Gaza-Konflikt Israel droht mit Vergeltung für Raketenangriff

Der Beschuss der Einwohner im Süden des Landes werde eine harte und überproportionale Reaktion Israels nach sich ziehen, kündigte Ministerpräsident Ehud Olmert an

Im Gaza-Streifen bauen Palästinenser Zelte für die Opfer der Bombenangriffe auf. Zahlreiche Häuser wurden zerstört

Im Gaza-Streifen bauen Palästinenser Zelte für die Opfer der Bombenangriffe auf. Zahlreiche Häuser wurden zerstört

Olmert gab seine Drohung am Sonntag bei der Kabinettssitzung bekannt. Kurz zuvor waren mindestens zwei Raketen im Süden Israels eingeschlagen. Laut Polizei gab es keine Opfer oder Sachschäden. Zu dem Angriff bekannte sich eine Gruppierung der Al-Aksa-Brigaden. Die Brigaden gehören zu der mit der Hamas rivalisierenden Fatah von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas.

Israel war gegen die im Gaza-Streifen herrschende radikal-islamische Hamas drei Wochen lang mit einer Militäroffensive vorgegangen, um die seit Jahren andauernden Raketenangriffe zu stoppen. Kritiker hatten Israel dabei Unverhältnismäßigkeit vorgeworfen.

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Bei den Raketenangriffen auf Israel starben in den vergangenen acht Jahren 18 Menschen. Bei der jüngsten Offensive wurden nach Angaben des von der Hams kontrollierten Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 1300 Palästinenser getötet, darunter mindestens 700 Zivilisten. Auf israelischer Seite starben zehn Soldaten und drei Zivilisten. Israel macht die Hamas für die zivilen Opfer unter den Palästinensern im Gaza-Streifen verantwortlich, weil die Organisation in Städten und Flüchtlingslagern Stellung beziehe.

Erst am Samstag war nahe der israelischen Stadt Aschkelon eine Rakete eingeschlagen. Seit einer am 18. Januar verkündeten Waffenruhe kommt es immer wieder zu sporadischem Raketenbeschuss, auf den Israel meistens mit Luftangriffen auf Ziele der Hamas im dicht besiedelten Gaza-Streifen reagiert.

Ziel des dreiwöchigen Militäreinsatzes war der Stopp des Raketenbeschusses.

 
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