Banken in Not Obamas erste Prüfung

Der Präsident muss sich der Wirtschaftskrise stellen. Während er Konjunkturhilfen plant, wachsen die Gefahren für die Banken gewaltig

An der Börse überzeugt Obama bislang nicht

An der Börse überzeugt Obama bislang nicht

Krisen sind nicht planbar, das musste auch Barack Obama lernen. Er ist kaum einen Tag im Amt, da zeichnen sich neue Verwerfungen in der Finanzbranche ab. Sie stellen alle seine wirtschaftspolitischen Pläne infrage.

Die Bank of America, größte Bank des Landes und eben noch Stütze des Systems, ist in eine gefährliche Schieflage geraten. Innerhalb eines halben Jahres hat die Bank Verluste von 39 Milliarden Dollar aufgehäuft. Die Citigroup, bis vor Kurzem einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Erde, muss zerschlagen werden, weil ihr trotz staatlicher Hilfen in vielfacher Milliardenhöhe das Kapital ausging. Und die Verluste aus der Hypothekenkrise wachsen immer weiter an.

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Während die Welt den politischen Aufbruch Amerikas feiert, sieht die Zukunft seiner Wirtschaft düster aus. Mehr als 80.000 Jobs büßte die größte Volkswirtschaft der Welt allein seit Anfang 2009 ein. Insgesamt 2,6 Millionen Stellen gingen im vergangenen Jahr verloren. Fachleute schätzen, dass in diesem Jahr nochmals zwei Millionen hinzukommen könnten.

Obama hat die Zeichen erkannt. „Wir werden nicht nur neue Jobs schaffen, sondern eine neue Grundlage für Wachstum legen“, sagte er in seiner Rede zur Amtseinführung. Das ist ein Verweis auf das Konjunkturprogramm, das mehr als 800 Milliarden Dollar umfassen soll. Davon sollen Straßen und Brücken gebaut werden, elektrische Netze und neue digitale Leitungen. Forschung und Technik will der Präsident voranbringen und in Bildung investieren. Autos und Fabriken sollen mit neuen Energien betrieben und das Gesundheitswesen verbessert werden. All diese Vorschläge zeichnen das Bild einer innovativen, modernen Wirtschaft. Aber ob sie die Konjunktur retten, ist ungewiss.

Zunächst wird sich Obama mit der Finanzwirtschaft auseinandersetzen müssen. Hier liegt der Kern der Krise. Trotz aller staatlichen Gegenmaßnahmen herrscht immer noch die Sorge, die Bankbilanzen könnten weitere noch unerkannte Verluste enthalten. Zudem steht die Berichtssaison bevor, und an der Börse geht die Angst um, dass auch viele andere Konzerne mit bösen Nachrichten aufwarten könnten.

Leser-Kommentare
  1. Die US-Banken sind bankrott! Der US-Ökonom Nouriel Roubini das die Verluste des Finanzsystems in den USA auf 3,6 Billionen Dollar ansteigen werden, denen ein Kapital von gerade einmal 1,4 Billionen $ gegenübersteht.

    Was tut man in diesem Fall, ein Konkursverfahren einleiten, so wie es der US-Ökonom Lyndon LaRouche bereits seit 1 1/2 Jahren fordert. Dabei ist es wichtig, das die Banken unter staatlicher Aufsicht ihr Bankgeschäfte mit Unternehmen und Privatkunden weiterbetreiben und der Bereich der Zockerpapiere "entsorgt" wird.

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    Roubini ist ein weltweit anerkannter Schwarzseher, einer von den Leuten, die ständig Vorhersagen machen, aber noch nie ins Schwarze getroffen haben. Pessimismus ist ein gutes Geschäft und Rubini betreibt dieses Geschäft schon lange. Was sind 1,4 Billionen Dollar gegen die Wirtschaftskaraft eines Landes mit etwa 300 Millionen Einwohnern? Nicht die US-Banken (und damit die USA, was Rubinis unterschwellige Aussage bedeuten mag) sind bankrott, sondern Rubini und alle anderen professionellen Doom-Profeten werden bald (innert eines halben Jahres)von selbst mundtot sein!

    Roubini ist ein weltweit anerkannter Schwarzseher, einer von den Leuten, die ständig Vorhersagen machen, aber noch nie ins Schwarze getroffen haben. Pessimismus ist ein gutes Geschäft und Rubini betreibt dieses Geschäft schon lange. Was sind 1,4 Billionen Dollar gegen die Wirtschaftskaraft eines Landes mit etwa 300 Millionen Einwohnern? Nicht die US-Banken (und damit die USA, was Rubinis unterschwellige Aussage bedeuten mag) sind bankrott, sondern Rubini und alle anderen professionellen Doom-Profeten werden bald (innert eines halben Jahres)von selbst mundtot sein!

