Reisen mit Handicap "Da wird man dann vor der Toilette abgestellt ..."

Bordtoiletten sind für Rollstuhlfahrer meist unerreichbar, sture Airlines machen den Gang zum Klo im Flugzeug für Gehbehinderte unmöglich. Ein Interview

Kay Macquarrie, 33, ist Medien-Projektmanager an der Fachhochschule Kiel und beruflich wie privat häufig mit dem Flugzeug unterwegs. Kay Macquarrie sitzt seit zehn Jahren im Rollstuhl – und genauso lange kämpft er schon gegen die Behandlung, die ihm als mobilitätseingeschränktem Fluggast zuteil wird. Auch bei der Toilettenbenutzung. Denn sein menschliches Bedürfnis muss er sich über den Wolken meist verkneifen, weil der Toilettenbesuch unmöglich ist. Nun hat er sich an den Petitionsausschuss des Bundestages gewandt mit der Forderung, dass behinderten Passagieren der barrierefreie Zugang zu den Bordtoiletten ermöglicht wird – so, wie es die EU-Flugverordnung vorschreibt.

ZEIT ONLINE: Herr Macquarrie, Sie planen derzeit eine Reise nach China. Was kommt da erfahrungsgemäß auf sie zu?

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Kay Macquarrie: Ich habe als Rollstuhlfahrer einige unangenehme Erfahrungen mit Fluggesellschaften gemacht. Das betrifft die gesamte Servicekette. Es fängt schon bei der Buchung an: Man kann nirgendwo eintragen, dass man PRM ist, also eine Person mit eingeschränkter Mobilität. Man kann sein Ticket zwar online erwerben, muss dann aber irgendwo anrufen, damit die Fluggesellschaften Bescheid wissen und Hilfsmittel bereitstellen. In der Praxis bedeutet das: Man muss einen Ansprechpartner suchen, denn der Telefonservice berät meist nicht gut, man wird hin und her verbunden, bis man den Zuständigen erreicht hat. Oft klappt die Organisation dann aber vor Ort trotzdem nicht, bei Flugantritt fängt alles noch einmal von vorn an. Nach fast zehn Jahren im Rollstuhl komme ich mir jedes Mal wieder vor wie ein absoluter Pionier.

ZEIT ONLINE: Was ist so schwierig in der Kommunikation mit den Fluggesellschaften?

Kay Macquarrie: Ich möchte einen Bordrollstuhl haben, der es ermöglicht, durch die engen Gänge zur Toilette zu kommen. Das ist alles. Normalerweise müsste es so sein: Ich rufe an, melde meinen Bedarf an und der Rollstuhl steht dann bereit. Das ist aber nicht so. Auch im aktuellen Fall stellt sich die Fluggesellschaft erst mal doof.

ZEIT ONLINE: Inwiefern?

Kay Macquarrie: In dem Schreiben meines Reisebüros hieß es zunächst, dass auf innereuropäischen Flügen keine Bordrollstühle befördert werden. Ebenso könne man keine barrierefreie Bordtoilette garantieren. Die Fluggesellschaft behauptet auch tatsächlich, sie hätte keine Informationen über die EU-Flugrichtlinie.

ZEIT ONLINE: Ist der Bordrollstuhl denn ein Problem für die Airlines?

Kay Macquarrie: Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, warum man so ein Ding nicht einfach mitführen kann, wenn der Bedarf vorab angemeldet wird. Das macht schließlich keine Mehrarbeit und hat kein großes Gewicht, vielleicht acht Kilo. In den USA funktioniert das seit 1992 auf allen Flugzeugen ab 60 Sitzplätzen.

ZEIT ONLINE: Dabei sollte doch die EU-Flug-Verordnung, die im Juli 2008 in Kraft getreten ist, Abhilfe schaffen. Hat sich seither etwas verändert?

Kay Macquarrie: Bezüglich des Bordrollstuhls und der bordrollstuhlzugänglichen Toilettenkabine auf Kurzstreckenflügen hat sich nichts geändert. Im vergangenen September habe ich den Fall erlebt, dass ich in der dreistündigen Zeit, die ich unter anderem wegen einer Startverzögerung im Flugzeug gesessen habe, keine Toilette aufsuchen konnte.

ZEIT ONLINE: Reicht die Verordnung also nicht?

