Gasstreit Europa muss umdenken
Weil sich Moskau und Kiew nicht einigen können, sollen nun Westkonzerne helfen, dass Gas bald wieder fließt. Die EU braucht vor allem eine neue Energiestrategie

© Adem Altan/AFP/Getty Images
Gaskontrollstation westlich von Ankara. Der russisch-ukrainische Gasstreit trifft auch die Türkei
Es ist eine der neuesten Wendungen in dem nun schon seit mehr als zwei Wochen andauernden Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine: Ein Konsortium unter Beteiligung westlicher Konzerne soll der Ukraine helfen, ihre Verpflichtungen gegenüber Europa zu erfüllen, so ein Vorschlag des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin.
Es geht ihm um das sogenannte "technische Gas", das die Ukraine braucht, um ihre Transit-Pipelines zu betreiben. Für einen reibungslosen Gas-Transport seien 21 Millionen Kubikmeter täglich nötig, heißt es. Mit ihnen werden beispielsweise Kompressoren und Ventile in Gang gehalten, um den Druck in der Leitung zu regulieren. Ihren Betrieb nach der tagelangen Blockade wieder aufzunehmen "gilt als große technische Herausforderung", sagt Kirsten Westphal, Energieexpertin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).
Technisch schwierig, aber rechtlich keine besonders komplizierte Sache, sollte man meinen: Müsste nicht, wer verpflichtet ist, Gas durch seine Leitungen zu leiten, auch dafür sorgen, dass die technische Infrastruktur das erlaubt?
Weit gefehlt. Die Verträge zwischen Russland und Kiew, die im Westen niemand kennt, regeln offenbar auch diese Frage nicht genau. Jetzt weigern sich beide Parteien, die Kosten für das technische Gas zu übernehmen – und Moskau ruft die Europäer auf, selbst einzuspringen.
Westphal sieht darin vor allem ein politisches Manöver: "Putin ist daran gelegen zu zeigen, dass Kiew nicht in der Lage ist, die Lieferungen in den Westen sicherzustellen", sagt sie. Langfristig gehe es Russland darum, mehr Einfluss auf das ukrainische Transitnetz zu bekommen und eine stärkere Kontrolle über das Gas, das dort hindurchfließt. "Das wird immer klarer."
- Datum 30.07.2009 - 18:08 Uhr
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- Serie Energie
- Quelle ZEIT ONLINE, 3.2.2009 - 19:02 Uhr
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Hier werden mal einige Dinge beschrieben, die in unseren Händen liegen, nämlich EU-intern Pipelines zu bauen, um Schwankungen auszugleichen. Das kostet aber auch viel Geld und es ist die Frage ob Kosten und Nutzen übereinstimmen.
Der Satz bzgl. der EU-Energiestrategie ist witzig. Die EU hat überhaupt keine einheitliche Energiestrategie. Denn hier denken die Staaten jeder für sich und keiner will sich reinreden lassen. Es bedarf überhaupt einer Energiestrategie. Das ist auch der Vorteil eines zentralistischen Staates wie der Russischen Föderation (RF). Die EU hat errechnet das bis 2030 der Importanteil von Gas um 27% erhöht sein wird. Dies stellt das eigentliche Dilemma dar, denn ohne eine Veränderung des Status Quo der Verteilung der Produzenten zu bewirken, bedarf es der Kompensation von Ländern wie Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden. Dazu geht auch das Gas in Norwegen zu neige. D.h. 27% des anvisierten Gasbedarfes muss aus anderen Ländern, fernab der EU, importiert werden. Gerade wenn nicht mehr aus Russland kommen soll (40% der weltweiten Vorräte), man dem Iran nicht wirklich freundlich gesonnen ist (20% der weltweiten Gas-Vorräte) und man in Turkmenistan zu spät gekommen ist (5% der weltweiten Gas-Vorräte) ist alleine dieses Ziel schwierig zu erreichen. Denn 65% der weltweiten Gasreserven können so nicht angerürhrt werden. Es wird wohl oder übel, auch wenn vielen das nicht gefällt, zu einer Dominanz der Russischen Föderation auf dem Energiesektor kommen. Die Russen werden Energie-Supermacht und sie diversifizieren ja schon Richtung Asien. Nicht nur bei fossilen Ressourcen werden sie eine Dominanz haben, auch bei nuklearer Technik und Versorgung durch Atom-Meiler. Darüber hinaus wäre es nur logisch auch die erneuerbaren Energien zu forcieren, damit das Gas möglichst gewinnbringend in den Westen verkauft werden kann. Denn die Gaspreise im Inland sind ja bedeutend niedriger, als im "Westen".
