Gaza Ban Ki Moon entsetzt über Zerstörungen
Während der UN-Generalsekretär sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden durch Israels Bomben macht und eine internationale Untersuchung fordert, hält Hamas "Siegesfeiern" ab

© OLIVIER LABAN-MATTEI/AFP/Getty Images
Ein durch israelische Bomben zerstörtes Lagergebäude des UN-Hilfswerks UNRWA in Gaza, das Ban Ki Moon besichtigte
Zwei Tage nach Beginn der Waffenruhe fuhr Ban Ki Moon als erster hochrangiger Repräsentant in den Gaza-Streifen, um sich einen Eindruck von den Zerstörungen und der Lage der betroffenen Palästinenser zu verschaffen. "Es ist herzzerreißend, es ist schockierend, mir fehlen die Worte", sagte Ban vor den Trümmern eines von Israel zerstörten UN-Lagerhauses in der Stadt Gaza.
Ban forderte eine umfassende internationale Untersuchung aller Zivilopfer. Der UN-Generalsekretär kündigte an, dass hochrangige Experten der Vereinten Nationen am Donnerstag nach Gaza kommen werden, um die Schäden und humanitären Bedürfnisse zu ermessen.
Unklar war derweil, ob die israelische Armee ihren Truppenabzug aus dem Gaza-Streifen noch im Laufe des Tages abschließen wird. Sprecher der Armee und des Verteidigungsministeriums wollten entsprechende Berichte des Armeerundfunks nicht bestätigen.
Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza sind bei der mehr als drei Wochen langen Militäroffensive Israels mindestens 1415 Menschen getötet und mehr als 5500 weitere verletzt worden. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass es sich bei der Hälfte aller Todesopfer um Zivilisten handelt.
Ban nannte die Eskalation der vergangenen Woche ein "kollektives politisches Scheitern". Der UN-Generalsekretär traf während seines Kurzbesuches nicht mit Vertretern der radikal-islamischen Hamas zusammen, die seit einem blutigen Putsch vom Juni 2007 den Gaza-Streifen kontrolliert. Ban verurteilte den Raketenbeschuss israelischer Zivilisten durch militante Palästinenser als inakzeptabel.
Vor dem Eintreffen von Ban waren Zehntausende Hamas-Anhänger ins Zentrum der Stadt Gaza geströmt, um den "Sieg des Widerstandes über die israelischen Besatzer" zu feiern. Viele schwenkten die grüne Hamas-Fahne. Hamas-Funktionärs Aschraf Abu Daya sagte, die große Beteiligung zeige, dass die Bewegung nicht an den Folgen des Krieges zerbrochen sei. Israel habe die einseitige Waffenruhe ausgerufen, weil seine Armee von Hamas-Kämpfern "besiegt" worden sei.
- Datum 23.01.2009 - 16:51 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wann kommt Israel auf die schwarze Liste?
Wenn es denn eine solche gibt, kommen da wahrscheinlich nur von Amerika benannte "Schurkenstaaten" drauf.
Israel mit seiner ach so schlimmen Vergangenheit hat ja eh einen Persilschein.
Ich vergaß.
Endchuldigung.
Zetti
Langsam scheint bei den europäischen Politikern, die diesen Krieg mitzuverantworten haben, Vernunft einzukehren.
Wichtigster erster Schritt wäre, die Altlasten, d.h. besonders den neokonservativen Kriegstreiber Tony Blair, zu entsorgen: der gehörte zu den federführenden "masterminds", die die Grundlage legten für das zurückliegende Gaza-Massaker.
Gerechterweise müsste man für die Wiederaufbauhilfe auf sein Konto zugreifen, z.b auf seine Einlagen beim Rüstungskonzern Carlyle.
Er hat - mit der schändlichen Billigung der übrigen Europäer - die Belagerungspolitik gegen Gaza betrieben, die den Waffenstillstand hat enden lassen - die Hamas hatte ihn fortsetzen wollen, unter dem Vorbehalt, dass die Belagerung / die Aushungerung Gaza's beendet wird.
Aus diesem Grund bleibt es den EU-Politikern nicht erspart, diese Katastrophe - inkl. Bombardement der UN-Einrichtungen - auf ihre Kappe zu nehmen, und nun die Scherben aufzusammeln.
Der Knackpunkt steht offenbar bevor: den korrupten - und wie berichtet wird - wütenden - Versager Olmert zu zwingen, sich der Vernunft zu beugen und ein Arrangement des "Leben und leben lassens" zu akzeptieren.
