Erziehung Drei Stufen des WahnsinnsSeite 2/2
Gemeinhin könnte man denken, Kinderkleidung hat simplen aber wichtigen Anforderungen zu genügen. Kann man es waschen? Hält es eine Weile? Das hat mit Stil wenig zu tun. Warum auch? Den zu lernen, haben die Kleinen noch genug Zeit, durchs Ausprobieren, Trial and Error. Spätestens, wenn sie ihre Klamotte selbst aussuchen. Aber halt, Psychologen im Anmarsch:
Kinder sind besonders geprägt von ihrer Umwelt. Sie wollen das, was ihr soziales Umfeld in Schule und Kindergarten nahelegt.
Wie ihre Eltern! Die wollen bloß kein Einhornglitzersweatshirt, sondern ein iPhone oder irgendein Gucci-Täschchen, das sie im Frauenkindergarten Sex and the City gesehen haben. Vieles von dem, was sie hernach stilsicher nennen, ist ebenso durchs soziale Umfeld bestimmt wie der blaue Bärchenpulli, den sich das Kind jetzt herbeiwünscht. Nun, niemand sagt, Kindererziehung wäre leicht.
Warum nicht so: Eltern sollten sich mit den Wünschen ihrer Kinder arrangieren. Mit dem, was sie tragen, was sie wissen wollen und essen möchten. Da gibt es Grenzen. Aber es ist kein Grund, gleich wahnsinnig zu werden.
- Datum 23.01.2009 - 17:40 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 28
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was genau will mir denn mit solchen Artikeln vermittelt werden? dass alte ausgelutschte Themen alt und ausgelutscht sind und Wortspiele bekanntlich schwierig bzw den Hang zur Unlustigkeit haben, gerade wenn sie ebenso alt sind wie der inhalt...
Ehrlichgesagt, Pseudo-kontroversen finde ich durchaus abstoßender als richtig verbohrter Konservatismus - der tötet Diskussionen nämlich nicht von vornherein ab und bietet wenigstens angrifffläche.
Sowieso: diese dämlichen "Unsere armen kinder"-blabla-ismen, im grunde bedient der werte Autor doch gerade diesen Elternwahnsinn, indem er sich um die geistige Entwicklung der süßen Kleinen Sorgen macht.
Und wer behauptet eigentlich, dieser Wahnsinn heutzutage ist auch nur im Ansatz neu? Gehen wir ein paar Jahrhunderte zurück, da war denke ich gab es fast ebenso wenig Spiel und Spaß zwischen Hausarbeit und Bibel auswendig lernen...
mit freundlichen Grüßen an alle Inflationisten
CR
Yo ;-)
.... und so glauben dann alle Sie würden fest im Leben und dazu noch auf eigenen Füssen stehen. Aber was dabei wirklich heraus kommt ist nicht's mehr als Orientierung nach aussen die dann aufgesogen und verinnerlicht als eigene Erkenntnis verkauft wird. An sich selber und alle anderen... die dann dem Kinde eingebläut wird bis es genauso Stramm dasteht wie es PISA vorschreibt...
Wie war das nochmal mit der so zelebrierten Freiheit die wir alle angeblich vollends ausleben können, hier und heute? Wo ist denn die wirklich geblieben?
Herzlichen Dank an all die Marketingstrategen aus der Pharmazie, den Spielzeugherstellern, den privaten Bildungssystemen und wo die noch alle herkommen... herzlichen dank für die Mithilfe und Beeinflussung bei der Erziehung. Herzlichen Dank für das drucken von bunten Infobroschüren die überall Gratis aufliegen...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Steht dieses Gesetz, Medien dürften nur absolute Neuigkeiten verbreiten, irgendwo niedergeschrieben? Ich stimme dem ersten Kommentar nicht zu: Das Thema ist tatsächlich nicht mehr neu, aber dennoch aktuell. Manchmal geht es eben darum, bestimmte Gedanken noch einmal zu denken. In diesem Sinne: Dank an den Autor.
denkt man ihren ansatz konsequent zuende, hätte sogar blindtext auf der titelseite eine gewisse legitimation.
aber dann lese ich persönlich lieber die einkauf aktuell, den wöchentlichen edeka-prospekt, oder die aktuelle ausgabe des telefonbuchs.
da lerne ich viel mehr über gesellschaftliche zusammenhänge, trends, und machtstrukturen als in einem artikel, der schon x mal in unterschiedlichen konstellationen nach demselben schema durchexerziert wurde, mit ähnlich gleichlautendem resultat.
wenn man einen samstagvormittag in einem café in hamburg-ottensen, berlin-prenzlberg usw. verbracht und sich aufmerksam umgesehen hat, dann ist dieser artikel eigentlich auch nicht mehr nötig.
viel interessanter finde ich die frage, ob sich das stadtleben generell mit den ansprüchen verträgt, die die LOHAS-eltern (und um die handelt es sich eigentlich auch nur) an die erziehung ihrer kinder stellen.
denkt man ihren ansatz konsequent zuende, hätte sogar blindtext auf der titelseite eine gewisse legitimation.
