Bankenkrise Verstaatlicht die Banken!

Die bisherigen Maßnahmen zur Stabilisierung wirken nicht, eine "Bad Bank" birgt unkalkulierbare Risiken: Der Staat sollte wankende Finanzinstitute übernehmen. Kommentar

Es zeichnet sich immer deutlicher ab: Das Geld, das der Staat bisher aufgewendet hat, um die Banken zu retten, wird nicht reichen. In den Vereinigten Staaten gewinnt die Idee einer "Bad Bank", die den Finanzinstituten alle schlechten Wertpapiere abkaufen soll, deshalb an Bedeutung; auch in Deutschland wird der Ruf nach ihr immer lauter.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wird sich freuen. Er würde sich schämen, Geld aus dem staatlichen Rettungsfonds anzunehmen, hat er schon vor Monaten öffentlich kundgetan – zugleich fordert er seit einiger Zeit eine "Bad Bank" fürs ganze System. Die Deutsche Bank bräuchte ihre Hilfe zwar nicht, betonte er erst jüngst vor Analysten und Journalisten. "Nach dem Risikoabbau, den wir vorgenommen haben, wüsste ich für die Deutsche Bank nicht, welche Papiere wir noch verkaufen könnten", sagte er.

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Doch niemand kann heute sagen, welche versteckten Zeitbomben in den Bilanzen der Geldhäuser noch schlummern. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine "Bad Bank" eines Tages auch Ackermanns Haus von faulen Papieren befreien müsste, die immer stärker an Wert verlieren und stetig größere Löcher in die Bilanzen reißen. Wenn das ganze System seinen Müll bei einer "Bad Bank" ablädt, warum dann auch nicht der Branchenprimus? Für Ackermann wäre das eine bequeme Art der Gesichtswahrung.

Viel besser wäre es da, die Banken gleich zu verstaatlichen. "Eine Bad Bank würde die Lasten der Banken direkt auf den Steuerzahler verlagern", sagt Wolfgang Gerke, emeritierter Bankprofessor der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Geldinstitute aber könnten fröhlich weiter wursteln, wie sie das bisher getan haben – weitere Krisen nicht ausgeschlossen.

Leser-Kommentare
  1. Bravo! Und das Ganze sollte dann gemäss dem Regelwerk unseres verdienten Altkanzlers Schmidt arbeiten. In den verstaatlichten Banken darf nicht mehr gezockt werden. Gehandelt werden darf nur noch mit realen Werten wie Aktien und Anleihen, keine Derivate mehr! Banken sind in erster Linie dazu da, den Zahlungsverkehr zu gewährleisten und Privatleute sowie seriöse Firmen mit Krediten zu versorgen. Das macht Sinn und Trickser wie Ackermann, Blessing und Genossen haben da keinen Platz mehr!

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    • Anonym
    • 29.01.2009 um 11:00 Uhr

    Es ist dieser Tage Mode die Schuld für das Desaster den "Kapitalisten" insbesondere den Bankern vom Schlage eines Ackermanns in die Schuhe zu schieben. Auch wenn Herr Ackermann nicht gerade ein Sympathieträger ist, ist
    das doch lediglich ein populäres Märchen aus der guter Sheriff, böser Sheriff schwarzweiss Welt und dient deshalb primär dazu, die Verantwortung und Ursachen zu verdrängen bzw. Andersdenkenden zuzuweisen.

    Das Problem ist eines der Führungseliten und der vorherrschenden Weltanschauung, egal o rechts oder links, ob staatlich oder privat.
    Man hat überall geglaubt, die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft unabhängig betreiben zu können. Je nach der Verfasstheit der Staaten hat sich das unterschiedlich niedergeschlagen.
    In den USA vor allem im privaten Bankensektor, weil dort eben alles über Privatinstitute geregelt wird, bei uns vornehmlich bei den Staatsbanken und dem Staat selbst, weil das unserem System der staatlichen Einflussnahme mehr entspricht.

    Verstaatlichung als Rettung zu fordern ist da nur der Gipfel der Ignoranz und Dilettanz.

    Das was primär geopfert werden muss ist die Ideologie, dass durch Lenkung und guten Willen allein, Sicherheit und wirtschaftliche Sicherheit und Besitzstandswahrung auf Dauer garantierbar oder schaffbar wären.

