Obamas Amtseinführung Party der SolidaritätSeite 2/2

Es herrscht weiterhin gute Stimmung: Beim Ablaufen der Stationen danken sich die Freiwilligen gegenseitig fürs Helfen, Dendy hat sich ihren falschen Pelzmantel um die Hüften gebunden und strahlt, im Hintergrund scheppern die Beatles: "I get by with a little help from my friends." Eine knappe Dreiviertelstunde später ist die Schicht zu Ende, die nächsten Gruppen warten bereits jubelnd in der Kälte. Würde sie noch einmal einen Feiertag für die gute Sache opfern? "Auf jeden Fall", sagt Dendy.

Eine andere Art der Opferbereitschaft wird heute von ihr und den anderen Einwohnern Washingtons gefordert. Wegen der bis zu zwei Millionen Besucher, die zu Obamas Amtseinführung erwartet werden, sind weite Teile der Innenstadt für den Straßenverkehr gesperrt, auch die Potomac-Brücken werden aus Sicherheitsgründen zumindest teilweise dichtgemacht werden. Einige Veranstalter von Feierlichkeiten fürchten deshalb um ihre Gäste.

Ein Fest des Musiksenders MTV, der wenige Blocks vom Weißen Haus geplant war, wurde kurzfristig ganz abgesagt – die Sicherheitsvorkehrungen ließen die notwendige Anlieferung von Essen und Getränken nicht zu. Zum Unmut von Eltern und älteren Gästen sind bei der Parade des frisch gekürten Präsidenten nicht nur Waffen und Alkohol, sondern auch Kinderwagen, Taschen und Sitzgelegenheiten verboten. Da fühlt sich womöglich nicht einmal die Party mehr nach Party an.

 
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