Bayerischer Filmpreis Dramen räumen ab

Caroline Link bekommt den Regiepreis für ihr Familiendrama "Im Winter ein Jahr". Ulrich Tukur wird als bester Darsteller geehrt

Die Münchner Regisseurin Caroline Link hat für ihr Drama Im Winter ein Jahr den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Regie erhalten. Der Film über eine Familie, die den Tod eines Sohnes aufarbeitet, sei ein geglücktes Zusammenspiel von Schauspielern, Kameraführung und überwältigender Musik. So begründete die Jury ihre Wahl heute im Münchner Cuvilliéstheater. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Als beste Nachwuchsschauspielerin wurde Karoline Herfurth ausgezeichnet, die in Links Film den Tod ihres Bruders verkraften muss.

Das für einen Oscar nominierte Politdrama Der Baader Meinhof Komplex von Uli Edel wurde für die Leistung des Produzenten Bernd Eichinger mit einem "Porzellan-Pierrot" bedacht. Der Film thematisiere ungeschönt und realistisch die jüngere deutsche Geschichte des Terrorismus, sagte die Jury. Eichinger musste sich den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Produzentenpreis allerdings mit Florian Gallenberger teilen. Dessen Film John Rabe handelt vom Nanking-Massaker 1937 in China. Ulrich Tukur, der den deutschen Kaufmann Rabe spielt, wurde überdies als bester männlicher Darsteller gewürdigt.

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Über ebenfalls zwei Auszeichnungen konnte sich Andreas Dresen für seinen Film Wolke 9 freuen, ein Film über Liebe und Sex im Alter. Ursula Werner erhielt für ihre Rolle als frisch verliebte 60-jährige Inge den Preis als beste Darstellerin. Auch Dresens Kameramann Michael Hammon erhielt einen Preis.

Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk konnte Peter Schamoni (74) entgegennehmen. Mit seinen Porträt-Dokumentationen berühmter Künstler wie Max Ernst, Caspar David Friedrich oder Fernando Botero habe er neue Maßstäbe gesetzt.  Der Kinder- und Jugendfilmpreis ging an Marco Kreuzpaintners Verfilmung des Jugendbuch-Klassikers Krabat . Michael Bully Herbig und Franz Xaver Kroetz durften sich über den Sonderpreis der Jury freuen. Sie spielen in Joseph Vilsmaiers Neuverfilmung Die Geschichte vom Brandner Kaspar . Heinrich Breloers aufwendige Literaturverfilmung Die Buddenbrooks wurde in der Kategorie Szenen und Kostümbild geehrt.

Weitere Preise gingen an Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe von Gernot Gricksch für das beste Drehbuch, an Jan Fehse ( In jeder Sekunde ) für die beste Nachwuchsregie und an Marie Miyayamas Werk Der Rote Punkt (Nachwuchsproduzentenpreis der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken).
 

 
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