Nach dem Gaza-Krieg „Wo Leid ist, kann nur Hass entstehen“
Der Gaza-Krieg hat Hamas gestärkt und die Palästinenser geschwächt. Sie sind zornig, aber zu müde, um noch an Frieden zu glauben. Ein Stimmungsbericht

© Spencer Platt/Getty Images
Gewalt sät Hass: Eine Palästinenserin mit ihrem Kind vor einem zerstörten Haus in Gaza-Stadt
Der Raum in Ramallah sieht aus wie eine Protestzentrale, obwohl er ein Wohnzimmer ist. „Boykott Israel“ steht auf einem Poster an der Wand. Daneben andere Slogans: „Stop the Wall“, „Free Palestine.“ Über dem zerschlissenen Sofa liegt eine Palästina-Fahne.
„Der Hass ist gewachsen“, sagt Ahmed, ein 25-jähriger Tänzer, der hier im Westjordanland lebt. Über den Krieg und die Israelis hat er seine eigenen Gedanken: „In Ashkelon wurde mal ein Hund von einer Kassam aus Gaza getötet. Klar, deswegen muss man über 1000 Palästinenser töten.“ Ahmed lacht. Vielleicht aus Galgenhumor, wohl auch, weil er weiß, dass es eben nicht nur um diesen Hund ging.
Sein Freund Omar schnippt ihm mit dem Zeigefinger gegen den Oberschenkel, immer schneller, immer stärker. „Na was?“, schaut er Ahmed herausfordernd an, „wirst du nicht aggressiv, wenn ich immer weiter mache?“ Ahmed schiebt Omars Hand weg. „Ja, aber deswegen muss ich dich nicht bombardieren.“ „Nein“, erwidert Omar, „aber so haben sich die Israelis mit den Kassam-Raketen aus Gaza gefühlt.“
Verständnis argumentiert gegen Hass: Wenn das eine breitere Haltung unter den Palästinensern wäre, vielleicht wäre dann eine Verständigung irgendwann doch noch möglich. Trotz allem.
Aber sie ist es nicht. „Frieden? Auf keinen Fall!“ ruft Ahmed. „Wenn deine Mutter im Krieg gestorben ist, kannst du dann je in Frieden leben?“
Opfer-Rhetorik, auch wenn Ahmed gar kein Familienmitglied verloren hat. Das Leiden ist ein kollektives Lebensgefühl der Palästinenser, es prägt ihre Identität und Kultur. Sie beklagen sich wortreich, doch je lauter sie werden, umso deprimierter sind sie in Wahrheit.
„Wir können nach dem Krieg nicht mehr glauben, dass sich etwas ändern wird“, sagt Belal am Telefon. Der 31-Jährige wohnt in Gaza-Stadt, er ist dort geboren. Ständig, sagt er, warteten die Menschen in Gaza darauf, dass erneut Krieg ausbricht. Gerade gab es wieder Tote auf beiden Seiten, trotz Waffenstillstand. „Der Kreislauf der Gewalt wird vom kleinsten Ereignis in Gang gebracht.“
- Datum 07.05.2009 - 13:49 Uhr
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sehr geehrter Herr Kuhn,
es wäre schön, wenn Sie mal die Diskussion zuließen, auch wenn sie naturgemäß angesichts des Themas mindestens kontrovers, oft sicher erregt verläuft.
So langsam finde ich die ständige Beendigung von Threads, nach manchmal schon 4 überhaupt nicht pöbelnden Kommentaren, unangenehm und einer demokratischen Diskussionskultur nicht würdig.
Da ist im Tagesspiegel, im Spiegel mehr möglich und selbst tagsüber in der Süddeutschen, der ich nach ihren Beamten-Öffnungszeiten den Rücken kehrte.
Sehr geehrter Gafra,
wir können es probieren, allerdings deuten die zwei Kommentare vor mir bereits auf eine Richtung hin, in der nicht miteinander diskutiert wird, sondern einfach Meinungen an den Kopf des anderen geworfen werden.
Wir werden deshalb den Thread vorerst geöffnet lassen, bitten aber alle Beteiligten um eine sachliche Auseinandersetzung und den Verzicht auf herabwürdigende Pauschalisierungen.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Sehr geehrter Gafra,
wir können es probieren, allerdings deuten die zwei Kommentare vor mir bereits auf eine Richtung hin, in der nicht miteinander diskutiert wird, sondern einfach Meinungen an den Kopf des anderen geworfen werden.