Daher wird es auf dem Gas-Sektor keine wesentlich bessere Lage im Jahr 2030 für die EU geben, als heute. Der Iran macht gute Geschäfte mit der RF. Libyen ist von jeher ein Freund Moskaus, und auch die Bande nach Ägypten ist gespannt. Ohne das iranische Gas ist "Nabucco" eine Totgeburt, da die Turkmenen vertraglich an Gazprom gebunden sind und die Aserbaidschaner gar nicht genug Gas haben.
Dem ist zu entnehmen, dass sich die EU auch über andere Energiearten einen Gedanken machen muss und vor allem muss es eine Institution in der EU geben, die das auch entscheiden kann, so das nicht wieder alles von einer nationalen Regierung torpediert werden kann (Polen, Balten). Kernenergie und erneuerbare Energien müssen im Gleichklang ausgebaut werden, ansonsten wird es mit der Energiesicherheit nix.
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"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
voll eiverstanden mit Ihrem Kommentar. Wir brauchen aber nicht unbedingt den Iran. In Katar am Arabischen Golf liegen die 2. grössten Erdgas-Reserven der Welt. Flüssiggas-Anlagen und entsprechende Terminals sind vorhanden und werden weiter erweitert, um mit LNG- Tankern das Gas in die ganze Welt zu verschiffen, bisher v.a. an die US- Ostküste. In Deutschland fehlt allerdings ein entsprechendes Terminal zum Anlanden von Flüssiggas, nicht so in anderen EU Ländern. Es ist richtig: investieren wir mehr in ein starkes Pipeline-Netz innerhalb der EU; dazu gehört auch eine Anbindung an Italien (Gas aus Algerien) oder ein Netz zu den Flüssiggas- Terminals in Frankreich, Niederlande, usw.
Nochmals zu Iran: dieses Land wird noch eine grosse Rolle spielen bei der Erdgas-Versorgung der Welt, v.a. in Richtung Asien, sei es nun mit oder ohne die USA; ich glaube aber, dass schon aus geo-politischen Gründen (Einkreisen von Russland) eines Tages die USA dabei sein werden.
voll eiverstanden mit Ihrem Kommentar. Wir brauchen aber nicht unbedingt den Iran. In Katar am Arabischen Golf liegen die 2. grössten Erdgas-Reserven der Welt. Flüssiggas-Anlagen und entsprechende Terminals sind vorhanden und werden weiter erweitert, um mit LNG- Tankern das Gas in die ganze Welt zu verschiffen, bisher v.a. an die US- Ostküste. In Deutschland fehlt allerdings ein entsprechendes Terminal zum Anlanden von Flüssiggas, nicht so in anderen EU Ländern. Es ist richtig: investieren wir mehr in ein starkes Pipeline-Netz innerhalb der EU; dazu gehört auch eine Anbindung an Italien (Gas aus Algerien) oder ein Netz zu den Flüssiggas- Terminals in Frankreich, Niederlande, usw.
Nochmals zu Iran: dieses Land wird noch eine grosse Rolle spielen bei der Erdgas-Versorgung der Welt, v.a. in Richtung Asien, sei es nun mit oder ohne die USA; ich glaube aber, dass schon aus geo-politischen Gründen (Einkreisen von Russland) eines Tages die USA dabei sein werden.
voll eiverstanden mit Ihrem Kommentar. Wir brauchen aber nicht unbedingt den Iran. In Katar am Arabischen Golf liegen die 2. grössten Erdgas-Reserven der Welt. Flüssiggas-Anlagen und entsprechende Terminals sind vorhanden und werden weiter erweitert, um mit LNG- Tankern das Gas in die ganze Welt zu verschiffen, bisher v.a. an die US- Ostküste. In Deutschland fehlt allerdings ein entsprechendes Terminal zum Anlanden von Flüssiggas, nicht so in anderen EU Ländern. Es ist richtig: investieren wir mehr in ein starkes Pipeline-Netz innerhalb der EU; dazu gehört auch eine Anbindung an Italien (Gas aus Algerien) oder ein Netz zu den Flüssiggas- Terminals in Frankreich, Niederlande, usw.
