Wirtschaftskrise "Die Talsohle ist bald erreicht"
Die deutsche Wirtschaft könnte sich bereits im Sommer stabilisieren, meint der Ökonom Michael Hüther. Zugleich fordert er mehr Hilfen für die Banken

© 3format/ Quelle: Photocase
Die deutschen Konsumenten trotzen weiter der Krise
ZEIT ONLINE: Herr Hüther, die Konjunktur-Erwartungen der deutschen Unternehmen haben sich leicht verbessert. Ist das Anlass zur Hoffnung?
Michael Hüther: Es ist ein leichtes Zeichen der Entspannung. Ich halte es mittlerweile für plausibel, dass wir im Frühsommer die Talsohle erreicht haben werden. Das heißt nicht, dass die Welt dann in Ordnung ist. Der Absturz der vergangenen Monate bleibt dramatisch. Aber die Chancen stehen gut, dass die deutsche Wirtschaft noch in diesem Jahr die Wende schafft.
ZEIT ONLINE: Woher kommt ihr Optimismus?
Hüther: Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Politiker überall auf der Welt entschlossen und wirksam handeln können. Im Februar wird die amerikanische Regierung ein gewaltiges Konjunkturpaket auflegen, um die Wirtschaft zu stützen. Es würde mich wundern, wenn sich das verflüchtigt. Es wird von der Mitte des Jahres an auch unserer Exportwirtschaft helfen. Das ist die Botschaft dieser Krise: Der Staat kann in Phasen der Rezession Brücken bauen. In Deutschland etwa mit dem Beschluss, Kurzarbeitergeld zu gewähren.
ZEIT ONLINE: Tut die deutsche Regierung denn genug für die Konjunktur?
Hüther: Ich halte bei aller Detailkritik das Vorgehen der Bundesregierung für angemessen. Womöglich hätte sie an einigen Stellen ihr Tun besser kommunizieren müssen. Unterm Strich aber handelt die Regierung verantwortlich.
ZEIT ONLINE: Gehen Sie davon aus, dass das deutsche Konjunkturprogramm wirken wird?
Hüther: Ja, weil es positive Entwicklungen unterstützt. Die Entlastungen bei den Steuern und den Sozialabgaben tragen dazu bei, den privaten Konsum in Gang zu bringen. Der ist dank der Tariflohnsteigerungen des vergangenen Jahres und der sinkenden Rohstoffpreise ohnehin bemerkenswert stabil. Hinzu kommt, dass die Beschäftigung in Deutschland weiter hoch ist und auch relativ hoch bleiben wird. In diesem Jahr wird die Arbeitslosigkeit nach unseren Prognosen um etwa 400.000 ansteigen. Das ist im Vergleich zu früheren Reaktionsmustern wenig.
ZEIT ONLINE: Dennoch könnten sich all ihre Prognosen als Makulatur erweisen. Denn noch immer schlummern gewaltige Risiken in den Bankbilanzen.
Hüther: Ja. Deshalb muss der Staat auch hier entschlossen handeln.
ZEIT ONLINE: Konkret?
- Datum 29.01.2009 - 08:41 Uhr
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Hüther hat sich bereits in der Vergangenheit durch seine zu optimischen Konjunkturprognosen unglaubwürdig gemacht. Nun, wo die Rezession da ist, leugnet er sie zwar nicht, sieht aber das nahe Ende der Krise kommen. Diese Vorgehensweise kennen wir aus der letzten Wirtschaftskrise von 2001 bis 2004. Immer wurde der Aufschwung vorhergesagt, aber er kam nicht. Mit dabei: Hüthers IdW.
Kommen mir solche Ökonomen vor wie die Apologeten des Endsiegs, die noch davon träumten, als die Granaten der russischen Artillerie bereits in Berlin einschlugen. Amüsant sind solche Typen allemal.
