Finanzkrise Die Bad Bank bringt keine Rettung
Die Verluste der Banken werden größer, der Ruf nach dem Staat wird lauter. Doch eine Bad Bank, die schlechte Anleihen übernimmt, löst die Krise nicht. Das Börs-o-Meter
Wenn die Banken in diesen Tagen ihre Berichte vorlegen, werden die Altlasten aus dem vergangenen Jahr offenbar. Klar ist schon jetzt: 2009 wird kaum besser werden als 2008, das für viele Institute ein annus horribilis war.
Zwar beziehen sich die Zahlen, die die Banken nun veröffentlichen, auf das vierte Quartal, in dem die Kurse der Aktien so stark fielen wie selten zuvor. Die Banken haben deshalb ihre Bemühungen noch einmal verstärkt, die giftigen Papiere aus ihren Bilanzen zu entfernen. Aufräumarbeiten sind also ein Grund für die schlechten Zahlen.
Dennoch geben die Daten Anlass zur Sorge. Die Hoffnung, dass die Banken ihre Bilanzen endlich aufgeräumt haben, gab es schon einmal – kurz darauf rollte die nächste Welle der Abschreibungen.
Ein Grund hierfür: Die Institute schreiben nicht unbedingt so viel ab, wie sie müssten, sondern immer nur so viel wie sie können. Jede Abschreibung müssen sie mit Eigenkapital hinterlegen. Das aber ist knapp. So können die Banken nur wenig abschreiben, es sei denn, sie besorgen sich neues Kapital. Die Zeiten aber, in denen das so einfach ging, sind vorbei.
Langfristig orientierte Investoren wie Warren Buffett kauften zuletzt wieder Bankaktien. Auch das hat nicht verhindert, dass die Kurse nach einem kurzen Zwischenhoch wieder fielen. Der amerikanische Bankenindex sank zuletzt auf ein neues Tief, mittlerweile notiert er wieder unter den Kursen vom November.
Damit haben Buffett und die üblichen Staatsfonds vorerst nicht von den günstigen Kursen profitiert. Im Gegenteil: Weil die Fonds meist einen hohen Anteil an Aktien halten, waren die Verluste ebenso immens wie Gewinne, die diese in der Vergangenheit einstrichen. Hohe Verluste aber wirken abschreckend auf risikofreudige Geldgeber, die neues Kapital in den Bankensektor schießen könnten.
- Datum 04.05.2009 - 11:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Hi @ll
Meinen aufrichtigen Glückwunsch an die Banken die es geschafft haben heisse Luft in reales Geld zu transformieren.
Bsp.
Fusion von Vodafon und Mannesmann-Mobilfunk.
Die Aktien erlebten einen Höhenflug, nach der Fusion stürzten sie wieder ab und diese Luftnummer hat sich in realer Währung niedergeschlagen indem die Differenz als "Verlust" verbucht werden konnte.
Das hätte seinerzeit eigentlich schon eine deutliche Warnung sein müssen, nein schlau geworden ist daraus keiner.
Es müsste ein absolutes Verbot her was es Banken untersagt an Börsen selber zu handeln, denn sie verjubeln nicht ihr eigenes Geld, sondern das ihrer Kunden und im Moment auch das des Steuerzahlers.
Ich würde mir des weiteren eine Staatsbank wünschen die nur die Aufgabe hat Kleinsparern einen "sicheren Hafen" zu bieten so das ich auf die Herren Ackermann and Friends nicht mehr angewiesen bin.
Mein persönliches Fazit ist dieses
Jeder Besitzer einer Imbiss-Bude (Bsp. mann möge mir verzeihen) MUSS sauberer wirtschaften (sonst ist er blitzartig weg vom Fenster) als diese "FachleutInnen" in den gläsernen Bank-Türmen.
Gruss
Rene
Die Idee einer "Bad Bank" ist vertretbar, wenn der Steuerzahler nicht dauerhaft zur Kasse gebeten wird. Das Problem könnte dadurch gelöst werden, dass die Bilanzierungsvorschriften der aktuellen Marktlage entsprechend erweitert werden.
