Auto-Manager Zetsche holt Bernhard zurück zu Daimler

Der bei Daimler 2004 in Ungnade gefallene Manager kehrt überraschend zum Stuttgarter Konzern zurück. Zum zweiten Mal wird er die rechte Hand von Konzernchef Zetsche

Bernhard werde Chef der Transporter-Sparte von Mercedes-Benz und berichte direkt an Konzernchef Dieter Zetsche, teilte Daimler am Dienstag mit.

Zetsche und der 48-jährige Bernhard sind alte Weggefährten und haben lange Zeit bei der früheren US-Tochter Chrysler zusammengearbeitet, die nach erfolglosen Sanierungsversuchen von einer Krise in die nächste schlittert. "Ich freue mich, dass Wolfgang Bernhard bei Daimler wieder an Bord ist", ließ Zetsche mitteilen. Bei Chrysler war Bernhard Zetsches rechte Hand.

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Bernhard tritt von April an die Nachfolge von Wilfried Porth an, der vom Chefsessel bei den Transportern in den Vorstand von Daimler aufrückt und Personalchef wird. Bernhard war selbst bereits einmal Vorstand bei den Stuttgartern. Unter Zetsches Vorgänger Jürgen Schrempp fiel er nach zehnjähriger Konzerntätigkeit im 2004 kurz vor seinem Wechsel an die Spitze von Mercedes-Benz allerdings in Ungnade. Er hatte damals auf drohende Qualitäts- und Strategieprobleme in der Pkw-Sparte hingewiesen und sich mit dem Betriebsrat überworfen.

Nach dem Abschied bei Daimler wechselte der frühere McKinsey-Mann Bernhard zu Volkswagen, legte sich jedoch als Kostendrücker bei Europas größtem Autokonzern abermals mit der Belegschaft an. Er wollte die Komponentenwerke zum Teil schließen und zum Verkauf stellen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech gab dem Drängen der Arbeitnehmerbank schließlich nach und setzte Bernhard vor die Tür.

Zuletzt beriet der promovierte Automanager den US-Finanzinvestor Cerberus, der Daimler 80 Prozent von Chrysler abgekauft hat.

 
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