aber dann lese ich persönlich lieber die einkauf aktuell, den wöchentlichen edeka-prospekt, oder die aktuelle ausgabe des telefonbuchs.
da lerne ich viel mehr über gesellschaftliche zusammenhänge, trends, und machtstrukturen als in einem artikel, der schon x mal in unterschiedlichen konstellationen nach demselben schema durchexerziert wurde, mit ähnlich gleichlautendem resultat.
wenn man einen samstagvormittag in einem café in hamburg-ottensen, berlin-prenzlberg usw. verbracht und sich aufmerksam umgesehen hat, dann ist dieser artikel eigentlich auch nicht mehr nötig.
viel interessanter finde ich die frage, ob sich das stadtleben generell mit den ansprüchen verträgt, die die LOHAS-eltern (und um die handelt es sich eigentlich auch nur) an die erziehung ihrer kinder stellen.
ach gottchen, dieser text bietet im ende nix neues, was der olle marx nicht schon vor hundertfünfzig jahren gewusst hätte: das sein bestimmt das bewusstsein;
und die beschwerde über die auswüchse unserer kultur ist mindestens so alt wie die kultur selber. wer jetzt also kulturpessimistisch herumjammert oder, (huhuhuhu) einen zwischenruf verbreitet, der ist ein teil des problems, und bietet keine ansätze zu dessen lösung.
dauert halt'n bisschen, bis das den LOHAS-eltern oder denjenigen, die über sie schreiben, auffällt. aber schöne sonntagsunterhaltung, ich "denke mal ein bisschen drüber nach, du".
Die Frage nach dem Sinn des Artikels. Das musste ich mich beim Durchlesen auch fragen. Nun liegt das vielleicht daran, dass in meinem Umfeld (zwei Töchter, fünf Enkelkinder), Eheleute mit vierzig und mehr Ehejahren am Stück, 90 % Großeltern, diese Frage nach Designer-Klamotten garnicht auftaucht. Kinderkleidung muss funktionell sein, einiges aushalten (auch häufiges waschen) oder so preiswert sein, dass nach kurzer Benutzung etwas neues gekauft wird. Unsere Töchter wurden da abgeholt, wo sie standen, sie mussten nicht die "schlauesten" sein. Unsere Töchter halten dies bei unsere Enkelkindern auch so. Gleiches gilt für unseren Bekanntenkreis. Neu an dem "Wahnsinn" ist doch nur, dass es eine Generation zurück, vieleicht eine Eltern-Zeitschrift gab, heute sind es zehn oder mehr.
Ich weiß ja nicht, in welchen Schickimickikreisen der Autor dieses überflüssigen Artikels verkehrt, aber in meinen spielen Designerklamotten für Kids eine eher untergeordnete Rolle.
Wie schön wäre es doch da einen bericht darüber zu schreiben wie sich denn die " Kinder dürfen nur maximal 30 minuten vor den Fersehen und das internet zusammen verbringen " und die " frühstmögliche annährung an die Technik mit spiel und lernprogrammen und kinderfilmen in Fersehen " auch nur annährend bei der Fachwelt vereinen lasen.
Schön wären recherchen, wie denn die Kinder der Fachpädagogen aufwachsen und ob sie wirklich mitten im Disney Film den Ferseher ausgeschaltet kriegen, weil das ja sonst über die 30 minuten hinausgeht, die kleine Kinder Gucken sollen. Und ob auch später grade im Leben wo man am Computer in der woche Maximal 7 Stunden verbringen soll, ihre Kinder dann nach den Hausaufgaben und vielleicht einer Recherche auch nicht mehr Zeitunglesen oder gar Spielen dürfen, da sie ihre Zeit ja schon herum haben.
Schön wäre doch auch all die Klisches mal zu überprüfen, ob die Herren und Damen die sie imer so für notwendig halten, sie denn auch immer brav alle einhalten?
Aber stattdessen wärmt an nur schnell Altes auf, was zwar nicht unwichtig geworden ist, aber deutlich Raum zum Hinterfragen gegeben hätte.
denkt man ihren ansatz konsequent zuende, hätte sogar blindtext auf der titelseite eine gewisse legitimation.
aber dann lese ich persönlich lieber die einkauf aktuell, den wöchentlichen edeka-prospekt, oder die aktuelle ausgabe des telefonbuchs.
da lerne ich viel mehr über gesellschaftliche zusammenhänge, trends, und machtstrukturen als in einem artikel, der schon x mal in unterschiedlichen konstellationen nach demselben schema durchexerziert wurde, mit ähnlich gleichlautendem resultat.
wenn man einen samstagvormittag in einem café in hamburg-ottensen, berlin-prenzlberg usw. verbracht und sich aufmerksam umgesehen hat, dann ist dieser artikel eigentlich auch nicht mehr nötig.
viel interessanter finde ich die frage, ob sich das stadtleben generell mit den ansprüchen verträgt, die die LOHAS-eltern (und um die handelt es sich eigentlich auch nur) an die erziehung ihrer kinder stellen.
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