Die dubiosen Aktiva könnten dann bei einer "Bad Bank" in Pension gegeben und aus den Bankbilanzen gelöscht werden, wobei die Rücknahmeverpflichtungen "unter dem Strich" auszuweisen wären - und durch Gesetz müßte geregelt werden, dass bis zur Tilgung dieser Verbindlichkeiten keine Bonifikationen und Dividenden gezahlt werden dürfen und die Vorstandsbezüge auf den bekannten Betrag von T€ 500 zu begrenzen sind. Außerdem sollten die Bankvorstände gegenüber der "Bad Bank" auch eine persönliche Bürgschaft für die ausgelagerten Papiere abgeben müssen.
Im Ergebnis wären die Bankbilanzen für Neugeschäfte wieder sauber, die Banken und deren Aktionäre würden für ihren Leichtsinn angemessen "bestraft" und die Steuerzahler wären nicht die Dummen. Klar ist allerdings auch, dass die Aktienkurse der Banken in den Keller gehen würden, weil sie nur noch den abgezinsten Barwert der zukünftigen Gewinne bzw. Dividenden darstellen dürften. Das jedoch halte ich volkswirtschaftlich für vertretbar.
Als Leihe muss man wissen, dass die privaten Geschäftsbanken Geldschöpfung betreiben. Grob ausgedrückt muss jeder Kredit nur mit einer gewissen Menge an Kapital hinterlegt werden.
Wenn ich z.B. 1000 € als Sichteinlagen auf mein Bankkonto einzahle, ist die Bank durchaus in der Lage daraus für 3000 € Kredite zu vergeben. Einfach mit der Eingabe eines einfachen Buchungssatzes in den Bankcomputer. Diese Kredite sind nichts weiter als Schuldverschreibungen der Bank und kein Zentralbankgeld.
Diese Geldschöpfung, welches früher ein staatliches Recht war, wird heute von den privaten Banken betreiben. Die Kapitalströme sammeln sich bei den Reichen und Superreichen.
http://kostenlosebildung....
http://kostenlosebildung....
Grundsätzlich hilf im aktuellen Fall nur noch eine komplette Verstaatlichung der Insitute oder eben eine BAD BANK und die Umstellung auf Vollgeld. D.h. Banken dürfen nur noch Geld verleihen, dass Sie auch wirklich haben - es muss zu 100% durch Zentralbankgeld abgedeckt sein.
Ihre Quelle ist mehr als fragwürdig.
Ihre Quelle ist mehr als fragwürdig.
Was immer wieder vergessen wird: Am Ende von dem so flapsig geschilderten Trillionen-Karussell, stehen die kleinen Leute, die für 7 € eine Stunde lang den Buckel krumm machen müssen. Oder sich in anderen Branchen für etwas mehr € zu prostituieren haben. Es ist nichts mehr und nichts weniger als verkappte Sklaverei. Sich Andere zu Diensten zu machen, ohne auch nur die entfernteste Aussicht auf eine adäquate Gegenleistung.
Sollten es Gysi, Sodann und Geistesverwandte schaffen, diese zeitgenössische Form der Sklaverei einem großen Publikum bewusst zu machen, geht die Welt unter. Zumindest die Zivilisation. Der einschlägige 40 jährige Probelauf in der sog. DDR war ja eindrucksvoll genug. Zumindest hängen binnen Tagen tausende Ackermänner an den Laternenpfählen.
Seitens der transatlantischen Geldinstitute wurden im laufe der Zeit Derivate im Gesamtvolumen von über einer Trillion generiert.
Wahrscheinlich ein staatlich angestoßenes Schneeballsystem zum Liquiditätserhalt einer chronisch klammen Volkswirtschaft. Die Refinanzierung durch mehrfache Verwettung von Infrastruktur sowie durch diverse Beutezüge funktionierte bis 2008. Dann begannen die Verbindlichkeiten die Aktiva erstmals in spürbarem Umfang zu überholen.
Den ganzen wertlosen Plunder, samt dem Dollar als solchen, in eine Quarantäne zu geben, hilft nicht weiter, weil viele Menschen ihre Existenz- oder Alterssicherung damit laufen haben. Angelockt, angefixt, bestochen, bedroht oder getäuscht.
Peter Sloterdijk scheint eher als Finanzfachleute (falls es sowas überhaupt gibt) die Tragweite des epochalen Ruins zu begreifen.
