Schwierige Annäherung Iran verlangt Entschuldigung von den USA

Präsident Ahmadineschad hat positiv auf eine Rede von US-Präsident Obama reagiert. Aber er beschuldigte das Land auch der "Verbrechen gegen Iran"

Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad hat positiv auf ein indirektes Gesprächsangebot des neuen US-Präsidenten reagiert

Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad hat positiv auf ein indirektes Gesprächsangebot des neuen US-Präsidenten reagiert

"Wir begrüßen Veränderungen unter der Bedingung, dass sie grundlegend sind und in die richtige Richtung weisen", sagte Präsident Mahmud Ahmadineschad am Dienstag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Es werde sich schnell herausstellen, ob die vom neuen US-Präsidenten Barack Obama in Aussicht gestellten Veränderungen grundlegend oder nur taktisch motiviert seien. Obama hat dem Iran in einem Bruch mit der bisherigen US-Politik direkte Gespräche in Aussicht gestellt , droht aber mit zusätzlichem Druck, falls die Führung in Teheran an ihrem Atomprogramm festhält.

Zugleich forderte Ahmadineschad von den USA eine Entschuldigung "für ihre Verbrechen gegen die iranische Nation". Dazu zählte der Präsident die Versuche der USA und anderer Länder, das iranische Atomprogramm zu blockieren. Außerdem habe die westliche Führungsmacht die Entwicklung der Islamischen Republik seit der Revolution von 1979 behindert. Beide Länder unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.

Anzeige

Die USA werfen Iran vor, mit seinem Atomprogramm nach Massenvernichtungswaffen zu streben, was die Führung in Teheran bestreitet. Die USA beschuldigen den Golfstaat außerdem, den Terrorismus zu fördern und die Friedensbemühungen für den Nahen Osten zu untergraben.

Obamas Vorgänger George W. Bush hatte das Land als Teil der "Achse des Bösen" bezeichnet und keinerlei Interesse an einem direkten Kontakt gezeigt. An Bush ließ Ahmadineschad kein gutes Haar. Er sagte, nach dessen "unmenschlicher Politik" seien Veränderungen dringend notwendig. Bush sei mit einem dicken Strafregister aus dem Amt geschieden und im Mülleimer der Geschichte gelandet.

Wie am Mittwoch verlautete, will Ahmadineschad für eine zweite Amtszeit antreten. Die Wahl ist für Juni vorgesehen.

 
Leser-Kommentare
  1. Lieber Barack Obama!
    Eine reine Verständnisfrage. Sie haben gesagt, vor 30-40 Jahren wäre das Verhältnis der USA zur muslimischen Welt gut gewesen...und vor 10-20 Jahren sehr schlecht.

    Also, vor 10-20 Jahren regierte der Ehemann Ihrer jetzigen Außenministerin und er war negativ zur Muslimischen Welt eingestellt?
    Mir fällt da nur ein, dass Bill Clinton den bosnischen Muslimen, den Kosovaren und auch den Palästinensern versucht hat zu helfen.

    Vor 30-40 Jahren regierte Nixon, Ford und Carter.
    Der Schah des Iran wurde gestützt, die Islamisten in Algerien wurden gegen die linken Laizisten aufgebaut. Carter förderte die Mujahedin gegen die sowjetischen Invasoren.
    Eigentlich fand ich das nicht sehr toll.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service