Nochmals zu Iran: dieses Land wird noch eine grosse Rolle spielen bei der Erdgas-Versorgung der Welt, v.a. in Richtung Asien, sei es nun mit oder ohne die USA; ich glaube aber, dass schon aus geo-politischen Gründen (Einkreisen von Russland) eines Tages die USA dabei sein werden.
Nicht verkehrt was Sie schreiben. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass sich LNG gegenüber dem Transit einer Gaspipeline erst ab ca. 3000 km rechnet. D.h. die Nordstream-Pipeline wäre allemal billiger, als Gas aus Qatar. Denn die Erzeuger in Qatar haben auch nichts zu verschenken. Und auch Qatar ist in der GEFC, der sog. Gas-OPEC, unter russischer Führung. Russland ist ganz klar auf dem Weg zur Energie-Großmacht, zur alles bestimmenden Figur auf dem Brett, das sich weltweite Energieversorgung nennt. Diese ganze aufgeregte Diskussion hätte vor 20 Jahren geführt werden müssen, jetzt ist eigentlich schon alles zu spät. Die Energie des kaspischen und asiatisch-sibirischen Raumes wird sowieso nach Asien geleitet, dafür spricht alleine die geografische Nähe.
Was ich sagen will, ist, dass egal wo die EU versucht Fuss zu fassen, Gazprom schon längst Verträge abgeschlossen hat. Gerade der Iran ist ja nun relativ gut im Geschäft mit Russland, z.B. in der SOC, der Bau des KKW in Busher, in der GEFC. Hier wird auch eher Gazprom den Vorzug erhalten, als westliche Erschließungsfirmen. Damit ist der Großteil der Ressourcen vergeben bzw. wird nicht billiger zu haben sein, als über die Russische Föderation.
Daher führt der Fokus auf Gas als Energieträger in eine Sackgasse. Wer Energiesicherheit haben will und nicht erpressbar sein will, braucht einen breiten Mix aus nuklearer Energie, fossiler Energie und erneuerbaren Energien. Ansonsten wird die Strategie nicht tragen. Aber wenn Kernkraftwerke abgebaut werden und die Russen massiv neue bauen, dann ist klar wo es hinführt, da kann man von Nordafrika und Nabucco träumen, sie sind aber keine Wunderlösungen, außerdem gilt es hier zu beachten, das Gazprom z.B. in Libyen und Algerien aktiv ist. Ob es dann zur erwünschten Unabhängigkeit kommt, ist äußerst fraglich. Wie ich schon geschrieben habe, es gilt eine Versorgungslücke von 27% des heutigen Energiebedarfs in 2030 mit anderen Mitteln zu schließen. Aktuell haben wir eine Abdeckung von 15% des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien. Dies ist nicht an einem Nachmittag entstanden, sondern hat Jahrzehnte gedauert. Es sollte schnell eine Strategie her, wie das gedeckt werden kann, ansonsten bleibt ja nix anderes, als den russischen Gas-Anteil signifikant hochzuschieben. Das ist dann unausweichlich!
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Die zweitgrößten Erdgasreserven hat der Iran, dicht gefolgt von Katar. Darüber hinaus ist wie sie sicherlich wissen ein Bündnis aus 14 Gasförderländer geschlossen worden. Da gehören neben Russland und Iran auch Katar und Algerien hinzu. Katar wäre für Deutschland interessant nur im Falle des Baus eines LNG-Depots (was ziemlich teuer sein wird) und vor allem wo soll es hin, Küstenregionen sind meist dicht besiedelt.
Ansonsten muss die Ostseepipeline so schnell wie möglich fertig werden, das wird den pseudo-Demokraten aus Kiew und deren Konsorten etwas Wind aus den Flügeln nehmen
Nicht verkehrt was Sie schreiben. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass sich LNG gegenüber dem Transit einer Gaspipeline erst ab ca. 3000 km rechnet. D.h. die Nordstream-Pipeline wäre allemal billiger, als Gas aus Qatar. Denn die Erzeuger in Qatar haben auch nichts zu verschenken. Und auch Qatar ist in der GEFC, der sog. Gas-OPEC, unter russischer Führung. Russland ist ganz klar auf dem Weg zur Energie-Großmacht, zur alles bestimmenden Figur auf dem Brett, das sich weltweite Energieversorgung nennt. Diese ganze aufgeregte Diskussion hätte vor 20 Jahren geführt werden müssen, jetzt ist eigentlich schon alles zu spät. Die Energie des kaspischen und asiatisch-sibirischen Raumes wird sowieso nach Asien geleitet, dafür spricht alleine die geografische Nähe.
