Nahost Obamas Sondergesandter Mitchell trifft Mubarak
Der Nahost-Beauftragte der neuen US-Regierung hat mit Ägyptens Präsident über die Grenzen zum Gaza-Streifen gesprochen. Ägypten kommt eine wichtige Vermittlerrolle zu
Der ägyptische Präsident Husni Mubarak sprach mit dem US-Sondergesandten George Mitchell darüber, welche Voraussetzungen für die Wiedereröffnung aller Grenzübergänge zum Gaza-Streifen erfüllt werden müssten.
Mitchell, der am Dienstagabend in Ägypten eingetroffen war, sagte nach dem Treffen: "Es ist sehr wichtig, dass die Waffenruhe verlängert und stabilisiert wird." Er dankte Ägypten für seine Vermittlung zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas. Mitchell sagte, er wolle in den kommenden Tagen nicht nur mit Politikern aus der Region, sondern auch aus Europa über die Lage in Nahost beraten.
Mubarak empfing am Mittwoch auch den Gesandten des Nahost-Quartetts, Tony Blair. Die ägyptische Regierung hofft, dass bereits in der kommenden Woche eine Einigung über eine mindestens einjährige Waffenruhe zwischen Israel und Hamas erreicht werden kann. Am 22. Februar sollen in Kairo neue Gespräche über die Bildung einer Einheitsregierung durch Hamas und die Fatah-Fraktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas beginnen.
Mitchell reiste nach seinem Gespräch mit Mubarak am Mittag weiter nach Israel. Weitere Stationen der Reise des früheren Nordirland-Vermittlers sind Jordanien und Saudi-Arabien. Obama hatte angekündigt, er wolle den Frieden im Nahen Osten voranbringen. Den Muslimen bot er eine "neue Partnerschaft in gegenseitigem Respekt" an.
- Datum 07.05.2009 - 13:49 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, reuters
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