Neuer Wirtschaftsminister Offene Unions-Kritik an Guttenberg und Seehofer
Die Personalie im Wirtschaftsministerium lässt die Loyalität schwinden: Unionspolitiker bemängeln die Wirtschaftskompetenz des Glos-Nachfolgers und den Stil des CSU-Chefs
Die Benennung des bisherigen CSU-Generalsekretärs Karl-Theodor zu Guttenberg zum neuen Bundeswirtschaftsminister provoziert Kritik nicht nur aus den Reihen der Opposition , sondern auch von Politikern der Union. "Herr von Guttenberg ist fähig, ein Ministeramt zu übernehmen. Allerdings ist er bisher als Außenpolitiker aufgetreten", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Otto Bernhardt (CDU). Die Personalie zeige deshalb erneut, "dass es um die Wirtschaftskompetenz der Union schlecht bestellt ist. Uns fehlen die jungen Politiker mit wirtschaftspolitischer Ausstrahlung, wie sie ein Friedrich Merz hat."
Der Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel, Mitglied im Wirtschaftsausschuss, schloss sich der Kritik von seines Parteikollegen an: "Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise hätte das Amt von einem ausgewiesenen Wirtschaftsexperten übernommen werden müssen. Herr von Guttenberg ist bisher eher als Außenpolitiker aufgefallen." Zudem bezeichnete er die Umstände des Rücktritts von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos als "unwürdig" und eine Schwächung für CSU-Chef Horst Seehofer.
Auch in der CSU selbst gibt es viel Kritik an dessen Führungsstil. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mahnte an, die Partei müsse in den Monaten bis zur Bundestagswahl Geschlossenheit und Solidarität üben - "auch die CSU-Spitze, auch mit den eigenen Leuten, auch in Hintergrundgesprächen, zumindest in homöopathischen Dosen".
Bayerns Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein beklagte: "Glos hätte mehr Unterstützung von allen Beteiligten verdient." Der ehemalige Staatskanzleichef Eberhard Sinner warf Seehofer vor, dieser agiere "nicht optimal in der Menschenführung". Landtagsfraktionschef Georg Schmid forderte: "Wir müssen nun alle zusammenstehen. Es war immer die große Kraft der CSU, wenn wir zusammengehalten haben."
- Datum 10.02.2009 - 15:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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[entfernt, bitte vermeiden Sie sprachliche Vergleiche, die der NS-Ideologie entstammen/ Redaktion; svb]
Beckstein, Stoiber und jetzt auch zu Guttenberg, haltet euch bereit, ihr gehört zum engeren Kandidatenkreis nach den Wahlen 2009, dann dürfte nämlich der nächste Wechsel in der bayrischen Staatskanzlei anstehen.Mit seiner Diskriminierung, ja Demütigung aller über 60 jährigen hat der Horsti bestimmt 5-10 % bisheriger CSU- Wähler verprellt
ein Ministerium besteht auch aus 100en von Mitarbeitern (Staatssekretäre, Beamte, etc.), wo die eigentliche Kompetenz (über Jahre erworben) liegt: Der Chef hat sein Team zu führen und unter anderem eine Aussenwirkung wahrzunehmen. Ich bin überzeugt, Herr zu Guttenberg wird dies sehr gut und kompetent machen. Es gehört wohl zum üblichen Ritual, erst einmal dagegen zu sein: dies betrifft die Medien, aber auch Freunde wie Gegner. Warum dem Neuen nicht erst einmal eine Chance geben und zuhören? Patentlösungen hat in diesen Zeiten sowieso niemand! In bisherigen Lehrbüchern steht jedenfalls nicht, wie die gegenwärtige globale Wirtschaftskrise zu bewältigen ist; bevor nicht Grundlegendes in den globalen Finanzmärkten passiert, ist jeder nationale Wirtschaftsminister sowieso machtlos (das war auch Glos' Problem). In dieser Situation hätte es Horst Seehofer wohl Niemandem recht machen können! Und Herr zu Guttenberg hat auch akzeptiert, dass es zunächst nur eine Ernennung auf Abruf (bis zum Oktober 2009) sein kann.
Ein Blick in die Wirtschaft: auch hier wird auf oberster Ebene quer über alle Branchen gewechselt; Beispiele gibt es in Hülle und Fülle.
