Weltwirtschaftsforum Bill Clinton erklärt, wie die Krise zu lösen ist

Der Ex-Präsident der USA vertrat in Davos Obama, Mrs. Clinton, und den Rest der amerikanischen Regierung

Bill Clinton, 42. Präsident der USA, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos

Bill Clinton, 42. Präsident der USA, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos

Bill Clinton, 42. Präsident der Vereinigten Staaten, war sozusagen der höchstrangige Vertreter seines Landes in Davos - und das auch nur 20 Minuten lang in einer vollgepackten Plenarsitzung. Ansonsten fehlten sie diesmal alle: der Finanzminister Geithner, der Chef des Wirtschaftsrates Larry Summers. Auch Vizepräsident Joe Biden, als Senator früher Stammgast, war diesmal nicht in Davos.

Der Gatte der Außenministerin nutzte seinen Auftritt in Davos zu einem kleinen Volkswirtschaftsseminar, dessen Hauptbotschaft an die Welt lautete: Wir haben zwar diese Krise ausgelöst, aber ohne eure Hilfe kommt weder Amerika noch die Welt wieder daraus heraus.

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"Wir können die (Konjunktur-)Pläne des Präsidenten nicht verwirklichen, wenn andere nicht unsere Bundesobligationen kaufen." Warum das in deren Interesse sei? "Die Chinesen", antwortete Clinton, "haben viel Cash, sind aber exportabhängig und leiden unter der Krise. Deshalb sollten sie uns helfen."

Dann könne Amerika wieder chinesische Exporte kaufen, und dies werde einen Engelkreis in Gang setzen, der Wachstum in anderen Ländern erzeugen und so die Weltwirtschaft wieder beleben würde. "Der chinesische Ministerpräsident", fügte Clinton hinzu, "hat recht. Die Krise begann zwar bei uns, aber sie hat explosive Wirkungen auch in China erzeugt." In den Städten gäbe es keine Jobs mehr, aber die Leute könnten nicht zurück aufs Land, weil es dort erst recht keine Jobs gäbe.

Leser-Kommentare
  1. Köstlich, einfach köstlich, das ist Realsatire vom Feinsten. Da bittet der Kapitalismus den Kommunismus ihn zu finanzieren. Diese Rede gehört in jedes Geschichtsbuch. Um einen Zeitgenossen zu zitieren: verrückt, total verrückt.

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    Welchen Kommunismus?
    ___________________
    Lyriost – Madentiraden

    • th80ej
    • 29.01.2009 um 17:40 Uhr

    Wo ist denn in China Kommunismus ??

    Schöne Grüße

    Welchen Kommunismus?
    ___________________
    Lyriost – Madentiraden

    • th80ej
    • 29.01.2009 um 17:40 Uhr

    Wo ist denn in China Kommunismus ??

    Schöne Grüße

  2. Die Banken haben "Mist" gebaut und Milliarden versenkt, sie sind verantwortlich aber ohne den Staat (Steuerzahler) kommen sie da nicht wieder heraus. Konsequenzen: KEINE.

    Gruß, Bernd
    *** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***

  3. "Bill Clinton vetrat in Davos, Obama, Mrs Clinton und den Rest der amerikanischen Regierung."

    Ich wüßte gerne, wer das Recht hat, ihn dazu zu beauftragen und wer ihn tatsächlich beauftragt hat.

    Ich wüßte gerne, ob aus der berichteten Situation zu schließen ist, daß Bill Clinton
    in Zukunft öfter die neue amerikanische Außenministerin vertreten wird.

    Gibt es dazu, vor jeder Analyse von Bill Clintons Ausführungen, eine Auskunft? Eine Erklärung?

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    Selbstverständlich war Bill Clinton lediglich als Privatmann in Davos, vermutlich zum Ärger des Finanzministers Geithner. Aber er ist immer noch der alte Bill, von dem die Amerikaner zu sagen pflegten: "Er will auf jeder Taufe das Baby, auf jeder Hochzeit die Braut und auf jedem Begräbnis die Leiche spielen."

    will Sie nur in die Irre führen. Deswegen kann Joffe nicht mehr als Journalist bezeichnet werden. Er sollte seinen Sessel endlich räumen. (entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)

    Es ist wirklich ärgerlich, wie ganz im Stile des Dadaismus oder der Concept-Art Journalisten einfach Sätze ohne innere Struktur einer Logik aneinanderreihen oder nebeneinander setzen und dadurch nur Assoziationen im Leser auslösen, anstatt konkrete Informationen und Zusammenhänge journalistisch zu recherchieren und darzustellen.
    Herr Joffe, wo haben Sie eigentlich studiert? Kennen Sie die Unterschiede zwischen fantasieren, Selbstgespräche führen und recherchieren, informieren?

