Kongo Rebellenchef Nkunda festgenommen
Er wird verantwortlich gemacht für Folter, Vergewaltigung und Mord. Menschrechtler fordern, den Rebellengeneral vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu stellen

© Roberto Schmidt/AFP/Getty Images
Laurent Nkunda spricht zu seinen Anhängern in der nordkongolesischen Stadt Rutshuru
Truppen aus dem Kongo und Ruanda haben nach eigenen Angaben den kongolesischen Rebellenführer Laurent Nkunda festgenommen. Das berichtete der britische Rundfunksender BBC. Nkunda sei während eines gemeinsamen Militäreinsatzes beider Länder in der Nacht zu Freitag auf ruandischem Boden ergriffen worden, teilte der gemeinsame Führungsstab mit. Nkunda sei in das Nachbarland geflohen, nachdem er sich zuvor mit seinen Kämpfern den Truppen entgegengestellt habe.
Der 41-Jährige ist der Führer der CNDP, der größten von zahlreichen kongolesischen Rebellengruppen, und hatte mit seinen Kämpfern im vergangenen August eine neue Offensive begonnen. Nkundas Rebellen und Regierungssoldaten lieferten sich heftige Gefechte in der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Mehr als 250.000 Menschen wurden vertrieben.
Rund 3500 Soldaten aus Ruanda hatten sich daraufhin den dortigen Regierungstruppen angeschlossen, um den Frieden in dem Krisengebiet wieder herzustellen und die Tutsi-Rebellen von Nkunda zu entwaffnen. Die kongolesische Regierung hatte dem Nachbarland Ruanda lange vorgeworfen, Nkunda zu unterstützen.
Nkundas Aufstand begann vor vier Jahren. Die Gründe für seine Rebellion liegen in ungelösten ethnischen und politischen Fragen, die die Region seit knapp fünfzehn Jahren zu einem Pulverfass in Afrika machen.
Menschenrechtler werfen Nkundas Kämpfern Folter, Vergewaltigungen und Morde vor und fordern, den Rebellengeneral vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu stellen.
Ein mit Nkunda verbündeter Rebellenführer bestritt die Festnahme Nkundas am Freitagmittag. Er halte sich zu Konsultationen im Nachbarland auf.
- Datum 20.04.2009 - 16:03 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Oder warum kooperieren die neuerdings. Obwohl: An Kooperation glaub ich erst, wenn dieser Massenmörder in Den Haag steht.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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