Helfen würde genau das, was die USA anderen Volkswirtschaften aufgezwungen haben: strikter Sparkurs, Inkaufnahme eines wesentlichen Verlustes an Lebensstandard breiter Massen, massiver Abbau der "Verteidigungs"-Ausgaben. "road-map" zur Schuldentilgung unter Aufsicht eines Insolvenzgremiums über die nächsten 50 Jahre. Vorerst.
Sonst wird wohl unausweichlich, was Sloterdijk im SZ-Interview menetekelte.
... am Anfang von dem so flapsig geschilderten Trillionen-Karusell stehen die kleinen Leute. Zig Millionen Amerikaner, die mit Schulden ihren Konsum finanziert haben. Und, die Welt hat daran kräftig verdient. Auch der deutsche Staat (der ein Teil der neu erwarteten Steuereinnahmen bereits umverteilt hat), auch Sie (auch wenn "nur" Ihr Job gesichert ist).
Nicht nur ein paar tausend Banker haben von diesem System profitiert. Wir ALLE haben davon profitiert. Aber, es ist wie in jeder Krise: alle laufen mit, am Ende wird die Zahl der Schuldigen möglichst klein gehalten.
... am Anfang von dem so flapsig geschilderten Trillionen-Karusell stehen die kleinen Leute. Zig Millionen Amerikaner, die mit Schulden ihren Konsum finanziert haben. Und, die Welt hat daran kräftig verdient. Auch der deutsche Staat (der ein Teil der neu erwarteten Steuereinnahmen bereits umverteilt hat), auch Sie (auch wenn "nur" Ihr Job gesichert ist).
Nicht nur ein paar tausend Banker haben von diesem System profitiert. Wir ALLE haben davon profitiert. Aber, es ist wie in jeder Krise: alle laufen mit, am Ende wird die Zahl der Schuldigen möglichst klein gehalten.
... am Anfang von dem so flapsig geschilderten Trillionen-Karusell stehen die kleinen Leute. Zig Millionen Amerikaner, die mit Schulden ihren Konsum finanziert haben. Und, die Welt hat daran kräftig verdient. Auch der deutsche Staat (der ein Teil der neu erwarteten Steuereinnahmen bereits umverteilt hat), auch Sie (auch wenn "nur" Ihr Job gesichert ist).
Nicht nur ein paar tausend Banker haben von diesem System profitiert. Wir ALLE haben davon profitiert. Aber, es ist wie in jeder Krise: alle laufen mit, am Ende wird die Zahl der Schuldigen möglichst klein gehalten.
Das ist schlicht gelogen und eine billige Ausrede. Es haben einige sehr stark von den Entiwcklungen profitiert - einige Wenige an der Spitze haben entschieden - der Rest musste mitlaufen. Wenn ich eine Familie zu ernähren habe, muss ich mich an die Herrschaftsumstände anpassen.
Habe ich 200000 € auf dem Konto/Jahresverdienst kann ich mich im Notfall aus dem System ausklinken - für einige Jahre kann ich mir das täglich Brot auf jedenfall Leisten.
Hier ist eine vollkommene Schuldassysmetrie und der billige Versuch die Verantwortung an alle abzuwälzen. Selbst die US Häuselebauer haben von den Banken/Finanzinstituten eingetrichtert bekommen, dass es förmlich ein Naturgesetz ist, dass die Hauspreise steigen. Die Banken haben es dann auch selbst geglaubt bzw. jeder dachte, dass er die Schäfchen im Trockenen hat bis das System crasht.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis und in Foren seit JAhren vor der Gefahr und der Illusion des US Wirtschaftens gewarnt. Aber zu viele haben davon profitiert und wollten sich keine Gedanken machen. Jetzt sollten die Profiteure vom System wenigstens auch die Verantwortung übernehmen.
Das ist schlicht gelogen und eine billige Ausrede. Es haben einige sehr stark von den Entiwcklungen profitiert - einige Wenige an der Spitze haben entschieden - der Rest musste mitlaufen. Wenn ich eine Familie zu ernähren habe, muss ich mich an die Herrschaftsumstände anpassen.
Habe ich 200000 € auf dem Konto/Jahresverdienst kann ich mich im Notfall aus dem System ausklinken - für einige Jahre kann ich mir das täglich Brot auf jedenfall Leisten.