Wir werden deshalb den Thread vorerst geöffnet lassen, bitten aber alle Beteiligten um eine sachliche Auseinandersetzung und den Verzicht auf herabwürdigende Pauschalisierungen.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Wann lernen die Araber in Palästina es endlich: wo religiöser Hass von der Gesellschaft als ehrenhaft angesehen wird und sich in Gewalt gegen einen stärkeren Feind entlädt - da kann am Ende nur Leid entstehen ...
„Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie
er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat.“
Charta der Hamas, Präambel
„Palästina ist ein islamisches Land … Deshalb ist die Befreiung Palästinas für jeden Moslem die höchste persönliche Pflicht, wo immer er sich befindet.“
Charta der Hamas, Artikel 14
Hamas Charta Artikel 7:
(…) Hamas ist eines der Glieder in der Kette des Djihad, die sich der zionistischen Invasion entgegenstellt…
Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!
Die Charta der Hamas stammt aus dem Jahr 1988.
Das hier ist jünger:
http://www.haaretz.com/ha...
Das hier ist aus der "Charta" der Likud Partei (1999):
"The Jewish communities in Judea, Samaria and Gaza are the realization of Zionist values. Settlement of the land is a clear expression of the unassailable right of the Jewish people to the Land of Israel and constitutes an important asset in the defense of the vital interests of the State of Israel. The Likud will continue to strengthen and develop these communities and will prevent their uprooting.
...
The Government of Israel flatly rejects the establishment of a Palestinian Arab state west of the Jordan river."
Um Ihren Satz zu paraphrasieren:
"Wann lernen die Israelis (wenn ich Juden schreibe, wird mir Antisemitismus vorgeworfen) in Palästina es endlich: wo religiöser Hass von der Gesellschaft als ehrenhaft angesehen wird und sich in Gewalt gegen einen schwächeren Feind entlädt - da kann am Ende nur Leid entstehen"
v.
Die Charta der Hamas stammt aus dem Jahr 1988.
Das hier ist jünger:
http://www.haaretz.com/ha...
Das hier ist aus der "Charta" der Likud Partei (1999):
"The Jewish communities in Judea, Samaria and Gaza are the realization of Zionist values. Settlement of the land is a clear expression of the unassailable right of the Jewish people to the Land of Israel and constitutes an important asset in the defense of the vital interests of the State of Israel. The Likud will continue to strengthen and develop these communities and will prevent their uprooting.
...
The Government of Israel flatly rejects the establishment of a Palestinian Arab state west of the Jordan river."
Um Ihren Satz zu paraphrasieren:
"Wann lernen die Israelis (wenn ich Juden schreibe, wird mir Antisemitismus vorgeworfen) in Palästina es endlich: wo religiöser Hass von der Gesellschaft als ehrenhaft angesehen wird und sich in Gewalt gegen einen schwächeren Feind entlädt - da kann am Ende nur Leid entstehen"
v.
Die Charta der Hamas stammt aus dem Jahr 1988.
Das hier ist jünger:
http://www.haaretz.com/ha...
Das hier ist aus der "Charta" der Likud Partei (1999):
"The Jewish communities in Judea, Samaria and Gaza are the realization of Zionist values. Settlement of the land is a clear expression of the unassailable right of the Jewish people to the Land of Israel and constitutes an important asset in the defense of the vital interests of the State of Israel. The Likud will continue to strengthen and develop these communities and will prevent their uprooting.
...
The Government of Israel flatly rejects the establishment of a Palestinian Arab state west of the Jordan river."
Um Ihren Satz zu paraphrasieren:
"Wann lernen die Israelis (wenn ich Juden schreibe, wird mir Antisemitismus vorgeworfen) in Palästina es endlich: wo religiöser Hass von der Gesellschaft als ehrenhaft angesehen wird und sich in Gewalt gegen einen schwächeren Feind entlädt - da kann am Ende nur Leid entstehen"
v.
Sehr geehrter Gafra,
wir können es probieren, allerdings deuten die zwei Kommentare vor mir bereits auf eine Richtung hin, in der nicht miteinander diskutiert wird, sondern einfach Meinungen an den Kopf des anderen geworfen werden.
