Integrationsstudie Sitzen bleiben im Fach Integration

Pünktlich zu den Halbjahreszeugnissen haben wir Türken einen Blauen Brief aus Berlin bekommen. Wie konnte das passieren?

Mischehen Türken Deutsche
Wenn Türken Deutsche heiraten, gilt das als ein Kriterium für gelungene Integration

Wenn Türken Deutsche heiraten, gilt das als ein Kriterium für gelungene Integration

Uups. Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung bescheinigt uns, das Schlusslicht im Migrantenranking zu sein . Versetzung gefährdet im Fach Integration! Dagegen haben es unsere ehemaligen Gastarbeiter-Kollegen, die Italiener, Portugiesen und Griechen zum Klassenprimus gebracht; und selbst die Aussiedler, die nach uns gekommen sind, zeigen uns, was eine Harke, äh, ich meine, ein Sauerbraten ist.

Wie konnte das passieren? Wir geben uns doch so viel Mühe! Wir fahren im Straßenverkehr auf der rechten Seite, schicken unsere Kinder zur Schule, richten unsere Wohnungen mit Eiche-Schrankwänden und Spitzendeckchen ein und haben uns sogar abgewöhnt, im Badezimmer Lämmer zu schächten. Das Putzen hinterher war auch wirklich nicht schön.

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Und jetzt das.

Schauen wir uns doch mal die Kriterien an, die beim „Index zur Messung von Integration“ berücksichtigt wurden. Da geht es um den Bildungsstand, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Frage, wie sehr sich Einwanderer und Eingeborene, beispielsweise durch Heirat annähern.

Lassen wir mal Bildungsstand und Arbeitsmarkt beiseite und reden Klartext.

Die Kölümne
Die Kölümne

Deniz Baspinar schreibt über Deutschland und Deutsche mit und ohne Hintergrund; lesen Sie hier mehr aus der Serie  Kölümne

Die Sache mit dem „sich annähern“, da bekennen wir uns schuldig. Wir haben es versucht, wirklich. Wir haben alle kulturell erlernten Regeln zum Verhältnis von Männern und Frauen über Bord geworfen. Wir haben unsere Brüder und Väter angelogen.

Wir sind mit deutschen Männern ausgegangen, haben uns angehört, dass sie nach ihrer letzten Beziehung, die erst fünf Jahre her ist, sich noch nicht wieder auf etwas Neues einlassen können. Wir sind vor Scham im Boden versunken, als der Kellner alles auseinander rechnen musste, weil er getrennte Rechnungen forderte. Und wir haben es offensichtlich nicht in ausreichender Zahl geschafft, diese Männer zum Standesamt zu schleppen, damit die Heirat in die Integrationsstatistik eingeht.

Wirklich Mädels, Schande über uns!

Aber wir geloben Besserung. Ein Blauer Brief ist ein Warnschuss, aber noch nicht das Ende. Wir geben nicht auf. Wir wollen nicht sitzen bleiben im Fach Integration.

 
Leser-Kommentare
    • aadam
    • 27.01.2009 um 12:35 Uhr

    Naja. Bedingt witzig und tendenziell Geschichtsfälschung, denn so wie beschrieben läuft es zwischen türkischen Mädels und deutschen Jungs doch eher nicht.

  1. Klar ist das mit dem Ausgehen und den deutschen Männern schwierig, aber davon können deutsche Frauen auch ein Lied singen. Vielleicht haben Sie vergessen, den "ins Auge Gefassten" (Aua) mitzuteilen, dass das mit dem Schächten in ihrer Familie kein Muss mehr ist? Aber Sie haben Recht, die Kerle hätten ja fragen können, wenn ihnen was unklar ist. Nun aber:

    "Wir geben uns doch so viel Mühe! Wir fahren im Straßenverkehr auf der rechten Seite, schicken unsere Kinder zur Schule, richten unsere Wohnungen mit Eiche-Schrankwänden und Spitzendeckchen ein und haben uns sogar abgewöhnt, im Badezimmer Lämmer zu schächten. "

    Das stimmt ja so nun wirklich nicht! Im Straßenverkehr fahren Sie grundsätzlich in der Mitte, Geschwindigkeit halten Sie nach Gefühl, denn den Tacho haben Sie durch den in der Armaturenmulde liegenden Koran verdeckt und Blinker verwenden Sie auch nicht.