    Denn die Hauptursache für das Desaster liegt in der gesellschaftlichen Weigerung soziale wie monetäre Verluste durch Veränderungen, vorhersehbare wie unvorhersehbare Fehler in Politik und Wirtschaft, erdulden zu müssen.

    Letztlich sind diese idealistisch motivierten gesellschaftspolitischen Verwerfungen der Marktwirtschaft Ursache des Desasters.
    Die Philosophie der Marktwirtschaft basiert gerade auf der Erkenntnis, dass Lenkung durch Einzelne oder Gruppen nicht funktioniert und am Ende eine größere Katastrophe verursacht, als das ständige Erdulden von kleinen Desastern, die Veränderungen und Fehler nun einmal nach sich ziehen, weil Menschen Fehler machen.

    Wir halten uns immer noch für cleverer als die Massenkontrolle durch faire Märkte, die manchmal auch brutal die Realitäten offenlegen und damit immer wieder neue Versuchung schaffen, besonders für Mächtige, einzugreifen, auch wenn dies nicht der Sicherung des fairen Wettbewerbs gilt.

    Nicht marktkonforme Eingriffe sind nicht nur schlecht mit schlechten Motiven, wie Gier und Macht, sondern sie befördern diese schlechten Motive auch dann, wenn man nur die besten Absichten hat. Die Ursache dafür ist schlicht darin zu suchen, das jeder Eingriff, entweder den Eingreifenden oder den zu Helfenden privilegiert oder begünstigt. Wer anfällig für schlechte Motive ist oder einfach mehr Fehler als andere macht, wird damit auf Dauer genau durch diesen Mechanismus gefördert und geschützt, er wird seiner Verantwortlichkeit enthoben.

    Solange die Gesellschaft glaubt, sie könne diese fundamentale Wahrheit und menschliche Unzulänglichkeit überwinden und Gott spielen, sei es durch irgendwelche -ismusse oder Schuldzuweisungen an die jeweilige Elite, ist uns der nächste Supergau gewiss.

    Berthold Grabe

    • Anonym
    • 29.01.2009 um 11:00 Uhr

    Es ist dieser Tage Mode die Schuld für das Desaster den "Kapitalisten" insbesondere den Bankern vom Schlage eines Ackermanns in die Schuhe zu schieben. Auch wenn Herr Ackermann nicht gerade ein Sympathieträger ist, ist
    das doch lediglich ein populäres Märchen aus der guter Sheriff, böser Sheriff schwarzweiss Welt und dient deshalb primär dazu, die Verantwortung und Ursachen zu verdrängen bzw. Andersdenkenden zuzuweisen.

    Das Problem ist eines der Führungseliten und der vorherrschenden Weltanschauung, egal o rechts oder links, ob staatlich oder privat.
    Man hat überall geglaubt, die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft unabhängig betreiben zu können. Je nach der Verfasstheit der Staaten hat sich das unterschiedlich niedergeschlagen.
    In den USA vor allem im privaten Bankensektor, weil dort eben alles über Privatinstitute geregelt wird, bei uns vornehmlich bei den Staatsbanken und dem Staat selbst, weil das unserem System der staatlichen Einflussnahme mehr entspricht.

    Verstaatlichung als Rettung zu fordern ist da nur der Gipfel der Ignoranz und Dilettanz.

    Das was primär geopfert werden muss ist die Ideologie, dass durch Lenkung und guten Willen allein, Sicherheit und wirtschaftliche Sicherheit und Besitzstandswahrung auf Dauer garantierbar oder schaffbar wären.

    Denn die Hauptursache für das Desaster liegt in der gesellschaftlichen Weigerung soziale wie monetäre Verluste durch Veränderungen, vorhersehbare wie unvorhersehbare Fehler in Politik und Wirtschaft, erdulden zu müssen.

    Letztlich sind diese idealistisch motivierten gesellschaftspolitischen Verwerfungen der Marktwirtschaft Ursache des Desasters.
    Die Philosophie der Marktwirtschaft basiert gerade auf der Erkenntnis, dass Lenkung durch Einzelne oder Gruppen nicht funktioniert und am Ende eine größere Katastrophe verursacht, als das ständige Erdulden von kleinen Desastern, die Veränderungen und Fehler nun einmal nach sich ziehen, weil Menschen Fehler machen.

