Weltwirtschaftsforum Alles eine Frage der Psychologie
Dank Robert Shiller, einem der Stars in Davos, schenkt die Finanzwelt der Psychologie der Masse ihre Aufmerksamkeit: Kollektive Furcht behindert den Kampf gegen die Krise

© Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images
Die Angst vor der Angst: In Davos beim Weltwirtschaftsforum drehen sich die Debatten auch vor allem um die Stimmung der Masse
Robert Shiller ist einer der Stars von Davos. Der Ökonomieprofessor von der Yale-Universitaet hat die große Krise vorhergesagt - vor allem, weil er früh sah, wie sich in den USA und andersorts eine nie dagewesene Immobilienblase bildete. Eine richtige Vorhersage kann Zufall sein, aber Shiller hat auch schon das Platzen der New-Economy-Blase 2001 vorhergesagt. Warum?
Shiller hat sich nie nur auf die klassischen Wirtschaftsmodelle verlassen, sondern immer auch das tatsächliche Verhalten mitgedacht. Auf diese Weise sieht er Prozesse kollektiver Begeisterung und Übertreibung schon im Entstehen.
Die harten Daten einer Volkswirtschaft allein könnten die Abfolge von Boom und Zusammenbruch nicht erklären, meint er. Die Psychologie der Menschen sei ganz entscheidend, und zwar nicht bloß individuell, sondern auch und gerade in der Masse.
So fällt es den meisten von uns ungeheuer schwer, sich einer Massenbegeisterung oder Massenangst zu entziehen. Selbst Anleger, die ein Unheil erahnen, handeln oft nicht, weil sie keine harten Argumente haben, um die Masse zu widerlegen. So kommt es, dass die Reaktion erst einsetzt, wenn das Desaster sichtbar wird - an der Börse ebenso wie im weiteren Bereich der Wirtschaft.
Wenn Shiller recht hat, und dafür spricht vieles, brauchen wir tatsächlich neue Theorien über die großen Bewegungen der Volkswirtschaft.
Diese Theorien werden wohl einen Faktor aufnehmen müssen, der hier in Davos eine große Rolle spielte: Furcht. Die kollektive Angst macht die Krise schlimmer und könnte auch eine jahrelange Wirtschaftsdepression auslösen.
Und keiner hat so recht eine Antwort auf die Frage, wie man kollektive Angst bekämpft. Durch Erfolgsmomente der Demokratie wie etwa die Wahl Barack Obamas? Davon gehe schon ein Moment der emotionalen Stärkung für viele hervor, sagen die Psychologen, die dieses Jahr in ungewohnt großer Zahl nach Davos eingeladen wurden. Doch die Skepsis gegenüber der Demokratie und der Fairness der Wirtschaft sei immens, warnen sie. Und das sei vielleicht das größte Hindernis auf dem Weg zur ökonomischen Genesung.
Uwe Jean Heuser, Wirtschaftsressortleiter der ZEIT, und Josef Joffe, Herausgeber, berichten täglich vom Weltwirtschaftsforum in Davos
- Datum 31.01.2009 - 14:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 7
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nicht sagt, WANN es kommt, liegt falsch - ganz schlicht+einfach.
Das Platzen der "Immobilienblase" ist schon vor 5 Jahren prophezeiht worden, nur: Sie platzte nicht bzw. erst nach weiteren Faktoren (Spekulation um Rohstoffe).
Wenn diese Abfolge vor 5 Jahren genannt worden WÄRE, dann könnte Fachwissen vermutet werden,
aber jetzt ist eben nicht sicher, ob die Blase nicht ganz langsam und ohne Probleme verebbt wäre -so etwas passiert ja ständig (das heißt dann: Strukturwandel ff)
Insofern ist dieser "Fachmann" eben auch keiner. Ein Spökenkieker wie alle anderen - nur zufällig etwas richtiger in der Spökenkiekerei als andere seines Berufsstandes.
