Sri Lanka Rebellen fliehen in den Dschungel
Seit 1996 wurde die Stadt Mullaitivu von tamilische Rebellen kontrolliert. Nun haben Regierungstruppen nach eigenen Angaben die letzte Tamilen-Bastion eingenommen

© Lakruwan Wanniarachchi/AFP/Getty Images
Ein Regierungssoldat in der ehemaligen Rebellen-Hochburg Kilinochchi, die Anfang Januar erobert wurde
“Wir haben den Krieg zu 95 Prozent beendet", behauptete General Sarath Fonseka nach der Einnahme der Küstenstadt Mullaitivu im staatlichen Fernsehen über den Kampf gegen die tamilischen Rebellen. Nach ihrem Rückzug aus der strategisch wichtigen Stadt kontrollierten die sogenannten Befreiungstiger der Tamil Eelam (LTTE) laut Armee-Angaben nur noch ein ungefähr 300 Quadratkilometer großes Gebiet im Dschungel westlich von Mullaitivu. Die LTTE-Kämpfer würden jetzt auch aus den Dörfern vertrieben, sagte ein Militärsprecher am Montag.
Mullaitivu galt als militärisches Zentrum der LTTE und als schwer zu erobern. Die Rebellen hatten die Stadt bereits 1996 nach schweren Kämpfen eingenommen und ein großes und gut gesichertes Militärlager errichtet. Es war die letzte große militärische Einrichtung der LTTE, die im Norden Sri Lankas einen 150.000 Quadratkilometer großen Parallelstaat errichtet hatten. Schätzungen zufolge hielten sich zuletzt noch 3000 LTTE-Milizionäre und 300.000 Zivilisten in der Stadt auf.
Um den Vormarsch der Regierungstruppen zu erschweren, hatten die Rebellen am Samstag Dämme gesprengt und die Umgebung Mullaitivus geflutet. Dennoch konnten jetzt 50.000 Regierungssoldaten die Stadt erobern. Die Kämpfer der LTTE zogen sich daraufhin in den umliegenden Urwald zurück. Der Rebellenführer Velupillai Prabhakaran wurde nicht gefasst. General Foneka sagte, dass Prabhakaran das Land vermutlich bereits auf dem Seeweg verlassen habe.
Nach Angaben von Hilfsorganisationen befinden sich weiterhin annähernd 250.000 Zivilisten in der Kampfregion. Die Armee Sri Lankas hat Schutzzonen für die Bevölkerung 20 km nördlich von Mullaitivu ausgewiesen. Der LTTE-nahe Internetdienst TamilNet berichtete, dass durch Artilleriebeschuss der Armee mindestens zwölf Zivilisten getötet und mehr als 80 weitere verletzt wurden.
Seit dem Beginn einer Offensive der Regierungstruppen im Januar 2008 haben die Rebellen schwere Niederlagen erlitten. Zuletzt verloren sie die Kontrolle über ihre inoffizielle Hauptstadt Kilinochchi und die strategisch wichtige Landenge Elefanten-Pass. Dass sich die Rebellen nun in den Urwald zurückziehen mussten, heißt nicht, dass die Kampfhandlungen nun beendet wären: Die LTTE verfüge über zahlreiche geheime Lager und habe schon oft bewiesen, dass sie einen Guerillakrieg führen könne, sagte Anbarasan Ethirajan, Sri-Lanka-Korrespondent der BBC.
- Datum 26.01.2009 - 14:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Rebellen" ist eine recht beschönigende Bezeichnung für die Tamilischen Tiger. Terroristen wäre vielleicht passender. Immerhin sprengen diese Leute regelmäßig Busse und andere zivilen Ziele in die Luft.
Wenn die tamilischen tiger, angesicht meines vorgängers, eher "terroristen" sind, wie bezeichnet man dann die armee? In wiefern hat man kenntnis über die sache die man spricht? Was sind dann unsere wirtschaftsbosse, die banken pleite gehen lassen und unschuldigen ihre existenz nehmen?
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"Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein..." Bibel
Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" werden von 31 Staaten, u.a. Indien, den USA und der EU als terroristische Organisation eingestuft. Das war auch kaum anders möglich, denn immerhin gehen auf das Konto der LTTE die Ermordung eines Präsidenten von Sri Lanka, Premasada, und eines ehemaligen Premierministers von Indien, Rajiv Gandhi. Zudem setzen sie minderjahrige Kindersoldaten ein, haben 1990 als "ethnische Säuberung" die gesamte muslimische Bevölkerung Jaffnas vertrieben, und in mehreren Ländern hat man ihnen Schutzgelderpressungen nachweisen können.
Und außerdem führen sie einen Bürgerkrieg. Nun kann man sicher sagen, dass in einem Bruderkrieg entsetzliche Dinge auf beiden Seiten begangen werden, und Sri Lanka war in den 50er Jahren (SLFP Regierung) sicherlich auch, was den politischen Umgang mit selbstbewußten Minderheiten anging, borniert und ungerecht.