Also: nicht so aufregen!
haette ihnen auffallen muessen, das vielleicht ein erfahrener staatssekretaer oder langjaehriger beamter des ministeriums die bessere wahl gewesen waere.
wenn ein fussballtrainer kurz vor saisonende scheitert, wird auch nicht der beste freund aus dem bekanntenkreis des sponsors eingesetzt sondern eine interimsloesung bevorzugt.
...warum dann nicht Heidi Klum oder Dieter Bohlen - letzterer hat doch sogar 'mal Betriebswirtschaft studiert?!?
Der Minister ist eben mehr als nur der Öffentlichkeitskasper eines Apparates - jedenfalls stelle ich diesen Anspruch als Wähler!
Aber es geht hier ja garnicht um Wirtschaftspolitik, es geht nicht um das vielbeschworene 'Wohl des Deutschen Volkes', es geht um das Wohl der politischen Parteien, in diesem Fall der CSU. Vor der Verpflichtung dem Wohl des Volkes (nicht 'mal nur dem der Wähler) zu dienen steht die Pflicht der Partei und deren Machterhalt zu dienen.
In der CSU, wenn wir uns (aus parteipolitischen Gründen, eben dem Wohl der Partei verpflichtet) schon auf diese Partei bei der Suche beschränken müssen, in dieser - so doch ihr Selbstverständnis - finanz- und wirtschaftspolitischen kompetenten politischen Elite des Musterstaates Bayern, da soll es keinen kompetenteren, erfahreneren Kandidaten für das freigewordene Amt gegeben haben? Erwin Huber z.B. wurde doch immer so gelobt bevor er nach dem Amt des Parteivorsitzenden gestrebt hatte. So ein 'Altgedienter, der gerade nicht so viel zu tun hat, hätte doch ohne all zu lange Einarbeitungszeit und vor allem ohne Lehrzeit, also gleich präsent, die wenigen Monate bis zur Wahl überbrücken können - oder? Parallel dazu hätte Freiherr zu Guttenberg ja schon 'mal in die Lehre gehen können, für später, nach der Wahl oder so...
Das Alternativprogramm lief und läuft noch in den USA. Dort versucht der neue Präsident sachverständige und fachlich kompetente Minister und Berater um sich zu versammeln.
haette ihnen auffallen muessen, das vielleicht ein erfahrener staatssekretaer oder langjaehriger beamter des ministeriums die bessere wahl gewesen waere.
wenn ein fussballtrainer kurz vor saisonende scheitert, wird auch nicht der beste freund aus dem bekanntenkreis des sponsors eingesetzt sondern eine interimsloesung bevorzugt.
...warum dann nicht Heidi Klum oder Dieter Bohlen - letzterer hat doch sogar 'mal Betriebswirtschaft studiert?!?
Der Minister ist eben mehr als nur der Öffentlichkeitskasper eines Apparates - jedenfalls stelle ich diesen Anspruch als Wähler!
Aber es geht hier ja garnicht um Wirtschaftspolitik, es geht nicht um das vielbeschworene 'Wohl des Deutschen Volkes', es geht um das Wohl der politischen Parteien, in diesem Fall der CSU. Vor der Verpflichtung dem Wohl des Volkes (nicht 'mal nur dem der Wähler) zu dienen steht die Pflicht der Partei und deren Machterhalt zu dienen.
In der CSU, wenn wir uns (aus parteipolitischen Gründen, eben dem Wohl der Partei verpflichtet) schon auf diese Partei bei der Suche beschränken müssen, in dieser - so doch ihr Selbstverständnis - finanz- und wirtschaftspolitischen kompetenten politischen Elite des Musterstaates Bayern, da soll es keinen kompetenteren, erfahreneren Kandidaten für das freigewordene Amt gegeben haben? Erwin Huber z.B. wurde doch immer so gelobt bevor er nach dem Amt des Parteivorsitzenden gestrebt hatte. So ein 'Altgedienter, der gerade nicht so viel zu tun hat, hätte doch ohne all zu lange Einarbeitungszeit und vor allem ohne Lehrzeit, also gleich präsent, die wenigen Monate bis zur Wahl überbrücken können - oder? Parallel dazu hätte Freiherr zu Guttenberg ja schon 'mal in die Lehre gehen können, für später, nach der Wahl oder so...
