Qimonda insolvent Eine absehbare Pleite
Der Speicherchiphersteller Qimonda hat in München einen Insolvenzantrag gestellt. Vorangegangen waren wochenlange Verhandlungen über Staatshilfen
Das Amtsgerichts München bestätigte am Freitag die Pleite der Infineon-Tochter. Qimonda und der Mutterkonzern lehnten eine Stellungnahme ab. Qimonda-Aktien verloren an der Börse in Frankfurt deutlich und lagen rund 20 Prozent im Minus. Auch die Titel von Infineon gaben nach. Zuvor war bekannt geworden, dass Qimonda zusätzlichen Finanzbedarf von rund 300 Millionen Euro hat.
Qimonda hatte in der Vergangenheit mehr Verlust als Umsatz aufgetürmt, allein im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2007/2008 waren es 400 Millionen Euro. Vor Weihnachten kündigte das Unternehmen an, ohne finanzielle Hilfe Anfang 2009 in Zahlungsnot zu geraten. Um eine Pleite zu verhindern, zurrten daraufhin der Freistaat Sachsen, das Land Portugal und Infineon ein Rettungspaket fest und stellten insgesamt 325 Millionen Euro in Aussicht. Zudem wurde eine Bund-Länder-Bürgschaft über 280 Millionen Euro vorgesehen.
Im Gegenzug für die Hilfe verlangte die Politik von Qimonda aber ein Konzept zur Zukunftssicherung. Das Unternehmen habe bisher keine schlüssige Lösung präsentiert, hieß es nun in den Kreisen. Zahlen für das Geschäftsjahr 2007/2008 hat der Konzern noch immer nicht vorgelegt. Die Konzernmutter Infineon war in den Verhandlungen mehr als zögerlich mit Hilfszusagen.
Qimonda ist ein alter Problemfall von Siemens, den bei der Münchner Industrie-Ikone kaum jemand mehr haben wollte. Vor acht Jahren brachte Siemens seine aufgrund des extrem konjunkturabhängigen Geschäfts unliebsam gewordene Chipsparte unter dem Namen Infineon an die Börse und entsorgte so stufenweise ein kaum kalkulierbares Geschäftsrisiko in den Wertpapierdepots der Kleinanleger.
Später wollte sich Infineon nur noch auf den einträglicheren Teil des Halbleitergeschäfts konzentrieren und sich seinerseits von den Speicherchips befreien. Gründete die Tochterfirma Qimonda und brachte auch sie an die Börse – blieb aber bislang auf 77,5 Prozent der Anteile sitzen.
Die Situation hatte sich bei Qimonda durch den sehr starken Preisverfall für Speicherchips auf dem Weltmarkt verschärft. Zum Jahresende brach das Geschäft Kreisen zufolge erneut um gut die Hälfte ein. Nach Ansicht von Marktforschern wird der Umsatz mit DRAM-Chips – die in Computern, Handys und Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommen – in diesem Jahr weltweit weiter schrumpfen. Zudem seien die Banken vorsichtig.
Im Dresdner Hauptwerk beschäftigt Qimonda rund 3200 Menschen, in Portugal 1800. Weltweit arbeiten gut 12.000 Beschäftigte für die Infineon-Tochter.
- Datum 29.01.2009 - 12:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Marcus Rohwetter, Reuters, dpa
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Gut, dass Quimonda Pleite ist. Da können wenigstens keine weiteren Steuergelder in diesem Finanzloch verschwinden. Als nächstes dürfte dann der Mutterkonzern Infineon an der Reihe sein, da der sich bzgl. der Kosten, die Quimonda wirklich verursacht, nicht in die Karten schauen lässt. Jetzt kommen die Leichen aus dem Keller und dann liegt nach Hypo Real Estate der nächste grosse DAX-Konzern auf der Intensivstation.
Wie in meinem Eingangskommentar bereits angedeutet, geht es jetzt Infineon an den Kragen. Inzwischen wurde bekannt, dass die Fördermittel für Quimonda zurückgezahlt werden müssen. Angeblich wurden dazu bereits Rückstellungen in 3-stelliger Millionenhöhe gebildet. Fragt sich nur, woher Infineon dieses Geld genommen hat. Infineon wird noch in diesem Halbjahr Insolvenz verkünden oder eine heftige Kapitalerhöhung durchführen müssen. Geheimniskrämerei und Vertuschung ist immer ein Indiz für schlechtes Management und zahlt sich nie aus. Ganz bewusst wurde der Defizitsektor Speicherbausteine von Infineon ausgegliedert, um Kosten zu sparen und Fördermittel einzukassieren. Und wie ist Infineon damals entstanden? Die wurden ebenfalls von Siemens ausgegliedert. Hier kamen die Fördermittel allerdings nicht vom Staat, sondern von hereingelegten gutgläubigen Aktionären, die damals Infineon-Aktien zum zigfachen dessen gekauft haben, was sie heute noch wert sind.