Kein Grund, Terroristen (das bedeutet ja: Leute, die mit der Verbreitung von Angst vor unprovozierter Gewalt kämpfen)nicht Terroristen zu nennen.
Fahren Sie doch bitte einmal - ich habe es hinter mir - auf einer Straße, die nach Auskunft der Ortsansässigen "teilweise vermint" ist. Da wird Ihnen der Zusammenhang zwischen Terrorismus und Angst ganz schnell deutlich...
Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" werden von 31 Staaten, u.a. Indien, den USA und der EU als terroristische Organisation eingestuft. Das war auch kaum anders möglich, denn immerhin gehen auf das Konto der LTTE die Ermordung eines Präsidenten von Sri Lanka, Premasada, und eines ehemaligen Premierministers von Indien, Rajiv Gandhi. Zudem setzen sie minderjahrige Kindersoldaten ein, haben 1990 als "ethnische Säuberung" die gesamte muslimische Bevölkerung Jaffnas vertrieben, und in mehreren Ländern hat man ihnen Schutzgelderpressungen nachweisen können.
Und außerdem führen sie einen Bürgerkrieg. Nun kann man sicher sagen, dass in einem Bruderkrieg entsetzliche Dinge auf beiden Seiten begangen werden, und Sri Lanka war in den 50er Jahren (SLFP Regierung) sicherlich auch, was den politischen Umgang mit selbstbewußten Minderheiten anging, borniert und ungerecht.
Kein Grund, Terroristen (das bedeutet ja: Leute, die mit der Verbreitung von Angst vor unprovozierter Gewalt kämpfen)nicht Terroristen zu nennen.
Fahren Sie doch bitte einmal - ich habe es hinter mir - auf einer Straße, die nach Auskunft der Ortsansässigen "teilweise vermint" ist. Da wird Ihnen der Zusammenhang zwischen Terrorismus und Angst ganz schnell deutlich...
Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" werden von 31 Staaten, u.a. Indien, den USA und der EU als terroristische Organisation eingestuft. Das war auch kaum anders möglich, denn immerhin gehen auf das Konto der LTTE die Ermordung eines Präsidenten von Sri Lanka, Premasada, und eines ehemaligen Premierministers von Indien, Rajiv Gandhi. Zudem setzen sie minderjahrige Kindersoldaten ein, haben 1990 als "ethnische Säuberung" die gesamte muslimische Bevölkerung Jaffnas vertrieben, und in mehreren Ländern hat man ihnen Schutzgelderpressungen nachweisen können.
Und außerdem führen sie einen Bürgerkrieg. Nun kann man sicher sagen, dass in einem Bruderkrieg entsetzliche Dinge auf beiden Seiten begangen werden, und Sri Lanka war in den 50er Jahren (SLFP Regierung) sicherlich auch, was den politischen Umgang mit selbstbewußten Minderheiten anging, borniert und ungerecht.
Kein Grund, Terroristen (das bedeutet ja: Leute, die mit der Verbreitung von Angst vor unprovozierter Gewalt kämpfen)nicht Terroristen zu nennen.
Fahren Sie doch bitte einmal - ich habe es hinter mir - auf einer Straße, die nach Auskunft der Ortsansässigen "teilweise vermint" ist. Da wird Ihnen der Zusammenhang zwischen Terrorismus und Angst ganz schnell deutlich...
An den Tamilen wurde viel ungerechtes getan, da hat die Regierung selber Schuld, ein Bürgekrieg war daher zu befürchten. Und das man die Befreiungstiger als Terroristen bezeichnet verstehe ich auch nicht. Wieso sollten Terroristen auf einen Waffenstillstand eingehen und es einhalten. Die Befreiungstiger haben in der Tat viele Fehler gemacht, doch viel mehr hat die Regierung, die die Minderheit im Land unterdrückte oder sogar Indien die als Friedensstifter kamen und die Befreiungstigers für Geld an die Regierung verkauft haben. Ich finde die Minderheit hat es verdient einen eigenen Staat zu haben und auch wenn die Befreiungstiger von der Regierung ausgelöscht wird, würde sich nichts an der Unterdrückung ändern sondern nur noch stärken.
Ob die Regierung oder die LTTE an dem Krieg schuld ist, oder nicht, scheint nach 30 Jahren immernoch nicht geklärt zu sein.
Aber eines ist allen Reportern in der Welt noch nicht bewusst: Schon wieder sitzen mehrere hunderttausend Menschen fest, können weder fliehen noch Hilfe bekommen. Das einzige was diese Menschen im Moment verbindet, ist die Angst, entweder von den Soldaten, der LTTE oder von diversen anderen paramilitärischen tamilischen Organisationen erschossen oder verwundet zu werden. Die Probleme bestehen nicht zwischen dem Volk und der Regierung. Das Problem besteht zwischen den einzelnen Gruppierungen, die für ihre Einheiten Männer und Frauen, und vor allem Kinder verschleppen. Und dies sollte eine weitaus größere Medienpublik erreichen, als es bislang der Fall war.
