Kunst

Hüben wie drüben

Werner Heldt, "Tür", 1946  |  © 2009 Werner Heldt Estate/Artists Rights Society (ARS), NY/VG Bild-Kunst. Bonn;Photo Courtesy Berlinische Galerie, Landmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur by Hermann Kiessling

Diskutiert der Kunstbetrieb die deutsche Kunst von 1945 bis 1989, durchziehen noch immer Eiserne Vorhänge sein Denken. Das alte Frontdenken währte länger als der Kalte Krieg. Viele Kuratoren und Künstler der BRD misstrauen bis heute den Arbeiten der Kollegen aus dem anderen Deutschland.

So gibt sich der bundesrepublikanische Kunstbetrieb gerne progressiv, der sich nicht reinreden lässt und sich ästhetisch stets vielschichtig einem auch internationalen Publikum präsentiert. Gleichzeitig wurden aber die Ostkünstler abgetan als bieder und spießig. Ihre Arbeiten verdankten sie zu einem Großteil den Apparatschiks des SED-Regimes. Das Ergebnis wurde und wird mancherorts noch immer als öde, graue, provinzielle Sozialistenkunst beurteilt.

Die Ausstellung "Art of Two Germanys" im Los Angeles County Museum schickt sich an, diese Denkweise zu durchbrechen. Rund 300 Gemälde, Fotos, Skulpturen und Videos sind dort versammelt und zeigen: Die deutschen Künstler aus Ost und West waren sich trotz aller Unterschiede ähnlicher, als sie meinten.

Anschließend an die Ausstellung in Los Angeles kommen die Werke von 28. Mai bis 6. September nach Nürnberg ins Germanische Nationalmuseum.

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