Flüge gestrichen Flugbegleiter der Lufthansa streiken
Ausstand an Deutschlands größtem Airport: Die Flugbegleiter der Lufthansa fordern 15 Prozent mehr Lohn. 44 Flüge in Frankfurt fielen aus
Um 6:15 Uhr hatten die ersten Flugbegleiter der Lufthansa die Arbeit niedergelegt, teilte ein Sprecher der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) mit. Der Warnstreik dauerte drei Stunden und sollte der Gewerkschaftsforderung nach Tariferhöhungen und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen. Insgesamt verlangt Ufo ein Plus von etwa 15 Prozent bei einer Tarif-Laufzeit von einem Jahr.
Die Lufthansa hatte nach eigenen Angaben ein Gesamtpaket von rund zehn Prozent einschließlich einer Ergebnisbeteiligung bei einer Laufzeit von 14 Monaten vorgelegt. Die von Lufthansa mit der Gewerkschaft Verdi im Sommer nach massiven Streiks abgeschlossenen Tarifverträge sieht Ufo für sich nicht als bindend an.
Wegen des Warnstreiks hat die Fluggesellschaft bislang 40 Flüge am Freitag von und nach Frankfurt gestrichen. Es handele sich ausschließlich um Kurz- und Mittelstreckenflüge, sagte eine Sprecherin.
"Damit ist der Mythos ausgeräumt, dass die Kabine nicht streiken kann", sagte ein Ufo-Sprecher. Man erwarte nun von der Lufthansa ein Signal, sonst werde es kurzfristig weitere Streikaktionen geben. Eine Lufthansa-Sprecherin forderte die Ufo-Delegation hingegen auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und den Tarifstreit nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen. Diesen wurden alternative Flüge, Bahnverbindungen und Stornierungen angeboten.
Von den 16.000 Lufthansa-Flugbegleitern sind rund 70 Prozent bei Ufo organisiert.
- Datum 23.01.2009 - 13:18 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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