Kay Macquarrie: Da hat offensichtlich eine starke Lobby mitgewirkt, man erkennt es an der schwammigen Formulierung. Da steht ja nur, es ist "erforderlichenfalls Hilfe" zu leisten. Das lässt bei der Umsetzung reichlich Spielraum. Wenn man das mit der gleichen US-amerikanischen Verordnung vergleicht, die allein zwei Seiten auf die Beschreibung verwendet, wie ein Klo von innen ausgebaut werden muss, damit es barrierefrei ist... Mit dem Bordrollstuhl allein ist es ja nicht getan.

ZEIT ONLINE: Warum nicht?

Kay Macquarrie: Auch auf Langstreckenflügen, wenn ein Bordrollstuhl dabei ist, passt der nicht notwendigerweise in die Bordtoilette, weil die Toilettenkabinen zu klein sind. Da wird man dann vor der Toilette abgestellt und muss sehen, wie man den einen Meter Distanz zwischen Rollstuhl und Kloschüssel überwindet. Insofern ist die Forderung nach einem Bordrollstuhl nur der erste Schritt. Barrierefreie Toiletten sind der zweite. Aber es liegt auch vieles anderes noch im Argen. Häufig ist nicht einmal das Personal, das den Transfer zum Flugzeug ermöglicht, entsprechend geschult. Ton und Umgang sind oft nicht angemessen. Aber das wäre zu viel, wenn man den Topf auch noch öffnen würde.

ZEIT ONLINE: Im November 2008 haben Sie eine Petition in den Bundestag eingebracht. Wofür kämpfen Sie?

Kay Macquarrie: Meine Petition kreist um Kurz- und Mittelstreckenflüge, und zwar um die ausdrückliche Verpflichtung der Fluggesellschaften, Hilfeleistungen für den Toilettengang bereitzustellen. So wie es die EU-Flugrichtlinie vorsieht. Denn auch ein Kurzstreckenflug ist ja nicht wirklich kurz. Selbst bei einem 50-minütigen Flug von Hamburg nach Paris muss man mit Check-in-Zeit und so weiter locker zwei Stunden einkalkulieren, in denen man nicht aufs Klo kann.

ZEIT ONLINE: Was erhoffen Sie sich?

Kay Macquarrie: Momentan ist die Petition in der parlamentarischen Prüfung, das bedeutet, es wird noch darüber entscheiden, ob sie die erhoffte Relevanz besitzt, um im Bundestag vorgestellt zu werden. Wenn ja, gibt es eine öffentliche Debatte. Aber ich bin eher pessimistisch, dass da wirklich etwas passiert. Ich mache das alles in erster Linie, um aufzuzeigen, dass kein Entgegenkommen und Engagement der Fluggesellschaften zu erkennen ist. Das ist die Quintessenz: Dass wir in Deutschland, was Barrierefreiheit angeht, noch absolutes Entwicklungsland sind. Da sind die skandinavischen Länder und die USA viel weiter.

ZEIT ONLINE: Die Lufthansa hat inzwischen angekündigt, dass jeder Passagier einen Bordrollstuhl erhält, wenn er sich 48 Stunden vorher anmeldet. Gab es weitere Reaktionen?

Kay Macquarrie: Ja. Es haben sich sogar Flugbegleiter bei mir bedankt, weil endlich etwas in Bewegung gerät. Es ist ja so, dass die die Rollstuhl-Passagiere vor Antritt des Fluges fragen müssen, ob sie denn auf Toilette müssten, und wenn die Antwort "ja" lautet, oder "es könnte zumindest sein", dann wird einem signalisiert: Wenn Sie wissen, dass Sie aufs Klo müssen, können wir Sie leider nicht befördern.

ZEIT ONLINE: Man darf Sie dann tatsächlich stehen lassen?

Kay Macquarrie: Unter Umständen sitzt man schon in seinem Sitz und wird wieder von Bord transportiert.

ZEIT ONLINE: Ist Ihnen das schon mal passiert?

Kay Macquarrie: Auf einer Reise nach Mallorca wurde mir die finale Frage gestellt. Da habe ich natürlich "nein" gesagt.

Die Fragen stellteUta Bangert

INFORMATION

Absatz 4 der EU-Flugverordnung:
Damit behinderte Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität vergleichbare Flugreisemöglichkeiten wie andere Bürger haben, sollte ihnen entsprechend ihren besonderen Bedürfnissen auf Flughäfen und an Bord von Luftfahrzeugen unter Einsatz des erforderlichen Personals und der notwendigen Ausstattung Hilfe gewährt werden. Im Interesse der sozialen Integration sollten die Betroffenen diese Hilfe ohne zusätzliche Kosten erhalten.