  2. Roubini ist ein weltweit anerkannter Schwarzseher, einer von den Leuten, die ständig Vorhersagen machen, aber noch nie ins Schwarze getroffen haben. Pessimismus ist ein gutes Geschäft und Rubini betreibt dieses Geschäft schon lange. Was sind 1,4 Billionen Dollar gegen die Wirtschaftskaraft eines Landes mit etwa 300 Millionen Einwohnern? Nicht die US-Banken (und damit die USA, was Rubinis unterschwellige Aussage bedeuten mag) sind bankrott, sondern Rubini und alle anderen professionellen Doom-Profeten werden bald (innert eines halben Jahres)von selbst mundtot sein!

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    Sie loben hier die Wirtschaftskraft der Vereinigten Staaten, wenn wir uns aber mal die Wirtschaftsleistungen der USA ansehen erkennen wir das über 70 % mit Dientsleistungen, und das primär im Banken- und Wirtschaftsbereich erwirtschaftet wird.

    Die Automobilindustrie liegt am Boden, noch schlimmer wie bei uns. Die Schwerindustrie rettete sich in den Bush-Jahren mit Militäraufträgen. Der Energiesektor ist in fester Hand der Ölindustrie. Die Kriegsanstrengungen haben den Staatshaushalt über Jahrzehnte hinweg ins Minus gerissen.
    300.000.000 Einwohner ist eine beeindruckende Zahl, aber ziehen Sie davon die Schulkinder, Studenten, Rentner, Veteranen u. ä. ab. Dazu noch diejenigen "Schwarzarbeiter" und illegale Einwanderer welche nichts zu dem BIP beitragen können!

    Tatsache ist das die Wallstreet-Clique von Ihren Elfenbeintürmen die Risiken kannten und bewusst in Kauf genommen haben. Auch wenn ein Bankmanager des oberen oder auch mittleren Managements seinen Hut nehmen musste hat er privat immer noch ein sehr privligiertes Leben. Unter seinesgleichen ist er wahrscheinlich jemand der Mitleid verdient.
    Solche Leute haben den Sinn für die Realität verloren. Ich finde die Idee nicht schlecht Banken konkurs gehen zu lassen. Banken müssen sich wieder auf Ihre Grundgeschäfte konzentrieren und nicht dazu verleiten lassen "Finanzprodukte" zu generieren die fast niemand durchschauen kann, zu konstruieren.

    Sie loben hier die Wirtschaftskraft der Vereinigten Staaten, wenn wir uns aber mal die Wirtschaftsleistungen der USA ansehen erkennen wir das über 70 % mit Dientsleistungen, und das primär im Banken- und Wirtschaftsbereich erwirtschaftet wird.

    Die Automobilindustrie liegt am Boden, noch schlimmer wie bei uns. Die Schwerindustrie rettete sich in den Bush-Jahren mit Militäraufträgen. Der Energiesektor ist in fester Hand der Ölindustrie. Die Kriegsanstrengungen haben den Staatshaushalt über Jahrzehnte hinweg ins Minus gerissen.
    300.000.000 Einwohner ist eine beeindruckende Zahl, aber ziehen Sie davon die Schulkinder, Studenten, Rentner, Veteranen u. ä. ab. Dazu noch diejenigen "Schwarzarbeiter" und illegale Einwanderer welche nichts zu dem BIP beitragen können!

    Tatsache ist das die Wallstreet-Clique von Ihren Elfenbeintürmen die Risiken kannten und bewusst in Kauf genommen haben. Auch wenn ein Bankmanager des oberen oder auch mittleren Managements seinen Hut nehmen musste hat er privat immer noch ein sehr privligiertes Leben. Unter seinesgleichen ist er wahrscheinlich jemand der Mitleid verdient.
    Solche Leute haben den Sinn für die Realität verloren. Ich finde die Idee nicht schlecht Banken konkurs gehen zu lassen. Banken müssen sich wieder auf Ihre Grundgeschäfte konzentrieren und nicht dazu verleiten lassen "Finanzprodukte" zu generieren die fast niemand durchschauen kann, zu konstruieren.

