Astronomie "Zweite Erde" entdeckt

Fern unseres Sonnensystems kreist ein erdähnlicher Planet um eine Sonne. Dieser Exoplanet besteht nicht nur aus Gas – ein Durchbruch auf der Suche nach fremden Welten.

Im Umkreis einer Sonne: Der Exoplanet HD 189733b, wie ihn ein Künstler sieht. Der Himmelskörper wurde 2007 entdeckt. Anders als der jetzige Fund besteht HD 189733b aus Gas und ist so groß wie Jupiter. Forscher entdeckten Methan und Wasser auf dem Riesen

Im Umkreis einer Sonne: Der Exoplanet HD 189733b, wie ihn ein Künstler sieht. Der Himmelskörper wurde 2007 entdeckt. Anders als der jetzige Fund besteht HD 189733b aus Gas und ist so groß wie Jupiter. Forscher entdeckten Methan und Wasser auf dem Riesen

Günther Wuchterl kann sich vor Begeisterung kaum halten. "Ich habe zu diesem Fund eine ganze Liste von Superlativen aufgestellt, 20 werden es bestimmt sein", schwärmt der Planetenforscher. "Auf jeden Fall ist das die spannendste Geschichte, die ich je erlebt habe." Mit dem knappen Wörtchen "das" beschreibt Wuchterl eine Entdeckung, auf die seine Zunft seit Langem gewartet hat: Zum ersten Mal wurde außerhalb unseres Sonnensystems ein erdähnlicher Planet nachgewiesen, der ähnlich groß und schwer wie unser Heimatplanet ist.

Der Sensationsfund gelang Wuchterl und seinem Kollege Artie Hatzes mithilfe des europäischen CoRoT-Satelliten und wurde soeben auf einer Pressekonferenz anlässlich des ersten CoRoT-Symposiums in Paris vorgestellt. Vor großen Worten ist den Forschern, die an der Thüringer Landessternwarte Tautenburg arbeiten, dabei nicht bange: "Die Frage nach der Existenz fremder terrestrischer Planeten ist damit erledigt", freut sich der aus Österreich stammende Sternentheoretiker Wuchterl.

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Wie bitte? Wurde in den vergangenen Jahren nicht immer wieder von erdähnlichen Planeten berichtet, die um fremde Sterne kreisen? Feierte nicht schon 1999 ein großes deutsches Nachrichtenmagazin in einer Titelstory "Die Zwillingsschwester der Erde"? Tatsächlich bricht immer wieder die Begeisterung bei den Kommentatoren durch, wenn wieder einmal jene verwackelten Lichtsignale aufgefangen werden, die darauf hindeuten, dass in einem fremden Sternensystem ein Himmelskörper rund um eine Sonne kreist. 335 solcher Exoplaneten wurden mittlerweile gefunden, seit 1995 die Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz erstmals einen Begleiter des Sterns 51 Pegasi nachwiesen. Doch wirklich erdähnlich ist von den 335 bisherigen Exoplaneten keiner. Ihre Bahnradien und Massen legen nahe, dass es sich ausnahmslos um Gasriesen handelt, die eher dem Planeten Jupiter gleichen als unserem heimeligen blauen Erdball.

Da kommt das Objekt, das nun von CoRoT entdeckt wurde, unserer Heimat schon näher: Der Planet im Sternbild Einhorn, einige Hundert Lichtjahre von der Erde entfernt, wiegt etwa sechsmal so viel wie die Erde und weist einen Radius auf, der eindreiviertel Erdradien entspricht. Damit hätte man "den bisher kleinsten und masseärmsten Planeten eines anderen Sterns als der Sonne entdeckt", heißt es triumphierend in der Pressemeldung der Forscher von der Landessternwarte Tautenburg (die zugleich zum Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gehören). Ihr "exo-terrestrischer Planet", den sie auf den wenig romantischen Namen CoRoT-Exo-7b tauften, hat eine "Dichte nahe jener der Erde" und besteht demnach nicht aus Gas, sondern aus schweren, erdähnlichen Elementen. Damit gehöre er definitiv "in die Gruppe der terrestrischen Planeten, deren Vertreter bisher ausschließlich in unserem Sonnensystem zu finden waren".