ANHANG II, Hilfeleistung des Luftfahrtunternehmens: Erforderlichenfalls Hilfe, um zu den Toiletten zu gelangen.

Wortlaut der EU-Flugverordnung Nr. 1107/2006 über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität

Informationen zum Thema vom Luftfahrtbundesamt

Recht auf Klo - das Blog von Kay Macquarrie : www.rechtaufklo.de

Internetseite des Petitionsausschusses mit dem Wortlaut der Petition

 
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 23.01.2009 um 12:16 Uhr

    Bei Barrierefreiheit muss man wirklich amerikanische Verhältnisse erbetteln. Die sind für Europäer geradezu paradiesisch. In den USA ist es UNDENKBAR dass IRGEND EIN öffentliches Gebäude zB für Rollstuhlfahrer schwer oder gar nicht zugänglich ist. Allein schon weil aufgrund der dortigen extrem behindertenfreundlichen Gesetze jede Einrichtung mit Millionenklagen rechnen müsste. Und so gehört es sich auch! Wie so oft wird erst reagiert wenn es weh tut - sprich, ans Geld geht.
    Ich will erst gar nicht von deutschen Bahnhöfen reden. Selbst in Großstädten wie Augsburg (immerhin fast 300.000 Einwohner und kein Dorf im Wald) gibt es Hauptbahnhöfe ohne Aufzüge und Rolltreppen zu den Bahnsteigen. Es ist immer ein enormer Organisationsaufwand und ein unangenehmes Gefühl damit verbunden sich dann von Bediensteten der Bahn mit allerlei krudem Gerät die Treppen rauf und runter befördern zu lassen. Müsste nicht sein. Ein (rollstuhlgerechter!!) Aufzug ist schon lange kein exotisches neumodisches Gerät mehr sondern sollte eigentlich Standard an allen Bahnhöfen sein. Von den zahllosen Schulen, ebenfalls ohne Aufzüge etc., will ich erst gar nicht reden. Da wird der Stundenwechsel für die Schüler im Rollstuhl zum Unterfangen. Und welche Kommune kümmert sich schon bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes um Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehbehinderung, oder einfach nur alte Menschen? Kopfsteinpflaster mag hübsch aussehen in Innenstädten voller Altbauten, wenn aber die billige unbearbeitete variante gewählt wird bei der die Oberseite nicht glatt abgeschnitten wird dann hat man eine wahre Ruckelpiste die ein Albtraum für eben jene disabled persons ist.
    Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen. Das wird dann gern als Komfortproblem abgetan. Für die Betroffenen heißt dies aber am normalen Leben kaum bzw nur unter Anstrengungen teilnehmen zu können. Als ob die Behinderung selbst nicht schon schwer genug zu meistern wäre.

  1. Konnte eine richtige Behindertentoilette auf einem Flug mit Singapore Air geniesen. Denn auch mit Kleinkindern im Flugzeug auf die Toilette zu gehen ist nicht ganz einfach. Solche Toiletten waeren also auch familien- bzw. kinderfreundlich. Da koennten die Airlines doch 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Waere fuer mich ein Grund eine bestimmte Airline zu buchen auch ohne behindert zu sein.

    • 7tage
    • 24.01.2009 um 1:55 Uhr

    Ja es wäre schön, wenn das besser laufen würde.
    Man muss jedoch einfach einsehen, dass jedem Menschen natürliche Grenzen auferlegt sind. In einem Flugzeug ist der Raum begrenzt und die Umsetzung von Verordnungen kann dauern. Man kann in einem Flugzeug nicht einfach eine andere Toilette einbauen. Eine Person mit einer Behinderung wird, wie der Name schon ausdrückt, immer benachteiligt sein. Es gilt, diese Benachteiligung so gut es geht zu reduzieren.
    Der Vorwurf, die Fluglinien wären einfach nur ignorant und stur und sie würden dass machen, obwohl es leicht zu ändern wäre, ist meines Erachtens nicht vertretbar. Es wird für körperlich eingeschränkte Personen immer schwieriger sein, eine Toilette aufzusuchen als für Gesunde (ganz besonders in Flugzeugen).
    Für alte Leute kann es auch ganz schön schwierig sein in Flugzeugen auf die Toilette zu gehn.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "behindert ist man nicht, behindert wird man".
    dei zustände in nicht nur flugzeugen habe nichts, aber auch gar nichts mit dem dauern bei der umsetzung von verordnungen zu tun, sondern ausschliesslich mit hartleibigkeit und ignoranz bei den zuständigen.
    und was die natürlichen grenzen betrifft: praktisch alles, was entworfen wird, wird auf die "natürlichen grenzen des menschen" hin entworfen -- um ihm soweit wie möglich entgegen zu kommen. nur, dass diese grenzen weit jenseits der möglichkeiten von menschen mit handicap liegen!