Die Engländer sind bei diesem Lernprozess offensichtlich schon fortgeschritten und fordern die Aufhebung der Blockade. Ebenso die zuständige EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner.
Das dunkle Herz der Unvernunft schlägt allerdings im Berliner Bundeskanzleramt, wo man sicher gern das Elend weiter verlängern und Israel die Chance zu weiteren Massakern einräumen möchte.
Die Lernresistenz der Angela Merkel, deren Statements einzig den israelischen Interessen galt, während sie sich weigert die 4-stellige Todesziffer der Palästinenser - darunter mehr als 400 Kinder - überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, bestätigt aufs Neue die Feststellung des amerikanischen Schriftstellers Gore Vidal "Ihr Deutschen liebt die Kriegsverbrecher".
So ist zu erwarten, dass sich Merkel einer Lösung in den Weg stellen wird: diese bestände darin, den erforderlichen Druck auf Israel auszuüben, damit endlich Vernunft und Frieden einkehren können.
Bisher ist nicht zu erkennen, dass sie an Letzterem Interesse hat: die deutsche Rüstungsindustrie wird's ihr danken.
Quelle:
http://www.reliefweb.int/...
"Die Europäer versprechen jetzt massive Aufbauhilfe. Sie zeigen sich angesichts des Leidens im Gaza-Streifen pflichtschuldig besorgt. Geld soll fließen, viel Geld."
http://www.zeit.de/online...
War ja wohl klar, dass Europa, und vor allem Deutschland, jetzt zahlen dürfen.
Deutschland liefert Israel kostenlos Waffen und anschließend darf Deutschland für das vor sechs Monaten geplante Gaza-Massaker zahlen. Die Israelis haben es in Flugblättern, die über Gaza abgeworfen wurden, ja selbst Massaker genannt.
dass Merkel und Steinmeier nicht mehr herum lavieren und eine eindeutige Verurteilung diese Krieges vermeiden. Ich finde es an der Zeit, dass deutlich wird, dass auch Israel sich bewegen muss und nicht unbegrenzt auf kritiklose Unterstützung hoffen kann.
Allerdings finde ich die Meldung über Hamas-Siegesfeiern ziemlich pervers, nein, nicht die Meldung, sondern die Feiern. Was für ein Sieg? Über tausend Tote und Tausende grausam Verstümmelter. Anstatt relativ still und mit Würde das Nötige zu tun, solch ein Sieggeschrei.
Und Israel- soll endlich umdenken, was es allerdings sicherlich erst tun wird, wenn ihm der Wind von den Alliierten von vorne kommt.
Wie sagte Obama heute in seiner Rede: Wichtig sei, dass man aufbaue und nicht, dass man zerstöre.
Bertram schreibt:Israel sei gut im Zerstören, nicht im Heilen.
Das muss anders werden und wenn es sein muss, mit Druck, mit Entziehen der unbedingten Unterstützung.
Wenn wunderts ?
Das Märchen von der Selbstverteidigung gaubt niemand mehr - und nun haben einige Leute in Israel Angst, demnächst eine Einladung nach Den Haag zu bekommen.
Warum auch nicht ? Gleiches Recht für alle.
http://www.haaretz.com/ha...
Leben nicht mehr in Den Haag verantworten müssen. Und das in erster Linie nicht, weil Israel den Vertrag nicht ratifiziert hat, sondern weil Recht entgegen eigener Definition und allen Meinungen doch teilbar ist. Es wird geteilt durch Macht. Und die Macht haben die vorgeblichen "Freunde" Israels, die Israel im Zuge der Verfolgung eigener Interessen sakrosant gemacht haben. Moralisch wird Israel durch dieses Verhalten ein Bärendienst erwiesen.
Aber wie wirksam ist Moral? Kann Macht und Recht ohne Moral dauerhaft auskommen? Die Geschichte wird es zeigen. Aber die Geschichte wird ja nicht nur von den Mächtigen geschrieben, sondern auch aufgeschrieben.
Leben nicht mehr in Den Haag verantworten müssen. Und das in erster Linie nicht, weil Israel den Vertrag nicht ratifiziert hat, sondern weil Recht entgegen eigener Definition und allen Meinungen doch teilbar ist. Es wird geteilt durch Macht. Und die Macht haben die vorgeblichen "Freunde" Israels, die Israel im Zuge der Verfolgung eigener Interessen sakrosant gemacht haben. Moralisch wird Israel durch dieses Verhalten ein Bärendienst erwiesen.
