dass Politiker "für diese Art der politisch inkorrekten Satire Verantwortung übernehmen müssen""

    Genau genommen hat er sich dafür entschuldigt, dass durch ihn andere (in diesem Fall Politiker) in mögliche Mitleidenschaft gezogen werden. Dass sich Cerny für seine "politisch inkorrekte" Kunst entschuldigt hätte geht aus dem Text nicht hervor. Denn seine politisch unkorrekte Kunst hat er ja bewusst gewählt, sonst würd sie so nicht vor uns stehen.
    Sein Verhalten ist meiner Meinung nach vortrefflich, mit einem "bunte, heile Welt"-Bild ist niemandem geholfen, keiner würde damit zu mehr Selbstkritik oder auch Selbstironie aufgerufen.

    • zetti
    • 16.01.2009 um 8:01 Uhr

    D A S nenne ich doch mal 100% Kunst! Ein echtes DENKMAL samt Inszenierung in jeder Beziehung: Von der Geburt bis hin zu den Nachwehen!

    Die "Endschuldigung" ist da ja noch als abschließendes Sahnestückchen zu verstehen!
    Zetti

  3. Zitat Text: "Er habe nicht gewollt, dass Politiker "für diese Art der politisch inkorrekten Satire Verantwortung übernehmen müssen""

    Genau genommen hat er sich dafür entschuldigt, dass durch ihn andere (in diesem Fall Politiker) in mögliche Mitleidenschaft gezogen werden. Dass sich Cerny für seine "politisch inkorrekte" Kunst entschuldigt hätte geht aus dem Text nicht hervor. Denn seine politisch unkorrekte Kunst hat er ja bewusst gewählt, sonst würd sie so nicht vor uns stehen.
    Sein Verhalten ist meiner Meinung nach vortrefflich, mit einem "bunte, heile Welt"-Bild ist niemandem geholfen, keiner würde damit zu mehr Selbstkritik oder auch Selbstironie aufgerufen.

    Antwort auf "Hakenkreuz"
  4. 5. sry

    sollte sich auf kommentar 2 beziehen! Mein Fehler!

  5. Dieser Schulbubenstreich zeigt nur, wie schlampig und inkompetent in Brüssel "gewirtschaftet" wird. Und wie leicht man dieser drittklassigen Brigade irgendwelche Gelder aus dem Hohlkreuz leiern kann, wenn man nur dreist genug vorgeht.
    Kudos an den "Künstler", der wie die Hacker vom Chaos-Computer-Club eine äusserst peinliche weil öffentliche "Situation" geschaffen hat. Zeit für ein "Schwarzbuch Brüssel".

  6. Ich finde das Werk gelungen. Es zeigt die Wahrheit hinter den einzelnen Mitgliedsländern. Es ruft zum Nachdenken auf und das ist der Sinn von Kunst ..... etwas in den Menschen in Bewegung zu setzen.

    • sinkam
    • 19.01.2009 um 23:08 Uhr

    Sicher keine "große" Kunst, aber in jedem Fall amüsant und in Teilen auch zutreffend. Von Politikern erwarte ich sowieso keine Selbstironie (s. andere Komentatoren), dafür kann ich die "schwergewichtigen und bemühten" Aussagen der Damen und Herren mit Schlips und Nadelstreifenanzug, die sich ja so wichtig nehmen, nur mit einer Prise Fatalismus und Humor ertragen - dies gilt auch für die Dame, die mit den "ausgeprägten Mundwinkeln" die neuesten Konjunkturpakete (allesamt wirkungslos, wie die Erfahrung zeigt) verkündet! Besonders gelungen finde ich übrigens die Installation von den Niederlanden und von Polen! Und dass Polen das lustigste Land ist, weiß ich von einigen Besuchen dort - kein Funken Humor hat die Regierung im Ggs. zur Bevölkerung!

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