CDU-Thüringen Der Anfang vom Abschied von Althaus
Thüringens CDU verlangt vom Ministerpräsidenten eine rasche Entscheidung über seine Zukunft. Sie bereitet sich offenbar auf einen Wechsel vor
Ein Rückzug von Dieter Althaus vom Amt des thüringischen Ministerpräsidenten wird immer wahrscheinlicher. Sein CDU-Landesverband hat jetzt den Druck erhöht. Bislang hatten führende Politiker in der Partei und der CDU-Landesregierung betont, der bei einem Skiunfall am Neujahrstag schwer verletzte CDU-Politik habe bis nach Ostern oder gar bis zum Sommer Zeit, sich von den Folgen zu erholen. "Wir drängen ihn nicht", hatte noch Anfang der Woche der Fraktionsvorsitzende Mike Mohring gesagt, und die amtierenden Ministerpräsidentin Birgit Diezel sagte am Dienstag: "Wir haben einen Spitzenkandidaten, und der heißt Dieter Althaus."
Doch nun setzt ihm die Landespartei eine Frist bis zum 14. März: Spätestens in einem Monat soll Althaus auf einem Landesparteitag erklären, ob er als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 30. August zur Verfügung steht. Zuvor waren die Stimmen in der Partei lauter geworden, die mit Blick auf die Wahl eine baldige Entscheidung verlangten.
Althaus war am Neujahrstag in Österreich mit einer Skiläuferin zusammengeprallt. Die Frau starb, Althaus selbst erlitt schwere Kopfverletzungen, an denen er offenkundig noch immer leidet: Er ist bislang nur schwer ansprechbar. Am Dienstag nahm er im thüringischen Heiligenstadt an der Beisetzung seines Vaters teil. Er wirkte dabei erkennbar gezeichnet. Zuletzt war er in einer Reha-Klinik am Bodensee behandelt worden.
Die neu Entwicklung deutet darauf hin, dass man in der thüringischen CDU – womöglich auch unter dem jüngsten Eindruck – nicht mehr mit einer baldigen Rückkehr von Althaus rechnet. Bereits in den vergangenen Tagen war in der Landeshauptstadt Erfurt kolportiert worden, Althaus leide doch stärker unter den Folgen des Unfalls, als es zuletzt den Anschein hatte. Eine für nächste Woche angekündigte Pressekonferenz, auf der über den Stand seiner Genesung berichtet werden sollte, wurde in den März verschoben.
Nicht nur die Frage nach dem Gesundheitszustand des Regierungschefs stellt sich allerdings in diesem Zusammenhang. Unbeantwortet ist bislang auch, was es für die Kandidatur von Althaus bedeuten würde, wenn er sich vor einem österreichischen Gericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten müsste. Ein technisches Gutachten kommt nach Medienberichten zu dem Schluss, dass ein Fahrfehler des CDU-Politikers die Unfallursache war. Allerdings hatte der ermittelnde Staatsanwalt zugleich mitgeteilt, er gehe nicht von einer besonders schweren Schuld aus.
Für die thüringische CDU wird es nun drängender, sich mit einer möglichen Nachfolge für Althaus zu beschäftigen. Bislang hatte die Parteiführung stets bestritten, dass es einen "Plan B" gebe – zu stark war die Landespartei auf den Ministerpräsidenten ausgerichtet.
Trotzdem wird in Erfurt bereits munter spekuliert. Im Gespräch für die Nachfolge ist allen voran Finanzministerin Birgit Diezel, die derzeit die Amtsgeschäfte des Ministerpräsidenten führt. Auch die Sozialministerin Christine Lieberknecht läuft sich offenbar für eine Bewerbung warm. Dem Fraktionsvorsitzenden Möring werden dagegen allenfalls Außenseiterchancen eingeräumt. Noch aber wahrt die Partei nach außen Zurückhaltung.
- Datum 02.03.2009 - 16:46 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Rechtfertigungen, so überzeugend sie klingen mögen, hinterlassen einen faden Geschmack von Feigheit. Die Angst, zu den Folgen einer Handlung zu stehen, hat in der deutschen Politik mit dem Anschein des Gewieft seins schon manche Sumpfblüte treiben lassen. Die trauernden Angehörigen dürfen jetzt das anwaltliche Larvieren-lassen durch einen Mann verfolgen, dem sie den Verlust eines geliebten Menschen zu verdanken haben. Wie fit muss man körperlich sein, um den Mut zu haben, für die Linderung des Leidens der Hinterbliebenen aktiv zu werden.