Hat die Suche nach außerirdischem Leben also ein Ende, ist es Zeit für ein astrobiologisches Halali? Und sollten wir schon einmal ein Raumschiff startklar machen in Richtung Sternbild Einhorn?
Vorsicht. Vor dem Abheben empfiehlt sich ein Blick auf das planetare Kleingedruckte: Die Umlaufzeit des neuen Exoplaneten beträgt nämlich weniger als einen Tag, in nur 21 Stunden saust er einmal um seine Sonne; und sein Abstand beträgt nur etwa drei Millionen Kilometer, das entspricht einem Fünfzigstel der Distanz Erde-Sonne. Daraus folgt, dass auf CoRoT-Exo-7b höllische Temperaturen herrschen müssen. Leben dürfte dort kaum zu finden sein.

Dennoch werten Experten die Entdeckung als Durchbruch. "Damit ist bewiesen, dass man mit CoRoT im Prinzip solche erdähnlichen Planeten finden kann", lobt Jakob Staude vom Max-Planck-Institut für Astronomie. "Und das ist genau das, was man sich von dem Weltraumteleskop erhofft hat." Der 2006 gestartete CoRoT-Satellit – ein Projekt der französischen Raumfahrtbehörde CNES unter Beteiligung von Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien und Brasilien – soll nämlich 120.000 Sterne überwachen und gezielt nach jenen Helligkeitsschwankungen suchen, die auftreten, wenn ein Planet vor diesen fernen Sonnen vorbeizieht.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Funde, sondern um die grundlegende Frage, wie häufig überhaupt Planeten außerhalb unseres Sonnensystemen anzutreffen sind. Ist unsere Erde ein Ausnahmefall – oder eher kosmologische Normalität? Um das zu beantworten, muss man mehr finden als große, leicht zu ortende Gasriesen. Doch kleinere Sternbegleiter machen sich eben kaum bemerkbar, was die Suche extrem mühsam gestaltet. Dass nun tatsächlich die Ortung eines erdgroßen Planeten gelang, hat auf dem CoRoT-Symposium in Paris dementsprechend große Begeisterung hervorgerufen. "CoRoTs Schlüsselfund stößt das Tor zu den erdähnlichen Welten bei anderen Sternen weit auf", jubeln die Forscher.

Damit haben die Europäer sogar den Amerikanern ein Schnippchen geschlagen, die im März ihre Raumsonde Kepler ins All schießen wollen und diese vorab priesen als "die erste Nasa-Mission, die erdgroße Planeten entdecken kann". Diesen Erfolg darf nun die Forschergruppe von der Thüringer Landessternwarte für sich verbuchen.

Für Häme sieht Günther Wuchterl dennoch keinen Anlass. "Kepler und CoRoT ergänzen sich sehr gut." Denn die CoRoT-Sonde nimmt ihre Untersuchungsobjekte jeweils nur 150 Tage lang in den Blick. Um aber einen Planeten zweifelsfrei nachzuweisen, muss man mindestens drei seiner Umläufe (sogenannte Transits) um seine Sonne beobachten. CoRoT kann also allenfalls Planeten finden, deren Umlaufdauer maximal 50 Tage dauert. Der Kepler-Satellit dagegen soll sehr viel mehr Geduld aufbringen und Umlaufdauern bis zu einem Jahr beobachten. Solche Planeten könnten dann als "noch erdähnlicher" gefeiert werden.

Um allerdings die fundamentale Frage – Ist da draußen jemand? – zu beantworten, bedarf es mehr als nur des Nachweises von erdgroßen Steinkugeln, die im rechten Abstand um fremde Sonnen kreisen. Dazu müsste man auch deren Licht untersuchen und darin freien Sauerstoff finden können. Erst dann wäre klar, dass außerhalb der Erde Photosynthese stattfindet – und damit Leben möglich ist. Für die Planetenforscher bleibt also noch einiges zu tun. Günther Wuchterl freut sich schon darauf: "Wir leben in extrem spannenden Zeiten."

 
Leser-Kommentare
  1. Die "Einschläge" kommen immer näher!

    Es bedarf keiner großen hellseherischen Fähigkeiten mehr um behaupten zu können, dass wir innerhalb der nächsten zwei, drei Jahrzehnte tatsächlich belebte Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems werden bestaunen können.

    Im Gegensatz dazu wird die kopernikanische Wende wie ein laues Lüftchen wirken.

    Ich freue mich schon darauf den Vatikan zappeln und stottern zu sehen: "Explain This!" :-))

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    Eigentlich braucht man ja nicht auf so etwas zu reagieren, aber wo steht geschrieben, dass es auf anderen Planeten kein Leben geben kann? Es gibt sogar recht interessante Theorien darüber ob es in unserem Sonnensystem überhaupt intelligentes Leben gibt, ausser solches, das unserer Definition von Intelligenz entspricht.;-)

    • Kometa
    • 03.02.2009 um 16:59 Uhr


    "Nihil es enim simul invetum et perfectum."

