Wirtschaftskrise Metro streicht 15.000 Stellen
Der Konzern reagiert auf die Finanzkrise und stellt seine gesamte Kostenstruktur infrage. Zuletzt hatte sich vor allem das Osteuropa-Geschäft verlangsamt
Deutschlands größter Handelskonzern Metro will als Teil eines Sparprogramms innerhalb der nächsten drei Jahre 15.000 Arbeitsplätze streichen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. . Man wolle in den kommenden drei Jahren "ein Potenzial von 1,5 Milliarden Euro heben", hieß es.
Der Handelskonzern reagiert damit auf die Finanzmarktkrise, die den Konsum weltweit empfindlich gedrosselt hat. Im vergangenen Jahr erreichte Metro-Chef Eckhard Cordes nur mit Mühe sein Umsatzziel. Während die ersten neun Monate einigermaßen nach Plan verliefen, gab es im vierten Quartal einen Dämpfer. Vor allem im zuvor schnell wachsenden Osteuropa-Geschäft verlangsamte sich die Entwicklung.
Hierzulande bereitet das Warenhaus Galeria Kaufhof Sorgen. Der Umsatz schrumpfte im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent. Über eine "robuste Nachfrage" konnte sich Cordes hingegen bei Media Markt und Saturn freuen. Insgesamt stieg der Umsatz der Metro-Gruppe im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent auf 68 Milliarden Euro.
"2009 wird ein schwieriges Jahr", sagte Cordes bereits bei der Präsentation der Unternehmenszahlen Mitte Januar. Nun stellt er die gesamte Kostenstruktur des Konzerns auf den Prüfstand. Klar ist bereits, dass die Investitionen auf maximal 1,6 Milliarden Euro begrenzt werden.
Noch hält man sich in der Düsseldorfer Zentrale des Unternehmens bedeckt, ob die Jobs eher im Ausland oder Inland zur Disposition stehen. Man bemühe sich aber auf jeden Fall, die bis zum Jahr 2012 notwendige Reduzierung durch "natürliche Fluktuation" zu erreichen, sagte ein Sprecher ZEIT ONLINE. Mit anderen Worten: Kündigungen sollen möglichst vermieden werden.
- Datum 20.01.2009 - 20:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, gl, dpa
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