Wie in meinem Eingangskommentar bereits angedeutet, geht es jetzt Infineon an den Kragen. Inzwischen wurde bekannt, dass die Fördermittel für Quimonda zurückgezahlt werden müssen. Angeblich wurden dazu bereits Rückstellungen in 3-stelliger Millionenhöhe gebildet. Fragt sich nur, woher Infineon dieses Geld genommen hat. Infineon wird noch in diesem Halbjahr Insolvenz verkünden oder eine heftige Kapitalerhöhung durchführen müssen. Geheimniskrämerei und Vertuschung ist immer ein Indiz für schlechtes Management und zahlt sich nie aus. Ganz bewusst wurde der Defizitsektor Speicherbausteine von Infineon ausgegliedert, um Kosten zu sparen und Fördermittel einzukassieren. Und wie ist Infineon damals entstanden? Die wurden ebenfalls von Siemens ausgegliedert. Hier kamen die Fördermittel allerdings nicht vom Staat, sondern von hereingelegten gutgläubigen Aktionären, die damals Infineon-Aktien zum zigfachen dessen gekauft haben, was sie heute noch wert sind.
wie Clever42. Es wäre fatal gewesen weitere Hunderte von Millionen Steuergelder in dieses tote Unternehmen zu pumpen, nur damit die Arbeitsplätze 6 oder 12 Monate länger existieren. Das wäre nichts anderes als staatlich geförderte Insolvenzverschleppung. Was daraus wird, hat man dazumal bei Holzmann gesehen.
ist der häufigste Wunsch den Bürger an die Politik richten. Diese Erwartungshaltung wurde auch schon immer von jenen geschürt. Freilich kann die Politik keine Arbeit schaffen sondern nur die Bedingungen beeinflußen unter denen bestimmte Arten von Beschäftigungen gedeihen oder sterben. Und für die Chipindustrie hat man in der Bundesrepublik bzw. in den Neuen Ländern unglaublich viel getan. Teilweise wurden wie in Brandenburg ganze Fabriken schlüsselfertig hingestellt auf Staatskosten, dennoch wollte da kein Unternehmen hin. Man muss in der Politik wie im Volk einsehen dass man Wohlstand nicht mit Staatsmitteln erzwingen sondern nur befördern (und noch viel einfacher behindern) kann. Der sehr ungute Nebeneffekt der Subventionspolitik mit der Strukturen die im Koma liegen weiter am Leben erhalten werden ist dass die Gelder dafür irgendwo her kommen, über Steuern und Abgaben und tausend Umwege aus jenen produzierenden Branchen die ohne Staatsgeld auskommen / kein Staatsgeld erhalten und damit doppelt belastet sind. Also zB durch ihre Steuern nicht nur die Kosten aufbringen müssen die entstehen um ihr Personal auszubilden, um die Infrastruktur und öffentliche Sicherheit bereitzustellen sondern eben auch andere Unternehmen am Leben zu erhalten die ihr Geld nicht verdienen was sie kosten (was auch im Sozialismus nicht vorgesehen ist, lediglich die "Eigentümerstruktur" wäre dort eine andere). Was in der Konsequenz entweder die Steuern erhöht die die gesunden Unternehmen und Branchen zu zahlen haben oder aber jenen Unternehmen weniger Gegenwert liefert (schlechter ausgebildete Mitarbeiter aus unterfinanzierten Schulen, unzureichende Infrastruktur wie zB kein Breitbandinternet). Und dadurch dass jene vormals gesunden Unternehmen dadurch z.T. stark im Wettbewerb mit Unternehmen anderswo benachteiligt sind kann aus vormals gesunden Unternehmen ebenfalls eine kranke Branche werden die wieder vom Staat abhängig wird oder untergeht, .. ein Teufelskreis. Und mit dem Geld was man in die prestigeträchtige Industrie a lá Saxony Valley investiert hat hätte man viel mehr Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Betrieben schaffen können die weit banaleren Geschäften nachgehen - die aber einfach nicht so kapitalintensiv sind. Was nämlich auch klar sein muss: hier wurden vor allem teure Maschinen und Fertigungsanlagen subventioniert, keine Arbeitsplätze. Aber im Wunderland Deutschland bei dem ein Projekt nur in den "Neuen Ländern" liegen muss fließt eben für alles Geld. Während die A8 zwischen Stuttgart und Ulm eine Vorkriegsautobahn mit zwei Spuren und ohne Standstreifen und chronisch verstopft ist - ohne dass ein Ausbau überhaupt in der konkreten Planung wäre. Was dies für die dortige Wirtschaft bedeutet kann man wohl kaum beziffern. Chipfabriken sind halt schicker als Autobahnen, zumal wenn die Autobahn im "reichen" Süddeutschland ist (in Deutschland muss sich jeder der Erfolg hat ja dafür schon fast rechtfertigen).