Wir werden deshalb den Thread vorerst geöffnet lassen, bitten aber alle Beteiligten um eine sachliche Auseinandersetzung und den Verzicht auf herabwürdigende Pauschalisierungen.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Was bitte verstehen Sie unter herabwürdigenden Pauschalisierungen?
Meinen sie das Gegenteil der Schilderung subjektiver Einzelschicksale?
Die überwiegende Mehrheit der auf diesen Seiten Versammelten dürfte aus interessierten Normalbürgern bestehen, die keineswegs Experten in den jeweils diskutierten Themen sind. Insofern bestehen die Meinungen dieser Menschen aus "Pauschalisierungen". Ohne Pauschalisierungen wäre eine Urteilsbildung nicht möglich. Das gilt übrigens auch für "richtige" Experten. Eine überkomplexe Welt kann nur durch Pauschalisierungen (oder wie immer man vereinfachende Sichtweisen nennen will) beurteilt werden. Oder sollen wir hier wirklich 500seitige Betrachtungen liefern? Und selbst darüber liese sich trefflich streiten.
über die genannte Problematik der Pauschalisierungen (von beiden Seiten)nicht mehr ertragen , ich gehe davon aus , dass es vielen hier so geht .
Wenn man nichts Interessantes hier zu sagen hat , kann man ja immer noch andere Portale besuchen.
Nun, gerade dies Diskusionen zu einen solchen Thema zeigen doch das viele Bürger nun mal nicht darin ausgebildet wurden, sachliche Argumentationstexte zu schreiben aber dennoch ihre Meinung sagen möchten und villeicht auf die Meinung andere erfahren möchten.
Das es in solchen Threads also recht häufig zu pauschalisirungen und kommt und Menschen oft anneinander vorbeireden, ist also eher ein Spiegelbild der Gesellschaft und keine Unhöflichkeit. Deshalb wäre es schön wenn die Threads auch länger offen bleiben könnten. Eine Sperre in den Nachstunden um den Mentschen die von Alkohohl eine gelöste Stimmung haben bis zum nächten Tag bedenkzeit für ihre Argumente zu geben mag ja schon ok sein, nur sollten die Treads dann morgens so gegen 6 Uhr wieder aufgeschlossen werden.
Zum Tema:
Was eingentlich fast das selbe ist, da auch dort Pauschalisiert wird und anneinander Vorbeigeredet ohne den anderen Wirklich zuzuhören und ohne sich darum zu kümmern was in der Vergangenheit schon alles versucht wurde und scheiterte.
Es wundert mich persönlich immer mehr das in den vielen Reportagen über die Paestinänser niemand der Hamas die Schuld an der Situation gibt, denn sie hatte ja schon öfters die chance die Grentzen offen zu halten hätte sie kein Rakten mehr geschossen.
Auch vergessen wir immer das die Hamas nun mal gewählt wurden ist und die Palestinäner auch nicht wirklich gegen sie protestieren oder Neuwahlen verlangen so wie wir das auch aus anderen Ländern mit totalitären Regimen her kennen, und so auch Israel zeigen das man den Frieden denn auch wirklich will.
Solange weiterhin Raketen geschossen werden und dir Tunnel wieder neu gebaut werden, wird man wohl eher zu einer Wiederholung der Ereignisse zurückkehren, spätestens bei den nächsten Entfürten israelischen Soldaten.
Selbst eine Gefangenenaustausch bei den die Hamas ziegen, könnte das der Soldat nicht umgebracht wurde würde in Israel ja schon auf eine Verbesserung hindeuten und die erinnerung an den Gefangenenaustausch mit den 2 Soldaten im Libanon nicht aufkommen lassen.
Was bitte verstehen Sie unter herabwürdigenden Pauschalisierungen?
Meinen sie das Gegenteil der Schilderung subjektiver Einzelschicksale?
Die überwiegende Mehrheit der auf diesen Seiten Versammelten dürfte aus interessierten Normalbürgern bestehen, die keineswegs Experten in den jeweils diskutierten Themen sind. Insofern bestehen die Meinungen dieser Menschen aus "Pauschalisierungen". Ohne Pauschalisierungen wäre eine Urteilsbildung nicht möglich. Das gilt übrigens auch für "richtige" Experten. Eine überkomplexe Welt kann nur durch Pauschalisierungen (oder wie immer man vereinfachende Sichtweisen nennen will) beurteilt werden. Oder sollen wir hier wirklich 500seitige Betrachtungen liefern? Und selbst darüber liese sich trefflich streiten.
