Wirtschaftskrise US-Regierung plant Billionen-Hilfe für Finanzmärkte
Zur Rettung der US-Banken will die Regierung mehr als eine Billion Dollar ausgeben. Auch das Konjunkturpaket ist auf dem Weg und könnte schon nächste Woche Gesetz werden

© Win McNamee/Getty Images
US-Präsident Obama und sein Finanzminister Timothy Geithner
61 Senatoren stimmten am Dienstag den Konjunkturhilfen zu, die in Infrastruktur, Gesundheitssystem und Bildung fließen sollen. Damit unterstützen das Paket lediglich drei Mitglieder der Republikanischen Partei, 37 Senatoren lehnten es ab. Obama begrüßte die Entscheidung als "gute Nachricht". Er hatte vehement für das Paket gekämpft, das ganz und gar seine Handschrift trägt. Der Entwurf geht nun in den Vermittlungsausschuss, wo er mit der Version des Repräsentantenhauses zur Deckung gebracht werden muss.
Zuvor hatte Finanzminister Timothy Geithner eine neue Ära bei der Vergabe staatlicher Hilfen für die Institute angekündigt, die im Zentrum der Finanzkrise stehen. Er wolle einen durch Staatsgeld und private Investoren gemeinsam finanzierten Fonds im Umfang von bis zu einer Billion Dollar schaffen, der wie eine "Bad Bank" Geldinstitute von faulen Wertpapieren befreien soll.
Darüber hinaus solle ein Programm der US-Notenbank von derzeit 200 Milliarden auf ebenfalls bis zu eine Billion Dollar ausgeweitet werden, um die private Kreditvergabe anzukurbeln. Außerdem seien weitere Kapitalspritzen für Banken geplant.
Das jetzt vorgelegte Programm sei "fundamental neu gestaltet", sagte Geithner. Die Antwort auf die Krise müsse "umfassend und kraftvoll" sein. "Die Kosten und das Risiko sind bei einem schrittweisen Vorgehen größer als mit einem entschlossenen Ansatz", betonte der Finanzminister. Die staatlichen Hilfen für den notleidenden Finanzsektor seien bislang "unangemessen gewesen und zu spät gekommen". Die Herausforderung an die Politik sei heute viel größer, weil die Menschen den Glauben an die politischer Führung und an einige Finanzinstitutionen verloren hätten.
Die "Bad Bank" soll in einer sogenannten Private Public Partnership (PPP) gemeinsam von Staat und Privatinvestoren gebildet werden und faule Wertpapiere im Umfang von bis zu 500 Milliarden Dollar übernehmen. Geithner schießt dem Projekt 100 Milliarden Dollar aus dem Regierungspaket zu. Der Plan führe die volle Kraft der Regierung in einer Partnerschaft mit dem Potenzial der Privatwirtschaft zusammen, betonte Geithner.
Damit schlägt die US-Regierung einen Mittelweg zwischen einer vollständigen staatlichen Verantwortung und dem schwedischen Modell dezentraler "Bad Banks" für einzelne Institute ein. Die Unsicherheit über die Menge wertloser Papiere in den Bilanzen der Banken gilt als einer der Hauptfaktoren dafür, dass sich die Kreditklemme trotz Milliardenhilfen weltweit nicht wie erhofft gelöst hat.
Im Gegenzug für die Hilfen gibt die Regierung detaillierte Einschränkungen für Dividenden, Aktienrückkäufe und Übernahmen vor. Der Finanzstabilisierungsplan stelle damit sicher, dass die Banken das staatliche Geld für die Kreditvergabe nutzten, betonte Geithner. Zudem soll die Bankenaufsicht allgemeingültige Normen für das Bankgeschäft erlassen und sogenannte "Belastungstests" für die größten Institute, die von den Hilfen profitieren. Schließlich schränkt das Programm die Kontakte zu Branchenlobbyisten ein. Damit solle der politische Einfluss auf Investitionsentscheidungen vermindert werden.
- Datum 11.02.2009 - 08:48 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
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öffentliche Schulden gemacht.
Einkommen sind die in einer Periode erzeugten Güter und Dienstleistungen.
Eine Banane die nicht in diesem Jahr gepflückt wird, ist für die nächste Periode verloren.
Ein Sparen gibt es gar nicht.
Herr Obama versucht auf diesem Wege genügend Einkommen in viele Hände zu verteilen, um die Güter und Dienstleistungen auch alle loszuwerden.
