Wirtschaftskrise Europa steht vor schwerer Rezession
Die Volkswirtschaften der Euro-Zone werden in diesem Jahr um 1,9 Prozent schrumpfen, schätzt die EU-Kommission. Erst im kommenden Jahr soll es wieder leicht bergauf gehen
Europa stürzt wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise nach einer Prognose der EU-Kommission in eine schwere Rezession. Die Wirtschaft der Euro-Zone werde in diesem Jahr um 1,9 Prozent schrumpfen, teilte die EU-Kommission mit. Das Wachstum im Euro-Gebiet ist bereits seit dem zweiten Quartal 2008 rückläufig. Erst im kommenden Jahr erwartet die Kommission ein leichtes Plus von 0,4 Prozent.
Deutschland wird der Prognose zufolge stärker als im EU-Durchschnitt von der Krise betroffen sein. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt hierzulande um 2,3 Prozent zurückgehen. Erst im Jahr 2010 soll es wieder ein leichtes Wachstum von 0,7 Prozent geben.
Für alle 27 EU-Länder prognostiziert die Kommission ein Minus von 1,8 Prozent in diesem Jahr und eine Erholung mit 0,5 Prozent Wachstum im kommenden.
Zugleich dämpfte die Behörde Befürchtungen vor einer Deflation in Europa. In einigen Ländern könne das Preisniveau zwar zurückgehen, sagte EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia. "Wir sehen aber ein Risiko der Deflation." Die Inflationserwartungen seien auf mittlere Sicht noch immer bei zwei Prozent Preisanstieg verankert. Auch würden die Löhne und Lohnstückkosten weiter steigen.
- Datum 22.01.2009 - 11:20 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Inzwischen wird wohl niemand mehr bestreiten können, dass wir uns schon in einer Rezession befinden. Was mich wundert, ist die Fähigkeit, das Ende einer Wirtschaftskrise vorauszusehen, die niemand vorausgesehen hat. Da stimmt doch etwas hinten und vorne nicht. Es ist nun leicht für mich zu sagen, dass ich es habe kommen sehen, als ich mit meiner Frau und Freunden im letzten Jahr die wirtschaftliche Lage in Europa diskutiert habe, ich muss dazu sagen, dass ich zwar an Wirtschaft interessiert bin, aber im Endeffekt keine Ahnung davon habe. Was mich wundert, ist, dass es Menschen gibt, die sehr hohe Gehälter bekommen, um eben derartige Debakel abzuschätzen - sie haben es ja schliesslich studiert und haben tagein, tagaus mit wirtschaftlichen Daten zu tun, und sie bekommen ja eben diese hohen Gehälter, um diejenigen mit niedrigen Gehältern vor derartigen Situationen, wenn nicht zu bewahren, so doch zu warnen. Doch da kam nichts! Haben da viele, bzw. alle Fachleute geschlafen, oder wurde da Vieles einfach verschwiegen, um selbst die Schäfchen noch ins Trockene zu bringen?
Ich jedenfalls hoffe auf einen grossen Knall, denn sonst geht alles so weiter wie bisher und wird für die nächste Rezession nur noch schlimmer, und das will ich für unsere Kinder nicht.
Was ist übrigens aus dem grossen Treffen geworden, zu dem so viele Fotos in der Weltpresse erschienen? Wurde da letztendlich doch nur beschlossen, dass man auf dem nächsten Treffen den Beschluss fassen muss, einen Beschluss zu fassen, um das weltwirtschaftliche Modell zu ändern? Ich habe seit November nichts mehr gehört. Schade. Das Geld, das man für Flüge, Unterkünfte, Sicherheit, Bankett, Fotografen und Pressemitteilungen ausgegeben hat, hätte man wohl besser in ein weiteres Paket investieren können, um noch mehr Banken zu retten oder die Gesichter von Steuerflüchtlingen zu wahren.
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