Ernährung Neues schmecken
Viele Kinder sind zu dick. In einer Hamburger Schule lernen sie mit Sarah Wiener kochen. Danach schmeckt Fastfood nicht mehr ganz so gut
Kilos an den Hüften, Karies im Mund. Viele Hamburger Jungen und Mädchen sind zu dick, so heißt es im Kindergesundheitsbericht der Hamburger Gesundheitsbehörde, der 2007 erhoben wurde. Laut Erhebung haben Schüler mit Migrationshintergrund noch mehr Übergewicht als deutsche. Da dicken Kindern und Jugendlichen später Krankheiten drohen - Diabetes, Karies und Gelenkschäden - hat die Schulbehörde an vielen Schulen Ernährungsbildung auf den Stundenplan gesetzt.
Zwar dämpft Dieter Wilde vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung die Erfolgserwartungen ein wenig: "Mit Kita-Kindern erreicht man bessere, nachhaltigere Ergebnisse als mit Jugendlichen an weiterführenden Schulen." Aber Hiltrud Kneuer, Schulleiterin der Grund-, Haupt- und Realschule am Slomanstieg in Hamburg-Veddel, lässt sich nicht entmutigen.
Schüler aus 30 Nationen büffeln an ihrer Schule, fast 90 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Gesundes Pausenbrot befindet sich selten in den Schultaschen. Einige Kinder und Jugendliche holen sich Pizza, Döner oder Pommes vom Imbiss, wenn sie Hunger haben. Kein Wunder, dass viele von ihnen übergewichtig sind.
Aber was hilft dagegen? "Wenn ich denen eine Kiste Äpfel in den Klassenraum stelle, werden die nur angebissen und dann durch den Raum geworfen." Deshalb hat die Schulleiterin Ernährungsbildungsprogramme der Sarah-Wiener-Stiftung ins Ganztagsschulprogramm aufgenommen.
Jeweils drei Monate laufen die gesponserten Kochkurse. "Mir geht es darum, dass Kinder Geschmack beurteilen lernen", sagt Sarah Wiener, die die Stiftung 2007 gründete. Mit dabei sind das Bio-Unternehmen Demeter und Händler aus dem Naturkostverband "die Regionalen". Sie stellen ihre Lebensmittel gratis zur Verfügung. 40 Schulen in Deutschland haben Kochunterricht à la Sarah Wiener auf dem Stundenplan.
Wie Hamburger schmecken, wissen Janis (13), Besarta (12), Erina, Denise und Hatice, ebenfalls zwölf Jahre alt. "Die hab' ich mir oft bei McDonald's geholt", sagt Denise und schaut skeptisch auf das Rezept, das nachgekocht wird. Dabei lernt sie, dass Burger, mit magerem Fleisch und mit frischen Zutaten vom Biohändler zubereitet, länger satt halten und nicht so kalorienhaltig sind wie die Produkte der Fastfood-Ketten.
- Datum 11.02.2009 - 08:39 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Hamburger mit Schweine/Huehnchenfleisch?
Also ich hab hier in USA noch niemanden was anderes als Rind benutzen sehen, und um ehrlich zu sein, Schwein passt nicht wirklich. Aber jeder wie er mag.
Nur extra mageres Fleisch zu verwenden ist vielleicht nicht unbedingt die beste Methode um Kinder auf den Geschmack zu bringen - Fett gehoert zum Fleisch dazu und traegt den Geschmack. Hab hier (L.A.) schon mal 10%-Fett-Rinderhack gekauft, und das ist... Naja, net so doll.
Was ich noch nie verstanden habe ist diese seltsame Fixierung auf die Ernaehrung als eine Loesung fuer Gewichtsprobleme. Alle leidlich aktiven Sportler die ich kenne essen querbeet (durchaus auch Fastfood) und ordentliche Mengen, waehrend etliche ...beleibtere Personen... sich von Diaet zu Diaet quaelen, ohne dauerhafte Resultate zu erzielen.
Aber mir soll's recht sein, so bleiben die saure Sahne (gibt richtig leckere Dips fuer Gemuese), der Schweinebauch und all die anderen schoenen Dinge des Lebens billiger.