    Wir halten uns immer noch für cleverer als die Massenkontrolle durch faire Märkte, die manchmal auch brutal die Realitäten offenlegen und damit immer wieder neue Versuchung schaffen, besonders für Mächtige, einzugreifen, auch wenn dies nicht der Sicherung des fairen Wettbewerbs gilt.

    Nicht marktkonforme Eingriffe sind nicht nur schlecht mit schlechten Motiven, wie Gier und Macht, sondern sie befördern diese schlechten Motive auch dann, wenn man nur die besten Absichten hat. Die Ursache dafür ist schlicht darin zu suchen, das jeder Eingriff, entweder den Eingreifenden oder den zu Helfenden privilegiert oder begünstigt. Wer anfällig für schlechte Motive ist oder einfach mehr Fehler als andere macht, wird damit auf Dauer genau durch diesen Mechanismus gefördert und geschützt, er wird seiner Verantwortlichkeit enthoben.

    Solange die Gesellschaft glaubt, sie könne diese fundamentale Wahrheit und menschliche Unzulänglichkeit überwinden und Gott spielen, sei es durch irgendwelche -ismusse oder Schuldzuweisungen an die jeweilige Elite, ist uns der nächste Supergau gewiss.

    Berthold Grabe

    • TyRell
    • 23.01.2009 um 13:30 Uhr

    Wir müssen Abstand von Vorstellungen einer "Verstaatlichung" oder "Nichtverstaatlichung" nehmen, weil es keine eindeutige Antwort auf die Lösung der Probleme gibt.

    Würde der Staat sich der Banken übernehmen, käme dies nicht nur zu einem großen Bruch mit der freien Marktwirtschaft, sondern dem Scheitern eines gesamten Systems gleich. Was aber zählt ist, dass die Milliarden an offen stehenden Abschreibungen immer noch bewältigt werden müssten. Der Staat müsste so oder so Steuergelder aufbringen, um die gewünschte Stabilität im Finanzmarkt zu erreichen. Würde aber gerade eine Verstaatlichung nicht die falsche Botschaft senden?

    Im Zuge der Krise haben nicht nur private Institute, sondern gerade eben Landes- und Staatsbanken die meisten Verluste gemacht. Der Staat ist nicht der bessere Banker, auch nicht der bessere Unternehmer. Würden wir also die Banken in Staatshand überführen, so würde man nicht unter dem Druck der offenen Konkurrenz stehen und könnte es sich im Polster der Steuermilliarden bequem machen. Dies würde kaum zu einer effizienten Optimierung von Banken führen. Lässt man die Banken völlig auf sich allein gestellt, so würde die gesamte Wirtschaft in wenigen Wochen zusammenbrechen.

    Der in meinen Augen beste Kompromiss wären fest verzinste Bankenanleihen, die die Banken an den Staat geben, um somit an Kapital zu gelangen. Die Banken müssten anschließend spätestens nach einem Jahr anfangen diese Papiere in Form von festen Zinsen Jahr für Jahr zu tilgen. Ebenso müssten diese Anleihen eine Höchstdauer von 15 Jahren besitzen, damit diese Anleihen nicht für Jahrzehnte die Bilanzen der Banken belasten und die Kreditvergabe einschränken. Hierdurch wären die Steuermilliarden nicht "verschenkt", sondern würden sich durch die jährlichen Zinsen zwischen 5 - 8,5% als langfristige Investition für die Steuerzahler lohnen.

    Letzten Endes muss man abwägen, welchen Schritt man als Regierung geht, um die Finanzmärkte zu beruhigen und die richtige Botschaft zu senden.

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    Wenn man alle Banken verstaatlicht so sieht es ja auch aus, dann hat man alles Geld und das System wuerde sich tragen.

    Maximus Successus

    Keiner der privaten Unternehmer/Banker haben Kompetenz bewiesen. Doch unter dem Staat kann man herausbekommen was wie geht und warum einiges wie leerverkaeufe ebend nicht. Im Privaten geht sowas nicht da fallen leerverkaeufe in die Freiheit. zumindestens gerade noch. Wer weis wie es bald aussieht. Was sie nicht mitbedenken ist das jeder betrieb der Privatisiert wird auch unter dem Staatsbesitz fuer die Zukunft gerichtet/geruestet werden kann. Nur haben dann alle was am profit. Das wollen manche nur nicht da sie gierig sind also machen sie den meisten dieses verwirrende Privatisierungsangebot. Nur den Schlamasel muss dann jeder zahlen. Sehr loh´gisch diese herangehensweise.