Hier ist eine vollkommene Schuldassysmetrie und der billige Versuch die Verantwortung an alle abzuwälzen. Selbst die US Häuselebauer haben von den Banken/Finanzinstituten eingetrichtert bekommen, dass es förmlich ein Naturgesetz ist, dass die Hauspreise steigen. Die Banken haben es dann auch selbst geglaubt bzw. jeder dachte, dass er die Schäfchen im Trockenen hat bis das System crasht.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis und in Foren seit JAhren vor der Gefahr und der Illusion des US Wirtschaftens gewarnt. Aber zu viele haben davon profitiert und wollten sich keine Gedanken machen. Jetzt sollten die Profiteure vom System wenigstens auch die Verantwortung übernehmen.
noch immer. Wer glauben sollte, dass dieses Roulettspiel schon vorbei ist, der ist entweder naiv und ziemlich unerfahren oder er ist Propagandist im Auftrag der INSM.
Die Umschuldung, die zur Zeit von den interessierten und lobbyistisch abgesicherten Seiten organisiert wird, ist der vierte Schritt auf der nach oben wohl nicht ganz offenen Betrugssystemleiter.
1. Schritt: Finanzierung der deutschen Wiedervereinigung durch die Enteignung der Rücklagen der deutschen Sozialversicherungsrücklagen.
2. Schritt: Ruinierung der öffentlichen Haushaltkassen durch die sogen. Unternehmenssteuerreform der Koalition Schröder-Fischer
3. Schritt: Zerstörung der Grundlagen der wertschöpfenden deutschen Produktionswirtschaft durch die "Modernisierung des Investitionsstandortes Deutschland", in deren Folge der gegenwärtige Liquiditätsinfarkt sogar noch steuerlich bei den Einkünften von Managern der "Investmentbanker" begünstigt wurde.
4. Schritt: Gründung einer Bad-Bank, Überführung der Schrottkredite in den öffentlichen Besitz zum Zwecke der Sozialisierung dieser betrügerisch organisierten Verluste und zur Gewährleistung der Fortführung dieser
liberalwirtschaftlichen Marktwirtschaft, deren sozialer Charakter dadurch geprägt wird, dass er den Schock mildert, den ein Spekulant beim Verlust seiner Waren- bzw. Devisentermin- oder Aktien- resp. Bankderivategeschäfte erleiden würde.
Wer mag, der wähle. Wer nicht mag, der quäle - durch Wahl anderer Parteien.
"[...] durch Wahl anderer Parteien."
Nennen Sie uns doch einfach Ihre Präferenzen, dann können wir entscheiden, wes Geistes Kind Sie sind. Wenn Sie schon in jedem Beitrag die INSM erwähnen, dann sollten Sie auch so fair sein und dem interessierten, mündigen Leser ermöglichen, in Erfahrung zu bringen, wessen Geschäft Sie betreiben.
Wollen Sie wirklich japanische Zustände: eine 20jährige Rezession bis alles scheibchenweise abgeschrieben ist (oder am Schluss der Rest am Stück wie in Japan doch noch verstaatlicht wird)?
Ich komme gerade von meiner Bank. Dort muss man sich für gewöhnlich auf eine stylische Couch setzen bis man an die Reihe ist. Heute nachmittag hätte ich alle fünf Berater ganz für mich gehabt. So was hab ich in vierzig Jahren nicht erlebt.
Wo soll denn da der Gewinn für die Abschreibungen herkommen? Laut Umfrage gibt es noch 300 Milliarden, laut Steinbrück sogar eine Billion Euro als Wertpapierschrott.
Wenn erst einmal die Immobilien und Aktienwerte in den Sturzflug geraten, dann werden Fonds, Versicherungen und Banken alles raushauen müssen. Und das Eigenkapital der Finanzinstitute sinkt gegen Null.
Dann gibts erst Recht keinen Kredit mehr.
"Und das Eigenkapital der Finanzinstitute sinkt gegen Null."