Was ich sagen will, ist, dass egal wo die EU versucht Fuss zu fassen, Gazprom schon längst Verträge abgeschlossen hat. Gerade der Iran ist ja nun relativ gut im Geschäft mit Russland, z.B. in der SOC, der Bau des KKW in Busher, in der GEFC. Hier wird auch eher Gazprom den Vorzug erhalten, als westliche Erschließungsfirmen. Damit ist der Großteil der Ressourcen vergeben bzw. wird nicht billiger zu haben sein, als über die Russische Föderation.
Daher führt der Fokus auf Gas als Energieträger in eine Sackgasse. Wer Energiesicherheit haben will und nicht erpressbar sein will, braucht einen breiten Mix aus nuklearer Energie, fossiler Energie und erneuerbaren Energien. Ansonsten wird die Strategie nicht tragen. Aber wenn Kernkraftwerke abgebaut werden und die Russen massiv neue bauen, dann ist klar wo es hinführt, da kann man von Nordafrika und Nabucco träumen, sie sind aber keine Wunderlösungen, außerdem gilt es hier zu beachten, das Gazprom z.B. in Libyen und Algerien aktiv ist. Ob es dann zur erwünschten Unabhängigkeit kommt, ist äußerst fraglich. Wie ich schon geschrieben habe, es gilt eine Versorgungslücke von 27% des heutigen Energiebedarfs in 2030 mit anderen Mitteln zu schließen. Aktuell haben wir eine Abdeckung von 15% des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien. Dies ist nicht an einem Nachmittag entstanden, sondern hat Jahrzehnte gedauert. Es sollte schnell eine Strategie her, wie das gedeckt werden kann, ansonsten bleibt ja nix anderes, als den russischen Gas-Anteil signifikant hochzuschieben. Das ist dann unausweichlich!
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"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
Die zweitgrößten Erdgasreserven hat der Iran, dicht gefolgt von Katar. Darüber hinaus ist wie sie sicherlich wissen ein Bündnis aus 14 Gasförderländer geschlossen worden. Da gehören neben Russland und Iran auch Katar und Algerien hinzu. Katar wäre für Deutschland interessant nur im Falle des Baus eines LNG-Depots (was ziemlich teuer sein wird) und vor allem wo soll es hin, Küstenregionen sind meist dicht besiedelt.
Ansonsten muss die Ostseepipeline so schnell wie möglich fertig werden, das wird den pseudo-Demokraten aus Kiew und deren Konsorten etwas Wind aus den Flügeln nehmen
ich habe da einen artikel im manager magazin gelesen (haette nie im traum daran gedacht mal sowas irgendwo als link anzuhaengen aber der artikel trifft es meiner meinung nach recht gut)
http://www.manager-magazi...
Nicht verkehrt was Sie schreiben. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass sich LNG gegenüber dem Transit einer Gaspipeline erst ab ca. 3000 km rechnet. D.h. die Nordstream-Pipeline wäre allemal billiger, als Gas aus Qatar. Denn die Erzeuger in Qatar haben auch nichts zu verschenken. Und auch Qatar ist in der GEFC, der sog. Gas-OPEC, unter russischer Führung. Russland ist ganz klar auf dem Weg zur Energie-Großmacht, zur alles bestimmenden Figur auf dem Brett, das sich weltweite Energieversorgung nennt. Diese ganze aufgeregte Diskussion hätte vor 20 Jahren geführt werden müssen, jetzt ist eigentlich schon alles zu spät. Die Energie des kaspischen und asiatisch-sibirischen Raumes wird sowieso nach Asien geleitet, dafür spricht alleine die geografische Nähe.
Was ich sagen will, ist, dass egal wo die EU versucht Fuss zu fassen, Gazprom schon längst Verträge abgeschlossen hat. Gerade der Iran ist ja nun relativ gut im Geschäft mit Russland, z.B. in der SOC, der Bau des KKW in Busher, in der GEFC. Hier wird auch eher Gazprom den Vorzug erhalten, als westliche Erschließungsfirmen. Damit ist der Großteil der Ressourcen vergeben bzw. wird nicht billiger zu haben sein, als über die Russische Föderation.