Wenn Althaus sich seinen Respekt verspielt, den er für das bisher bekleidete Amt braucht, dann vor allem dadurch, daß er weder ein aufrechtes Bedauern über die Lippen bringt , noch ernsthafte Anstrengungen unternimmt, mit denen er sich sicher sein kann, das Bestmögliche für die Linderung der Not getan zu haben.
Wer hier eine möglichst glimpfliche juristische Folge wie einen Sieg feiern will, hat die Tragweite von dem nicht verstanden, was hier wirklich geschehen ist.
Sehr geehrter BenediktG., ich denke, dass Sie hier einen Standpunkt vertreten, wie ihn in der Regel Personen innehaben, welche entweder noch nie in einer solchen Situation waren oder sich dies nicht plastisch genug vorstellen können.
Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass einer Forderung nach einer umfassenden Erklärung und Entschuldigung auf jeden Fall nachgekommen werden muss. Doch wenn Sie fordern, dass dies eine Person nur 6 Wochen nach einem Unfall mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma als Folge erbringen soll, so denke ich, dass Sie tatsächlich nicht darum wissen, wie wahrscheinlich viele Menschen, welche mit beiden Beinen im Leben stehen, was eine solche Verletzung kurz-, aber gerade auch langfristig für Folgen haben kann.
Lassen Sie Herrn Althaus Zeit zur Genesung! Ich selbst studieren Medizin und arbeite parallel auf der chirurgischen Intensivstation und glaube beurteilen zu können, wie lange sich eine "Heilung" hinziehen kann. Einige Menschen sind nach 6 Wochen nicht einmal aus dem Krankenhaus entlassen. Da ist Herr Althaus sicher weiter, als dies viele um ihn herum erwarten konnten.
Des Weiteren möchte ich anmerken, ohne dabei die Tragik des Geschehens herunterspielen zu wollen, dass auch die Unfallgegnerin eine gewissen Mitschuld trifft. Denn wer heute auf Skipisten, welche mittlerweile eher Rennstrecken gleichen, noch ohne Helm fährt... Keine verantwortungsvolle Mutter sollte so etwas tun. Wie es auch kein Radfahrer im Straßenverkehr unterlassen sollte, einen Helm zu tragen. Mittlerweile gibt es hier sogar schon Einschränkungen bei Unfällen mit Kopfverletzung als Folge im Haftungsrecht. Helmpflicht sollte die Devise sein!
Freundlichst, Ricardo N.
Sehr geehrter BenediktG., ich denke, dass Sie hier einen Standpunkt vertreten, wie ihn in der Regel Personen innehaben, welche entweder noch nie in einer solchen Situation waren oder sich dies nicht plastisch genug vorstellen können.
Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass einer Forderung nach einer umfassenden Erklärung und Entschuldigung auf jeden Fall nachgekommen werden muss. Doch wenn Sie fordern, dass dies eine Person nur 6 Wochen nach einem Unfall mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma als Folge erbringen soll, so denke ich, dass Sie tatsächlich nicht darum wissen, wie wahrscheinlich viele Menschen, welche mit beiden Beinen im Leben stehen, was eine solche Verletzung kurz-, aber gerade auch langfristig für Folgen haben kann.
Lassen Sie Herrn Althaus Zeit zur Genesung! Ich selbst studieren Medizin und arbeite parallel auf der chirurgischen Intensivstation und glaube beurteilen zu können, wie lange sich eine "Heilung" hinziehen kann. Einige Menschen sind nach 6 Wochen nicht einmal aus dem Krankenhaus entlassen. Da ist Herr Althaus sicher weiter, als dies viele um ihn herum erwarten konnten.
Des Weiteren möchte ich anmerken, ohne dabei die Tragik des Geschehens herunterspielen zu wollen, dass auch die Unfallgegnerin eine gewissen Mitschuld trifft. Denn wer heute auf Skipisten, welche mittlerweile eher Rennstrecken gleichen, noch ohne Helm fährt... Keine verantwortungsvolle Mutter sollte so etwas tun. Wie es auch kein Radfahrer im Straßenverkehr unterlassen sollte, einen Helm zu tragen. Mittlerweile gibt es hier sogar schon Einschränkungen bei Unfällen mit Kopfverletzung als Folge im Haftungsrecht. Helmpflicht sollte die Devise sein!