    • Colon
    • 29.01.2009 um 18:27 Uhr

    Sie haben den Braten sofort gerochen. Denn Herr Joffe wollte bei seinen Lesern nebenbei den falschen Eindruck erwecken, Bill Clinton sei so etwas wie ein Nebenaußenminister und spreche für die Regierung. Dabei wurde er eingeladen und sicher schlecht beraten, geradezu dumm, wenn er nicht hin gegangen wäre. Dort lassen sich Spendengelder für seine Stiftungen in besseren Größenordnungen gewinnen und der Celebrity-Index steigt, was wiederum..., na ja, Sie wissen das längst.

    Herr Joffe kennt das auch. Er möchte aber gleich der Mrs. Secretary und ihrem Gatten, definitely no real friends of him, noch ein Sätzchen anhängen.
    Vielleicht müht sich ja der Stab der Redaktion, nun einmal die Rede nachzuliefern, damit wir vergleichen können.

    Grüße
    C. Leusch

    Selbstverständlich war Bill Clinton lediglich als Privatmann in Davos, vermutlich zum Ärger des Finanzministers Geithner. Aber er ist immer noch der alte Bill, von dem die Amerikaner zu sagen pflegten: "Er will auf jeder Taufe das Baby, auf jeder Hochzeit die Braut und auf jedem Begräbnis die Leiche spielen."

    will Sie nur in die Irre führen. Deswegen kann Joffe nicht mehr als Journalist bezeichnet werden. Er sollte seinen Sessel endlich räumen. (entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)

    Es ist wirklich ärgerlich, wie ganz im Stile des Dadaismus oder der Concept-Art Journalisten einfach Sätze ohne innere Struktur einer Logik aneinanderreihen oder nebeneinander setzen und dadurch nur Assoziationen im Leser auslösen, anstatt konkrete Informationen und Zusammenhänge journalistisch zu recherchieren und darzustellen.
    Herr Joffe, wo haben Sie eigentlich studiert? Kennen Sie die Unterschiede zwischen fantasieren, Selbstgespräche führen und recherchieren, informieren?

    • Colon
    • 29.01.2009 um 18:27 Uhr

    Sie haben den Braten sofort gerochen. Denn Herr Joffe wollte bei seinen Lesern nebenbei den falschen Eindruck erwecken, Bill Clinton sei so etwas wie ein Nebenaußenminister und spreche für die Regierung. Dabei wurde er eingeladen und sicher schlecht beraten, geradezu dumm, wenn er nicht hin gegangen wäre. Dort lassen sich Spendengelder für seine Stiftungen in besseren Größenordnungen gewinnen und der Celebrity-Index steigt, was wiederum..., na ja, Sie wissen das längst.

    Herr Joffe kennt das auch. Er möchte aber gleich der Mrs. Secretary und ihrem Gatten, definitely no real friends of him, noch ein Sätzchen anhängen.
    Vielleicht müht sich ja der Stab der Redaktion, nun einmal die Rede nachzuliefern, damit wir vergleichen können.

    Grüße
    C. Leusch

    • Piepe
    • 29.01.2009 um 16:50 Uhr

    Bill Clinton ist derjenige der die Krise mitverursacht hat. Er hat den Finanzmarkt dereguliert. Bill Clinton ist dafür persönlich zur Verantwortung zu ziehen. Ich plädiere dafür Bill Clinton im New Yorker Armenviertel auszusetzen.
    3 Millionen New Yorker hungern.