Daher führt der Fokus auf Gas als Energieträger in eine Sackgasse. Wer Energiesicherheit haben will und nicht erpressbar sein will, braucht einen breiten Mix aus nuklearer Energie, fossiler Energie und erneuerbaren Energien. Ansonsten wird die Strategie nicht tragen. Aber wenn Kernkraftwerke abgebaut werden und die Russen massiv neue bauen, dann ist klar wo es hinführt, da kann man von Nordafrika und Nabucco träumen, sie sind aber keine Wunderlösungen, außerdem gilt es hier zu beachten, das Gazprom z.B. in Libyen und Algerien aktiv ist. Ob es dann zur erwünschten Unabhängigkeit kommt, ist äußerst fraglich. Wie ich schon geschrieben habe, es gilt eine Versorgungslücke von 27% des heutigen Energiebedarfs in 2030 mit anderen Mitteln zu schließen. Aktuell haben wir eine Abdeckung von 15% des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien. Dies ist nicht an einem Nachmittag entstanden, sondern hat Jahrzehnte gedauert. Es sollte schnell eine Strategie her, wie das gedeckt werden kann, ansonsten bleibt ja nix anderes, als den russischen Gas-Anteil signifikant hochzuschieben. Das ist dann unausweichlich!
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"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
Gerade der Iran ist ja nun relativ gut im Geschäft mit Russland, z.B. in der SOC, der Bau des KKW in Busher, in der GEFC. Hier wird auch eher Gazprom den Vorzug erhalten, als westliche Erschließungsfirmen. Damit ist der Großteil der Ressourcen vergeben bzw. wird nicht billiger zu haben sein, als über die Russische Föderation.
Soetwas gabs schon mal vor 6 Jahren. Da hatten die russen mit den chinesen auch schon tolle Verträge mit einem Land ausgehandelt die paar Monate später nichts mehr wert waren.
Sonst volle Zustimmung und ihr Wort in Gottes Ohr :)
bin voll bei Ihnen. Der richtige Energie-Mix ist es!: ohne einen gewissen Anteil von Kernenergie wird dies aber nicht zu bewerkstelligen sein.
Gerade der Iran ist ja nun relativ gut im Geschäft mit Russland, z.B. in der SOC, der Bau des KKW in Busher, in der GEFC. Hier wird auch eher Gazprom den Vorzug erhalten, als westliche Erschließungsfirmen. Damit ist der Großteil der Ressourcen vergeben bzw. wird nicht billiger zu haben sein, als über die Russische Föderation.
Soetwas gabs schon mal vor 6 Jahren. Da hatten die russen mit den chinesen auch schon tolle Verträge mit einem Land ausgehandelt die paar Monate später nichts mehr wert waren.
Sonst volle Zustimmung und ihr Wort in Gottes Ohr :)
bin voll bei Ihnen. Der richtige Energie-Mix ist es!: ohne einen gewissen Anteil von Kernenergie wird dies aber nicht zu bewerkstelligen sein.
Rußland ist ein stets, seit Jahrzehnten, zuverlässiger Business-Partner. Auch im Bereich der Gaslieferungen. Im Moment haben die Russen einen bedeutenden Umsatzausfall, der vielleicht schon die Eine-Mrd.-Grenze erreicht haben könnte. Auf diese Mrd. verzichtet Gasprom nur sehr ungern.
Die EU bzw. auch Frau Merkel sollten gegenüber der unsäglichen Regierung der Ukraine weniger Nachsicht zeigen und gegenüber der Ukraine Maßnahmen ergreifen, die die Ukraine einen gewaltigen Druck erleben laßt, damit sie sich die Ukraine vertragskonform verhält, den Staaten in Europa nicht schadet und endlich ihre umfassenden Energieprobleme in den Griff bekommt. Es wird Zeit!
Die EU braucht keine neue Energiestrategie, sie braucht gute und belastbare Beziehungen zu den Gas-Förderstaaten, wie z.B. zu den Russen. Die EU, also auch ganz besonders Deutschland, verfügen über kaum eigenes Gas und Öl und werden immer abhängig bleiben.
