Krieg in Gaza Fünf Schritte zum Frieden

Nach 21 Tagen Krieg im Gaza-Streifen scheint ein Ende der Kämpfe in Reichweite. Die Waffen könnten ab Sonntag ruhen. Druck kommt vor allem durch Obamas Amtsantritt

Israelische Panzer zerstören am Freitag ein Haus im Gaza-Streifen

Seit drei Wochen fliegen israelische Kampfjets Angriffe gegen Hamas-Ziele, Israels Armee ist tief in den Gaza-Streifen eingedrungen, Kämpfer der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation schießen mit Mörsergranaten und Raketen zurück. Hunderte Palästinenser und 13 israelische Soldaten starben, Tausende wurden verletzt, die Zerstörungen sind gewaltig. Seit 21 Tagen fordert die Weltgemeinschaft beide Seiten zum Einstellen der Kämpfe auf, Israelis und Palästinenser ignorierten aber bislang die Appelle. Doch nun scheint ein Waffenstillstand, oder zumindest eine langfristige Feuerpause in greifbare Nähe zu rücken.

Ägyptische Diplomaten und Hamas-Mitglieder sagten, dass eine Feuerpause bereits am Samstag in Kraft treten könne. Die arabische Zeitung Al-Sharq Al-Awsat veröffentlichte am Freitag einen Plan für eine Waffenruhe, den die ägyptische Regierung  gemeinsam mit Hamas erarbeitet habe, und den auch Israel nach Angaben arabischer Medien im Prinzip akzeptiert haben soll.

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Nach diesem Fünf-Punkte-Plan soll Israel seine Angriffe und die Bodenoffensive am Samstag beenden. Gleichzeitig stellt die Hamas ihre Raketenangriffe auf Ziele in Israel ein. Dann sollen die israelischen Soldaten binnen einer Woche den Gaza-Streifen verlassen. Danach folgt die Wiedereröffnung der Grenzübergänge für den Warenverkehr. Sie sollen von Ägyptern, europäischen Beobachtern und türkischen Grenzwächtern kontrolliert werden.

Anschließend wird der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten für den Personenverkehr geöffnet. Dieser soll auf palästinensischer Seite so lange von den Sicherheitskräften der Fatah kontrolliert werden, bis Fatah und Hamas eine Einheitsregierung gebildet haben.

Der fünfte Schritt soll die Vereinbarung einer endgültigen Waffenruhe sein, die zunächst auf ein Jahr begrenzt ist, aber nach Verhandlungen vor Ablauf des Jahres auch verlängert werden kann. Aus Israel gibt es bislang keine Bestätigung zu einer Einigung.

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