Die Unberechenbarkeit von "Massen" ist eine uralte Weisheit - nach (wohlgemerkt: NACH) jeder Krise wurde so etwas mal wieder festgestellt.
Vergleichbar mit der jetzigen Krise war das Platzen der Aktienblasen vor ca. 10 Jahren - auch damals eine Massenaktion. Damals wurden etliche Mechanismen der Spekulation verändert (allerdings nicht tiefgreifend genug - da waren die Fachleute eben auch überfordert).
Es ist also nicht Spökenkiekerei angesagt, sondern endlich mal eine richtige Analyse:
Das Lösungswort heißt: EMERGENZ, also Unvorhersehbarkeit und auch nicht nachvollziehbare Bewegung.
Menschen (auch) verhalten sich nun mal emergent, wie ja auch alle Lebewesen es tun.
mit VERSTAND lässt sich ja erahnen, was in der Vergangenheit passierte (und eben nur sehr vage, wenn das Wort Emergenz sogar unbekannt bleibt),
aber über die Zukunft lässt sich nur sehr vage spekulieren.
Vergleichbar mit einem Würfelspiel:
Mit Verstand kann zwar ganz grob analysiert werden, warum ein Würfel dahin gerollt ist, wo er lag, aber nicht jeder Einfluss kann analysiert werden.
Und dann KÖNNTE zwar grob ein Würfel in ungefähr die Richtung gerollt werden, die gewünscht wird,
aber die emergenten Faktoren sind dann eben immer noch unvorhersehbar.
das Ergebnis ist höchsten wahrscheinlicher geworden.
So ähnlich muss man sich die Deutungen der "Fachleute" vorstellen, die Handlungen von Menschen in der Vergangenheit deuten und daraus Schlüsse für die Zukunft ziehen.
(Das Wort Emergenz wäre übrigens auch für andere Wissenschaften das Schlüsselwort, ob in der Soziologie (siehe "Emergente Ordnung") oder in der Abstammungslehre usw. - auch die Evolution verlief immer emergent und auch da kann "Verstand" nur sehr vage analysieren)
Vor einem Jahr titelten Joffe und Heuser: "Wer sorgt für Dampf in der Weltwirtschaft?"
In meinem damaligen Kommentar verwies ich auf ein SPON Interview in dem ein Teilnehmer die Arroganz der Reichen dort als ""Absurdes Schauspiel entrückter Potentaten" bezeichnete. Details:
http://kommentare.zeit.de...
Heute gibt es nichts mehr zu feiern. Also muß Psychologie her gegen die "kollektive Furcht". Aber nicht die freudsche Psychologie, sondern die seines wiener Neffen Edward L. Bernays: Propaganda
Bernays prägte diesen Begriff 1928 in den USA mit seinem Buch "Propaganda". Ex- Propagandaminister Goebbels Lieblingslektüre beginnt mit den Worten:
"Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist."
So wurde kürzlich für das organisierte Verbrechen "Banken rauben Bürger aus" der Begriff "Finanzkrise" geprägt. Statt der Frage nach Gerechtigkeit, so Heuser aus Davos, "schenkt die Finanzwelt der Psychologie der Masse ihre Aufmerksamkeit".
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"Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)
Aber es scheint die Person zu sein, die sich innerhalb der High-Potentials von Davos die Lorbeeren einstreicht.
Man kann nur auf das alles offenbarende Treffen von Ackermann, Schröder und Eichel 2003 verweisen, bei dem es um das Bilden einer Bad Bank ging.
Damit steht fest, dass jeder halbwegs gebildete Ökonom wusste, in welch desaströser Lage sich die Weltwirtschaft befand. Die Amerikaner haben sich dann noch den Irak-Krieg aus dem A*sch gezogen, um den Absturz bzw. des Versiegen des Petrodollars zu verhindern und irgendwie haben alle (Ökonomen und Politiker) vermutlich geglaubt: Lasst die Amerikaner mal im Irak morden, meucheln und damit die weltweite Hoheit des Westens über die Verteilung des Öls im nahen Ostens demosntrieren. Das ist halt schief gelaufen und jetzt werden die Kredite fällig gestellt -- dumme Sache das ..