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Vergleiche dieser Art. Vielen Dank. Die Redaktion/jk)
"Die Talsohle ist bald erreicht"
"Dennoch könnten sich all ihre Prognosen als Makulatur erweisen. Denn noch immer schlummern gewaltige Risiken in den Bankbilanzen.
Hüther: Ja. Deshalb muss der Staat auch hier entschlossen handeln."
Hinterher war es mal wieder die Politik die nicht entschlossen genug, zu früh, zu spät oder gar nicht gehandelt hat ...
Was soll der ganze Wind? Warum nicht gleich den notorischen Sinn fragen? Oder FORSA oder eine Kristallkugel mit Kaffeesatz bekleckern?
ZEIT ONLINE: Noch mal: Warum sollte der Steuerzahler für die Verfehlungen der Banken aufkommen?
Hüther: Weil es nicht anders geht. Natürlich tragen die Banken eine große Verantwortung für den Mist, der jetzt in ihren Bilanzen steckt.
.... und wo sind die Konsequenzen für die Banken beziehungsweise für deren Vorstände und Aufsichtsräte? Es geht nicht anders. Da noch ruhig zu bleiben ...
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
oft genug irren, eigentlich ihren Job ? Wenn dies so wäre , hätten wir wesentlich vorsichtiger formulierte Texte von Wirtschaftswissenschaftlern und Leuten , die uns eigentlich informieren sollten . Solche Interviews kann man sich eigentlich sparen . In seinen Kreisen gehört es zum guten Ton , Infomationen+Ansichten nur aus durchsichtigen gewissen Absichten preiszugeben . Zukuftsoptimismus sollte anders vermittelt werden , aber darauf kann man wohl lange warten
Vielmehr scheint's doch so, dass alle Banken bad sind, fast alle. In Deutschland haben wir immer noch drei Good Banks: Die Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenkassen. Es ist das Interesse von mindestens 2/3 aller Bürger im Lande, diese drei zu stärken und die anderen den Konsequenzen ihres Tuns ungepuffert auszusetzen. Anderswo mag das anders aussehen, in Deutschland kann man das so machen. Oder ist es nötig hunderte von Milliarden zu verpulvern, damit Daimler&BMW eine Sparkasse als Hausbank erspart bleibt? Darauf läufts nämlich hinaus.
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
______
Was ist das denn fuer ein ideologischer Lobby-Muell? (Verzeihung, dass ich so explizit spreche)
"Erstens lässt sich eine "Bad Bank" so konstruieren, dass sie nicht zu einer Müllhalde für schlechte Papiere wird. Das Instrument der Ausgleichsforderungen kann helfen, die Belastung für den Haushalt über mehrere Jahre zu strecken."
Die Begruendung muss mir mal jemand erklaeren: Standort XY wird keine Muellhalde - wir werden ganz geschickt unseren Muell Jahr fuer Jahr ein wenig dort abladen.
"Zweitens hätte eine solche Lösung den Vorteil, dass der Staat nicht zusätzlich den Kapitalmarkt belastet, wie es jetzt schon der Fall ist, wenn er ständig neues Eigenkapital in die Institute nachschießen muss."
Ich habe gar nicht gewusst, dass diese Notfallrettungen den Kapitalmarkt belasten. Haetten das die Banker frueher gesagt!
Irgendwie hatte ich immer im Kopf, sollte der Staat unbedingt Kapital in den Kreislauf schiessen. Aber Belastung, nein, das war mir neu...
Das Institut der deutschen Wirtschaft ist leider nichts weiter als eine Kathedrale neoliberaler Doktrin. Logisch ist diese so etwa wie ein Thesenpapier von Scientology...
Mit der Verringerung meint er den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung, wo sonst wurden die Sozialversicherungsbeiträge veringert, hierzu ein Absatz aus dem Jahresbericht über die BA im Spiegel-online:
Teuer zu stehen kam die BA 2008 die Errichtung und finanzielle Erstausstattung eines Versorgungsfonds für die Pensionäre der Behörde. Durch diese erhöhten sich die Ausgaben der Agentur um 2,5 Milliarden Euro. Ohne diesen Einmaleffekt wäre im operativen Geschäft ein Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben von 1,38 Milliarden Euro zu verzeichnen, teilte die Behörde mit.