  3. ---- Der Präsident muss sich der Wirtschaftskrise stellen. Während er Konjunkturhilfen plant, wachsen die Gefahren für die Banken gewaltig.
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    Die Gefahren wären auch ohne Obama's Amtsantritt gewachsen. Und es ist auch nicht aus "heiterem Himmel". Die Krise hat erst angefangen. Die erste Blase war die Kreditblase, die zweite die Bankenzockerblase, die dritte wird die Kreditkartenblase sein.
    Ich habe Anfang Dezember in einem anderen Kommentar schon von einer Prophetin aus Miami berichtet (hier ein wenig ausführlicher). Ende 2004 auf dem Weg vom Hotel zu Flughafen hatten wir eine Fahrerin (Ende 30). Wir haben uns über die immensen Bautätigkeiten unterhalten und nach den Gründen gefragt. Sie sagte, dass alles finanziert wird, teilweise bis zu 180%, weil die Banken davon ausgehen, dass sich die Werte in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Ob der Käufer die Belastungen auch in schwierigeren Situation durchhalten kann interessiert niemanden. Sie hat wörtlich gesagt "Was hier und in vielen anderen Städten abläuft kann nicht gutgehen. Vielleicht dauert es noch drei oder vier Jahren, dann tut es einen lauten Knall und alles bricht zusammen. Dann wird sich auch herausstellen, dass Schulden einer Kreditkarte mit der anderen bezahlt werden."

  4. Am 20. Januar hat Obama das Amt des Präsidnten der USA übernommen.

    Wenige Stunden nach seiner mutigen und wertweisenden Rede hat die Wallstreet ihm den Fehdehandschuh hingeworfen.Statt einer euphorischen Stimmuing an der Börse haben ihn die Banker mit einem raubeinigen Absturz des Dow Jones Index um 4,01 % gestraft.

    Dass Obama die Gier der Finanzwelt angeklagt hat, hat sie gegen ihn aufgebracht, bevor er die erste Akte unterzeichnet hat.

    Der kleine Mann vertraut Obama, die Großen gehen ihm ans Leder.

    Frei nach Heinrich Heine : Denk ich an die USA in der Nacht,sobin ich um den Schlaf gebracht.
    Bleibt Obama angesichts dieser Konstellation überhaupt Zeit und Kraft, die notwendige Erneuerung der USA zu betreiben ?

  5. (keine guten Worte einen Satz an zu fangen), doch mal angenommen 100 Millar zur Stützung der Banken in den USA , da müssen wir nachziehen. Es passiert das , was ich am Anfang dieser Miesere schon geschrieben habe .Einer überbietet den Anderen auf kosten der Steuerzahler egal in welchem Land. Es ist für jede Regierung eine neue Möglichkeit von Unten nach Oben um zu schichten. Dieses wird voll ausgenutzt egal in welchem Land und der Obama muss erst mal was Beweisen, z.B ,das er für sein Volk ,was ihn gewählt hat arbeitet. Damit meine ich nicht eine Bank zu halten die keinen finanziert, weil sie eine ander Bank schlucken will. Bei uns hat sich eines bewiesen, das der Steuerzahler die Bankenfusieonen bezahlt. Ein Hoch auf unsere Regierung!!!!

  6. und Finanzhilfen an Banken streichen. Was wären dann die Folgen? Spielen wir es doch mal durch...

  7. Die FED in eine staatliche Organisation überführen, so wie es in der US Verfassungs steht, das ist der Lackmustest.

    Das ist der erste Schritt in der Geldsystemkrise. Danach muss die Macht einiger Milliardäre gebrochen werden und Kybernetiker sollten (nicht Volkswirtschaftler) sich das Problem gründlich ansehen und sie würden auch die Lösung finden!

  8. da schreibt Karsten Polke-Majewski von "Banken in Not"!

    Merke: Banken sind Dinge und nur Lebewesen können Not leiden.
    Und dieses ganze Gewese um die "armen" Bankster ist üble Volksverarsche, wie sogar die Financial Times Deutschland herausfand:
    http://www.ftd.de/meinung...

    Willem Buiter, Professor an der London School of Economics und früher Mitglied im Entscheidungsgremium der Bank von England plädiert dafür, alle Banken seines Landes komplett zu verstaatlichen.
    "Buiter weist darauf hin, dass die bisherigen Teilverstaatlichungen und Kreditspritzen die Banken nicht aus ihrem halbtoten Zustand erwecken konnten und auch künftig nicht werden. Die Komplettübernahme, so Buiter, wäre billig im Vergleich zu den riesigen Beträgen, die nun aufgewendet werden, um sie zu stützen. Am Beispiel Commerzbank wurde uns das vorgeführt. Die Bank wäre für 4 bis 5 Mrd. Euro an der Börse komplett zu kaufen, während sich die Zuschüsse aus Berlin nun auf mehr als 18 Mrd. Euro belaufen. Schließlich hätte der Staat dann auch allen Bilanzschrott in seinem Besitz. Er könnte ihn in eine Bad Bank ausgliedern."

    Aber in der Bananenrepublik Deutschland (BRD) wird nicht gemacht was der Allgemeinheit dient, sondern der Elite nutzt -- jede Wette!
    _______________________________________________________
    "Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
    (Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)

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