    Die Kinder schicken Sie in die Schule, na klar, aber mindestens ein Drittel nicht bis zum Schluss bzw. Abschluss und das nimmt man natürlich übel hierzulande, wo alles seine Ordnung und seinen Anfang und sein Ende haben muss.

    Eiche-Schrankwände hatten unsere Omas - wollen Sie wirklich mit Männern ausgehen, die Frauen mit dem Geschmack ihrer Großmütter bevorzugen? Lassen Sie uns doch einfach mal gemeinsam IKEA aufsuchen. Da gibt es auch nette Tischläufer und Sie können auf ihre abschreckenden Spitzendeckchen mit Halbmond und Stern verzichten.

    Nochmal zum Schächten: H a b e n Sie denn nach ihrem d e f i n i t i v letzten Schächten das Badezimmer auch wirklich geputzt? Und wie ist das eigentlich mit den Ehrenmorden? Deutsche Männer haben nach einer Emnid-Umfrage erhebliche Bedenken, wenn sie per Einheiratung in osmanische Familien die Bereitschaft zum Begehen von Ehrenmorden zeigen sollen!

    Ist also alles schwierig mit der Integration. Aber wenn wir uns alle auf der Basis hier treffen können, ist der erste Schritt schon getan und der Blaue Brief wird vielleicht zum Denkanstoß abgemildert? In diesem Sinne: Merhaba! Inshalla mutluszunus! Oder so ähnlich, mein Türkisch ist wirklich nicht integrationstauglich, ich geb´s zu ...

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    gewordener deutscher Vater seine ganze Familie abmurkst, dann ist das natürlich kein Ehrenmord. Was denn sonst: er fühlt sich in seiner Ehre gekränkt, oder?

    gewordener deutscher Vater seine ganze Familie abmurkst, dann ist das natürlich kein Ehrenmord. Was denn sonst: er fühlt sich in seiner Ehre gekränkt, oder?

  2. Ein netter ironischer Kommentar doch leider in einem Stil geschrieben der eher auf den Trotz eines kleinen Kindes, welches sich zu recht zu verantworten hat, hinweist als auf Konstruktivität setzt. Die deutschen Männer dürfen in diesem Fall natürlich auch nicht als an diesem "Umstand" Schuldige fehlen.
    Über die Erhebungsmerkmale die bei der Studie verwendet wurden kann man streiten, ich denke aber, daß sie durchaus ihre Berechtigung haben und höchst wahrscheinlich schon in anderen ähnlich gearteten Studien erprobt wurden. Mein subjektiver Eindruck ist der, daß es Menschen die aus orientalisch geprägten Kulturen kommen schwerer fällt sich anzupassen als Kulturen die uns nicht nur von der Entfernung her betrachtet näher sind (Griechen, Franzosen, Engländer, Skandinavier, Italiener etc.). Allerdings wird die kulturelle Herkunft viel zu "stiefmütterlich" behandelt. Multikulti das Leben mehrerer Kulturen nebeneinander kann nicht funktionieren wenn diese keine Solidarität keine Liebe(Durkheim) auf irgendeine Art und Weise zueinander hegen, und wenn diese Solidarität wächst wachsen dann nicht auch die Kulturen zwangsläufig zu einer zusammen(Assimilation und Kompromiß)? Eine weitere Frage wäre, in wie weit steht die zugewanderte K. bzw. die Kulturträger in der Pflicht sich der "heimischen" K. anzupassen "sich assimilieren zu lassen"? Was muß die „heimische“ Kultur an Kompromissen eingehen und was nicht? Ist die erhebliche Ghettobildung nicht schon ein massiver Hinweis darauf, daß eine Integration nie stattgefunden hat? Wie soll man diesem begegnen oder hat sich Deutschland nicht schon übernommen? Können wir unseren westlichen Wertekanon erhalten? Ich hoffe ja, als „Eingeborener“ dieser Wertesphäre ist es mir zwar vorstellbar auch in anderen zu leben, aber sicher nicht wünschenswert!

  3. Wenn es so schön mit der Integration der Türken in Deutschland klappt und die sich so sehr angestrengt haben, wie kommt es dann, daß die Deutschen in den Großstädten was ganz anderes erleben?