    Übersetzen Sie sich das mal mit einem Teleskop oder einem Wunderbrenner. - Was für Angebereien: einen Kopernikus abhalftern; wissen, was ein "blaues Lüftchen" ist - und den "Vatikan" verschrecken... - der keine Aussagen mehr macht zu astronomischen Blitzmeldungen und auch zu keinen "Erscheinungen".

    Eigentlich braucht man ja nicht auf so etwas zu reagieren, aber wo steht geschrieben, dass es auf anderen Planeten kein Leben geben kann? Es gibt sogar recht interessante Theorien darüber ob es in unserem Sonnensystem überhaupt intelligentes Leben gibt, ausser solches, das unserer Definition von Intelligenz entspricht.;-)

    • Kometa
    • 03.02.2009 um 16:59 Uhr


    "Nihil es enim simul invetum et perfectum."

    Übersetzen Sie sich das mal mit einem Teleskop oder einem Wunderbrenner. - Was für Angebereien: einen Kopernikus abhalftern; wissen, was ein "blaues Lüftchen" ist - und den "Vatikan" verschrecken... - der keine Aussagen mehr macht zu astronomischen Blitzmeldungen und auch zu keinen "Erscheinungen".

  2. Die nächste Galaxie ist wohl nicht nur ein paar hundert Lichtjahre entfernt.

    Sollte wohl heißen, fern unseres Sonnensystems.

    :-)
    (Anmerkung: Wir haben die Unterzeile nun etwas weniger missverständlich formuliert. Die Redaktion/jk)

    • TyRell
    • 03.02.2009 um 15:56 Uhr

    Eine frohe Botschaft! Aber wir sollten uns eher auf die Reise dorthin freuen:

    1 Lichtjahr = 9,4 Billionen Kilometer

    Gehen wir von 250 Lichtjahren aus, bekomme ich schon Schwierigkeiten bei der Darstellung der Nullen.

    9.400.000.000.000 x 250 = 2.350.000.000.000.000km. Hierfür legen wir die durchschnittliche Raumgeschwindigkeit zugrunde: 30.000km/h, um die Reisezeit zu berechnen (...).

    2.350.000.000.000.000km : 30.000km/h = 78.333.333.333,3h

    78.333.333.333,3 : 24 = 3.263.888.888,9 Tage

    3.263.888.888,9 : 365 = 8.942.161,4 Jahre

    Ein Mehrgenerationenschiff, wovon wir von einer Generation von 30 Jahren ausgehen, würde also:

    298.072,05 Generationen benötigen.

    Kurze Aussage: Bei der derzeitigen Technologie, würden ein Spaceshuttle ca. 9 Millionen Jahre brauchen, um diesen Planeten zu erreichen.

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    Wäre es nicht besser, dass DIE uns mal besuchen.

    Wer sagt denn, dass bei 30.000 km/h Schluss ist?:-)

    bei so vielen Kilometern bleibt doch jede Menge Zeit und Platz zum beschleunigen. Dumm nur dass man dann auch wieder abbremsen muss.

    Vielleicht mit einem ausgedehnten Swing-By Manöver?

    Aber bei hohen Geschwindigkeiten kommen ja noch relativistische Effekte ins Spiel. Die Zeit auf der Erde läuft dann langsamer als an Bord, und dann müssten wir wieder ewig auf eine Antwort warten, oder so ähnlich... mein Kopf dreht sich:-)

    Hat jemand den Film WALL-E gesehen? Wenn das Generationenschiff so top ausgestattet ist, kann der Flug doch sogar Spass machen, egal wie lange er dauert:-)

    Und wenn die Leute dann dort angekommen sind, entdecken Sie, dass Sie von einem Raumschiff neuerer Bauart mit einem viel besseren Antrieb überholt wurden;-)

    Aber mal ernsthaft:

    Es wäre wunderschön, wenn das Universum auch ästhetisch Sinn machen würde, wenn Leben, und damit Symmetrie auf einem Mikrolevel ( = z.B. DNA)die Regel wäre.

    Um diesen Gedanken zu genießen, braucht man nicht in die Ferne aufzubrechen.