Nabucco ist ein totgeborenes Kind. Es fehlt das Gas, das durch diese Pipeline fließen könnte. Nur der Nabucco-Lobby will weiter an diesem Projekt, das sich im Planungsstadium befindet, auch weiterhin 'ihre Millionen' vereinnahmen.
Weiter gilt für die EU, der US-Regierung endlich den 'Hebel zu entwenden', der es ihr erlaubt, alle Jahre wieder, die Ukraine dazu zu bewegen, große Schwierigkeiten mit den Russen anzuzetteln. Auf diesen Zug springen dann alle Kalten Krieger Europas auf, ohne zu merken, daß eine Weiterführung des Kalten Krieges nur den USA strategische Vorteile bietet und uns von den wirklich bedeutenden Rohstoffreserven der Russen abschneidet und für unsere Technologie-Exporteure Mindererlöse bedeutet.
Ansonsten freuen wir uns, wenn der russische Präsident und die oder oder deutsche Kanzler in einigen Jahren die Nord Stream-Pipeline in Betrieb nehmen werden. Dann wird in Europa kein Bürger mehr frieren müssen, nur weil es die Ukraine, unter dem Schirm der USA, so wollen. Zoff mit Rußland ist dann kein Thema mehr. Es brechen dann schlechte Zeiten für die Kalten Krieger an.
Unser Dank gilt aber dann auch dem Ex-Kanzler Gerhard Schröder! Ich würde mir wünschen, wenn er in der nächsten Zeit, mit seiner besonderen Gaslieferungs-Expertise, vertrauliche Hintergrundgespräche mit dem Iran führen würde. Es würde sich für alle Beteiligten wirklich lohnen.
Die Achse des Bösen gab es nur in der politischen und wirtschaflichen Umgebung des US-Präsidenten Bush. Drei Finger seiner Hand haben auf ihn gezeigt, das wissen wir zwischenzeitlich mit großer Sicherheit, als er mit dem Finger auf die Achse zeigte!
Währe schon wenn einer oder von mir aus auch mehrere der Verantwortlichen in der EU (also die, die sich Ihr Geld mit dem Mund verdienen anstatt mit dem Kopf oder den Händen) sich Ihren Kommentar auch durchlesen würden.
Dann darüber nachdenken, zugewissen Einsichten kommen, sich den Text mittels copy/paste abspeichert und diesen dann als Grundlage für die nächsten Aeusserungen zu dem Konflikt und allgemein was Russland anbelangt benutzt...
Auch ich bin für "... gute und belastbare Beziehungen zu Russland..."
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Währe schon wenn einer oder von mir aus auch mehrere der Verantwortlichen in der EU (also die, die sich Ihr Geld mit dem Mund verdienen anstatt mit dem Kopf oder den Händen) sich Ihren Kommentar auch durchlesen würden.
Dann darüber nachdenken, zugewissen Einsichten kommen, sich den Text mittels copy/paste abspeichert und diesen dann als Grundlage für die nächsten Aeusserungen zu dem Konflikt und allgemein was Russland anbelangt benutzt...
Auch ich bin für "... gute und belastbare Beziehungen zu Russland..."
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Die zweitgrößten Erdgasreserven hat der Iran, dicht gefolgt von Katar. Darüber hinaus ist wie sie sicherlich wissen ein Bündnis aus 14 Gasförderländer geschlossen worden. Da gehören neben Russland und Iran auch Katar und Algerien hinzu. Katar wäre für Deutschland interessant nur im Falle des Baus eines LNG-Depots (was ziemlich teuer sein wird) und vor allem wo soll es hin, Küstenregionen sind meist dicht besiedelt.
Ansonsten muss die Ostseepipeline so schnell wie möglich fertig werden, das wird den pseudo-Demokraten aus Kiew und deren Konsorten etwas Wind aus den Flügeln nehmen
Russland bzw. Gazprom hat selbst verschlafen, sich rechtzeitig um eigene neue Gasfelder zu kümmern. Stattdessen muss Gas zum Weltmarktpreis in Turkmenistan eingekauft, kann aber in die ehemaligen Sowejtrepubliken nur zu Preisen unter Weltmarktniveau weiterverkauft werden. Die Ostseepipeline umgeht somit nur die Fragen der Sonderpreise sowie des Investitionsstaus Russlands, löst sie aber nicht.