    Maximus Successus

    Ich stimme Tyrell zu, dass der Staat mit seinen Landesbanken die Krise nicht besser gemeistert hat! Das Problem hat nun 2 Köpfen:
    1. Wie man das Finanzsystem in der Gegenwart stabilisiert?
    2. Wie man das Finanzsystem in der Zukunft besser reguliert und überwacht?
    Basel 2 ist teil gescheitert, weil die Banken die Vorschriften vom Basel 2 mit kreativen und gleichzeitig krimenellen Energien umgangen sind. Durch Zweckgesellschaften wurden problematische Finanzierungsgeschäfte aus den Bilanzen "entfernt". Ferner hat die Globalisierung dazu beigetragen, dass solide Finanzinstitute in ausländischen Wertpapieren investiert haben, weil sie sie nicht verstanden haben und weil sie als risikolos gestuft wurden. Hier muss interverniert werden!
    Eine Teilverstaatlichung muss eher im Bereich der Überwachung und Kontrolle der Banken verstanden werden. Der Staat ist keine bessere Bank und darf daher das operative und solide Geschäft der Banken nicht negativ beeinträchtigen.
    Ein weiterer Punkt, die meines Erachtens genau so wichtig ist, ist mit der Aufklärung der Rolle von Wirtschaftsprüfungsunternehmen und Rating-Agenturen in dieser Krise.
    Es darf nicht sein, dass diese privaten Unternehmen die Verantwortung entzogen wird. Immer hin haben sie jahre lang die Bilanzen überprüft und mit Ihrer Unterschrift eine Art TÜV-Siegel verliehen haben!
    Ich stelle mir daher die Rolle des Staates als eine Art "Polizei" des Finanzsystems. Dazu gehört auch die Überprüfung von Gehältern und Auswahl von Finanzprodukten im Portfolio der Banken.

    Was muss denn eigentlich NOCH passieren, damit die verbissenen Propagandisten der „freien“ Marktwirtschaft (anerkannte Staatsdoktrin ist noch immer die sog. „soziale“ Marktwirtschaft , wenigstens als Lippenbekenntnis !) wie etwa TyRell endlich auch anerkennen müssen, dass dieses „ganze System“ sein Scheitern nicht noch vor sich, sondern bereits hinter sich hat ! Gebetsmühlenartig wiederholen solche Ideologen nebst medialen Büchsenspannern, dass alles noch viel schlimmer würde, wenn der Staat mit den Mitteln der Bürger die private Bankenlandschaft NICHT sanieren würde ! Schlimmer für wen ? Für die Banken sicher, aber sonst ? Und: wären nicht die Aufsichtsräte von Staats- und Landesbanken höchstdotierte Versorgungsposten für abgehalfterte Politschwadroneure, die niemand irgendwo sonst gebrauchen kann, sähen die Bilanzen dieser Institute vielleicht auch anders aus ! Besetzung dieser Gremien nach ausschließlich fachlichen Gesichtspunkten wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen sich aus den Entscheidungen der Bürger in allgemeinen Wahlen ergeben. Forderungen nach seriösem Geschäftsgebaren an die Privaten zu richten, ist ein Ruf in den Wind. Die globalen Zocker, deren Spekulationen in die Hose gingen, haben sich selbst in die Bredouille gebracht, in der sie jetzt stecken, deshalb sollen sie getrost über die Klinge springen, und dann wollen wir doch mal sehen, ob die Welt untergeht . Das übrigens, TyRell, ist ein Grundpinzip der „freien“ Marktwirtschaft !

    Das ist eine systematische Systemkrise, die sich ohne Systemveränderung nicht beheben lassen wird.

    Das derzeitige milliardenwerfen dient nur dem Zweck des hinauszögerns, ob sich nicht doch noch irgendwo und irgendwie eine neue Blase aufbauen läßt.

    Vielleicht sollten Sie sich mal den Dax-Kurs von 1959 bis 1989 anschauen. Der war relativ stabil um die 2000 Punkte und Aktien und andere Wertpapiere hatten einen Wert, der wahre Firmenwerte wiederspiegelte. Bei Entlassungen fielen die Kurse, hingegen heute steigen die Kurse - welch Irrsinn.