über die genannte Problematik der Pauschalisierungen (von beiden Seiten)nicht mehr ertragen , ich gehe davon aus , dass es vielen hier so geht .
Wenn man nichts Interessantes hier zu sagen hat , kann man ja immer noch andere Portale besuchen.
Nun, gerade dies Diskusionen zu einen solchen Thema zeigen doch das viele Bürger nun mal nicht darin ausgebildet wurden, sachliche Argumentationstexte zu schreiben aber dennoch ihre Meinung sagen möchten und villeicht auf die Meinung andere erfahren möchten.
Das es in solchen Threads also recht häufig zu pauschalisirungen und kommt und Menschen oft anneinander vorbeireden, ist also eher ein Spiegelbild der Gesellschaft und keine Unhöflichkeit. Deshalb wäre es schön wenn die Threads auch länger offen bleiben könnten. Eine Sperre in den Nachstunden um den Mentschen die von Alkohohl eine gelöste Stimmung haben bis zum nächten Tag bedenkzeit für ihre Argumente zu geben mag ja schon ok sein, nur sollten die Treads dann morgens so gegen 6 Uhr wieder aufgeschlossen werden.
Zum Tema:
Was eingentlich fast das selbe ist, da auch dort Pauschalisiert wird und anneinander Vorbeigeredet ohne den anderen Wirklich zuzuhören und ohne sich darum zu kümmern was in der Vergangenheit schon alles versucht wurde und scheiterte.
Es wundert mich persönlich immer mehr das in den vielen Reportagen über die Paestinänser niemand der Hamas die Schuld an der Situation gibt, denn sie hatte ja schon öfters die chance die Grentzen offen zu halten hätte sie kein Rakten mehr geschossen.
Auch vergessen wir immer das die Hamas nun mal gewählt wurden ist und die Palestinäner auch nicht wirklich gegen sie protestieren oder Neuwahlen verlangen so wie wir das auch aus anderen Ländern mit totalitären Regimen her kennen, und so auch Israel zeigen das man den Frieden denn auch wirklich will.
Solange weiterhin Raketen geschossen werden und dir Tunnel wieder neu gebaut werden, wird man wohl eher zu einer Wiederholung der Ereignisse zurückkehren, spätestens bei den nächsten Entfürten israelischen Soldaten.
Selbst eine Gefangenenaustausch bei den die Hamas ziegen, könnte das der Soldat nicht umgebracht wurde würde in Israel ja schon auf eine Verbesserung hindeuten und die erinnerung an den Gefangenenaustausch mit den 2 Soldaten im Libanon nicht aufkommen lassen.
"Öffnet die Grenzen, beendet die Blockade, dann wird es keine Raketen, keinen Waffenschmuggel mehr geben!"
Ha
Ha
Ha!
Ich erinnere mich an eine ferne Zeit, da waren die Grenzen geöffnet, da gab es noch keinen Zaun, da konnten die Palis nach Israel zur Arbeit, zum Einkaufen usw...
Was war?
Zerbombte Busse, zerbombte Supermärkte, zerbombtes Straßencafes.
Was bitte verstehen Sie unter herabwürdigenden Pauschalisierungen?
Meinen sie das Gegenteil der Schilderung subjektiver Einzelschicksale?
Die überwiegende Mehrheit der auf diesen Seiten Versammelten dürfte aus interessierten Normalbürgern bestehen, die keineswegs Experten in den jeweils diskutierten Themen sind. Insofern bestehen die Meinungen dieser Menschen aus "Pauschalisierungen". Ohne Pauschalisierungen wäre eine Urteilsbildung nicht möglich. Das gilt übrigens auch für "richtige" Experten. Eine überkomplexe Welt kann nur durch Pauschalisierungen (oder wie immer man vereinfachende Sichtweisen nennen will) beurteilt werden. Oder sollen wir hier wirklich 500seitige Betrachtungen liefern? Und selbst darüber liese sich trefflich streiten.
