Real Madrid Präsident tritt zurück

Ramón Calderón zieht die Konsequenzen aus einer Wahlmanipulation und legt sein Amt nieder

Ramón Calderón

Ramón Calderón

Der Präsident des spanischen Fußballmeisters Real Madrid, Ramón Calderón, hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa seinen Rücktritt erklärt. Die Entscheidung sei durch Vereinskreise am Rande einer Vorstandssitzung bekannt geworden. Der Klubchef zog damit die Konsequenzen aus dem Skandal um einen Wahlbetrug bei der Verabschiedung des Budgets. Calderón soll bei der Versammlung im Dezember Personen unerlaubt Zutritt verschafft haben, um Entscheidungen zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Als Interimspräsident soll der bisherige Vize Vicente Boluda bis zum Ende der Saison die Geschicke des Klubs lenken, hieß es. Dann solle ein neuer Vereinspräsident gewählt werden. Calderón räumte die Manipulation ein, erklärte aber, damit nichts zu tun gehabt zu haben. Seine Amtszeit war schon vorher von mehreren Skandalen überschattet gewesen. Er musste sich finanzielle Unregelmäßigkeiten und Vetternwirtschaft vorwerfen lassen. Unter Calderón wurde Real zweimal spanischer Meister. Die Erfolgstrainer Fabio Capello und Bernd Schuster wurden jedoch trotz ihrer Titelgewinne später entlassen.

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