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    • Colon
    • 29.01.2009 um 16:59 Uhr

    Werter "Piepe",

    Ich wäre an Ihrer Stelle nicht so sicher, denn wissen Sie überhaupt, ob Herr Joffe Ihnen den Tenor der Clinton Rede korrekt übermittelt hat? Sie kennen womöglich nur das was er aufschrieb und das könnte zu wenig sein.
    Bedenken Sie, Bill Clinton gehört nicht zu den Lieblingen unseres Rezensenten. Es muss damit gerechnet werden, dass diese medialen Scheinwerfer nur beleuchten, was sie sehen wollen.

    Liebe Grüße

    Christoph Leusch

    • Colon
    • 29.01.2009 um 16:59 Uhr

    Werter "Piepe",

    Ich wäre an Ihrer Stelle nicht so sicher, denn wissen Sie überhaupt, ob Herr Joffe Ihnen den Tenor der Clinton Rede korrekt übermittelt hat? Sie kennen womöglich nur das was er aufschrieb und das könnte zu wenig sein.
    Bedenken Sie, Bill Clinton gehört nicht zu den Lieblingen unseres Rezensenten. Es muss damit gerechnet werden, dass diese medialen Scheinwerfer nur beleuchten, was sie sehen wollen.

    Liebe Grüße

    Christoph Leusch

  4. Welchen Kommunismus?
    ___________________
    Lyriost – Madentiraden

    • Colon
    • 29.01.2009 um 16:53 Uhr

    wenn sie vom Chef heraus gegeben werden.

    Zu den weltwirtschaftlichen Gesprächen wird seit Jahr und Tag eingeladen. Auch Bono oder Herr Joffe könnten, wenn Sie dafür eingeladen werden, eine Rede halten.

    Dann gibt es noch die Chance zur Teilnahme durch Einladung und durch Mitgliedschaft.
    Sie müssten im letzteren Falle dann allerdings über eine Firma mit mehr als 5 Milliarden $ Umsatz verfügen oder für diese berechtigt sein zu sprechen. - Ob die Daten so noch stimmen, weiß ich nicht, aber so ungefähr. Ich bin ja auch nur der Herausgeber meiner eigenen Meinung und nicht Herr Joffe.

    Clinton steht auf der Einladungsliste, Joe Biden, Mrs. Clinton oder gar der neue Präsident? - Ich weiß es nicht sofort, könnte mich erkundigen, hätte aber lieber einmal eine solche sachliche Information von den beiden ZEIT-Beobachtern, als launige und doch recht willkürliche Beobachtungen.

    Mittlerweile gehe ich davon aus, dass es nur auf diesen, hier zu lesenden Text ankommt, denn die anderen Dinge muss sich der zu viel wissen wollende Leser selbst zusammensuchen. - Machen Sie sich ihr Urteil selbst und die Liste der eingeladenen Redner erfahren Sie auf der Webseite der Veranstalter.

    Ich erspare mir, noch ein weiteres Wort zu dieser Art Berichterstattung. Was soll man machen, wenn der Herausgeber sein Weltwissen präsentiert.

    Eines ist sicher, eine Antwort zu sachliche Dingen bekommt man übrigens auch nicht, wenn man "meckert". - Wo käme denn das edle Publizistengewerbe hin, wenn Informationen im Vordergrund stünden. Dann wäre ja Meinung nichts wert?

    Liebe Grüße

    Christoph Leusch

    • Colon
    • 29.01.2009 um 16:59 Uhr

    Werter "Piepe",

    Ich wäre an Ihrer Stelle nicht so sicher, denn wissen Sie überhaupt, ob Herr Joffe Ihnen den Tenor der Clinton Rede korrekt übermittelt hat? Sie kennen womöglich nur das was er aufschrieb und das könnte zu wenig sein.
    Bedenken Sie, Bill Clinton gehört nicht zu den Lieblingen unseres Rezensenten. Es muss damit gerechnet werden, dass diese medialen Scheinwerfer nur beleuchten, was sie sehen wollen.

    Liebe Grüße

    Christoph Leusch

    Antwort auf "Sandstreuer"
  5. Selbstverständlich war Bill Clinton lediglich als Privatmann in Davos, vermutlich zum Ärger des Finanzministers Geithner. Aber er ist immer noch der alte Bill, von dem die Amerikaner zu sagen pflegten: "Er will auf jeder Taufe das Baby, auf jeder Hochzeit die Braut und auf jedem Begräbnis die Leiche spielen."

    Antwort auf "Bitte etwas genauer!"

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