Bildungsfinanzierung Weniger Geld für Studenten und ForschungSeite 2/2

Die Overhead-Finanzierung in der Forschung soll die Organisationskosten, die den Hochschulen bei der Einwerbung von Drittmitteln entstehen, reduzieren. Overheadkosten werden weiterhin nur zu einem Minimum ausgeglichen: Es bleibt bei 20 Prozent und eine Erhöhung auf 40 Prozent ist nicht in Sicht.

Beim Pakt für Forschung und Innovation bleibt es bei der jährlichen Steigerung um drei Prozent. Eine Steigerung auf fünf Prozent, wie sie die Großorganisationen der Forschung gewünscht und die Bundeskanzlerin in Aussicht gestellt hat, wird vertagt.

Die Exzellenzinitiative wird mit 1,9 Milliarden Euro fortgesetzt. Eine von Wissenschaftsrat und der DFG befürwortete Erhöhung auf 2,4 Milliarden Euro erscheint nicht möglich.

Ein gesondertes Programm zur besseren Betreuung der Bachelor- und Masterstudenten ist im internen Worst-case-Szenario der SPD-Bildungsexperten überhaupt nicht mehr vorgesehen.

Würden dagegen Bund und Länder eine Finanzierung auf über 16 Milliarden Euro beschließen, sähe alles besser aus, rechnet die SPD vor: Die Kosten pro Studienplatz würden mit 30 000 Euro berechnet. Die Overhead-Finanzierung in der Forschung könnte auf 40 Prozent der Kosten steigen. Der Pakt für Forschung und Innovation würde jährlich um fünf Prozent erhöht. Für die Neuauflage der Exzellenzinitiative könnten 2,47 Milliarden Euro aufgewendet werden.

Das allein mit 5,5 Milliarden Euro vom Wissenschaftsrat empfohlene Programm für eine bessere Personalbetreuung der Bachelor- und Masterausbildung ist allerdings sogar in der optimistischeren Variante nicht vorgesehen.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Regierung lässt lieber die Wände neu streichen und stützt damit die Bauindustrie, als jetzt in Köpfe (sprich Personal an Unis und Schulen) zu investieren und damit die deutschen Wachstumsaussichten langfristig zu verbessern.
    Das erste zieht allenfalls einen kurzfristigen, vernachlässigbaren Konjunktureffekt nach sich, kann unter Umständen vor der nächsten Wahl die Bilanz aber etwas verbessern. Die zweite Lösung ist die bessere, zahlt sich aber nicht kurzfristig in Wählerstimmen aus und ist damit für jeden Politiker uninteressant.
    Traurig aber wahr. Gute Nacht Deutschland...

  2. 2500 € Abwrackprämie für funktionierende Altautos und 500 € Studiengebühren pro Semester..... hier werden eindeutdige Prioritäten gesetzt - einen intelligenten, gebildeten und mündigen Bürger scheint man nicht zu wollen....

  3. Ganz klar, das gleiche was immer abläuft in Deutschland. Den Erwachsenen gehts schlecht, die Kinder sollens zahlen. Fragt sich nur womit. Aber das sind wir ja gewöhnt. Danke, damit gibts immer weniger Gründe warum man sich hier engagieren sollte.

    Übrigens, die Frechheit ist ja, erst Studiengebühren einführen, dann verspätet Studienkredite bei der KfW einführen. Mit 7% Zinsen und auf 2 Jahre beschränkt. Wow man zeige mir einen Studiengang der nach 4 Semestern abgeschloßen ist. Aber mit den 7% und Schutzschirmen kann man natürlich die Fehlspekulationen der IKB und der KfW mit der Zukunft unserer Kinder gegenfinanzieren.

    Wie kommts nur das Politiker für mich nur noch Heuchler, Feiglinge, Bauernfänger, Lügner und Betrüger sind ?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service