    Dieser Artikel deutet auf ein grundlegendes Problem hin: Nämlich der reflexhaften Identifikation und der Wagenburgmentalität, die automatisch greift, wenn Kritik am Verhalten der Türken in Deutschland geäußert wird. Wieso schreibt Frau Baspinar "Wir Türken", wenn sie doch mit dieser Kritik offenbar nicht gemeint ist? Es wäre konstruktiver und besser für das Verhältnis zur einheimischen Gesellschaft, wenn sie sich vom integrationsfeindlichen Verhalten derjenigen Türken distanzieren würde, die Gegenstand der Kritik sind.

    Generell frage ich mich, warum der Artikel überhaupt geschrieben wurde. Wenn sich die Autorin als Teil dieser Gesellschaft fühlt, dann sieht sie auch als Deutsche. Die Tatsache, daß sie sich mit ihrer eigenen Person schützend vor all diejenigen Türkischstämmigen stellt, deren Verhalten das Verhältnis zwischen Türken und Deutsche auf das Schwerste belastet, zeigt, daß sie offenbar noch dem Herkunftsland verhaftet ist.

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    "Die Tatsache, daß sie sich mit ihrer eigenen Person schützend vor all diejenigen Türkischstämmigen stellt, deren Verhalten das Verhältnis zwischen Türken und Deutsche auf das Schwerste belastet, zeigt, daß sie offenbar noch dem Herkunftsland verhaftet ist."

    Genau. Und das wird hierzulane mit Ausgrenzung bestraft.

    Wo kämen wir denn hin...

    [Entfernt wg. Doppelpostings. /Die Redaktion pt.]

    "Die Tatsache, daß sie sich mit ihrer eigenen Person schützend vor all diejenigen Türkischstämmigen stellt, deren Verhalten das Verhältnis zwischen Türken und Deutsche auf das Schwerste belastet, zeigt, daß sie offenbar noch dem Herkunftsland verhaftet ist."

    Genau. Und das wird hierzulane mit Ausgrenzung bestraft.

    Wo kämen wir denn hin...

    [Entfernt wg. Doppelpostings. /Die Redaktion pt.]

    • amras
    • 27.01.2009 um 13:21 Uhr
    5. ...

    Dieser Kommentar ist wieder mal völlig überflüssig - allerdings schon interessant wie hier versucht wird die Deutschen für dumm zu verkaufen.
    Interkulturelle Beziehungen - und zwar in beide Richtungen (also nicht nur Araber/Türke findet dt. Mädchen und sie unterwirft sich brav den islamischen Spielregeln) sind der entscheidende Ansatz für die Integration von Einwandern aus einer fremden Kultur. Wahrscheinlich sogar noch wichtiger als die Sprache.
    Dass dies im Falle der türkisch/arabischen Einwanderer nicht funktioniert ist aber wohl weniger die Schuld der bösen dt. Männer - auch wenn das Frau Baspinar gern so hätte.
    Ist es nicht eher so, dass den meisten muslimischen Mädchen schon von frühester Kindheit an eingetrichtert wird, sich ja von nichtmuslimischen Jungs fernzuhalten, wenn sie mal gute Muslimas werden wollen? Den Wenigen die sich dieser Indoktrination entziehen können und auch nicht in arrangiert verheiratet werden, wird leider oft genug das Leben zur Hölle gemacht. Und falls die Beziehung zu "dem Deutschen" das auch aushält und wider Erwarten eine Hochzeit sich anbahnt, drängt man sehr gern den potent. Schwiegersohn seinerseits zum Islam zu konvertieren -- was dann im Endeffekt meist dazu führt, dass dieser sich in die türk./arab. Gemeinschaft integriert und nicht umgekehrt...

    So lange sich diese Zustände nicht ändern, fallen interk. Ehen als Integrationsfaktor völlig aus. Im Gegenteil - sie bleiben eher ein Instrument um sich weiterhin abzukapseln (und auszubreiten).

  4. Ich verstehe nicht ganz, warum dieser Zeit Kommentar so auf interkulturellen Beziehungen herumreitet. Ich finde für eine positive Zukunftsaussicht die Untersuchungen des schlechten Bildungsstandes (30% schaffen nicht mal den Hauptschulabschluss!) viel bedenklicher. Schon mit Hauptschulabschluss sind viele Berufe nicht mehr erlangbar, ohne schon gar nicht. Entsprechend wundert es nicht, dass in dieser Bevölkerungsgruppe besonders viele Harz IV Empfänger sind.