Stichwort: A99.
Ohne Worte.
Stichwort: A99.
Ohne Worte.
Stichwort: A99.
Ohne Worte.
...dass (bei allen momentanen Problemen) nun gerade Qimonda oder das "Silicon Saxony" geeignet ist, sich über einen verfehlten Aufbau Ost zu beklagen. Diese Subventionspolitik hat erst zur Gründung vieler kleiner und mittlerer Unternehmen geführt (im Übrigen oft genug ohne Staatsknete).
Und der Freistaat Sachsen hat ja nun zum wiederholten Mal klar gemacht, dass er nicht bereit ist, das Sterben von Qimonda mit staatlichen Subventionen zu verlängern sondern erst ein tragfähiges Konzept sehen will.
Und das Gejammer, dass der Westen z. B. in der Verkehrsinfrastruktur zugunsten des Ostens groß hinten anstehen muss bzw. dass der Westen durch den Aufbau Ost nennenswerte infrastrukturelle Nachteile zu ertragen hat, ist ziemlich lächerlich! Aber das scheint ja nach wie vor eine unumstößliche "Wahrheit" zu sein (nicht nur im Westen)...
Guten Tag,
ich lebe jetzt seit über 15 Jahren im Freistaat Sachsen und habe auch für die Wirtschaftsförderung unter Wolfgang Tiefensee gearbeitet (BMW-Ansiedlung). Was ich bis heute erlebe, ist höchtst unprofessionell und trägt gelegentlich Züge organisierter Fördermittelkriminalität, die gerade von der Sächsischen Justiz immer wieder gedeckt worden ist und bis heute noch gedeckt wird.
Gerade im Freistaat Sachsen fließen gewaltige Transferströme in reife Industrien und führen bei Unternehmen, wie AMD oder BMW zu dreistelligen millionenschweren Mitnahmeeffekten.
Am Ende entstehen industrielle Scheinriesen auf betriebswirtschaftlich sehr schwachen Beinen.
Aktuell sind Sächsische Staatsregierung und IG-Metall in Panik, weil nach der vertuschten Korruptionsaffäre und dem Sachsen-LB-Debakel, weitere Katastrophen im Freistaat nicht zu vermitteln wären.
Der PHAETON findet keinen entsprechenden Absatz mehr, VW muss kurzarbeiten und BMW wackelt auch - trotz all der Mrd-schweren Beihilfen und der in Beton gegossenen Infrastruktur-Grossprojekte.
CDU und SPD werden erhebliche Probleme bei der Landtagswahl im Herbst haben, diese Koalition fortzusetzen und der so nette Herr Tillich hat inzwischen ein Professionalitäts und Glaubwürdigkeitsproblem gegenüber der Öffentlichkeit. Das hat auch damit zu tun, das Tillich quasi in einer Nacht- und Nebelaktion von einem kleinen CDU-Parteiklüngel eingesetzt worden ist, um den Machtverfall der Sächsischen CDU zu stoppen. Vor einer Wahl hatten CDU und SPD damals, Anfang 2008, viel zu viel Angst. Diese Angst wird jetzt aber noch weiter zunehmen ... es sei denn ... es sei denn, der BM Wolfgang Tiefensee entpuppt sich als der Sächssiche Barack Obama und läutet den Change im Freistaat ein. Halte ich aber zugegeben für eine sehr gewagte Hoffnung. Nein, war ein Scherz!