Dass der LTTE noch verbliebene Regierungssitz in Mullaitivu jetzt von den sri lankischen Soldaten eingenommen wurde, bedeutet jedoch nicht, dass das Ende in greifbarer Nähe ist, es wurde zunächst nur ein vorläufiges Zeichen gesetzt. Welches Potential dieses Zeichen birgt, wird sich allerdings noch zeigen.
Als die Engländer 1948 aus Sri Lanka gingen, gaben sie bei der Mehrheit die Regierung. Systematisch wurde die Minderheit von der Singalesan benachteiligt. z.B Absurd war, dass man bei der Bildung sie benachteiligt wurde. Als geburtige Tamile muss mehr Noten haben als einen Singhalese für die Uni. Es gibt tausende Beispiele. Leider denkte die Tamilen, der einzige Weg sei nun eigenen Land zufordern.
Doch haben beide Seite Fehler begangen. Jetzt ist wichtig, dass man diese ca. 300 000 Menschen in Krigesgebiet sind, müssen wir sie heraus holen. Sonst sterben nicht die "Rebellen" "Terror" " Armee" sondern unschuldige Zivilen.
zuzusehen, wie jede religiös motivierte Fanatikergruppe auf dem Planeten sich zur "Befreiungsbewegung stilisiert, um dann zu argumentieren, deshalb seien sie keine Terroristen. Die LTTE (militant hindutva, sich auf frühere Eroberungen Ceylons durch Tailen berufend) bildet da keine Ausnahme.
" Wir rekrutieren zwar Teenager als Selbstmordattentäter, ermorden Staatschefs, haben Tausende Ungläubiger vertrieben und schikanieren die Übriggebliebenen, wir sprengen Zivilisten, Busse und Tempel in die Luft, haben in den letzten 2 Jahren über 3000 Minenfelder angelegt, bauen unsere militärischen Anlagen mitten in Ortschaften, aber wir sind Guerillas, nicht Terroristen."
Über die Hälfte der tamilischen Bevölkerung Sri Lankas - unter Nichtberücksichtigung der Flüchtlingsströme - lebt völlig unangefochten inmitten der singhalesischen Mehrheit. Sie versucht, ihre Sonderinteressen mit legitimen, parlamentarischen Mitteln durchzusetzen. Solange derlei geht, ist die Guerilla als "ultima ratio populis" nicht erforderlich und damit illegitim. Von einer Unterdrückung der tamilischen Minderheit heute kann keine Rede mehr sein. 1956 ist lange her.
Regierungsmaßnahmen gegen Separatisten sind nicht per se Unterdrückung "des Volkes" oder "der Tamilen". Das macht sie allerdings keinen Deut weniger schrecklich.
Allerdings sollte, wer Herrschaften die Stange hält, die gerade große Teile der Wasserversorgung in den verlorenen "befreiten Gebieten" zerstört haben, sich überlegen, auf wessen Seite er da wirklich steht.
Ich glaube man tut gut daran, die Liberation Tigers of Tamil Eelam als Rebellenorganisation zu bezeichnen. Zumal es nach wie vor international keine Definition des Terrorismus gibt. Einer meiner Vorredner stellte gar die Behauptung auf die LTTE kaempft aus religioesen Gruenden und kann anderen Terroristengruppen gleichgestellt werden. Ich moechte mal betonen, das innerhalb der LTTE Kaempfer verschiendener Religionen versammelt sind. Hindus, Christen ja gar einige Muslime kaempfen fuer sie.
Viel interessanter ist doch, das es auch vor der LTTE grosse Kolonisationen durch Sinhalesen von tamilischen Gebieten stattfanden. Es fanden zahlreiche Progromme gegen das tamilische Volk statt. Der letzte im July 1983, das den Krieg dann endgueltig auflammen liess.
Natuerlich sind einige Methoden der LTTE zu kritisieren. Aber wenn das die Folge hat als Terrorist zu gelten, dann muss man in der Konsequenz fair genug sein, den Sri Lankischen Staat als Terrorstaat zu deklarieren, denn nichts anderes war und ist er. Und zwar lange vor der LTTE Entstehung.
Der "Sieg" ueber die LTTE ist bei genauer Betrachtung ein Sieg ueber die Tamilen als Ganzes. Denn warum sonst sollte Armeechef Fonseka behaupten "Sri Lanka den Sinhalesen"?
Ich glaube vor wir hier im Westen sollten diesen Konflikt genauer betrachten als immer nur die Meldungen der Regierung Sri Lankas als Wahrheit zu betrachten. Das waere der erste Weg zum Frieden. Denn dadurch bekommt die Welt einen wirklichen Blick auf diesen Konflikt. Aber es ist leider bequemer einer Regierung glauben zu schenken als einem angeblichen "Terroristen".
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