    Zum Schluss muss ich trotzdem nochmal auf die interkulturellen Beziehungen zurückkommen, weil ich persönlich erlebt habe, wie ein 17 jähriges Mädchen mit dem Tode & Zwangsheirat bedroht wurde, weil sie einen nicht muslimischen Freund hatte. Das Mädchen hat von heute auf morgen von ihre Familie verloren und konnte nicht mehr zurück, weil ihr Leben bedroht war!

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    Zum Schluss muss ich trotzdem nochmal auf die interkulturellen Beziehungen zurückkommen, weil ich persönlich erlebt habe, wie ein 17 jähriges Mädchen mit dem Tode & Zwangsheirat bedroht wurde, weil sie einen nicht muslimischen Freund hatte. Das Mädchen hat von heute auf morgen von ihre Familie verloren und konnte nicht mehr zurück, weil ihr Leben bedroht war!
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    Und warum ist das so? Weil wir uns von diesen Verfassungsfeinden auf der Nase herumtrampeln lassen. In Berlin erschießt ein degenerierter Gerade-mal-Erwachsener seine Schwester, weil sie ihm zu deutsch war. Man muss grundsätzlich davon ausgehen, dass es sich dabei um eine im Milleu verwurzelte Tat handelt. Mit anderen Worten: Das hat er nicht gemacht, weil er selber ein bisschen bescheuert ist - darf man das in "alle sind gleich und lieb"-Deutschland über Leute sagen, die aus niederen Beweggründen morden, oder gefährdet das die Persönlichkeitsrechte des so rechteversessenen Mörders? -, sondern weil es ihm so eingetrichtert wurde. Und was passiert denen, die dieses Monster herangezüchtet haben? Nichts. Und das wissen sie. Kommen sie in den Knast, fliegen sie raus? Nein, sie bekommen weiter Geld vom Steuerzahler.

    Wie viel gehört dazu, als Vater in einer patriachalischen Kultur seine Söhne so zu erziehen, dass sie nicht zu kulturellen Mördern werden? Gar nichts. Wer nicht mal dazu bereit ist (und heute niemand rum, dass er damit nicht gerechnet hat und nicht rechnen konnte), hat sein Recht verwirkt, hier zu leben. Da darf man dann gerne mal die Beweislast umkehren.

    Wo sind denn die Ansätze der zwei Millionen Türken in Deutschland, das Problem mal in den Griff zu bekommen? Muss ihnen das alles von der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen werden? Integrationswille sieht anders aus.

    Den Königsweg der Integration, vor allem der Unterbindung von Kulturtyrannei, kenne natürlich auch ich nicht. Aber wie wäre es denn mal mit einer öffentlichen Veranstaltung, auf der sich die "Gefährder" vor ihren eigenen Leuten zur persönlichen Freiheit und Integration bekennen dürfen? Ist es zu viel verlangt, dass ein Türke öffentlich bekennt, dass er nichts dagegen unternimmt, wenn seine Tochter einen nichtmuslimischen Freund hat oder sogar heiratet? Ist das zu viel verlangt vom zerbrechlichen Türkenego, nur weil die Deutschen das nicht machen "müssen", die Italiener und Griechen auch nicht? Wie lächerlich ist es, so zu tun, als wären alle gleich? Und muss sich der gut integrierte Türke, der da mitmacht, wirklich persönlich angegriffen fühlen? Kann er nicht stolz darauf sein, dass ihn so ein Bekenntnis keine Überwindung kostet, und sich darüber freuen, dass er einen vielleicht wichtigen Beitrag leistet?

    Wenn wir anfangen, die Unterdrücker und Freiheitsverächter unter Druck zu setzen, auch öffentlich, dann wird sich etwas ändern (anders gesagt: Wenn wir endlich unserer SchutzPFLICHT gegenüber den Kindern nachkommen). Und zwar weitaus schneller, als wenn man jetzt auf die Behebung des Bildungsmissstands setzt (was natürlich trotzdem erforderlich ist).

    Ich hoffe, dass man im ZEIT-Forum nicht extra darauf hinweisen muss, dass solche Forderungen nicht mit einer "Ausländer raus!"-Attitüde einhergehen müssen.

