Amoklauf Blutbad in belgischem Kinderhort

Ein Amokläufer hat in einer Kindertagesstätte in Ostflamen drei Menschen getötet. Der vermutlich psychisch kranke Täter wurde festgenommen

Unter den Opfern in Dendermonde bei Gent seien zwei Kinder und ein Erwachsener, sagte Innenminister Guido De Padt. Der möglicherweise psychisch kranke Täter habe zunächst fliehen können, sei aber inzwischen gefasst worden. Es gebe etwa zehn Verletzte, berichtete der Rundfunksender VTM. Vier Menschen seien schwer verletzt. In Belgien herrschte Entsetzen. De Padt sprach von einer "Hölle" für die Eltern.

Der Täter war Zeugenaussagen zufolge am Morgen auf einem Fahrrad vor der Kindertagesstätte vorgefahren. Er soll sehr hager sein, mit knallroten Haaren und mit schwarzen und weißen Streifen im Gesicht geschminkt. Mit einem langen Messer bewaffnet drang er in die Kinderkrippe ein und stach um sich.

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"Einige der Kinder haben leider schwere Verletzungen", sagte eine Sprecherin des örtlichen Sankt-Blasius-Krankenhauses. Der Mann soll in psychiatrischer Behandlung gewesen sein, berichtete der Rundfunksender VRT. Dies sei aber noch unklar.

Vor dem Ort der Schreckenstat versammelten sich zahlreiche entsetzte Eltern. Es habe Chaos und Panik geherrscht, berichtete VRT-Korrespondent Luk De Wilde. "Das Entsetzen ist enorm", sagte Bürgermeister Piet Buyse. 

Katastrophenalarm wurde ausgelöst. Polizei und Rettungskräfte veröffentlichten zwei Notfall-Telefonnummern und richteten ein Betreuungszentrum ein. Innenminister De Padt zeigte sich bestürzt und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. "Ich bin völlig fassungslos, und meine Gedanken gelten nun in erster Linie den Eltern, die diese Hölle mitmachen müssen."

Die Polizei hatte einen Polizeihubschrauber und Spürhunde eingesetzt, um den Täter zu suchen. Er sei zunächst auf seinem Fahrrad geflohen, aber schließlich in einem anderen Stadtteil von Dendermonde gefasst worden, berichtete VRT. Bei seiner Festnahme sei er verletzt worden. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

 
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