    • hagego
    • 03.02.2009 um 16:23 Uhr

    @ TyRell

    In unserer immer globaler, zugleich aber auch komplexer werdenden Welt hat beinahe alles mit allem zu tun. Deshalb möchte ich auf einen kleinen Denkfehler in Ihrer Rechnung aufmerksam machen: Wenn Hartmut Mehdorn die Achsen des Bösen an den Intercity-Raumschiffen der Deutschen Bahn repariert hat, verringert sich die Reisedauer der oben beschriebenen Reise zur Erde II beträchtlich.

    Vorausetzung wäre allerdings, dass Mehdorn nicht, wie dunnemals die Kirche, Scheibe mit Kugel verwechselt. Wir sprechen also einerseits von einer Bremsscheibe, andererseits von einem Kugellager.

    Auf geht's!

    PS:
    So viele Nullen wie in Ihrer Beispielsrechnung, finden sich ja kaum im Deutschen Bundestag.

    Naja, sagen wir mal so: Wenn der Antrag heute noch rausgeht ist der bis dahin bestimmt schonmal im Rechtsausschuß, Hand drauf!

    Wäre es nicht besser, dass DIE uns mal besuchen.

    Wer sagt denn, dass bei 30.000 km/h Schluss ist?:-)

    bei so vielen Kilometern bleibt doch jede Menge Zeit und Platz zum beschleunigen. Dumm nur dass man dann auch wieder abbremsen muss.

    Vielleicht mit einem ausgedehnten Swing-By Manöver?

    Aber bei hohen Geschwindigkeiten kommen ja noch relativistische Effekte ins Spiel. Die Zeit auf der Erde läuft dann langsamer als an Bord, und dann müssten wir wieder ewig auf eine Antwort warten, oder so ähnlich... mein Kopf dreht sich:-)

    Hat jemand den Film WALL-E gesehen? Wenn das Generationenschiff so top ausgestattet ist, kann der Flug doch sogar Spass machen, egal wie lange er dauert:-)

    Und wenn die Leute dann dort angekommen sind, entdecken Sie, dass Sie von einem Raumschiff neuerer Bauart mit einem viel besseren Antrieb überholt wurden;-)

    Aber mal ernsthaft:

    Es wäre wunderschön, wenn das Universum auch ästhetisch Sinn machen würde, wenn Leben, und damit Symmetrie auf einem Mikrolevel ( = z.B. DNA)die Regel wäre.

    Um diesen Gedanken zu genießen, braucht man nicht in die Ferne aufzubrechen.

    • hagego
    • 03.02.2009 um 16:23 Uhr

    @ TyRell

    In unserer immer globaler, zugleich aber auch komplexer werdenden Welt hat beinahe alles mit allem zu tun. Deshalb möchte ich auf einen kleinen Denkfehler in Ihrer Rechnung aufmerksam machen: Wenn Hartmut Mehdorn die Achsen des Bösen an den Intercity-Raumschiffen der Deutschen Bahn repariert hat, verringert sich die Reisedauer der oben beschriebenen Reise zur Erde II beträchtlich.

    Vorausetzung wäre allerdings, dass Mehdorn nicht, wie dunnemals die Kirche, Scheibe mit Kugel verwechselt. Wir sprechen also einerseits von einer Bremsscheibe, andererseits von einem Kugellager.

    Auf geht's!

    PS:
    So viele Nullen wie in Ihrer Beispielsrechnung, finden sich ja kaum im Deutschen Bundestag.

    Naja, sagen wir mal so: Wenn der Antrag heute noch rausgeht ist der bis dahin bestimmt schonmal im Rechtsausschuß, Hand drauf!

  3. 4. Tja...

    Wäre es nicht besser, dass DIE uns mal besuchen.

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    • TyRell
    • 03.02.2009 um 16:52 Uhr

    Vielleicht sollten wir einen Kompromiss eingehen und uns in der Mitte treffen. Dann wären es nur noch 4,5 Millionen Jahre.

    Zu einem vorherigen Kommentar: Die meisten Schiffe erreichen nur 30.000km/h. Warum eigentlich? In einem Raum ohne Reibung (vorausgesetzt Gravitation kann umgegangen werden, indem man großen Massen fern bleibt) müsste doch die Endgeschwindigkeit unendlich sein?

    Sind Astrophysiker unter uns?

    • TyRell
    • 03.02.2009 um 16:52 Uhr

    Vielleicht sollten wir einen Kompromiss eingehen und uns in der Mitte treffen. Dann wären es nur noch 4,5 Millionen Jahre.

    Zu einem vorherigen Kommentar: Die meisten Schiffe erreichen nur 30.000km/h. Warum eigentlich? In einem Raum ohne Reibung (vorausgesetzt Gravitation kann umgegangen werden, indem man großen Massen fern bleibt) müsste doch die Endgeschwindigkeit unendlich sein?

