Leutheusser
ZEIT ONLINE: Sie trommeln seit Jahren gegen die elektronische Gesundheitskarte. Warum?
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Weil der Schaden größer ist als der Nutzen.
ZEIT ONLINE: Welche Risiken stecken für Sie in der Karte?
Leutheusser-Schnarrenberger: Die Risiken liegen auf der Hand: Patientendaten, Krankenakten, die zentral gespeichert werden, sind ein neuer Teil des Datenberges. Eine zentrale Datensammlung, die von nahezu zwei Millionen zugriffsberechtigten Stellen abrufbar sein könnte, erhöht das Missbrauchsrisiko über alle Maße.
ZEIT ONLINE: In wieweit ist die Gesundheitskarte gegen diese Risiken geschützt?
Leutheusser-Schnarrenberger: Seit Jahren ist die Gesundheitskarte über die Projektphase nicht hinausgekommen – gerade auch, weil die Probleme des Datenschutzes nicht vollständig ausgeräumt werden können.
- Datum 28.01.2009 - 14:46 Uhr
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