DFB-Pokal, Achtelfinale Bayer siegt beim "Heimdebüt"

Die Leverkusener gewannen ihr erstes Spiel in Düsseldorf. Zweitligist Wehen-Wiesbaden schaltete den KSC aus. Bremen und Wolfsburg stehen ebenfalls im Viertelfinale.

Bayer Leverkusen - Energie Cottbus 3:1

Bayer Leverkusens erster Betriebsausflug nach Düsseldorf wurde zur gelungenen Ballnacht. Bei der Premiere in der temporären Wahlheimat erreichte die Werkself mit teilweise rasantem Tempo- und Kombinationsfußball das Viertelfinale. Vor 16.000 Zuschauern in Düsseldorf, wegen der Modernisierung der BayArena bis zum Saisonende Heimstätte der Leverkusener, trafen Partrick Helmes (12.), Michal Kadlec (29.) und Renato Augusto (43.). Das Gegentor für die enttäuschenden Gäste markierte Ervin Skela (90.+1).

"Wir wollten unbedingt in der neuen Arena auf Düsseldorf einen guten Start haben, und das ist uns gelungen. Wir haben nahtlos an die Vorbereitung angeknüpft und viele Dinge umgesetzt, die man gegen solch einen Gegner umsetzen muss", lobte Leverkusens Coach Bruno Labbadia. Torjäger Helmes bilanzierte lapidar: "Der Umzug war einfach. Wir sind in einem neuen Stadion und freuen uns drauf. Wir haben verdient gewonnen." Nebenbei rehabilitierte sich der Favorit auch noch für das enttäuschende 1:1 in der letzten Hinrunden-Partie gegen die Lausitzer. Bayers Sportdirektor Rudi Völler nennt das Ausweichen in die 40 Minuten entfernte Landeshauptstadt "ein großes Abenteuer". Selbst der Kabinentrakt in Düsseldorf wurde extra für diese Partie mit Fotos der Bayer-Profis dekoriert.

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Von einem befürchteten "Fremdeln" war dann auch nichts zu sehen. Von Beginn an waren die Leverkusener wesentlich präsenter, und konnten nach zwölf Minuten den ersten Torerfolg feiern. Nach einer Pass-Kombination zwischen Arturo Vidal und Tranquillo Barnetta kam Helmes zum Schuss und erzielte sein 14. Pflichtspieltor in dieser Saison. Der Führungstreffer diente als Ouvertüre eines ansehnlichen Bayer-Offensivspiels, 16:0-Torschüsse verbuchte Leverkusen allein vor der Pause. Das 2:0 durch Kadlec nach einer Ecke und das 3:0 nach einem 60-Meter-Solo von Renato Augusto waren die logische Konsequenz. Nur mit ihren Großchancen gingen die Künstler etwas zu verschwenderisch um. Kadlec und Helmes ließen gegen die konfus auftretenden Cottbusser weitere Hochkaräter aus.

In der Defensive wurde Bayers Viererkette um Rückkehrer Lukas Sinkewiecz, der nach einem Kreuzbandriss erstmals seit einem halben Jahr in der Anfangself stand, überhaupt nicht gefordert. Cottbus spielte wie ein Absteiger. Passiv und ideenlos grenzte die Vorstellung des Drittletzten teilweise an Arbeitsverweigerung. Nach der Pause beschränkte sich Bayer auf Ergebnisverwaltung und schonte sich für das Spiel gegen Dortmund am Samstag.

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