    Sind Astrophysiker unter uns?

  4. Eigentlich braucht man ja nicht auf so etwas zu reagieren, aber wo steht geschrieben, dass es auf anderen Planeten kein Leben geben kann? Es gibt sogar recht interessante Theorien darüber ob es in unserem Sonnensystem überhaupt intelligentes Leben gibt, ausser solches, das unserer Definition von Intelligenz entspricht.;-)

    Antwort auf "JAWOHL!"
  5. Wer sagt denn, dass bei 30.000 km/h Schluss ist?:-)

    bei so vielen Kilometern bleibt doch jede Menge Zeit und Platz zum beschleunigen. Dumm nur dass man dann auch wieder abbremsen muss.

    Vielleicht mit einem ausgedehnten Swing-By Manöver?

    Aber bei hohen Geschwindigkeiten kommen ja noch relativistische Effekte ins Spiel. Die Zeit auf der Erde läuft dann langsamer als an Bord, und dann müssten wir wieder ewig auf eine Antwort warten, oder so ähnlich... mein Kopf dreht sich:-)

    Hat jemand den Film WALL-E gesehen? Wenn das Generationenschiff so top ausgestattet ist, kann der Flug doch sogar Spass machen, egal wie lange er dauert:-)

    Und wenn die Leute dann dort angekommen sind, entdecken Sie, dass Sie von einem Raumschiff neuerer Bauart mit einem viel besseren Antrieb überholt wurden;-)

    Aber mal ernsthaft:

    Es wäre wunderschön, wenn das Universum auch ästhetisch Sinn machen würde, wenn Leben, und damit Symmetrie auf einem Mikrolevel ( = z.B. DNA)die Regel wäre.

    Um diesen Gedanken zu genießen, braucht man nicht in die Ferne aufzubrechen.

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    Die relativistischen Effekte bewirken, dass die Zeit an Bord langsamer tickt als die Zeit auf der Erde, nicht andersrum. Dafür müsste man aber noch einiges beschleunigen. Wenn ich mich recht erinnere liegt der Faktor bei 99% der Lichtgeschwindigkeit so etwa bei 7, was dann die paar hundert Lichtjahre in der Lebensdauer eines Menschen überbrückbar machen würde (Zeit zum Beschleunigen und Abbremsen nicht mitgerechnet). Allerdings würden erst zukünftige Generationen von Forschern die Ergebnisse übermittelt bekommen. Die Quantentechnik sollte dann ja soweit sein, dass sich Informationen ohne Zeitverzögerung übermitteln lassen.

    Die relativistischen Effekte bewirken, dass die Zeit an Bord langsamer tickt als die Zeit auf der Erde, nicht andersrum. Dafür müsste man aber noch einiges beschleunigen. Wenn ich mich recht erinnere liegt der Faktor bei 99% der Lichtgeschwindigkeit so etwa bei 7, was dann die paar hundert Lichtjahre in der Lebensdauer eines Menschen überbrückbar machen würde (Zeit zum Beschleunigen und Abbremsen nicht mitgerechnet). Allerdings würden erst zukünftige Generationen von Forschern die Ergebnisse übermittelt bekommen. Die Quantentechnik sollte dann ja soweit sein, dass sich Informationen ohne Zeitverzögerung übermitteln lassen.

    • hagego
    • 03.02.2009 um 16:23 Uhr

    @ TyRell

    In unserer immer globaler, zugleich aber auch komplexer werdenden Welt hat beinahe alles mit allem zu tun. Deshalb möchte ich auf einen kleinen Denkfehler in Ihrer Rechnung aufmerksam machen: Wenn Hartmut Mehdorn die Achsen des Bösen an den Intercity-Raumschiffen der Deutschen Bahn repariert hat, verringert sich die Reisedauer der oben beschriebenen Reise zur Erde II beträchtlich.

    Vorausetzung wäre allerdings, dass Mehdorn nicht, wie dunnemals die Kirche, Scheibe mit Kugel verwechselt. Wir sprechen also einerseits von einer Bremsscheibe, andererseits von einem Kugellager.

    Auf geht's!

    PS:
    So viele Nullen wie in Ihrer Beispielsrechnung, finden sich ja kaum im Deutschen Bundestag.

  6. Naja, sagen wir mal so: Wenn der Antrag heute noch rausgeht ist der bis dahin bestimmt schonmal im Rechtsausschuß, Hand drauf!

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