Freundlichst, Ricardo N.
Die CDU muss doch wissen, ob es strategisch sinnvoll ist, mit Hrn. Althaus in den Wahlkampf zu ziehen.
Die Probleme mit der fast sicheren Klage wegen fahrlässiger Tötung sind im Artikel ausreichend beschrieben.
Es kann doch bei der Landtagswahl für die CDU nur um die maximal erreichbaren Stimmen und nicht um das Wohlergehen von Hrn. Althaus gehen.
Meines Erachtens macht die thüringische CDU aktuell denselben Fehler wie vor einem Jahr die hessische SPD, indem sie vorbehaltlos dem Vorsitzenden folgt, auch wenn es zu einem miserablen Wahlergebnis führt.
Warum sollte Herr Althaus zuruecktreten ? Er hat ganz gute Arbeit geleistet und ein unbeabsichtigter Unfall kann doch auf die Politik nicht auswirken.
Jeder Skilaeufer hat schon mal bei einer roten Abfahrt einen Bogenschwung gefahren. wer alles muesste wegen schwerwiegender Politikfehler zuruecktreten? Ich glaube nicht, dass é Dutzend "wackre Recken uebrigbleiben wuerden, nur Mut Herr ALTHAUS.
"wer alles muesste wegen schwerwiegender Politikfehler zuruecktreten? "
Ich eröffne die Liste mit Steinmeier, Koch, Jung, Schäuble ...
(Achtung: zur Begrenzung empfehle ich, nur aktuelle Politiker zu nennen! Sonst wirds unerträglich...)
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
"wer alles muesste wegen schwerwiegender Politikfehler zuruecktreten? "
Ich eröffne die Liste mit Steinmeier, Koch, Jung, Schäuble ...
(Achtung: zur Begrenzung empfehle ich, nur aktuelle Politiker zu nennen! Sonst wirds unerträglich...)
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
wenn der einzige Vertreter für ein Bedingungsloses Grundeinkommen innerhalb der beiden regierenden Volksparteien sich einfach so sang- und klanglos verabschieden würde...
Und ich hatte - im Superwahljahr - darauf gehofft, dass er laut dafür Werbung macht. Stattdessen ist er jetzt belastet von der Schuldfrage (weil er mit 40 km/h Ski gefahren ist und die Frau mit der er zusammenstieß keinen Helm trug), trauert auch noch um seinen Vater (woran war der doch gleich wann gestorben?) und gilt als geistig noch nicht auf der Höhe.
So kann das Leben spielen: für alle das Beste wollen und dann doch die Arschkarte ziehen... Wie gesagt: Schade für alle!
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
In der Beziehung wärs m.E. wirklich angebracht, sich nochmal zu informieren, was der Althaus da eigentlich so direkt meinte, anstatt ihn "vorbehaltlos abzufeiern" ;) .
Und was der angehende Medizinstudent weiter oben andeutete; m.E. ist ein halbes Jahr bei so nem Unfall schnell vorbei, bevor mensch halbwegs wieder fit ist. Blöderweise hat die CDU hier in Thüringen keinen halbwegs den Leuten bekannte/n "Ersatzmann/frau".
Selbst wenn der doch fit sein würde, was soll das für ein Wahlkampf werden???
In der Beziehung wärs m.E. wirklich angebracht, sich nochmal zu informieren, was der Althaus da eigentlich so direkt meinte, anstatt ihn "vorbehaltlos abzufeiern" ;) .
Und was der angehende Medizinstudent weiter oben andeutete; m.E. ist ein halbes Jahr bei so nem Unfall schnell vorbei, bevor mensch halbwegs wieder fit ist. Blöderweise hat die CDU hier in Thüringen keinen halbwegs den Leuten bekannte/n "Ersatzmann/frau".
Selbst wenn der doch fit sein würde, was soll das für ein Wahlkampf werden???
"wer alles muesste wegen schwerwiegender Politikfehler zuruecktreten? "
Ich eröffne die Liste mit Steinmeier, Koch, Jung, Schäuble ...
(Achtung: zur Begrenzung empfehle ich, nur aktuelle Politiker zu nennen! Sonst wirds unerträglich...)
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
Sehr geehrter BenediktG., ich denke, dass Sie hier einen Standpunkt vertreten, wie ihn in der Regel Personen innehaben, welche entweder noch nie in einer solchen Situation waren oder sich dies nicht plastisch genug vorstellen können.
Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass einer Forderung nach einer umfassenden Erklärung und Entschuldigung auf jeden Fall nachgekommen werden muss. Doch wenn Sie fordern, dass dies eine Person nur 6 Wochen nach einem Unfall mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma als Folge erbringen soll, so denke ich, dass Sie tatsächlich nicht darum wissen, wie wahrscheinlich viele Menschen, welche mit beiden Beinen im Leben stehen, was eine solche Verletzung kurz-, aber gerade auch langfristig für Folgen haben kann.
Lassen Sie Herrn Althaus Zeit zur Genesung! Ich selbst studieren Medizin und arbeite parallel auf der chirurgischen Intensivstation und glaube beurteilen zu können, wie lange sich eine "Heilung" hinziehen kann. Einige Menschen sind nach 6 Wochen nicht einmal aus dem Krankenhaus entlassen. Da ist Herr Althaus sicher weiter, als dies viele um ihn herum erwarten konnten.
Des Weiteren möchte ich anmerken, ohne dabei die Tragik des Geschehens herunterspielen zu wollen, dass auch die Unfallgegnerin eine gewissen Mitschuld trifft. Denn wer heute auf Skipisten, welche mittlerweile eher Rennstrecken gleichen, noch ohne Helm fährt... Keine verantwortungsvolle Mutter sollte so etwas tun. Wie es auch kein Radfahrer im Straßenverkehr unterlassen sollte, einen Helm zu tragen. Mittlerweile gibt es hier sogar schon Einschränkungen bei Unfällen mit Kopfverletzung als Folge im Haftungsrecht. Helmpflicht sollte die Devise sein!
Freundlichst, Ricardo N.
Althaus kann einem Leid tun!
Klar war allerdings von Anfang an, daß er das Amt des Ministerpräsidenten nicht mehr ausüben kann! Das geht nicht (Auch der unsägliche NRW-Minister hat zwischenzeitlich die richtige Einsicht gewonnen und ist zurück getreten. Mit 105 zur Jagd?).
Wenn MP Althaus einigermaßen wieder gesund geworden ist, dann wird er sich sicher richtig entscheiden. Das traue ich ihm, im Gegensatz zu vielen anderen Unionspolitikern, zu.
Die Fristsetzung ist eine Unverschämtheit. Sie gehört sich nicht - auch im Sinne des 'Cs' im Logo.
Über seine finanzielle Versorgung brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.
In der Beziehung wärs m.E. wirklich angebracht, sich nochmal zu informieren, was der Althaus da eigentlich so direkt meinte, anstatt ihn "vorbehaltlos abzufeiern" ;) .
Und was der angehende Medizinstudent weiter oben andeutete; m.E. ist ein halbes Jahr bei so nem Unfall schnell vorbei, bevor mensch halbwegs wieder fit ist. Blöderweise hat die CDU hier in Thüringen keinen halbwegs den Leuten bekannte/n "Ersatzmann/frau".
Selbst wenn der doch fit sein würde, was soll das für ein Wahlkampf werden???
Sie haben ja Recht: das Althaus-Konzept ist nicht das Gelbe vom Ei.
Aber wie sagt Götz Werner: wir müssen es (Bedingungsloses Grundeinkommen) erstmal denken können. Was es bedeutet, wie es sich auswirken kann, wieviel es dazu beitragen könnte, dass wir endlich so - demokratisch, menschenwürdig gleichbehandelt - leben können wie es Sinn macht... Wäre schön gewesen, ein Mitglied einer christlichen (Regierungs-)Partei dazu zu hören, so ganz grundsätzlich. Damit wäre die Arbeit natürlich noch nicht getan.
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
Sie haben ja Recht: das Althaus-Konzept ist nicht das Gelbe vom Ei.
Aber wie sagt Götz Werner: wir müssen es (Bedingungsloses Grundeinkommen) erstmal denken können. Was es bedeutet, wie es sich auswirken kann, wieviel es dazu beitragen könnte, dass wir endlich so - demokratisch, menschenwürdig gleichbehandelt - leben können wie es Sinn macht... Wäre schön gewesen, ein Mitglied einer christlichen (Regierungs-)Partei dazu zu hören, so ganz grundsätzlich. Damit wäre die Arbeit natürlich noch nicht getan.
In der Theorie sind Theorie und Praxis immer dasselbe, in der Praxis sind sie es nie!
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