    Ab den neunziger Jahren begann das spekulative hochtreiben der Werte, was sich in mehreren Blasen mit immenser Geldvernichtung ausdrückte und bis heute fortdauert.

    Wenn sich nichts ändert, sind in Kürze alle Staaten technisch Pleite. Schon jetzt lassen sich die Schulden niemals zurückzahlen - schon bei den Zinsen dafür wird es zunehmend schwieriger.

    Der Ausweg aus dem Dilemma ist bekannt und heißt Währungsreform.

    Wenn sich die Amerikaner mit 75% Auslandsdollaranteil dazu entschliessen, wird das haarig für alle anderen, die als Währungsreserve vereinbarungsgemäß kein Gold sondern tonnenweise grüne Scheine gestapelt haben.

    Ich weiß nicht, ob Sie sich die Ausmaße und Auswirkungen irgendwie vorstellen können?

    Auf jeden Fall war es der größte Fehler der USA im Jahre 1913 die Geldhoheit an ein privates Bankenkonsortium abzutreten, wie auch der ehemalige Präsident Wilson einräumte. Die FED beherrscht und manipuliert seither Regierungen und Märkte nach belieben - auch über den IWF.

    Wenn man alle Banken verstaatlicht so sieht es ja auch aus, dann hat man alles Geld und das System wuerde sich tragen.

    Maximus Successus

    Keiner der privaten Unternehmer/Banker haben Kompetenz bewiesen. Doch unter dem Staat kann man herausbekommen was wie geht und warum einiges wie leerverkaeufe ebend nicht. Im Privaten geht sowas nicht da fallen leerverkaeufe in die Freiheit. zumindestens gerade noch. Wer weis wie es bald aussieht. Was sie nicht mitbedenken ist das jeder betrieb der Privatisiert wird auch unter dem Staatsbesitz fuer die Zukunft gerichtet/geruestet werden kann. Nur haben dann alle was am profit. Das wollen manche nur nicht da sie gierig sind also machen sie den meisten dieses verwirrende Privatisierungsangebot. Nur den Schlamasel muss dann jeder zahlen. Sehr loh´gisch diese herangehensweise.

    Maximus Successus

    Ich stimme Tyrell zu, dass der Staat mit seinen Landesbanken die Krise nicht besser gemeistert hat! Das Problem hat nun 2 Köpfen:
    1. Wie man das Finanzsystem in der Gegenwart stabilisiert?
    2. Wie man das Finanzsystem in der Zukunft besser reguliert und überwacht?
    Basel 2 ist teil gescheitert, weil die Banken die Vorschriften vom Basel 2 mit kreativen und gleichzeitig krimenellen Energien umgangen sind. Durch Zweckgesellschaften wurden problematische Finanzierungsgeschäfte aus den Bilanzen "entfernt". Ferner hat die Globalisierung dazu beigetragen, dass solide Finanzinstitute in ausländischen Wertpapieren investiert haben, weil sie sie nicht verstanden haben und weil sie als risikolos gestuft wurden. Hier muss interverniert werden!
    Eine Teilverstaatlichung muss eher im Bereich der Überwachung und Kontrolle der Banken verstanden werden. Der Staat ist keine bessere Bank und darf daher das operative und solide Geschäft der Banken nicht negativ beeinträchtigen.
    Ein weiterer Punkt, die meines Erachtens genau so wichtig ist, ist mit der Aufklärung der Rolle von Wirtschaftsprüfungsunternehmen und Rating-Agenturen in dieser Krise.
    Es darf nicht sein, dass diese privaten Unternehmen die Verantwortung entzogen wird. Immer hin haben sie jahre lang die Bilanzen überprüft und mit Ihrer Unterschrift eine Art TÜV-Siegel verliehen haben!
    Ich stelle mir daher die Rolle des Staates als eine Art "Polizei" des Finanzsystems. Dazu gehört auch die Überprüfung von Gehältern und Auswahl von Finanzprodukten im Portfolio der Banken.