(180cm, 70kg seit 5 Jahren 24 Jahre)
Die völlige Fixierung aufs Essen stört mich ebenfalls. Grundsätzlich ist das schon in Ordnung und lobenswert, was da an dieser Schule passiert. Aber ich denke, den Ernährungskurs brauchen die Eltern, nicht die Kids. Wenn die Eltern ihr Dasein ordentlich vorlebten, hätten die Kids auch vernünftige Pausenmahlzeiten im Gepäck. Was die Jugendlichen brauchen, ist regelmäßige Bewegung. Aber es ist natürlich viel aufwändiger und kostspieliger, Sportlehrer einzustellen und marode Sportstätten zu sanieren.
Die völlige Fixierung aufs Essen stört mich ebenfalls. Grundsätzlich ist das schon in Ordnung und lobenswert, was da an dieser Schule passiert. Aber ich denke, den Ernährungskurs brauchen die Eltern, nicht die Kids. Wenn die Eltern ihr Dasein ordentlich vorlebten, hätten die Kids auch vernünftige Pausenmahlzeiten im Gepäck. Was die Jugendlichen brauchen, ist regelmäßige Bewegung. Aber es ist natürlich viel aufwändiger und kostspieliger, Sportlehrer einzustellen und marode Sportstätten zu sanieren.
Warum nicht diese Art der praktischen Ernährungslehre als Pflichtfach an deutschen Schulen?
Bei uns war Hauswirtschaft in der 7. Klasse Pflicht (Bayern, Realschule, 1993 oder so). War zwar alles etwas streng, aber sicher hilfreich.
Bei uns war Hauswirtschaft in der 7. Klasse Pflicht (Bayern, Realschule, 1993 oder so). War zwar alles etwas streng, aber sicher hilfreich.
Bei uns war Hauswirtschaft in der 7. Klasse Pflicht (Bayern, Realschule, 1993 oder so). War zwar alles etwas streng, aber sicher hilfreich.
Egal wie man es nennt, bei uns gab es nichts dergleichen.
Egal wie man es nennt, bei uns gab es nichts dergleichen.
Die völlige Fixierung aufs Essen stört mich ebenfalls. Grundsätzlich ist das schon in Ordnung und lobenswert, was da an dieser Schule passiert. Aber ich denke, den Ernährungskurs brauchen die Eltern, nicht die Kids. Wenn die Eltern ihr Dasein ordentlich vorlebten, hätten die Kids auch vernünftige Pausenmahlzeiten im Gepäck. Was die Jugendlichen brauchen, ist regelmäßige Bewegung. Aber es ist natürlich viel aufwändiger und kostspieliger, Sportlehrer einzustellen und marode Sportstätten zu sanieren.
Wo könnten es denn die Eltern gelernt haben, wenn nicht in der Schule?
Und die Kinder von heute sind die Eltern von morgen. Es macht also durchaus Sinn, bei den Kindern einen Anfang zu machen.
Mehr Bewegung gehört aber auch dazu, da stimme ich Ihnen zu. Unsere Sportanlagen an der Schule waren ok, aber bei nur 2 Std/Woche war der Sportunterricht ein Tropfen auf den heissen Stein.
Wo könnten es denn die Eltern gelernt haben, wenn nicht in der Schule?
Und die Kinder von heute sind die Eltern von morgen. Es macht also durchaus Sinn, bei den Kindern einen Anfang zu machen.
Mehr Bewegung gehört aber auch dazu, da stimme ich Ihnen zu. Unsere Sportanlagen an der Schule waren ok, aber bei nur 2 Std/Woche war der Sportunterricht ein Tropfen auf den heissen Stein.
Egal wie man es nennt, bei uns gab es nichts dergleichen.
Wo könnten es denn die Eltern gelernt haben, wenn nicht in der Schule?
Und die Kinder von heute sind die Eltern von morgen. Es macht also durchaus Sinn, bei den Kindern einen Anfang zu machen.
