Australien Buschfeuer töten mehr als 80 Menschen

Bis zu 50 Grad Hitze haben im australischen Bundesstaat Victoria verheerende Brände verursacht. Eine Stadt ist fast komplett zerstört

In Australien sind bei den schwersten Buschfeuern des Kontinents mindesten 84 Menschen ums Leben gekommen. Rettungsmannschaften suchten am Sonntag nach weiteren Opfern in den völlig verwüsteten Gebieten. Mehr als 750 Häuser wurden zerstört. 200.000 Hektar Wald verbrannten.

Tausende Feuerwehrleute kämpften den zweiten Tag in Folge gegen die Brände, die vor allem im Norden der Metropole Melbourne wüteten. Die meterhohen Flammen breiteten sich mit rasender Geschwindigkeit aus. Hunderte Häuser wurden in der Region im südlichen Bundesstaat Victoria zerstört. Dort herrschen derzeit extreme Temperaturen von fast 50 Grad Celsius. Örtliche Medien sprechen von einer "Jahrhunderthitze".

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Ein Anwohner berichtete, wie sich das Feuer rasant durch die Stadt Kinglake fraß und ein Gebäude nach dem anderen zerstörte: Erst sei die Tankstelle in Flammen aufgegangen, dann ein Laden auf der anderen Straßenseite, überall seien Explosionen zu hören gewesen. "80 Prozent des Ortes sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt", sagte der Mann.

Die unschuldigen Bewohner von Victoria erlebten die Hölle auf Erden, sagte der australische Ministerpräsident Kevin Rudd, als er sich in der Brandregion ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe machte. "Die Nation trauert mit Victoria."

Leser-Kommentare
  1. 1) 50 Grad waren es nirgends, aber ziemlich nah dran waren wir schon (48.7 Grad).
    2) Samstag war der heisseste Tag in Melbourne seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.
    3) Mehr als 130 Menschen sind bereits fuer tot erklaert worden. Diese Zahl koennte, so die Polizei, auf ueber 200 steigen.
    4) Insgesamt 400 individuelle Feuer brannten am Samstag.
    5) Die gesamte verbrannte Flaeche hat bereits sehr klar 300 000 Hektar (1 Hektar entspricht der Flaeche von zwei Fussballfeldern) ueberschritten.
    6) Nach wie vor stehen viele Ortschaften unter Brandgefahr, obwohl die Temperaturen gesunken sind. Der Wind ist nach wie vor recht stark um die 30 - 40 km/ h.
    7) Alle Aeusserungen, dass es sich zum Teil um Brandstiftung gehandelt hat, sind momentan reine Spekulation.

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