    Was muss denn eigentlich NOCH passieren, damit die verbissenen Propagandisten der „freien“ Marktwirtschaft (anerkannte Staatsdoktrin ist noch immer die sog. „soziale“ Marktwirtschaft , wenigstens als Lippenbekenntnis !) wie etwa TyRell endlich auch anerkennen müssen, dass dieses „ganze System“ sein Scheitern nicht noch vor sich, sondern bereits hinter sich hat ! Gebetsmühlenartig wiederholen solche Ideologen nebst medialen Büchsenspannern, dass alles noch viel schlimmer würde, wenn der Staat mit den Mitteln der Bürger die private Bankenlandschaft NICHT sanieren würde ! Schlimmer für wen ? Für die Banken sicher, aber sonst ? Und: wären nicht die Aufsichtsräte von Staats- und Landesbanken höchstdotierte Versorgungsposten für abgehalfterte Politschwadroneure, die niemand irgendwo sonst gebrauchen kann, sähen die Bilanzen dieser Institute vielleicht auch anders aus ! Besetzung dieser Gremien nach ausschließlich fachlichen Gesichtspunkten wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen sich aus den Entscheidungen der Bürger in allgemeinen Wahlen ergeben. Forderungen nach seriösem Geschäftsgebaren an die Privaten zu richten, ist ein Ruf in den Wind. Die globalen Zocker, deren Spekulationen in die Hose gingen, haben sich selbst in die Bredouille gebracht, in der sie jetzt stecken, deshalb sollen sie getrost über die Klinge springen, und dann wollen wir doch mal sehen, ob die Welt untergeht . Das übrigens, TyRell, ist ein Grundpinzip der „freien“ Marktwirtschaft !

    Das ist eine systematische Systemkrise, die sich ohne Systemveränderung nicht beheben lassen wird.

    Das derzeitige milliardenwerfen dient nur dem Zweck des hinauszögerns, ob sich nicht doch noch irgendwo und irgendwie eine neue Blase aufbauen läßt.

    Vielleicht sollten Sie sich mal den Dax-Kurs von 1959 bis 1989 anschauen. Der war relativ stabil um die 2000 Punkte und Aktien und andere Wertpapiere hatten einen Wert, der wahre Firmenwerte wiederspiegelte. Bei Entlassungen fielen die Kurse, hingegen heute steigen die Kurse - welch Irrsinn.

    Ab den neunziger Jahren begann das spekulative hochtreiben der Werte, was sich in mehreren Blasen mit immenser Geldvernichtung ausdrückte und bis heute fortdauert.

    Wenn sich nichts ändert, sind in Kürze alle Staaten technisch Pleite. Schon jetzt lassen sich die Schulden niemals zurückzahlen - schon bei den Zinsen dafür wird es zunehmend schwieriger.

    Der Ausweg aus dem Dilemma ist bekannt und heißt Währungsreform.

    Wenn sich die Amerikaner mit 75% Auslandsdollaranteil dazu entschliessen, wird das haarig für alle anderen, die als Währungsreserve vereinbarungsgemäß kein Gold sondern tonnenweise grüne Scheine gestapelt haben.

    Ich weiß nicht, ob Sie sich die Ausmaße und Auswirkungen irgendwie vorstellen können?

    Auf jeden Fall war es der größte Fehler der USA im Jahre 1913 die Geldhoheit an ein privates Bankenkonsortium abzutreten, wie auch der ehemalige Präsident Wilson einräumte. Die FED beherrscht und manipuliert seither Regierungen und Märkte nach belieben - auch über den IWF.

  2. Wie hätten Politiker, Leser, Arbeitgeber eines Redakteurs, Nachbarn und Freunde wohl noch vor einem Jahr reagiert, wenn man auf der Titelseite einer großen Zeitung "Verstaatlicht die Banken!" gefordert hätte..... :-)

    Stamokap.

  3. Ei eii... wenn das der Marx, der Engles, der Keyenes hören würden...

    Wenn die noch leben würden, würden die nun einfach milde lächeln oder sich vor Schadenfreude auf dem Boden kugeln?

    Aber gemach, es gibt ja noch den Lafontaine, die Wagenknecht um nur 2 zu nennen die in nicht all zu ferner Vergangenheit schallend ausgelacht wurden... -> siehe diverse Interviews.

    Ich frage mich trotz aller Wendehälse die da so plötzlich aus der Versenkung auftauchen in wessen Sinn die wohl reden? Warum wendet man sich plötzlich vom goldenen Kalb weg das für Jahre umtanzt, gehuldigt und vergöttert wurde?

