Wüste

Ein Tag im Sandmeer

© alle Fotos: Sebastian Woitsch

Es heißt, Gott habe die Wüste erschaffen,auf dass es einen Ort gebe, wo er ungestört wandeln könne. Auch auf zivilisationsgestresste Europäer übt die Wüste eine ungebrochene Anziehungskraft aus. Die Stille ist ohrenbetäubend, der eigene Herzschlag gibt den Takt vor. Es dauert nicht lang, da erkennt man, dass die Wüste mehr ist als totes Land. Sie hört dem zu, der bereit ist, sich auf sie einzulassen. Der Wind wirbelt die eigenen Gedanken durch die Luft, filtert Überflüssiges heraus und wirft sie dem Wanderer vor die Füße. Es sind diese in unserer Welt selten gewordenen Momente des Selbst-Bewusstseins, die einen Besuch in der Wüste noch lange nachhallen lassen.

Leser-Kommentare
  1. # Silberschnur. Eine wundervolle Matrix des Lebens, mit eindrücklichen Aufnahmen; gut, sich auf eigene Erfahrungen von Wahrheit zu stützen.

    Auf der Höhe bleibt, wen die Wellen der ZEIT erreichen.

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