Die BA hat ein Minus von über 1 Milliarde gemacht, die sie mit Überschüssen aus den letzten Jahren noch decken können. Niemand weiß wie es in diesem Jahr weiter geht, es könnten hundertausende neue Arbeitslose vielleicht Millionen gekündigter Arbeitnehmer dazukommen, dann muß die Bundesregierung aus anderen Einnahmetöpfen der BA Geld zuschießen, oder die Sozialversicherungsbeiträge wieder anheben.
Nochwas die Behörden müssen gut versorgte Pensionäre haben, die meisten von ihnen saßen und sitzen in dieser Behörde nur rum, ohne was zu tun zu haben, der Vorteil an dieser Überbevölkerung ist, das in bestimmten Abteilungen einem soger der Stuhl hingestellt wird und man gebeten wird doch bitte Platz zu nehmen. Es war für die eine wilkommene Abwechslung einen Besucher zu haben, auch wenn sie dann zu zweit mir ein Formular ausgehändigt haben und mich 2 Stockwerke tiefer zu einem anderen wartenden Mitarbeiter schicken mussten, sie waren nicht zuständig genug, aber alles andere als pumpig, sehr freundlich.
Dieser Interviewpartner der Zeit ist nicht ernst zu nehmen, wenn er nicht mal die jetzige Situation der BA kennt, die noch dieses Jahr um Beitragserhöhung ansuchen wird. Ich habe das Gefühl, der Mann setzt auf Wunder auf eine plötzliche Erscheinung die sich als neue Cashcow am Markt einfindet, an der alle Teilnehmer melken dürfen, bis alle Konten wieder gefüllt sind und auch der Normale Mensch dann seine Kredite wieder genehmigt bekommt, damit er auch konsumieren darf, darüber hinaus sollen die übigen Prämienzahlungen für die Manager wieder in Gange kommen. Eine neue Cashcow kündigt uns der Wirtschaftler an, super ich bin schon richtig gespannt wie sie aussieht.
Der Steuerzahler mit privaten Vermögenswerten wie Häuser und Sachwerten, sowie Festgeld und Bargeld, hat er keins wird auch die Arbeitskraft genommen, um eben Vermögenswerte zu schaffen.
Das ist die übigste Cashcow die es gibt und niemand muß sie erst erfinden, das Vermögen der Sparer und die Arbeitskraft ist die Cashcow, Halleluja das Wunder hat sich manifestiert.
Taktik! Jetzt alle Wähler beglücken und nach der Wahl geht es uns wieder ans Leder, bzw. wird uns das Fell über die Ohren gezogen, weil wir nicht auf unsere innere Stimme gehört haben. FDP, SPD, CDU, Die Grünen, alle haben uns verkauft. Es wird Zeit für den nächsten Versuch "die Linke"!
Der Steuerzahler mit privaten Vermögenswerten wie Häuser und Sachwerten, sowie Festgeld und Bargeld, hat er keins wird auch die Arbeitskraft genommen, um eben Vermögenswerte zu schaffen.
Das ist die übigste Cashcow die es gibt und niemand muß sie erst erfinden, das Vermögen der Sparer und die Arbeitskraft ist die Cashcow, Halleluja das Wunder hat sich manifestiert.
Taktik! Jetzt alle Wähler beglücken und nach der Wahl geht es uns wieder ans Leder, bzw. wird uns das Fell über die Ohren gezogen, weil wir nicht auf unsere innere Stimme gehört haben. FDP, SPD, CDU, Die Grünen, alle haben uns verkauft. Es wird Zeit für den nächsten Versuch "die Linke"!
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