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

  4. Ein -aus betriebswirtschaftlicher Sicht- bankrotter Staat soll die Banken übernehmen. Was soll dieser Blödsinn?

    Banken haben das "Problem", dass sie eine Bilanz haben und dadurch Fehlentwicklungen sichtbar werden. Der einzige "Vorteil" des Staates besteht darin, dass er schlicht keine Bilanz hat. Hätte er eine, er wäre längst für pleite erklärt worden.

    Eine Staatsübernahme baut ganz allein auf dem naiven(!) Vertrauen, dass Staaten sich grenzenlos refinanzieren können.

    Frau Endres nicht nur das nachplappern, was woanders läuft.

  5. Was der Suff nicht schafft
    und die Demenz
    erledigt wohl
    die Insolvenz!

    Zahlungsunfähige Banken gehören nicht verstaatlicht, sondern wie jedes andere Privatunternehmen in ähnlicher Lage schlicht und ergreifend vor das Insolvenzgericht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TyRell
    • 23.01.2009 um 13:56 Uhr

    Und Millionen Bürger schieben am nächsten Tag die Plastikkarten in die Bankautomaten, aber es kommt plötzlich kein Geld mehr. Bei einer Insolvenz werden Ein- und Auszahlungen eines Unternehmens eingefroren!

    Welch wunderbare Vorstellung, Banken vor das Insolvenzgericht! Dabei geht nicht nur die Bank unter, sondern die halbe deutsche Wirtschaft gleich mit. Hätte die Regierung das getan, was Sie da so voller Naivität propagieren, dann wäre wohl schon lange ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in der wir uns um die letzten Medikamente und Lebensmittel prügeln.

    Eine insolvente Bank liefert eine Unmenge insolventer Privatpersonen und Unternehmen. Lehman Brothers lässt grüßen. Man könnte sogar sagen: Das Finanzwesen gehört verstaatlicht, wie die Straßen, die Schienen, die Stromnetze, damit die Ströme (ob Verkehrsströme, elektrische Ströme, Geldströme) fließen.
    Bei Unternehmen würde ich Ihnen recht geben. Wenn beispielsweise Autos auf Halde produziert werden, dann müssen entweder alle Firmen weniger produzieren, oder einige Firmen in Insolvenz gehen. Beides vernichtet Arbeitsplätze. Unterstützende Maßnahmen des Staates führen nur dazu, dass die Nachfrage aktuell angeheizt wird und später die Nachfrage wieder sinkt.

    • TyRell
    • 23.01.2009 um 13:56 Uhr

    Und Millionen Bürger schieben am nächsten Tag die Plastikkarten in die Bankautomaten, aber es kommt plötzlich kein Geld mehr. Bei einer Insolvenz werden Ein- und Auszahlungen eines Unternehmens eingefroren!

    Welch wunderbare Vorstellung, Banken vor das Insolvenzgericht! Dabei geht nicht nur die Bank unter, sondern die halbe deutsche Wirtschaft gleich mit. Hätte die Regierung das getan, was Sie da so voller Naivität propagieren, dann wäre wohl schon lange ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in der wir uns um die letzten Medikamente und Lebensmittel prügeln.

    Eine insolvente Bank liefert eine Unmenge insolventer Privatpersonen und Unternehmen. Lehman Brothers lässt grüßen. Man könnte sogar sagen: Das Finanzwesen gehört verstaatlicht, wie die Straßen, die Schienen, die Stromnetze, damit die Ströme (ob Verkehrsströme, elektrische Ströme, Geldströme) fließen.
    Bei Unternehmen würde ich Ihnen recht geben. Wenn beispielsweise Autos auf Halde produziert werden, dann müssen entweder alle Firmen weniger produzieren, oder einige Firmen in Insolvenz gehen. Beides vernichtet Arbeitsplätze. Unterstützende Maßnahmen des Staates führen nur dazu, dass die Nachfrage aktuell angeheizt wird und später die Nachfrage wieder sinkt.

    • TyRell
    • 23.01.2009 um 13:56 Uhr

    Und Millionen Bürger schieben am nächsten Tag die Plastikkarten in die Bankautomaten, aber es kommt plötzlich kein Geld mehr. Bei einer Insolvenz werden Ein- und Auszahlungen eines Unternehmens eingefroren!