Sehr geehrter leirgulen,
Pauschalisierungen sind in meinen Augen Aussagen wie "DIE Palästinenser wollen den Staat Israel nicht anerkennen" oder "DIE Israelis wollen keinen Frieden". Auch als interessierter Normalbürger dürfte es möglich sein, etwas differenzierter zu argumentieren. Deshalb mein Hinweis.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Sehr geehrter leirgulen,
Pauschalisierungen sind in meinen Augen Aussagen wie "DIE Palästinenser wollen den Staat Israel nicht anerkennen" oder "DIE Israelis wollen keinen Frieden". Auch als interessierter Normalbürger dürfte es möglich sein, etwas differenzierter zu argumentieren. Deshalb mein Hinweis.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Vielleicht war ja erst der Hass, dann kam das Leid. Nicht nur das Sein bestimmt das Bewusstsein, auch das Bewusstseit bestimmt das Sein.
Sehr geehrter leirgulen,
Pauschalisierungen sind in meinen Augen Aussagen wie "DIE Palästinenser wollen den Staat Israel nicht anerkennen" oder "DIE Israelis wollen keinen Frieden". Auch als interessierter Normalbürger dürfte es möglich sein, etwas differenzierter zu argumentieren. Deshalb mein Hinweis.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Ich kann Herrn Kuhn hier nur beipflichten.
Die ständigen Kommentare in die Richtung wie: Die Palästinenser sind alle Terroristen (oft wird "Palästinenser" auch durch "Araber" oder "Muslime" ersetzt) oder die Israelis sind alle Kriegstreiber und agieren aus dem Schutz der Selbstdarstellung des ewigen Opfers heraus (auch hier kann man "Israelis" mit "Juden" ersetzen) sind nicht nur ermüdend, sondern in ihrer Gesamtheit pauschalisierend und stellen nicht die Stellungnahme eines Demokraten, sondern die Meinungsmache eines Hetzers dar.
Wo sind Kommentare der Leute, die nicht die Schuldfrage für sich schon geklärt haben, sondern erkennen, dass diese viel zu komplex ist um sie einfach zu beantworten?
Was viele Kommentatoren vergessen, ist die einfache Tatsache, dass es sich auf beiden Seiten in erster Linie um Menschen handelt. Auch wenn sich auf beiden Seiten momentan die Situation für uns als Bestätigung von Hobbes "homo homini lupus" (wobei Wölfe natürlich in Wahrheit ein deutlich ausgeprägteres Sozialverhalten als mancher Mensch an den Tag legen) darstellt, sollte man nicht die Motive vergessen.
Auf der einen Seite haben wir Israel, die aus Angst vor weiteren Selbstmordanschlägen (man erinnere sich hierbei an die Nachbeben des Libanonkonflikts) den Gaza-Streifen dicht gemacht haben. Mit Erfolg: Die israelische Bevölkerung wurde von weiteren Selbstmordattentaten verschont.
Dafür musste nun jedoch die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen leiden, man kann durchaus von einer Ghettoisierung sprechen. Und statt wirklich zu verhandeln bestärkte die Hamas den Konflikt, indem sie Raketen auf Israel abschoss und somit signalisierte: "Wir können euch auch bei geschlossenen Grenzen noch verletzen."
In der Hamas muss jedoch das gleiche wie überall gelten: Es gibt Überzeugungstäter (Islamisten, die das Existenzrecht Israels, sogar der Juden von vorneherein negieren) und es gibt diejenigen Palästinenser, die einfach nur die Situation des palästinensischen Volkes verbessern wollen.
Die absolut unnötige Ausweitung der Siedlungen in palästinensisches Gebiet seitens Israel hat mit Sicherheit nicht zur Entspannung des Konflikts beigetragen.
So schaukeln sich die Gemüter auf beiden Seiten hoch. Auf beiden Seiten überwiegen wohl im Grundsatz die gemäßigten Tendenzen, will sagen:
Auf israelischer Seite diejenigen, die einfach nur Sicherheit für das israelische Volk wollen, auf der palästinensischen Seite diejenigen, die einfach in Ruhe in einem eigenen Staat leben wollen, ohne die Unterdrückung des eigenen Volkes durch Siedler, "Besatzer" oder sogar durch die Hamas.
Doch aus diesen Wünschen heraus entsteht ebenso auf beiden Seiten ein Feindbild, so dass eine friedliche Beilegung des Konfliktes nach eigener Ansicht an der anderen Seite scheitert.
Also verhandelt man gar nicht erst.
Und der Kreis schließt sich.
Ich bin tatsächlich jemand, der der Meinung ist, dass Israel durchaus ein Recht auf Verteigigung hat, bzw. durchaus ein Recht darauf hat zu existieren.
Wenn sie es so wollen bin ich Zionist, weil ich für eine Existenz Israels bin.
