Alles ausser Fussball "Mit Google sollten wir vorsichtig sein"Seite 2/2

ZEIT ONLINE: Würden Sie für ein RSS-Abo etwas bezahlen. Sagen wir für jedes Abo von ZEIT ONLINE oder Kicker Online einen Euro?

Beck: Hmm, wenn alle Webinhalte Geld kosteten, käme ich nicht drum herum. Aber das ist unrealistisch. Wenn ein RSS-Feed etwas kostete, würde ich mir einen anderen suchen. Ich kann ja selbst bestimmen, was ich schaue.

ZEIT ONLINE: Heute schon gegoogelt?

Beck: Google ist meine Startseite. Und zu meinen drei am häufigsten besuchten Seiten zählen YouTube, meine Homepage und GoogleNews. Aber mit Google sollten wir vorsichtig sein.

ZEIT ONLINE: Wieso, kostet doch nichts?

Beck: Ich habe die Bücher Die Google-Story von Vise und Malseed und Die Google-Falle von Gerald Reischl gelesen. Die Macht dieses Unternehmens ist beängstigend. Das ist fast ein Imperium. Auch wenn das Firmenmotto lautet „Don’t be evil“, ich habe keine Google-Mail-Adresse und werde mir die Google-Software fürs Handy nicht besorgen. Kennen Sie den US-Film Network?

ZEIT ONLINE: Ich glaube nicht, wovon handelt er?

Beck: Es beleuchtet die Macht der Medien gut und kritisch. Kann ich empfehlen, auch in Bezug auf Google.

ZEIT ONLINE: Danke. Heute auch schon getwittert?

Alles Außer Fußball

Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Alle zwei Wochen geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.

ALS E-BOOK KAUFEN

Die Gespräche mit Philipp Lahm, Thomas Hitzlsperger, Andreas Beck und Corny Littmann stehen Ihnen auch als E-Book nach dem Download jederzeit und überall zur Verfügung.

Hier finden sie eine Übersicht unserer E-Books www.zeit.de/ebooks.

Beck: Nein, das ist mir zu zeitintensiv, das mache ich nicht. Mir reicht meine Homepage. Obwohl um Twitter gerade ein Hype entsteht. Als das Flugzeug in New York im Hudson River landete, war ja auch ein Twitterer dabei. Twitterer – sagt man das so?

ZEIT ONLINE: Passt so, in der Net-Generation. An Ihrer Homepage arbeiten Sie selbst und keine Agentur?

Beck: Die Texte, Aphorismen und die Buchtipps schreibe ich selbst, meine Berater stellen sie dann online. Hab heute wieder einen Buchtipp per Mail geschickt.

ZEIT ONLINE: Ein Buch übers Internet?

Beck: Nein: Barack Obama: Wie ein US-Präsident gemacht wird von Webster Griffin Tarpley. Spannend und kritisch. Es geht auch um den Hype um Obama. Das ist ähnlich wie bei Google.

Das Gespräch führte Steffen Dobbert.

Lesen Sie am kommenden Dienstag das Kolumnen-Gespräch mit Philipp Lahm.

 
Leser-Kommentare
  1. Generation erfunden wurde?
    Ich entdecke immer ein ein Lächeln in mir , wenn "Generation Internet" von sich selbst schwärmt .

    • GTEvo
    • 03.02.2009 um 15:55 Uhr

    Der Beck issn lustiges Kerlchen !

    Selten sone Antiamerikansiche Heuschrecken Propaganda eines Angestellten der Deutschen PremiumHeuschrecke SAP gelesen !

    Natürlich hat der Beck diese SAP Schleichwerbung nicht verfasst..das machen die BND Agenten des SoftwareGiganten aus Deutschland !
    Google sei gefährlich meint der Beck...Achso...
    Er hat ja auch schon Bücher gelesen.."Network" usw...

    Na dann empfehle ich Ihm mal nach "Screenpaparazzi" zu "sapplen"^^..
    Oder einfach hier unten auf die Signatur zu klicken.

    Lieber Sportskamerad Beck..dein Brötchengeber ist mit der Telekom, VW, Mercedes, Deutsche Bahn sowie der Deutschen Vermögensberatung, die Gefährlichste Firma europaweit, mit Blick übern Tellerrand, nach Petersburg !
    Dem Lieblingsreiseziel der Damen und Herren Merkel/Hoeness/Schröder/ Tönnies, Wiedeking..

    Hochgeschwindigkeits Querdenker
    Holger

    "Netter Versuch"..bloss etwas zu "Deutsch"

    http://gtevo.blogspot.com/
    Friedman + Wagner : Hoeness x Assauer - Rummenigge = GTEvo
    ACHTUNG ! Statements dieser Person könnten versteckte Botschaften enthalten !

    • Creo
    • 08.04.2009 um 12:50 Uhr
    4. Damals

    Das waren noch Zeiten als Fußballer vorallem - naja..Fußball spielten. Irgendwie ist es schon normal das jeder in dieser Gesellschaft etwas zu sagen hat und leider oft auch ein Forum ;-) dafür findet. Aber all diese Sportler deren Meinungen uns jetzt noch dargeboten werden, nerven. Es reicht wenn der Kaiser, Breitner und Netzer ihren Senf dazugeben. Für aktive Fußballer hingegen sollte gelten ausserhalb des Themas Fußball einfach ma nix sagen. Die drei grossen Lichter qualifizieren sich zur Aussage durch Lebenserfahrung. Aber, auch mit Respekt vor seinem fußballerischen Können, der Herr Beck sollte doch erstmal seine Karriere so oder auch nur ansatzweise so erfolgreich zu Ende bringen wie die drei oben erwähnten und dann kann er ja auch mal was zum Rest des Lebens sagen. Stichwort sich selbst nich so Ernst nehmen oder hart formuliert: Ausser Fußball kannste nix!
    Trotzdem: Viel Erfolg in der BuLi und beim DFB Herr Beck

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