Einzig die Nabucco-Pipeline wäre eine echte Alternative für Westeuropa und die am härtesten betroffenen Südosteuropäer. Das aber auch nur, wenn die Gasreserven des Iran einbezogen werden. Letzteres dürfte jedoch zu erheblichen Problemen mit den USA führen.
LNG aus Katar und Iran wäre zwar theoretisch möglich, würde aber das Gas auf einen Schlag um 30% verteuern.
Der Umstieg in die Wasserstoff-Wirtschaft auf Basis von Fusionsreaktoren dürfte zwar noch Zukunftsmusik sein. Der Westen sollte dennoch diesen Weg versuchen zu gehen, bevor in ca. 50-80 Jahren die Erdgasreserven erschöpft sind.
Russland bzw. Gazprom hat selbst verschlafen, sich rechtzeitig um eigene neue Gasfelder zu kümmern. Stattdessen muss Gas zum Weltmarktpreis in Turkmenistan eingekauft, kann aber in die ehemaligen Sowejtrepubliken nur zu Preisen unter Weltmarktniveau weiterverkauft werden. Die Ostseepipeline umgeht somit nur die Fragen der Sonderpreise sowie des Investitionsstaus Russlands, löst sie aber nicht.
Einzig die Nabucco-Pipeline wäre eine echte Alternative für Westeuropa und die am härtesten betroffenen Südosteuropäer. Das aber auch nur, wenn die Gasreserven des Iran einbezogen werden. Letzteres dürfte jedoch zu erheblichen Problemen mit den USA führen.
LNG aus Katar und Iran wäre zwar theoretisch möglich, würde aber das Gas auf einen Schlag um 30% verteuern.
Der Umstieg in die Wasserstoff-Wirtschaft auf Basis von Fusionsreaktoren dürfte zwar noch Zukunftsmusik sein. Der Westen sollte dennoch diesen Weg versuchen zu gehen, bevor in ca. 50-80 Jahren die Erdgasreserven erschöpft sind.
Gerade der Iran ist ja nun relativ gut im Geschäft mit Russland, z.B. in der SOC, der Bau des KKW in Busher, in der GEFC. Hier wird auch eher Gazprom den Vorzug erhalten, als westliche Erschließungsfirmen. Damit ist der Großteil der Ressourcen vergeben bzw. wird nicht billiger zu haben sein, als über die Russische Föderation.
Soetwas gabs schon mal vor 6 Jahren. Da hatten die russen mit den chinesen auch schon tolle Verträge mit einem Land ausgehandelt die paar Monate später nichts mehr wert waren.
Sonst volle Zustimmung und ihr Wort in Gottes Ohr :)
Ich fragte mich, aus welchem Grund die Ukraine so diffus handelt. Lange verhandeln, Verträge unterzeichnen, dann doch kein Gas durchlassen.
Jetzt kommt nun ein ganz neuer interessanter Aspekt ans Tageslicht.
Es gibt Hinweise, dass unsere amerikanischen Freunde die Finger im Spiel haben.
Wer mehr darüber wissen will, sollte mal bei
http://russland.ru/
nachlesen
Die Russen haben ja in letzter Zeit wirtschaftlich und damit politisch den Kopf nur dadurch wieder heben können, weil sie immense Einnahmen durch den Öl- und Gasexport nach Westeuropa hatten.
Und an diese "Lebensader" legen jetzt die Amerikaner Hand an in dem sie die Ukrainer kaufen.
Ohne das Geld aus dem Export der Energieträger nach Westeuropa kann Russland leicht wieder diszipliniert werden.
Ist doch klever - Was? Leider sind wir bei diesem dreckigen Spiel die Leidtragenden.
Wenn immer unser Karren im Dreck steckt, schauen wir nach Schuldigen, anstatt vor der eigenen Tür zu kehren. Dass wir bis heute keine LNG-Vergasungsanlagen an den Küsten haben, wodurch wir Zugang zum Gas der ganzen Welt hätten, verdanken wir lediglich Schröder, der uns per Pipeline von Russland abhängig machte.
Wenn immer unser Karren im Dreck steckt, schauen wir nach Schuldigen, anstatt vor der eigenen Tür zu kehren. Dass wir bis heute keine LNG-Vergasungsanlagen an den Küsten haben, wodurch wir Zugang zum Gas der ganzen Welt hätten, verdanken wir lediglich Schröder, der uns per Pipeline von Russland abhängig machte.
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