Nein, die Immobilienblase ist die konsequente Fortsetzung der Lügen aus der Dot-Com-Blase -- nur mit anderen Mitteln. Und wer Augen im Kopf hatte, der konnte das seit Jahren sehen. Aber weil die Gewinne und die Provisionen so astronomisch waren, waren alle, die von den Risiken warnten Schwarzseher, Kassandra-Rufer und sonsitge auffällige Leute, die systematisch an den Rand gedrängt wurden. Das Problem war nur, dass die Beträge so astronomisch waren, dass niemand ernsthaft glaubte, dass die Kredite je wieder zurück gezahlt werden. Das was die USA der Welt schuldet wird uneinbringbar sein -- und das wird unsere Renten, unsere Rücklagen und damit unseren Wohlstand kosten.
Wenn es einen Sündenfall der Regierung Schröder gab, dann war das selbstredend nicht Harz-IV, wofür sie allenthalben gescholten wurden. Moralisch verwerflich war von Schröder, dass er den tatsächlichen Zustand des Weltfinanz-Systems nicht beschrieben hat, als sie das Zepter 2005 an Merkel abgaben. Deutschland ist seit jeher einer der "Dicken" im Spiel der Weltwirtschaft und der Weltfinanzen. Was wir 2005 gebraucht hätten wäre eine schonungslose Offenlegung aller krummen Transaktionen, aller Finanzbetrügereien und der Offenlegung mindestens aller Einlagerungen von amerikanischem FInanzklärschlamms in die Keller deutscher Banken - insbesondere der öffentlichen Banken! Denn seit seitdem haben sich die Beträge immer weiter in astronomische Höhen geschwungen. Werden die geschuldeten Werte der US-Amerikaner tatsächlich uneinbringbar, dann kann es am Kollaps keinen Zweifel geben. Und 2005 hätte man vielleicht noch etwas tun können .. Der Kollaps wird uns aber nun unseren Wohlstand rauben und der die Menschen zwingen, sich für Hungerlöhne zu prostituieren. Das ist der Sündenfall des Herrn Schröder (und auch des Herrn Fischers) -- es kann nicht sein, dass diese Herren nichts davon wussten und sie hätten Verantwortung übernehmen und Zeugnis ablegen müssen, dass diese neoliberale Ökonomie gerade mit Tempo 300 auf einen Brückenpfeiler zu rast! 2003, 2004, 2005, 2006 ..
F. Mayer
wer früher stirbt, ist länger tot ...
liebe zeitleser,
es wundert mich ja ein bisschen, dass man keine schamanen und voodopriester zum gipfel in davos eingeladen hat, um einen alternativen ansatz der wirklichkeitsbetrachtung zu erhalten !!! oder vielleicht doch lieber einen buddhistischen lama, die bleiben so schön ruhig wenn "die hütte brennt"...
ich denke mir halt, mit den üblichen methoden wie z.b. der suche nach den angeblichen oder tatsächlichen verantwortlichen wird man nicht besonders weit kommen! wenn das kind im brunnen liegt, ist es imho etwas spät, mit dem schwimmunterricht zu beginnen ...
ein patentlösung für die weltwirtschaftskrise hat hoffentlich keiner von mir erwartet - oder etwa doch? ich warte auf stattliche honorarofferten ...
gruss MK, hannover
> ich denke mir halt, mit den üblichen methoden wie z.b. der
> suche nach den angeblichen oder tatsächlichen verantwort-
> lichen wird man nicht besonders weit kommen!
Ich will aber die verantwortlichen nicht mehr in Führungspositionen sehen. Frau Merkel hat beispielsweise dazu beigetragen, indem sie sich bei Bush eine braune Nase geholt hat - und mit seinem Terror nicht so kritisiert hat, wie es sich für eine aufrechte Demokratin gebührt hätte. Hätte man die Bush-Doktrin international geächtet und damit den Irak-Krieg verhindert oder abgekürzt, dann wären die Kredite der USA früher fällig gewesen bei deutlich niedrigeren Ausfällen der internationalen Finanzwelt.