Deshalb werden jetzt in Sachen Qimonda die EU-Kommission und Infineon angegriffen, obwohl für alle Beteiligten seit längerem klar war, dass das Unternehmen extrem schwach aufgestellt ist. Es muss Schuldige außerhalb des Sächsischen CDU/SPD und Gewerkschaftsklüngels geben, die für das Qimonda-Desaster verantwortlich gemacht werden können. Denn sonst könnte selbst der etwas träge Sächsische Wähler bis zum Herbst auf falsche Gedanken kommen.
Mehr Beihilfen, Bürgschaften und staatliche Unterstützung? Immer wenn ich das in Sachsen gehört habe, ging es darum, eine sieche wirtschaftliche Struktur zu alimentieren oder Pontemkinsche Dörfer aus dem Boden zu stampfen.
Sie wissen sicherlich auch, dass die hoch defizitäre Leipziger Messe GmbH im Halbleitergeschäft mitmischt? Warum? Nun; der Freistaat Sachsen subventioniert auf diese Art und Weise - halblegal am EU-Recht vorbei - solche Projekte wie in Dresden quer. Wir haben damals (2001/02) auch mit einem ABM-Betrieb und Geldern der Bundesagentur für Arbeit die Personalauswahl für BMW in Leipzig organisiert. Das hat dem Mrd-schweren Konzern aus Bayern viele Mio Euro eingespart. So läuft das in Sachsen! Deshalb stehen wir auch besser da als die anderen ostdeutschen Bundesländer. Sachsen sind halt helle. Man darf halt nur nicht so genau hinschauen, was da gespielt wird.
Die Gesamtrechnung für die hiesige Volkswirschaft ist hingegen immer negativ. In der Lausitz liegt die Arbeitslosigkeit bei 30 Prozent, BMW rettet sich in Leipzig mit Zeitarbeitern über die Runden und Silicon-Valley ist eine Fördermittelblase, die möglicherweise kurz vor dem Zerbersten steht. Was dann?!
Ich sehe nur keinen im Freistaat, der bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Hier wird immer nur nach noch mehr öffentlichem Geld gerufen, wissend, dass wir jetzt schon Gelder verausgaben, die wir gar nicht haben.
Ich denke, das wird ein sehr spannendes Wahljahr in Sachsen und im Bund. Denn so viele überforderte Krisenmanager waren nie.
MfG
Ulrich Ingenlath,
Lausitz
Guten Tag,
ich lebe jetzt seit über 15 Jahren im Freistaat Sachsen und habe auch für die Wirtschaftsförderung unter Wolfgang Tiefensee gearbeitet (BMW-Ansiedlung). Was ich bis heute erlebe, ist höchtst unprofessionell und trägt gelegentlich Züge organisierter Fördermittelkriminalität, die gerade von der Sächsischen Justiz immer wieder gedeckt worden ist und bis heute noch gedeckt wird.
Gerade im Freistaat Sachsen fließen gewaltige Transferströme in reife Industrien und führen bei Unternehmen, wie AMD oder BMW zu dreistelligen millionenschweren Mitnahmeeffekten.
Am Ende entstehen industrielle Scheinriesen auf betriebswirtschaftlich sehr schwachen Beinen.
Aktuell sind Sächsische Staatsregierung und IG-Metall in Panik, weil nach der vertuschten Korruptionsaffäre und dem Sachsen-LB-Debakel, weitere Katastrophen im Freistaat nicht zu vermitteln wären.
Der PHAETON findet keinen entsprechenden Absatz mehr, VW muss kurzarbeiten und BMW wackelt auch - trotz all der Mrd-schweren Beihilfen und der in Beton gegossenen Infrastruktur-Grossprojekte.
CDU und SPD werden erhebliche Probleme bei der Landtagswahl im Herbst haben, diese Koalition fortzusetzen und der so nette Herr Tillich hat inzwischen ein Professionalitäts und Glaubwürdigkeitsproblem gegenüber der Öffentlichkeit. Das hat auch damit zu tun, das Tillich quasi in einer Nacht- und Nebelaktion von einem kleinen CDU-Parteiklüngel eingesetzt worden ist, um den Machtverfall der Sächsischen CDU zu stoppen. Vor einer Wahl hatten CDU und SPD damals, Anfang 2008, viel zu viel Angst. Diese Angst wird jetzt aber noch weiter zunehmen ... es sei denn ... es sei denn, der BM Wolfgang Tiefensee entpuppt sich als der Sächssiche Barack Obama und läutet den Change im Freistaat ein. Halte ich aber zugegeben für eine sehr gewagte Hoffnung. Nein, war ein Scherz!
