Obama-Rede "Wir sind wieder bereit zu führen"
Historischer Moment in Washington: Der neue US-Präsident Barack Obama bereitet das Land auf schwere Zeiten vor – und zeigt sich überzeugt, die Krise meistern zu können
In seiner Vereidigungsrede (Transkript) schwor der 44. US-Präsident das Land auf eine Erneuerung in schwierigen Zeiten ein. "Dass wir uns mitten in einer Krise befinden, weiß inzwischen jeder", sagte er vor dem Kapitol in Washington, "Unsere Nation ist im Krieg, gegen ein weitreichendes Netzwerk von Hass und Gewalt. Unsere Wirtschaft ist sehr geschwächt, als Konsequenz der Gier und Verantwortungslosigkeit einiger weniger -– aber auch wegen unseres kollektiven Versagens, harte Entscheidungen zu treffen und das Land auf ein neues Zeitalter vorzubereiten."
Gleichzeitig gab er sich überzeugt, die Probleme der Wirtschaftskrise meistern zu können. "Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind ernsthaft und sie sind zahlreich", sagte er. "Sie werden nicht leicht oder kurzfristig zu meistern sein. Aber er wisse, Amerika: Wir werden sie meistern."
In seiner gut 20-minütigen Ansprache appellierte Obama an die Werte der Gründerväter der Nation. "Die Herausforderungen sind vielleicht neu, auch die Mittel mit denen wir ihnen begegnen, sind vielleicht neu. Aber die Werte, auf denen unser Erfolg fußt - harte Arbeit und Ehrlichkeit, Mut und Fair Play, Toleranz und Neugier, Loyalität und Patriotismus – diese Werte sind alt. Diese Werte sind wahr."
Obama betonte, der Staat müsse das Vertrauen des Volkes wiedergewinnen. Er müsse bei der Verwaltung der öffentlichen Gelder zur Rechenschaft gezogen werden können und seine Arbeit transparent machen. "Nur so können wir das Vertrauen zwischen dem Volk und seiner Regierung wieder herstellen." Er versprach einen neuen Politikstil: "An diesem Tag kommen wir zusammen, um Schluss zu machen mit unbedeutenden Missständen und falschen Versprechen, mit gegenseitigen Beschuldigungen und überlebten Dogmen, die unsere Politik viel zu lange stranguliert haben."
Außenpolitisch kündigte er ein Ende der Alleingänge der USA an. "Wir werden mit alten Freunden und früheren Feinden rastlos daran arbeiten, die nukleare Bedrohung zu vermindern und den das Schreckgespenst eines sich erwärmenden Planeten zurückzudrängen." Er betonte gleichzeitig, dass die USA sich nicht aus der Weltpolitik zurückziehen werde. "Und so sage ich zu allen Völkern und Regierungen, die heute hier zusehen", sagte er, "Amerika ist ein Freund jeder Nation und jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes, die nach einer Zukunft in Frieden und Würde suchen – wir sind wieder bereit zu führen".
Obama reichte auch den Muslimen die Hand. "Wir suchen einen Weg in die Zukunft, auf der Basis unserer gemeinsamen Interessen und gegenseitigen Respekts." Er warnte Terrororsympathisanten weltweit: "Ihr könnt uns nicht überdauern und wir werden Euch besiegen." Zugleich versicherte Obama, die Truppen aus dem Irak verantwortungsvoll abzuziehen und sich für Frieden in Afghanistan einzusetzen.
- Datum 20.01.2009 - 21:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
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He is our president. We stand behind him in a greater majority now than when a majority of us elected him.
His speech set forth his ambitions. Whether they suit the world at large or not, is the world's business. Of course, we would like it better, if others did - at least those who matter to us, than if olthers wish to pursue different ideas.
What is interesting are the great differences expressed by different countries' journalists.
On one end of the spectrum stands China's Peoples Daily. On the other end Russia's Pravda (not to speak of the imbecilic musing of Herr Naumann here in the ZEIT.)
One can only advise especially the Europeans to recognize the vast divide that exists in how our President (and we) are perceived in the world.
No, I will not post any links. It is always uncertain what the ZENSUR here permits. Anyone can google these two papers, as the Herald Tribune, the ZEIT, der Tagesspiegel and dailies all over the world for first hand reactions to the transition from George Bush to Barack Obama.
The above-mentioned once again proves to be something written by a person suffering from a persecution complex concerning a country that offers him a platform for information exchange.
The above-mentioned once again proves to be something written by a person suffering from a persecution complex concerning a country that offers him a platform for information exchange.
Ich frage mich langsam, ob die Obama-Manie nicht zunehmend zu einer Art quasi-religiösen Bewegung mutiert, der Aspekte wie Heilserwartung und Messiasglauben zugrundeliegen. Hysterie als Motiv hat sie ja schon.