Nur durch den Krieg im Irak und seinen verschobenen Prioritäten ließ sich die kritische Masse der Kredite so hoch treiben dass nun nicht nur die USA abschmiert, sondern mit ihr gleich die ganze Welt. Und wenn man Verschwörungen mag, dann formuliert man, dass dies der B-Plan der Bush-Administration war: Entweder wir siegen im Irak und haben die Macht über das Öl oder wir verlieren dort, dann schmiert eben die ganze Welt-Ökonomie ab - und weil dann eben alle abschmieren kommt es nicht mehr auf Dominanz durch Finanzkraft sondern militärische Macht an ..
Soviel zu "Merkel mit der braunen Nase" - und auf der anderen Seite sehe ich Affen wie Ackermann, der eine Lüge nach der anderen ablässt. Die Deutsche Bank arbeitet mit 1.8% Eigenkapital -- wie wahrscheinlich ist es, dass Ackermann recht behält, dass die Deutsche Bank kein Geld vom Steuerzahler benötigt? Es ist so absurd, dass die Nullen, die den ganzen Schlamassel ausgelöst und sich fürstlich für das Versagen haben entlohnen lassen, dass diesen Affen noch Redezeiten in den Medien eingeräumt werden. Die gehören geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt!
Wir brauchen neue Leute mit neuen Ideen, wie man das Geld von den Caymans, Jersey, Dubai, etc. zurück holt - legal, illegal - mir völlig wurscht!
Ich will mehr Leute sehen, die dem Vorbild von Herrn Merckle folgen -- vielleicht nicht gleich physisch unter dem Zug liegend, aber doch ihre Existenz in den Rinnstein der Geschichte gespült, wo sie hin gehören!
F. Mayer
> ich denke mir halt, mit den üblichen methoden wie z.b. der
> suche nach den angeblichen oder tatsächlichen verantwort-
> lichen wird man nicht besonders weit kommen!
Ich will aber die verantwortlichen nicht mehr in Führungspositionen sehen. Frau Merkel hat beispielsweise dazu beigetragen, indem sie sich bei Bush eine braune Nase geholt hat - und mit seinem Terror nicht so kritisiert hat, wie es sich für eine aufrechte Demokratin gebührt hätte. Hätte man die Bush-Doktrin international geächtet und damit den Irak-Krieg verhindert oder abgekürzt, dann wären die Kredite der USA früher fällig gewesen bei deutlich niedrigeren Ausfällen der internationalen Finanzwelt.
Nur durch den Krieg im Irak und seinen verschobenen Prioritäten ließ sich die kritische Masse der Kredite so hoch treiben dass nun nicht nur die USA abschmiert, sondern mit ihr gleich die ganze Welt. Und wenn man Verschwörungen mag, dann formuliert man, dass dies der B-Plan der Bush-Administration war: Entweder wir siegen im Irak und haben die Macht über das Öl oder wir verlieren dort, dann schmiert eben die ganze Welt-Ökonomie ab - und weil dann eben alle abschmieren kommt es nicht mehr auf Dominanz durch Finanzkraft sondern militärische Macht an ..
Soviel zu "Merkel mit der braunen Nase" - und auf der anderen Seite sehe ich Affen wie Ackermann, der eine Lüge nach der anderen ablässt. Die Deutsche Bank arbeitet mit 1.8% Eigenkapital -- wie wahrscheinlich ist es, dass Ackermann recht behält, dass die Deutsche Bank kein Geld vom Steuerzahler benötigt? Es ist so absurd, dass die Nullen, die den ganzen Schlamassel ausgelöst und sich fürstlich für das Versagen haben entlohnen lassen, dass diesen Affen noch Redezeiten in den Medien eingeräumt werden. Die gehören geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt!
Wir brauchen neue Leute mit neuen Ideen, wie man das Geld von den Caymans, Jersey, Dubai, etc. zurück holt - legal, illegal - mir völlig wurscht!