Deshalb werden jetzt in Sachen Qimonda die EU-Kommission und Infineon angegriffen, obwohl für alle Beteiligten seit längerem klar war, dass das Unternehmen extrem schwach aufgestellt ist. Es muss Schuldige außerhalb des Sächsischen CDU/SPD und Gewerkschaftsklüngels geben, die für das Qimonda-Desaster verantwortlich gemacht werden können. Denn sonst könnte selbst der etwas träge Sächsische Wähler bis zum Herbst auf falsche Gedanken kommen.
Mehr Beihilfen, Bürgschaften und staatliche Unterstützung? Immer wenn ich das in Sachsen gehört habe, ging es darum, eine sieche wirtschaftliche Struktur zu alimentieren oder Pontemkinsche Dörfer aus dem Boden zu stampfen.
Sie wissen sicherlich auch, dass die hoch defizitäre Leipziger Messe GmbH im Halbleitergeschäft mitmischt? Warum? Nun; der Freistaat Sachsen subventioniert auf diese Art und Weise - halblegal am EU-Recht vorbei - solche Projekte wie in Dresden quer. Wir haben damals (2001/02) auch mit einem ABM-Betrieb und Geldern der Bundesagentur für Arbeit die Personalauswahl für BMW in Leipzig organisiert. Das hat dem Mrd-schweren Konzern aus Bayern viele Mio Euro eingespart. So läuft das in Sachsen! Deshalb stehen wir auch besser da als die anderen ostdeutschen Bundesländer. Sachsen sind halt helle. Man darf halt nur nicht so genau hinschauen, was da gespielt wird.
Die Gesamtrechnung für die hiesige Volkswirschaft ist hingegen immer negativ. In der Lausitz liegt die Arbeitslosigkeit bei 30 Prozent, BMW rettet sich in Leipzig mit Zeitarbeitern über die Runden und Silicon-Valley ist eine Fördermittelblase, die möglicherweise kurz vor dem Zerbersten steht. Was dann?!
Ich sehe nur keinen im Freistaat, der bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Hier wird immer nur nach noch mehr öffentlichem Geld gerufen, wissend, dass wir jetzt schon Gelder verausgaben, die wir gar nicht haben.
Ich denke, das wird ein sehr spannendes Wahljahr in Sachsen und im Bund. Denn so viele überforderte Krisenmanager waren nie.
MfG
Ulrich Ingenlath,
Lausitz
Guten Tag,
ich lebe jetzt seit über 15 Jahren im Freistaat Sachsen und habe auch für die Wirtschaftsförderung unter Wolfgang Tiefensee gearbeitet (BMW-Ansiedlung). Was ich bis heute erlebe, ist höchtst unprofessionell und trägt gelegentlich Züge organisierter Fördermittelkriminalität, die gerade von der Sächsischen Justiz immer wieder gedeckt worden ist und bis heute noch gedeckt wird.
Gerade im Freistaat Sachsen fließen gewaltige Transferströme in reife Industrien und führen bei Unternehmen, wie AMD oder BMW zu dreistelligen millionenschweren Mitnahmeeffekten.
Am Ende entstehen industrielle Scheinriesen auf betriebswirtschaftlich sehr schwachen Beinen.
Aktuell sind Sächsische Staatsregierung und IG-Metall in Panik, weil nach der vertuschten Korruptionsaffäre und dem Sachsen-LB-Debakel, weitere Katastrophen im Freistaat nicht zu vermitteln wären.
Der PHAETON findet keinen entsprechenden Absatz mehr, VW muss kurzarbeiten und BMW wackelt auch - trotz all der Mrd-schweren Beihilfen und der in Beton gegossenen Infrastruktur-Grossprojekte.
CDU und SPD werden erhebliche Probleme bei der Landtagswahl im Herbst haben, diese Koalition fortzusetzen und der so nette Herr Tillich hat inzwischen ein Professionalitäts und Glaubwürdigkeitsproblem gegenüber der Öffentlichkeit. Das hat auch damit zu tun, das Tillich quasi in einer Nacht- und Nebelaktion von einem kleinen CDU-Parteiklüngel eingesetzt worden ist, um den Machtverfall der Sächsischen CDU zu stoppen. Vor einer Wahl hatten CDU und SPD damals, Anfang 2008, viel zu viel Angst. Diese Angst wird jetzt aber noch weiter zunehmen ... es sei denn ... es sei denn, der BM Wolfgang Tiefensee entpuppt sich als der Sächssiche Barack Obama und läutet den Change im Freistaat ein. Halte ich aber zugegeben für eine sehr gewagte Hoffnung. Nein, war ein Scherz!