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    Zum Schluss muss ich trotzdem nochmal auf die interkulturellen Beziehungen zurückkommen, weil ich persönlich erlebt habe, wie ein 17 jähriges Mädchen mit dem Tode & Zwangsheirat bedroht wurde, weil sie einen nicht muslimischen Freund hatte. Das Mädchen hat von heute auf morgen von ihre Familie verloren und konnte nicht mehr zurück, weil ihr Leben bedroht war!
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    Und warum ist das so? Weil wir uns von diesen Verfassungsfeinden auf der Nase herumtrampeln lassen. In Berlin erschießt ein degenerierter Gerade-mal-Erwachsener seine Schwester, weil sie ihm zu deutsch war. Man muss grundsätzlich davon ausgehen, dass es sich dabei um eine im Milleu verwurzelte Tat handelt. Mit anderen Worten: Das hat er nicht gemacht, weil er selber ein bisschen bescheuert ist - darf man das in "alle sind gleich und lieb"-Deutschland über Leute sagen, die aus niederen Beweggründen morden, oder gefährdet das die Persönlichkeitsrechte des so rechteversessenen Mörders? -, sondern weil es ihm so eingetrichtert wurde. Und was passiert denen, die dieses Monster herangezüchtet haben? Nichts. Und das wissen sie. Kommen sie in den Knast, fliegen sie raus? Nein, sie bekommen weiter Geld vom Steuerzahler.

    Wie viel gehört dazu, als Vater in einer patriachalischen Kultur seine Söhne so zu erziehen, dass sie nicht zu kulturellen Mördern werden? Gar nichts. Wer nicht mal dazu bereit ist (und heute niemand rum, dass er damit nicht gerechnet hat und nicht rechnen konnte), hat sein Recht verwirkt, hier zu leben. Da darf man dann gerne mal die Beweislast umkehren.

    Wo sind denn die Ansätze der zwei Millionen Türken in Deutschland, das Problem mal in den Griff zu bekommen? Muss ihnen das alles von der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen werden? Integrationswille sieht anders aus.

    Den Königsweg der Integration, vor allem der Unterbindung von Kulturtyrannei, kenne natürlich auch ich nicht. Aber wie wäre es denn mal mit einer öffentlichen Veranstaltung, auf der sich die "Gefährder" vor ihren eigenen Leuten zur persönlichen Freiheit und Integration bekennen dürfen? Ist es zu viel verlangt, dass ein Türke öffentlich bekennt, dass er nichts dagegen unternimmt, wenn seine Tochter einen nichtmuslimischen Freund hat oder sogar heiratet? Ist das zu viel verlangt vom zerbrechlichen Türkenego, nur weil die Deutschen das nicht machen "müssen", die Italiener und Griechen auch nicht? Wie lächerlich ist es, so zu tun, als wären alle gleich? Und muss sich der gut integrierte Türke, der da mitmacht, wirklich persönlich angegriffen fühlen? Kann er nicht stolz darauf sein, dass ihn so ein Bekenntnis keine Überwindung kostet, und sich darüber freuen, dass er einen vielleicht wichtigen Beitrag leistet?

    Wenn wir anfangen, die Unterdrücker und Freiheitsverächter unter Druck zu setzen, auch öffentlich, dann wird sich etwas ändern (anders gesagt: Wenn wir endlich unserer SchutzPFLICHT gegenüber den Kindern nachkommen). Und zwar weitaus schneller, als wenn man jetzt auf die Behebung des Bildungsmissstands setzt (was natürlich trotzdem erforderlich ist).

    Ich hoffe, dass man im ZEIT-Forum nicht extra darauf hinweisen muss, dass solche Forderungen nicht mit einer "Ausländer raus!"-Attitüde einhergehen müssen.

  5. ....wenn ich da jetzt Ironie herauslesen soll, dann doch eine recht plumpe! Was die Kölümmnistin (mir sträuben sich da schon die Nackenhaare) so auf recht einfältige Art und Weise zum besten gibt, konterkariert höchstens sich selbst und die Verwunderung über den recht ernsten Anlaß. Die Maßstäbe zur Erfaßung eines sozialen Habitus und dessen Vergleich mögen hinterfragbar sein, aber nicht einfach nur so herausgepickt, zu polemisieren, um mit dem Verweis auf ein fragwürdiges Detail das Gesamtergebnis zu leugnen!

    Lese ich doch lieber den Blog vom TSG!

  6. 8. Aha!

    "Die Tatsache, daß sie sich mit ihrer eigenen Person schützend vor all diejenigen Türkischstämmigen stellt, deren Verhalten das Verhältnis zwischen Türken und Deutsche auf das Schwerste belastet, zeigt, daß sie offenbar noch dem Herkunftsland verhaftet ist."

    Genau. Und das wird hierzulane mit Ausgrenzung bestraft.

    Wo kämen wir denn hin...

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