Ich will mehr Leute sehen, die dem Vorbild von Herrn Merckle folgen -- vielleicht nicht gleich physisch unter dem Zug liegend, aber doch ihre Existenz in den Rinnstein der Geschichte gespült, wo sie hin gehören!
F. Mayer
> ich denke mir halt, mit den üblichen methoden wie z.b. der
> suche nach den angeblichen oder tatsächlichen verantwort-
> lichen wird man nicht besonders weit kommen!
Ich will aber die verantwortlichen nicht mehr in Führungspositionen sehen. Frau Merkel hat beispielsweise dazu beigetragen, indem sie sich bei Bush eine braune Nase geholt hat - und mit seinem Terror nicht so kritisiert hat, wie es sich für eine aufrechte Demokratin gebührt hätte. Hätte man die Bush-Doktrin international geächtet und damit den Irak-Krieg verhindert oder abgekürzt, dann wären die Kredite der USA früher fällig gewesen bei deutlich niedrigeren Ausfällen der internationalen Finanzwelt.
Nur durch den Krieg im Irak und seinen verschobenen Prioritäten ließ sich die kritische Masse der Kredite so hoch treiben dass nun nicht nur die USA abschmiert, sondern mit ihr gleich die ganze Welt. Und wenn man Verschwörungen mag, dann formuliert man, dass dies der B-Plan der Bush-Administration war: Entweder wir siegen im Irak und haben die Macht über das Öl oder wir verlieren dort, dann schmiert eben die ganze Welt-Ökonomie ab - und weil dann eben alle abschmieren kommt es nicht mehr auf Dominanz durch Finanzkraft sondern militärische Macht an ..
Soviel zu "Merkel mit der braunen Nase" - und auf der anderen Seite sehe ich Affen wie Ackermann, der eine Lüge nach der anderen ablässt. Die Deutsche Bank arbeitet mit 1.8% Eigenkapital -- wie wahrscheinlich ist es, dass Ackermann recht behält, dass die Deutsche Bank kein Geld vom Steuerzahler benötigt? Es ist so absurd, dass die Nullen, die den ganzen Schlamassel ausgelöst und sich fürstlich für das Versagen haben entlohnen lassen, dass diesen Affen noch Redezeiten in den Medien eingeräumt werden. Die gehören geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt!
Wir brauchen neue Leute mit neuen Ideen, wie man das Geld von den Caymans, Jersey, Dubai, etc. zurück holt - legal, illegal - mir völlig wurscht!
Ich will mehr Leute sehen, die dem Vorbild von Herrn Merckle folgen -- vielleicht nicht gleich physisch unter dem Zug liegend, aber doch ihre Existenz in den Rinnstein der Geschichte gespült, wo sie hin gehören!
F. Mayer
Als Österreicher und Angehöriger eines Landes in dem die Psychotherapie erfunden wurde, finde ich natürlich Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Psychologie spannend. Aber das Platzen der Hypothekar-Kredite, scheint mir wenig mit mit Psychologie zu tun zu haben.
Ein Architekt hat mir erzählt, dass im Normalfall nur ganz besondere Häuser an Wert gewinnen würden. In Österreich zB Jugendstilvillen. Normale Häuser würden im Gegenteil an Wert verlieren. Wieso man mit Hypotheken auf normale Häuser daher Renditen jenseits der 20 Prozent erzielen könne, sei für ihn nicht nachvollziehbar. Also?
Viele interessanter als die Debatte über dunkle Vorhersagen oder schlechte Schlagzeilen ist die Feststellung von Shiller, dass die Krise vor allem auch ein psychologisches Phänomen sei. Es müsse Marketing gemacht werden, damit der Eindruck einer wirtschaftlichen Erholung erweckt werde. Dieser Ansatz passt zu Shiller, der ja auch die Blasenbildung an den Immobilien- und Kapitalmärkten in seinen Büchern psychologisch erklärt hat.
decoien
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