Finanzkrise Strauss-Kahn fordert mehr Hilfe für die Banken
Der IWF-Chef fordert in der ZEIT, den Finanzsektor entschlossener zu stützen. Zugleich warnt er: Auch Industriestaaten könnte die Krise an die Grenzen ihrer Kraft bringen
"Es wird keine wirtschaftliche Erholung geben, solange die Banken immer neue Verluste anhäufen. Die Regierungen müssen die Banken sanieren", sagte Strauss-Kahn der ZEIT.
Das sei seine "Botschaft für die Bundeskanzlerin", sagte Strauss-Kahn, der kommenden Donnerstag mit Angela Merkel zusammentrifft. In Deutschland, aber auch in anderen Staaten wird derzeit über neue Rettungspakete für den Finanzsektor diskutiert.
"Es ist derzeit effizienter, einen Euro in den Bankensektor zu stecken, als ihn für Brücken oder Schulen auszugeben." Auch die Verstaatlichung von Banken dürfe nicht ausgeschlossen werden. "In manchen Fällen kann die vorübergehende staatliche Übernahme von Banken nötig werden", sagte er. Er glaube, dass eine "Bad Bank", also ein Institut, das den Banken faule Wertpapiere abkauft, "eine sinnvolle Sache" sei.
Strauss-Kahn bemängelte den Umgang Deutschlands und Europas mit der Krise. "Die Europäer waren bislang zu zögerlich, das galt auch für Deutschland. Ich hätte mir gewünscht, dass das europäische Konjunkturprogramm größer ausfällt."
Zugleich warnte er vor Spannungen im europäischen Währungsraum. "Die Euro-Zone braucht mehr wirtschaftspolitische Koordination, sonst werden die Unterschiede zwischen den Staaten zu groß, und die Stabilität des Währungsraums ist in Gefahr", sagte er. Der Kampf gegen die Krise könnte die Finanzkraft vieler Länder überfordern. "Es gibt solche Staaten auch in der industrialisierten Welt, auch in Europa und sogar in der Europäischen Währungsunion", sagte der IWF-Chef.
Das vollständige Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe der ZEIT. Ab Donnerstag am Kiosk.
- Datum 04.05.2009 - 11:00 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Sehr geehrter Herr Kahn,
wieviel kostet es den Steuerzahler. Schließlich sind ja Zinsen für 5 Billionen Euro Fremdkapital mit dem Wertpapiere spekulativ erworben wurden, zu bezahlen
Ist meine Schätzung richtig, die Belastung für den deutschen Steuerzahler liegt bei 80 Milliarden Euro jährlich bis zum Jahr 2100?
Seltsam der Betrag entspricht in etwa dem Betrag der im Haushalt für Rentenzahlungen vorgesehen ist.
Hat Norbert Walter nicht eine Kürzung der Renten verlangt?
ist Strauss-Kahn ??
Sicher einer jener Bankfachleute, die dem verbrecherischen Treiben seiner Zunft jahrelang Beifall gespendet hat, weil er selbst wohl auch davon profitierte.
Und nun weiß er natürlich ganz genau, was der deutsche Steuerzahler für die Rettung der maroden Banken auf den Tisch legen soll??
Hat man in dem Bericht vielleicht vergessen, dass er zugesagt hat die zur Bankenrettung notwendigen Beträge aus eigener Tasche zu bezahlen ??
Was bilden sich diese "Fachleute"eigentlich ein, jahrelang haben die ganz bewußt mit Luftblasenhandel gelogen und betrogen und jetzt verteilen sie wohlfeile Ratschläge!! Was ist das für eine Welt, in der die Verbrecher die Gesetze machen??
Steht jetzt hier alles auf dem Kopf?
Liebe Leute, rafft Eure paar Kröten zusammen und haut ab nach Liechtenstein, denn bald wird, wie das mal in Italien war, die Steuerschuld 114 % des Einkommens ausmachen.
Freundliche Grüße von
Wendelstein
Was Strauss-Kahn hier unverfroren fordert, übertrifft den spektakulärsten Postzugraub der Geschichte um das zehntausendfache. In Großbritannien brachte er am 8. August 1963 den Tätern eine Rekordbeute ein. Die Bande fuhr damals mit der Lokomotive und dem Geldwaggon weiter bis zur Bridego-Brücke und lud dort £ 2.631.784 (das entspricht heute einem Wert von etwa 50 Mio. €) in die bereitstehenden Fluchtfahrzeuge.
Strauss-Kahn fordert jetzt die Regierung auf, die Steuerzahlerrinnen um 500 Milliarden € zu erleichtern. Um das Geld zu erbeuten, müßte Ronald Biggs 10.000 mal den Postzug überfallen. Die Postzüge würden aneinandergereiht und voll mit Geld bepackt von Berlin bis München reichen.
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Wenn den Banken nur noch mit Summen in der Größenordnung von 500 Milliarden € zu helfen ist, dann müssen sie eben Bankrott gehen. Wo ist das Problem ? Lieber ein kurzes Ende mit Schrecken, also lieber eine schnelle Kernschmelze des maroden Finanzsystems, als jahrelanges herum laborieren an diesem kranken Bankstersystem. Nach dem Bankrott - vergleichbar mit einem RESET beim Personal Computer - und einer "kleinen Wertberichtigung" (ein niedlicher Ausdruck, ähnlich wie Freistellen statt feuern, man lernt dazu !) können die Beschäftigten weiter in den alten Gebäuden arbeiten. Nur die Organisation der Banken ändert sich. Deutschland hat schon vier Währungsreformen verkraftet und ging jedesmal stärker daraus hervor. Zweimal nach dem 1. und 2. Weltkrieg. Dann nach der Einführung der DM in Ostdeutschland und der Einführung des Euro.
Die Geschichte lehrt also : Eine Reorganisation des öffentlichen Finanz- und Geldsystems werden wir mit Leichtigkeit überstehen und daraus gestärkt herauskommen. Diese Angstmache vor der angeblichen Kernschmelze ist Blödsinn, da Deutschland in the middle of europe der wirtschaftlich mächtigste Staat Europas ist.
Jedes andere Verhalten ist geradezu eine Aufforderung an die Verantwortlichen ******** in Zukunft so weiter wie bisher zu machen.
Dem Volk wird jetzt über die Medien eingetrichtert, dass es ohne Bad Bank nicht mehr geht. Propaganda pur. Wir wissen es besser und lassen uns nicht verar...en.
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Eine schöne knappe deftige Beschreibung der aktuellen Situation findert man im Guardian. Laut guardian hat der britische Wirtschaftsminister Lord Mandelson folgenden Aussage gemacht, um die prekäre Situation der Finanzsysteme darzustellen :
"The banks are fucked, we’re fucked, the country’s fucked!"
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