    Welch wunderbare Vorstellung, Banken vor das Insolvenzgericht! Dabei geht nicht nur die Bank unter, sondern die halbe deutsche Wirtschaft gleich mit. Hätte die Regierung das getan, was Sie da so voller Naivität propagieren, dann wäre wohl schon lange ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in der wir uns um die letzten Medikamente und Lebensmittel prügeln.

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    Sie haben jetzt sehr schön dargestellt, weshalb der Staat die Banken rettet.
    Nämlich nicht, wie hier und in weiten Teilen der Restwelt vermutet, um den "Bank-Ganoven" die Raffke-Hälse aus der Schlinge zu ziehen, sondern weil klein-Michel und Milchmädchen-Micheline sich andernfalls die Hosen vollmachen, wenn sie am Automaten leer ausgehen!

    Und was fuer eine Schule macht den dieses Verhalten. Man konnte sich erst Villa Fortune mit risikoreichen Investment leisten also hat man sie abzugeben jetzt wo klar ist was es anrichtete. Aber da darf der Staat zahlen. Und wenn der kleine wieder was vom grossen will ist das schallende Lachen bis zur venus zu hoeren. Ich kann mir nicht vorstellen das Sie bewusst nachdenken. Tut mir leid. Denn hier wuerde der grosse zum kleinen dann sagen. Gehe arbeiten und verdiene dir deinen erfolg, alles andere ist umverteilung. das geht wirklich nicht.

    Maximus Successus

    ist das denn in der sogenannten "zivilisierten Welt" verboten? Gaza ist nur ein Zoo, Iraq nur eine Fatamorgana, Kongo ein Zufall? Wir sind ja sooooo zivilisiert §£$€ :-)

    Sie haben jetzt sehr schön dargestellt, weshalb der Staat die Banken rettet.
    Nämlich nicht, wie hier und in weiten Teilen der Restwelt vermutet, um den "Bank-Ganoven" die Raffke-Hälse aus der Schlinge zu ziehen, sondern weil klein-Michel und Milchmädchen-Micheline sich andernfalls die Hosen vollmachen, wenn sie am Automaten leer ausgehen!

    Und was fuer eine Schule macht den dieses Verhalten. Man konnte sich erst Villa Fortune mit risikoreichen Investment leisten also hat man sie abzugeben jetzt wo klar ist was es anrichtete. Aber da darf der Staat zahlen. Und wenn der kleine wieder was vom grossen will ist das schallende Lachen bis zur venus zu hoeren. Ich kann mir nicht vorstellen das Sie bewusst nachdenken. Tut mir leid. Denn hier wuerde der grosse zum kleinen dann sagen. Gehe arbeiten und verdiene dir deinen erfolg, alles andere ist umverteilung. das geht wirklich nicht.

    Maximus Successus

    ist das denn in der sogenannten "zivilisierten Welt" verboten? Gaza ist nur ein Zoo, Iraq nur eine Fatamorgana, Kongo ein Zufall? Wir sind ja sooooo zivilisiert §£$€ :-)

  6. Wenn man alle Banken verstaatlicht so sieht es ja auch aus, dann hat man alles Geld und das System wuerde sich tragen.

    Maximus Successus

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    Das perfide ist, daß es sich selbst dann nicht auf Dauer tragen würde:
    Das über Schulden geschöpfte Geld fordert Zinsen ein, und diese Zinsen können nur durch neu geschöpftes Geld (und damit über neue Zinsen) beglichen werden.

    Dieses Problem ist sogar völlig unabhängig davon, daß der Kapitaldienst beständig über Null liegt und seinen Tribut einfordert, während die Realwirtschaft niemals auf Dauer exponentiell wachsen kann.

    Das Verfallsdatum ist im System eingebaut.

    Oder wie Henry Ford gerne zitiert wird:
    It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.

    Das perfide ist, daß es sich selbst dann nicht auf Dauer tragen würde:
    Das über Schulden geschöpfte Geld fordert Zinsen ein, und diese Zinsen können nur durch neu geschöpftes Geld (und damit über neue Zinsen) beglichen werden.

    Dieses Problem ist sogar völlig unabhängig davon, daß der Kapitaldienst beständig über Null liegt und seinen Tribut einfordert, während die Realwirtschaft niemals auf Dauer exponentiell wachsen kann.

    Das Verfallsdatum ist im System eingebaut.

    Oder wie Henry Ford gerne zitiert wird:
    It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.

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