Einsatz von Phosphormunition Israel setzt Untersuchungskommission ein
Die Armee will prüfen, ob die Verwendung dieser Waffen illegal war. Zudem ermittelt die IAEA gegen Jerusalem: Auch Uran-Munition soll zum Einsatz gekommen sein

© MAHMUD HAMS/AFP/Getty Images
Gaza-Stadt in Schutt und Asche: Ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter begutachtet die Zerstörungen durch den Krieg im Gaza-Streifen
Die israelische Armeeführung reagiert mit der Untersuchung auf Vorwürfe von Menschenrechtlern und Ärzten in Gaza. Diese hatten behauptet, dass das Militär Granaten mit weißem Phosphor auf Ziele in dicht besiedelten Gebieten abgefeuert hat. Dies habe zu schweren, schwer heilbaren Brandverletzungen geführt. In einer Stellungnahme der Streitkräfte hieß es, eine Untersuchungskommission sei ins Leben gerufen worden, um "jegliche diesbezügliche Unklarheit zu beseitigen."
Phosphormunition wird zumeist verwendet, um Rauchwände zu erzeugen, die dem Feind die Orientierung nehmen sollen. Ihr Einsatz in besiedeltem Gebiet ist international verboten. Die israelische Armee hatte bislang nur eingeräumt, während der Gaza-Offensive Phosphormunition im freien Gelände verwendet zu haben und will nun prüfen, inwiefern der Einsatz der Munition gegen bestehende Gesetze verstoßen habe.
Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA hat darüber hinaus eine offizielle Beschwerde arabischer Staaten erhalten, wonach Israel Munition unter Verwendung von schwach abgereichertem Uran verwendet habe. Nach Angaben einer IAEA-Sprecherin hat die Atombehörde noch nicht entschieden, wie sie die arabische Beschwerde behandeln soll. Die Palästinensische Autonomiebehörde ist wegen ihres ungelösten völkerrechtlichen Status nicht Mitglied der Organisation.
Frühere Studien der Wiener Atomexperten waren zu dem Schluss gekommen, dass die auch von der NATO bei Luftangriffen 1994-95 und zuvor von den USA im 1. Golfkrieg benutzte Munition mit schwach abgereichertem Uran voraussichtlich kein zusätzliches Krebsrisiko darstellten.
Israel hat die Vorwürfe inzwischen zurückgewiesen: Dies sei ständiger Bestandteil anti-israelischer Propaganda, sagte Außenamtssprecher Jigal Palmor. Bereits im Krieg gegen die Hisbollah im Libanon war Israel der Einsatz solcher Waffen vorgeworfen worden. Schon damals hätten Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde nichts gefunden. Dies werde auch diesmal so sein.
- Datum 07.05.2009 - 13:51 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Wunderbar, ich würde vorschlagen, man übernimmt dieses Konzept: Ab jetzt darf jeder Straftäter ein Gutachten über seine Verbrechen anfertigen, auf dessen Grundlage dann der Richterspruch fällt.
Weshalb ruft Israel nicht eine unabhängige Partei an, um über diese Sache Klarheit zu verschaffen?
Die sind nämlich allesamt feindlich gegen die israelische Besatzungspolitik eingestellt, die bisweilen an eine gezielte Dezimierung von Staat bzw. Infrastruktur und Bevölkerung der Palästinenser reicht, damit die bloß nicht in der Lage sind, einen eigenen Staat zu gründen - auf von Israel religiös beanspruchten Land! Das ist die zionistische Paranoia! So hat jede Ethnie oder Nation ihr Recht auf Realitätsblindheit - Allahuakbar, würden sicherlich die Palästinenser rufen, sonst hilft ihnen auch niemand, schon gar nicht ihre wirren Volksvertreter von der Hamas. Ach leidiges Thema, ich gluck lieber Plastiktitten auf RTL: Dieser Dschungel ist weniger unklar, sprechen doch die Tatsachen für sich - für mich! Oh, oh, das gibt einen auf den Deckel von der Antisexismus-Polizei, schnell weg, sonst wird Alles Schwarzer....
Ban Ki Moon: "Warum bombardieren Sie eigentlich permanent unsere Einrichtungen?"
Olmert: "Na, weil ihr uns auch dauernd mit Resolutionen bombardiert!“
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