    was für sie nur einen unanehmlichkeit ist, ist für einen behinderten ein ausschlusskriterium.

    und es sind ja nicht nur rollstühle im flugzeug, lifte oder toiletten!
    - die hardnäckige verweigerung von untertitlen selbst in nachrichtensendungen (die lieblos hingeschmierten videotexte sind indiskutabel, wenn überhaupt vorhanden)
    - immense lautstärkeschwankungen innerhalb von sendungen und bei übergängen (brüllende jingel! flüsternde sprecher!) sowei die indiskutable geringen abstände zwischen hintergrundgeräuschen (tontechniker auf speed) und nutzsignal (paradebeispile: eine wdr-sendung über schwerhörigkeit, dire so ziemlich alles falsch machte, was man falsch machen kann: laute musik, über der euin sprecher flüsteret, brüllende musikschnippsel in den beiträgsübergängen, keine namensanzeigen. oder auch diese audioguides in museen -- einmal und die wieder -- da spielt irgendein unterforderter tontechniker sien instrumentarium durch ohne sich über den einsatzzweck gedanken zu machen)
    - keine schriftlichen begleiter, in museen, die den informationstand der audioguides (s.o.) errreichen
    - design von webseiten: unübersichtlich, wichtige informationen/beiträge in proprietären formaten.
    - seiten oft nicht mit screenreader lesbar, garphische bedienelemente (absende-knöpfe in dialogen!) ohne alt-tag -- damit sind sie für screenreader unaffindbar
    - ad libitum fortzusetzen

    gerade was die barrierefreiheit von webauftritten betrifft, ist die zeit seit eh und jeh unfähig!
    jeder relaunch baut alte, über die zeit entfernte, fehler immer wieder ein, aber alte dauerbrenner wie durchgehende barrierefreiheit werden nie repariert.

    insofern ist das auch wieder einer der üblichen doppelmoralischen beiträge, an dene zeit-online so reich ist ...

    disclaimer:
    dieser beitrag kann ironie enthalten!
    laut zeit-redaktion übersteigt ironie das geistige leistungsvermögen vieler zeit-leser und senkt das intellektuelle niveau, deswegen muss uu zum besten der leser zensiert werden!
    vgl feuilleton 49/2008

    "behindert ist man nicht, behindert wird man".
    dei zustände in nicht nur flugzeugen habe nichts, aber auch gar nichts mit dem dauern bei der umsetzung von verordnungen zu tun, sondern ausschliesslich mit hartleibigkeit und ignoranz bei den zuständigen.
    und was die natürlichen grenzen betrifft: praktisch alles, was entworfen wird, wird auf die "natürlichen grenzen des menschen" hin entworfen -- um ihm soweit wie möglich entgegen zu kommen. nur, dass diese grenzen weit jenseits der möglichkeiten von menschen mit handicap liegen!

    was für sie nur einen unanehmlichkeit ist, ist für einen behinderten ein ausschlusskriterium.