Mehr Bewegung gehört aber auch dazu, da stimme ich Ihnen zu. Unsere Sportanlagen an der Schule waren ok, aber bei nur 2 Std/Woche war der Sportunterricht ein Tropfen auf den heissen Stein.
zieht sich quer durch die Gesellschaft und ist mitnichten nur ein "Unterschichten"-Problem. Auch Kinder wohlsituierter und ernährungsbewusster Eltern legen häufig ein problematisches Essverhalten an den Tag, für das das Wort krüsch noch verharmlosend ist (z.b. "ekelhafte Stücke" im Fruchtjoghurt oder "ungenießbare Fäden" im frisch gepressten O-Saft). Schon erstaunlich, dass die natürliche Neugier von Kindern auf dem Gebiet Ernährung offensichtlich arg eingeschränkt ist. Ob dies an dem absoluten Überangebot im Lebensmittelsektor liegt oder an der Opposition, zu der Kinder sich bemüßigt fühlen, wenn ihre Eltern sie zu bestimmten Essen "nötigen" wollen, keiner kann es sagen. Oftmals wird schon boykottiert, was man noch gar nicht probiert hat und Gemüse ist sowieso iiih. Letztendlich werden aus all diesen kleinen Suppenkaspern aber trotzdem gesunde Erwachsene, sie erkranken weder an Skorbut noch brechen die Knochen aufgrund von Vitaminmangel. Solange man als Eltern und in der Schule dafür Sorge trägt, dass nicht immer und überall Süßigkeiten greifbar sind, den Kindern ausgewogene Ernährung vorlebt und erklärt und sie zu Sport anhält (und möglichst selbst welchen treibt) sollte man das Thema ansonsten nicht überbewerten, irgendwann kommen sie alleine auf den Geschmack. Mit Überreaktion erreicht man im Zweifel bei den Kids genau das Gegenteil.
Also jetzt langt es aber mal! Es reicht doch, dass man quasi zu jeder Tages und Nachtzeit auf irgendeinem Fernsehkanal einen wild gewordenen Fernsehkoch finden muss-nun breiten sich diese Dödel auch noch in unseren Schulen aus.
Übrigens macht nicht das FastFood die Kinder dick, sondern der Gesundheitswahn einiger essgestörter Meinungsbilder, der für die Nahrungsindustrie willkommene Hilfe zu Einsparungen ist. Denn immer mehr Lightprodukte bedeutet eben auch, immer mehr fette Menschen. Die USA haben die größte Auswahl an fettreduzierten Lebensmitteln, und deshalb eben auch die fettesten Bürger der ersten Welt.
Denn die künstlichen Süßstoffe werden vom Körper direkt in Fett umgewandelt, was bei normalem Zucker eben nicht passiert. Gerade deshalb werden sie ja in der Tiermast verwendet, weil sie übernatürlich schnell fett machen. So dürften bei nicht wenigen moppeligen Kindern eine spindeldürre Fitnessmutti in der Küche lauern, die mit Diätjoghurts, Diät-Limonade und obskuren fettreduzierten Chemiesoßen die Kinder malträtiert.
Das wird sich noch verstärken, wenn diese lächerlichen Ampelsysteme kommen. Schon jetzt kriegen die ganzen Magersüchtigen leuchtende Augen, wenn sie die neuen und derzeit in Verwendung befindlichen Nährwerttabellen sehen-brauchen sie nun garnicht mehr rechnen, wieviele Kalorien sie sparen. Und der Rest, der noch essen will wird mit Zuckerersatzstoffen bombadiert.
Abgesehen davon scheitert die Schule schon an der Vermittlung von Basiswissen wie der Landessprache, Umgangsformen und dem Umgang mit Finanzen. Wer nichtmal Banane schreiben kann, nicht wirklich weiß, dass man mit 5€ keinen Einkauf im Wert von 100€ finanzieren kann und keinen Satz ohne Schimpfwort bilden kann-so jemand kann auch nicht für die eigene Verpflegung sorgen.
Zumal es ja eigentlich Aufgabe der Eltern ist, für die kindliche Verpflegung zu sorgen und nicht die der Kinder. Und in Schulen, wo es eine Mensa gibt brauchen die Kinder auch nicht selber zu kochen. Brächte man ihnen vernünftig lesen und schreiben bei, dann können sie auch selber einen Blick in ein Kochbuch riskieren und verplempern nicht Stunden mit einer selbstverliebten Sara Wiener für Dinge, die ein eigenverantwortlicher Mensch sich in fünf Minuten draufschafft.
zu Süssstoff in der Tiermast unter http://www.zeit.de/2008/1...
zu Süssstoff in der Tiermast unter http://www.zeit.de/2008/1...
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