Aber wie wirksam ist Moral? Kann Macht und Recht ohne Moral dauerhaft auskommen? Die Geschichte wird es zeigen. Aber die Geschichte wird ja nicht nur von den Mächtigen geschrieben, sondern auch aufgeschrieben.
das geneu scheinen hier einige nur allzugerne zu vergessen. Die UNO, die im Gazastreifen die Zivilversorgung aufrecht erhält, damit sich Hamas ganz auf ihr Terrorgeschäft konzentrieren kann, hat sich damit leider diskreditiert. Es wäre am besten gewesen die Israelis hätten sich nicht von den Islamisten und der UNO veralbern lassen, sondern die Hamas gestürzt. Dann hätten auch die Menschen im Gazastreifen diese Terrororganistaion endlich los. Mit der Fatah und Präsident Abbas hätte man dann einen mutigen Schritt zu einer Zwei Staatenlösung gehen können. Man hätte das Gazagebiet territorial etwas erweiten können, den Israelis im Gegenzug einige Siedlungen in der Westbank zugestanden. Das wäre ein Durchbruch gewesen. Jetzt gehts wieder von vorne los. Die UNO finanziert den Wiederaufbau, der Iran liefert Waffen und bald fliegen wieder die Raketen der Hamas und die Bomben der Israelis. Schade für alle.
Diese "Menschen" haben die Hamas gewählt. Ist also die legitime Verwaltung der Palasinänser. Warum sollten die "...sie endlich los..." haben wollen?
Wenn Israel, incl. Europäische Larifari-Regierungen, zu arrogant sind das zu akzeptieren weil Ihnen das Wahlergebnis nicht paßt, braucht man sich über nichts mehr zu wundern.
Darüber hinaus war es eh nur ein Wahlkampfkrieg der Israelis. Also warum aufregen? Israel darf das.
Zetti
Diese "Menschen" haben die Hamas gewählt. Ist also die legitime Verwaltung der Palasinänser. Warum sollten die "...sie endlich los..." haben wollen?
Wenn Israel, incl. Europäische Larifari-Regierungen, zu arrogant sind das zu akzeptieren weil Ihnen das Wahlergebnis nicht paßt, braucht man sich über nichts mehr zu wundern.
Darüber hinaus war es eh nur ein Wahlkampfkrieg der Israelis. Also warum aufregen? Israel darf das.
Zetti
das genau scheinen hier einige nur allzugerne zu vergessen. Die UNO, die im Gazastreifen die Zivilversorgung aufrecht erhält, damit sich die IDF ganz auf ihr Terrorgeschäft konzentrieren kann, hat sich damit leider diskreditiert. Es wäre am besten gewesen, die Weltöffentlichkeit hätte sich nicht von der israelischen Regierung veralbern lassen, sondern Olmert und seine Bande gestürzt. Dann hätten auch die Menschen im Gazastreifen diese Terrororganistaion endlich los. Mit der Fatah und Präsident Abbas hatte man eine korrupte Mafia eingesetzt, die eine Zwei Staatenlösung erfolgreich verhindert hat. Man hätte die Israelis zwingen müssen, alle Siedlungen in der Westbank aufzugeben. Das wäre ein Durchbruch gewesen. Jetzt gehts wieder von vorne los. Jeder Siedler kostet etwa 800.000€ pro Jahr, wie die israelische Zeitung Haaretz aufgedeckt hatte.
[Teile des Textes und Links entfernt, bitte verzichten Sie auf eine derart polemische, anti-israelische Stimmungsmache im Forum der ZEIT/ Redaktion; svb] Der kanadische Wirtschaftsprofessor Michel Chossudovsky machte vor einer Woche auf Israels räuberische Absichten mit seinem Artikel "Krieg und Naturgas: die israelische Invasion und Gazas küstennahe Gasfelder" darauf aufmerksam. Daß dies kein Hirngespinst ist, bestätigte am Sonntag ein Artikel in der Jerusalem Post unter dem Titel »Das Vier-Milliarden-Dollar-Geschäft vor der Gazaküste«. In dem Artikel argumentiert der Wirtschaftskorrespondent des Blattes, Matthew Krieger, daß durch die israelische Militäroperation »Hamas schwer angeschlagen« und deshalb »ausreichend geschwächt« sei, »um als Teil eines Waffenstillstandes ihren Anspruch auf die Erdgasvorkommen aufzugeben «.
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