    und es sind ja nicht nur rollstühle im flugzeug, lifte oder toiletten!
    - die hardnäckige verweigerung von untertitlen selbst in nachrichtensendungen (die lieblos hingeschmierten videotexte sind indiskutabel, wenn überhaupt vorhanden)
    - immense lautstärkeschwankungen innerhalb von sendungen und bei übergängen (brüllende jingel! flüsternde sprecher!) sowei die indiskutable geringen abstände zwischen hintergrundgeräuschen (tontechniker auf speed) und nutzsignal (paradebeispile: eine wdr-sendung über schwerhörigkeit, dire so ziemlich alles falsch machte, was man falsch machen kann: laute musik, über der euin sprecher flüsteret, brüllende musikschnippsel in den beiträgsübergängen, keine namensanzeigen. oder auch diese audioguides in museen -- einmal und die wieder -- da spielt irgendein unterforderter tontechniker sien instrumentarium durch ohne sich über den einsatzzweck gedanken zu machen)
    - keine schriftlichen begleiter, in museen, die den informationstand der audioguides (s.o.) errreichen
    - design von webseiten: unübersichtlich, wichtige informationen/beiträge in proprietären formaten.
    - seiten oft nicht mit screenreader lesbar, garphische bedienelemente (absende-knöpfe in dialogen!) ohne alt-tag -- damit sind sie für screenreader unaffindbar
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    gerade was die barrierefreiheit von webauftritten betrifft, ist die zeit seit eh und jeh unfähig!
    jeder relaunch baut alte, über die zeit entfernte, fehler immer wieder ein, aber alte dauerbrenner wie durchgehende barrierefreiheit werden nie repariert.

    insofern ist das auch wieder einer der üblichen doppelmoralischen beiträge, an dene zeit-online so reich ist ...

    disclaimer:
    dieser beitrag kann ironie enthalten!
    laut zeit-redaktion übersteigt ironie das geistige leistungsvermögen vieler zeit-leser und senkt das intellektuelle niveau, deswegen muss uu zum besten der leser zensiert werden!
    vgl feuilleton 49/2008

  2. "behindert ist man nicht, behindert wird man".
    dei zustände in nicht nur flugzeugen habe nichts, aber auch gar nichts mit dem dauern bei der umsetzung von verordnungen zu tun, sondern ausschliesslich mit hartleibigkeit und ignoranz bei den zuständigen.
    und was die natürlichen grenzen betrifft: praktisch alles, was entworfen wird, wird auf die "natürlichen grenzen des menschen" hin entworfen -- um ihm soweit wie möglich entgegen zu kommen. nur, dass diese grenzen weit jenseits der möglichkeiten von menschen mit handicap liegen!

    was für sie nur einen unanehmlichkeit ist, ist für einen behinderten ein ausschlusskriterium.

    und es sind ja nicht nur rollstühle im flugzeug, lifte oder toiletten!
    - die hardnäckige verweigerung von untertitlen selbst in nachrichtensendungen (die lieblos hingeschmierten videotexte sind indiskutabel, wenn überhaupt vorhanden)
    - immense lautstärkeschwankungen innerhalb von sendungen und bei übergängen (brüllende jingel! flüsternde sprecher!) sowei die indiskutable geringen abstände zwischen hintergrundgeräuschen (tontechniker auf speed) und nutzsignal (paradebeispile: eine wdr-sendung über schwerhörigkeit, dire so ziemlich alles falsch machte, was man falsch machen kann: laute musik, über der euin sprecher flüsteret, brüllende musikschnippsel in den beiträgsübergängen, keine namensanzeigen. oder auch diese audioguides in museen -- einmal und die wieder -- da spielt irgendein unterforderter tontechniker sien instrumentarium durch ohne sich über den einsatzzweck gedanken zu machen)
    - keine schriftlichen begleiter, in museen, die den informationstand der audioguides (s.o.) errreichen
    - design von webseiten: unübersichtlich, wichtige informationen/beiträge in proprietären formaten.
    - seiten oft nicht mit screenreader lesbar, garphische bedienelemente (absende-knöpfe in dialogen!) ohne alt-tag -- damit sind sie für screenreader unaffindbar
    - ad libitum fortzusetzen

    gerade was die barrierefreiheit von webauftritten betrifft, ist die zeit seit eh und jeh unfähig!
    jeder relaunch baut alte, über die zeit entfernte, fehler immer wieder ein, aber alte dauerbrenner wie durchgehende barrierefreiheit werden nie repariert.

    insofern ist das auch wieder einer der üblichen doppelmoralischen beiträge, an dene zeit-online so reich ist ...

    disclaimer:
    dieser beitrag kann ironie enthalten!
    laut zeit-redaktion übersteigt ironie das geistige leistungsvermögen vieler zeit-leser und senkt das intellektuelle niveau, deswegen muss uu zum besten der leser zensiert werden!
    vgl feuilleton 49/2008

    Antwort auf "einschränkungen"
  3. Die neues Langstrecken-Airbusse der Lufthansa (A340-600) haben die Toiletten im Untergeschoss, das nur durch eine Treppe zu erreichen ist. Selbst mit einem Bordrollstuhl wäre da nichts gewonnen.

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