Doch die Mittel die die israelische Regierung anwendet sind ebenso falsch wie die Raketen und Bomben (ja ich weiß, dass es die seit Schließung der Grenzen im Gazastreifen nicht mehr gab) der Hamas.
Wenn Unschuldige sterben, dann kann der Weg nicht richtig gewählt sein.
Und Pauschalisierungen haben noch nie zur Lösung eines Konflikts beigetragen.
Ich kann Herrn Kuhn hier nur beipflichten.
Die ständigen Kommentare in die Richtung wie: Die Palästinenser sind alle Terroristen (oft wird "Palästinenser" auch durch "Araber" oder "Muslime" ersetzt) oder die Israelis sind alle Kriegstreiber und agieren aus dem Schutz der Selbstdarstellung des ewigen Opfers heraus (auch hier kann man "Israelis" mit "Juden" ersetzen) sind nicht nur ermüdend, sondern in ihrer Gesamtheit pauschalisierend und stellen nicht die Stellungnahme eines Demokraten, sondern die Meinungsmache eines Hetzers dar.
Wo sind Kommentare der Leute, die nicht die Schuldfrage für sich schon geklärt haben, sondern erkennen, dass diese viel zu komplex ist um sie einfach zu beantworten?
Was viele Kommentatoren vergessen, ist die einfache Tatsache, dass es sich auf beiden Seiten in erster Linie um Menschen handelt. Auch wenn sich auf beiden Seiten momentan die Situation für uns als Bestätigung von Hobbes "homo homini lupus" (wobei Wölfe natürlich in Wahrheit ein deutlich ausgeprägteres Sozialverhalten als mancher Mensch an den Tag legen) darstellt, sollte man nicht die Motive vergessen.
Auf der einen Seite haben wir Israel, die aus Angst vor weiteren Selbstmordanschlägen (man erinnere sich hierbei an die Nachbeben des Libanonkonflikts) den Gaza-Streifen dicht gemacht haben. Mit Erfolg: Die israelische Bevölkerung wurde von weiteren Selbstmordattentaten verschont.
Dafür musste nun jedoch die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen leiden, man kann durchaus von einer Ghettoisierung sprechen. Und statt wirklich zu verhandeln bestärkte die Hamas den Konflikt, indem sie Raketen auf Israel abschoss und somit signalisierte: "Wir können euch auch bei geschlossenen Grenzen noch verletzen."
In der Hamas muss jedoch das gleiche wie überall gelten: Es gibt Überzeugungstäter (Islamisten, die das Existenzrecht Israels, sogar der Juden von vorneherein negieren) und es gibt diejenigen Palästinenser, die einfach nur die Situation des palästinensischen Volkes verbessern wollen.
Die absolut unnötige Ausweitung der Siedlungen in palästinensisches Gebiet seitens Israel hat mit Sicherheit nicht zur Entspannung des Konflikts beigetragen.
So schaukeln sich die Gemüter auf beiden Seiten hoch. Auf beiden Seiten überwiegen wohl im Grundsatz die gemäßigten Tendenzen, will sagen:
Auf israelischer Seite diejenigen, die einfach nur Sicherheit für das israelische Volk wollen, auf der palästinensischen Seite diejenigen, die einfach in Ruhe in einem eigenen Staat leben wollen, ohne die Unterdrückung des eigenen Volkes durch Siedler, "Besatzer" oder sogar durch die Hamas.
Doch aus diesen Wünschen heraus entsteht ebenso auf beiden Seiten ein Feindbild, so dass eine friedliche Beilegung des Konfliktes nach eigener Ansicht an der anderen Seite scheitert.
Also verhandelt man gar nicht erst.
Und der Kreis schließt sich.
Ich bin tatsächlich jemand, der der Meinung ist, dass Israel durchaus ein Recht auf Verteigigung hat, bzw. durchaus ein Recht darauf hat zu existieren.
Wenn sie es so wollen bin ich Zionist, weil ich für eine Existenz Israels bin.
Doch die Mittel die die israelische Regierung anwendet sind ebenso falsch wie die Raketen und Bomben (ja ich weiß, dass es die seit Schließung der Grenzen im Gazastreifen nicht mehr gab) der Hamas.
Wenn Unschuldige sterben, dann kann der Weg nicht richtig gewählt sein.
Und Pauschalisierungen haben noch nie zur Lösung eines Konflikts beigetragen.
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