Wenn wir mal ehrlich sind: Wer aus den Reihen des Menschengeschlechtes könnte denn in diesem Spannungsfeld zwischen Erwartungs- und Realitätsdruck bestehen? Ist er angesichts der weltweiten "Ja, er wird nun alles richten!"-Begeisterung nicht von vornherein dazu verurteilt, zu scheitern? Nicht, weil er's nicht könnte, sondern weil die Erwartungen und Hoffnungen schier über das Maß gehen, das ein Mensch - und sei er auch Präsident - erreichen kann?
Was soll er nicht alles machen: Die Wirtschaft in Schwung, den Haushalt in Ordnung, den Dollar nach oben bringen, Frieden schaffen, globale Ungleichgewichte beseitigen, den kleinen Mann in Chicago, New York und Cleveland von den Alpdrücken der Steuer befreien, das caudinische Joch des "Moral Hazard" niederreißen, die Fremdherrschaft der Bankiers- und Spekulantenclique an der Mauerstraße brechen, Guantanamo stillegen, den Europäern die Hand reichen (ohne sie aufzuhalten), die Luft rein und das Wasser sauber machen...
Bei den Urchristen trat noch die Erwartung einer unmittelbar bevorstehenden Apokalypse als Katalysator für die hingerissene Gläubigkeit an den Rabbi aus Nazareth hinzu. Das Armageddon der Altvorderen heißt heute "Depression", der orbis terrarum Globalisierung: Sie treibt all diejenigen an die Altäre, die glauben, zu kurz zu kommen.
Vielleicht könnte das Kreuz von damals heute den Namen "Realität" tragen.
Hoffen wir trotzdem das Beste.
An der Wall Street wird während der Amtsübergabe an Obama nicht gefeiert, sondern es findet einer der grössten Kursstürze der letzten Monate statt. Man fragt sich, ob das ein Protest sein soll oder ein weiterer Beweis dafür, dass man dort nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Alles andere, als YES WE CAN.
wo sich doch nun alle Welt in Verzückung wälzt, da könnten doch die Kurse nur mehr durch die Decke gehen?
Wissen Sie: Gerade deshalb tun sie es nicht. Wenn für jeden offensichtlich ist, daß die Kurse steigen - fallen sie. Weil die Masse immer verliert. Das und nichts anderes ist das Geheimnis der Börse.
wo sich doch nun alle Welt in Verzückung wälzt, da könnten doch die Kurse nur mehr durch die Decke gehen?
Wissen Sie: Gerade deshalb tun sie es nicht. Wenn für jeden offensichtlich ist, daß die Kurse steigen - fallen sie. Weil die Masse immer verliert. Das und nichts anderes ist das Geheimnis der Börse.
wo sich doch nun alle Welt in Verzückung wälzt, da könnten doch die Kurse nur mehr durch die Decke gehen?
Wissen Sie: Gerade deshalb tun sie es nicht. Wenn für jeden offensichtlich ist, daß die Kurse steigen - fallen sie. Weil die Masse immer verliert. Das und nichts anderes ist das Geheimnis der Börse.
Ihre Bemerkung ist eine Binsenweisheit. Aber ebenso eine Binsenweisheit ist es, dass ein amerikanischer Präsident eine erfolgreiche Amtsperiode nur zusammen mit den Kapitalgebern an den Börsen leisten kann. Das war schon immer so.
Ihre Bemerkung ist eine Binsenweisheit. Aber ebenso eine Binsenweisheit ist es, dass ein amerikanischer Präsident eine erfolgreiche Amtsperiode nur zusammen mit den Kapitalgebern an den Börsen leisten kann. Das war schon immer so.
Ihre Bemerkung ist eine Binsenweisheit. Aber ebenso eine Binsenweisheit ist es, dass ein amerikanischer Präsident eine erfolgreiche Amtsperiode nur zusammen mit den Kapitalgebern an den Börsen leisten kann. Das war schon immer so.
vollkommen einig. In beiden Punkten.
vollkommen einig. In beiden Punkten.
vollkommen einig. In beiden Punkten.
New president - old nations
Was bedeutet das für den neuen Präsidenten ?
Was für die Nationen ?
Was für die, welche die Probleme erst schufen,
die unbeliebte Präsidenten zu lösen hatten ...
... Stichwort: Amerika muss handeln ...
(uralte Forderung an den Nahen Osten, als ob Zwang oder Zugeständnisse
den nachhaltigen Frieden brächten.)
Faithfuly? Ich vermute "faithfully" war gemeint?
Tztz, so etwas sollte nun wirklich nicht passieren.
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