Dann man Tau.
Für eine Wirtschaft von 14 Billionen pro Jahr ist eine Billion durchaus angemessen. Ein Zusammenbruch der Wirtschaft, wie ihn Russland vor einem Jahrzehnt erlebte, wäre wesentlich kostspieliger.
Die faulen Papiere werden jetzt den Banken abgenommen und später auf dem offenen Markt an private Hedgefonds weiterverkauft. Was oft vergessen wird ist die Tatsache, dass diese Papiere nach wie vor einen gewissen Wert repräsentieren, den aber erst der offene Markt nach und nach etablieren kann.
der Wettbewerbsverzerrung wegen muss Tante Merker dann 2 Billionen drauf legen.
Das ich nicht lache , aus einer VERBRAUCHERKREDITBLASE soll jetzt ne staatliche werden
Die Politik drückt sich vor der Lösung des Problems.
Das Herumwursteln und drücken vor Verantwortung, wie es Geithner tut hilft nicht weiter.
Bitte Herr Präsident machen Sie den ersten Schritt und Verstaatlichen die Banken oder finanzieren Sie den Fond mit einer Umwandlungsanleihe.
Was auch zur Verstaatlichung der Banken führen wird.
Da alle Schätzungen davon ausgehen, dass die Erlöse aus den Verkäufen, die Ankaufskosten nicht decken werden.
gleich Verkauf von öffentlichem Eigentum an Privatinvestoren zu Spottpreisen. Aus dem dann privaten Eigentum z.B. Immobilienvermögen wird der größtmögliche Profit gezogen.
Herzlichen Glückwunsch an unsere bayerischen Mitbewohner.
Das verdanken wir euch.
"öffentliches Eigentum"?
"öffentliches Eigentum"?
"öffentliches Eigentum"?
Ein von den kapitalisten systematisch diskreditierter Begriff, mittlerweile (fast) in Vergessenheit geraten - natürlich unter Mitwirkung der üblichen Verdächtigen unserer "demokratischen" Parteien.
http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende
Schönen Tag noch
_________________________________________________
In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
______
Ein von den kapitalisten systematisch diskreditierter Begriff, mittlerweile (fast) in Vergessenheit geraten - natürlich unter Mitwirkung der üblichen Verdächtigen unserer "demokratischen" Parteien.
http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende
Schönen Tag noch
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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Sehr aufschlussreich:
100 Milliarden pro Jahr zur Realisierung der im Jahre 2 000 von allen Staatschefs versprochenen Millennium-Ziele waren 9 Jahre lang nicht aufbringbar:
Jetzt hingegen wimmelt es plötzlich nur noch so von Hunderten von Milliarden Dollar:
Es kommt also nur auf den politischen Willen an, auf mehr nicht!
Dies gilt auch für die Lösung des Klimaproblems, des Armutsproblems und für die Abschaffung aller Atomwaffen !
Tja - man braucht es sich nur zu wünschen und - schipp ist es da. Das Wirtschafts-Perpetuum-Mobile. Zwar nicht von Einstein, aber einem seiner Fans erfunden. Nun braucht dies Nachricht nur nach Bangladesh und in den Kongo zu dringen. Die Druckkosten übernehmen wir, no problem.
Simbabwe ist schon seit jahren viel fortschrittlicher - die schwimmen regelrecht in Geld. 100 Milliarden sind für Mugabe eine Kleinigkeit. Da könnte er doch mal ein Päckchen rüber.....
Entschuldigen Sie den Sarkasmus, aber ich konnte nicht mehr anders. So, jetzt gehts mir besser. :-)))
Tja - man braucht es sich nur zu wünschen und - schipp ist es da. Das Wirtschafts-Perpetuum-Mobile. Zwar nicht von Einstein, aber einem seiner Fans erfunden. Nun braucht dies Nachricht nur nach Bangladesh und in den Kongo zu dringen. Die Druckkosten übernehmen wir, no problem.
Simbabwe ist schon seit jahren viel fortschrittlicher - die schwimmen regelrecht in Geld. 100 Milliarden sind für Mugabe eine Kleinigkeit. Da könnte er doch mal ein Päckchen rüber.....
Entschuldigen Sie den Sarkasmus, aber ich konnte nicht mehr anders. So, jetzt gehts mir besser. :-)))
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