Deshalb werden jetzt in Sachen Qimonda die EU-Kommission und Infineon angegriffen, obwohl für alle Beteiligten seit längerem klar war, dass das Unternehmen extrem schwach aufgestellt ist. Es muss Schuldige außerhalb des Sächsischen CDU/SPD und Gewerkschaftsklüngels geben, die für das Qimonda-Desaster verantwortlich gemacht werden können. Denn sonst könnte selbst der etwas träge Sächsische Wähler bis zum Herbst auf falsche Gedanken kommen.
Mehr Beihilfen, Bürgschaften und staatliche Unterstützung? Immer wenn ich das in Sachsen gehört habe, ging es darum, eine sieche wirtschaftliche Struktur zu alimentieren oder Pontemkinsche Dörfer aus dem Boden zu stampfen.
Sie wissen sicherlich auch, dass die hoch defizitäre Leipziger Messe GmbH im Halbleitergeschäft mitmischt? Warum? Nun; der Freistaat Sachsen subventioniert auf diese Art und Weise - halblegal am EU-Recht vorbei - solche Projekte wie in Dresden quer. Wir haben damals (2001/02) auch mit einem ABM-Betrieb und Geldern der Bundesagentur für Arbeit die Personalauswahl für BMW in Leipzig organisiert. Das hat dem Mrd-schweren Konzern aus Bayern viele Mio Euro eingespart. So läuft das in Sachsen! Deshalb stehen wir auch besser da als die anderen ostdeutschen Bundesländer. Sachsen sind halt helle. Man darf halt nur nicht so genau hinschauen, was da gespielt wird.
Die Gesamtrechnung für die hiesige Volkswirschaft ist hingegen immer negativ. In der Lausitz liegt die Arbeitslosigkeit bei 30 Prozent, BMW rettet sich in Leipzig mit Zeitarbeitern über die Runden und Silicon-Valley ist eine Fördermittelblase, die möglicherweise kurz vor dem Zerbersten steht. Was dann?!
Ich sehe nur keinen im Freistaat, der bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Hier wird immer nur nach noch mehr öffentlichem Geld gerufen, wissend, dass wir jetzt schon Gelder verausgaben, die wir gar nicht haben.
Ich denke, das wird ein sehr spannendes Wahljahr in Sachsen und im Bund. Denn so viele überforderte Krisenmanager waren nie.
MfG
Ulrich Ingenlath,
Lausitz
Warum sind - an- oder vorgeblich - intelligente Menschen nur noch in Kommentaren und an Stammtischen und in TALKs zu finden...?
Ich lesstottre nur so weiter: Baba - Bankenkrise, Beamtenkrise, Bamaba... - ach: wartet da, jenseits des Ozeans, fern im Westen (also nicht hier in Bó-chum etwa), die Ba-Be-Re-Rettung: Oblabama?
Wie in meinem Eingangskommentar bereits angedeutet, geht es jetzt Infineon an den Kragen. Inzwischen wurde bekannt, dass die Fördermittel für Quimonda zurückgezahlt werden müssen. Angeblich wurden dazu bereits Rückstellungen in 3-stelliger Millionenhöhe gebildet. Fragt sich nur, woher Infineon dieses Geld genommen hat. Infineon wird noch in diesem Halbjahr Insolvenz verkünden oder eine heftige Kapitalerhöhung durchführen müssen. Geheimniskrämerei und Vertuschung ist immer ein Indiz für schlechtes Management und zahlt sich nie aus. Ganz bewusst wurde der Defizitsektor Speicherbausteine von Infineon ausgegliedert, um Kosten zu sparen und Fördermittel einzukassieren. Und wie ist Infineon damals entstanden? Die wurden ebenfalls von Siemens ausgegliedert. Hier kamen die Fördermittel allerdings nicht vom Staat, sondern von hereingelegten gutgläubigen Aktionären, die damals Infineon-Aktien zum zigfachen dessen gekauft haben, was sie heute noch wert sind.
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