Lieber Iridium, warum so optimistisch ?? - Schon am 15.10.2007 (nicht 2008!) schrieb ich hier im Blog: "Daher rechne ich einmal überschlägig: Wenn von den 100 Mill. Wohneinheiten nur 10 Prozent auf der Kreditseite Wertberichtigungen von durchschnittlich US$ 100.000 erfordern, weil die Kreditnehmer zahlungsunfähig, die Immobilien unverkäuflich und die erzielbaren Mieten nicht kostendeckend sind, dann lösen sich "Asset Backed Securities" in Höhe von einer Billion Dollar in Luft auf." Einige Wochen später (am 04.12.2007) errechnete die "Wirtschaftswoche": "1000 Milliarden Dollar – diese Summe würde das gesamte Eigenkapital der etwa 50 größten Banken der westlichen Welt vernichten."
In der Zwischenzeit sind wir schlauer - nicht nur Subprime-Kredite, sondern auch die Forderungen gegenüber der besseren Kundschaft, Kreditkartensalden, sonstige Konsumentenkredite, Studienkredite, Leasingverträge, gewerbliche Immobilienkredite usw. stehen auf der Kippe. Und viele Amerikaner geben einfach der Bank die Haustürschlüssel und kaufen das Nachbarhaus - zum halben Preis. Und nicht nur in den USA, sondern auch in GB, Irland, Island, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland (wer fehlt noch??) steht vielen Kreditnehmern das Wasser bis zum Hals. Deshalb dürften mit Ausnahme von Sparkassen und Volksbanken wohl die meisten Kreditinstitute schon heute ein negatives Eigenkapital aufweisen.
Übrigens: Dass "wir alle" etwas davon hatten, dass die Welt von uns auf Kredit beliefert wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Wir alle haben in den letzten Jahren bei sinkenden Realeinkommen "wie die Blöden geschuftet", während der Rest der Welt bei uns hat "anschreiben" lassen. Jetzt sitzt die BRD auf einem Haufen immer wertloser werdender Forderungen (vor allem US-Dollar, aber auch "Inselpfunden" und einem bald inflationierendem Euro), während z.B. die Autoindustrie Deutschland zur Hochpreisregion erkoren hat.
"Und das Eigenkapital der Finanzinstitute sinkt gegen Null."
Lieber Iridium, warum so optimistisch ?? - Schon am 15.10.2007 (nicht 2008!) schrieb ich hier im Blog: "Daher rechne ich einmal überschlägig: Wenn von den 100 Mill. Wohneinheiten nur 10 Prozent auf der Kreditseite Wertberichtigungen von durchschnittlich US$ 100.000 erfordern, weil die Kreditnehmer zahlungsunfähig, die Immobilien unverkäuflich und die erzielbaren Mieten nicht kostendeckend sind, dann lösen sich "Asset Backed Securities" in Höhe von einer Billion Dollar in Luft auf." Einige Wochen später (am 04.12.2007) errechnete die "Wirtschaftswoche": "1000 Milliarden Dollar – diese Summe würde das gesamte Eigenkapital der etwa 50 größten Banken der westlichen Welt vernichten."
In der Zwischenzeit sind wir schlauer - nicht nur Subprime-Kredite, sondern auch die Forderungen gegenüber der besseren Kundschaft, Kreditkartensalden, sonstige Konsumentenkredite, Studienkredite, Leasingverträge, gewerbliche Immobilienkredite usw. stehen auf der Kippe. Und viele Amerikaner geben einfach der Bank die Haustürschlüssel und kaufen das Nachbarhaus - zum halben Preis. Und nicht nur in den USA, sondern auch in GB, Irland, Island, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland (wer fehlt noch??) steht vielen Kreditnehmern das Wasser bis zum Hals. Deshalb dürften mit Ausnahme von Sparkassen und Volksbanken wohl die meisten Kreditinstitute schon heute ein negatives Eigenkapital aufweisen.
Übrigens: Dass "wir alle" etwas davon hatten, dass die Welt von uns auf Kredit beliefert wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Wir alle haben in den letzten Jahren bei sinkenden Realeinkommen "wie die Blöden geschuftet", während der Rest der Welt bei uns hat "anschreiben" lassen. Jetzt sitzt die BRD auf einem Haufen immer wertloser werdender Forderungen (vor allem US-Dollar, aber auch "Inselpfunden" und einem bald inflationierendem Euro), während z.B. die Autoindustrie Deutschland zur Hochpreisregion erkoren hat.
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