Das Alternativprogramm lief und läuft noch in den USA. Dort versucht der neue Präsident sachverständige und fachlich kompetente Minister und Berater um sich zu versammeln.
haette ihnen auffallen muessen, das vielleicht ein erfahrener staatssekretaer oder langjaehriger beamter des ministeriums die bessere wahl gewesen waere.
wenn ein fussballtrainer kurz vor saisonende scheitert, wird auch nicht der beste freund aus dem bekanntenkreis des sponsors eingesetzt sondern eine interimsloesung bevorzugt.
Nun, nachdem die Entscheidung ohnehin gefallen ist, sollte man den jungen Wirtschaftsminister erst mal arbeiten lassen und an seinen Taten messen, ehe man ihn durch vorauseilende Kritiken verunsichert oder schwächt.
Wichtig ist nur, dass er in seinem Amt ausgewogen die Interessen und Bedürfnisse aller Menschen, Schichten und Regionen Deutschlands vertritt und sich nicht durch Seehofer als Instrument zur Hebung seines Ansehens bei bayerischen Stammtischstrategen missbrauchen lässt.
Unverständlich ist mir dagegen der immer wieder aus CDU und Wirtschaft vorgetragene Ruf nach Friedrich Merz. In meiner Erinnerung hat sich dieser durchaus beachtenswerte Redner praktisch vor allem als Türöffner für US-amerikanische Hedge-Fonds betätigt. Mit seinem letzten Buch hat er wohl deutlich gezeigt, dass ihm für die Übernahme einer verantwortungsvollen politischen Funktion jede soziale Kompetenz fehlt.
I. Wende, Berlin
sie viel von Herrn Guttenberg hält und ihn für fähig hält?
Und jetzt offene Unions-Kritik?
"Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"?
Die ganze Regierung sollte jetzt zurücktreten.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Es verwundert mich, wie derart schnell nun doch ein neuer Mann für dieses Ministeramt aus dem Ärmel geschüttelt wurde.
Dass hochrangige Politiker ihre Ämter quasi über Nacht zurück geben, noch dazu wenige Monate vor der Wahl, nimmt mich nicht grade für sie ein.
Ein bisschen "zu-dem-Amt-stehen", das sie eigentlich ausfüllen sollten, würde ihnen gut anstehen.
CRS
sie sind noch so jung... und gerne würde man Ihnen die Erfahrungen des Alters ersparen... aber tut man Ihnen damit wirklich einen Gefallen?
Also: In der Politik gibt es eine Sprache hinter der Sprache, das klingt kompliziert, ist aber relativ einfach zu erlernen.
1. Wenn also Michel Glos als Rücktrittsgrund sein plötzlich, wenige Monate vor Ende der Legistraturperiode wahrgenommenes Alter anführt, dann ist das gewollt so unglaubwürdig, dass Alle wissen: den richtigen Grund will ich nicht sagen - ihr könnt ihn euch aber denken.
2. Der schnelle Kandidat aus dem Ärmel ist genau das Gegenteil! Im Ärmel wuseln nämlich die jungen Wilden und wollen 'raus an die Futternäpfe, an denen die Plätze naturgemäß rar sind. Soll die Jacke also keinen Schaden nehmen, muß man Plätze freimobben. Der geschickteste Wuseler löst also den Schwächsten am Trog ab.
So, ich glaube, das reicht für heute. Beim nächsten mal erkläre ich Ihnen dann warum Fr. Merkel immer nach unten schaut, wenn sie von der Zukunft spricht....
Bis dahin : 9&) ko8(ß) öööö%!
(Bitte geben Sie sich keine Mühe - es bedeutet nichts, ist aber modern!)
sie sind noch so jung... und gerne würde man Ihnen die Erfahrungen des Alters ersparen... aber tut man Ihnen damit wirklich einen Gefallen?
Also: In der Politik gibt es eine Sprache hinter der Sprache, das klingt kompliziert, ist aber relativ einfach zu erlernen.
1. Wenn also Michel Glos als Rücktrittsgrund sein plötzlich, wenige Monate vor Ende der Legistraturperiode wahrgenommenes Alter anführt, dann ist das gewollt so unglaubwürdig, dass Alle wissen: den richtigen Grund will ich nicht sagen - ihr könnt ihn euch aber denken.
2. Der schnelle Kandidat aus dem Ärmel ist genau das Gegenteil! Im Ärmel wuseln nämlich die jungen Wilden und wollen 'raus an die Futternäpfe, an denen die Plätze naturgemäß rar sind. Soll die Jacke also keinen Schaden nehmen, muß man Plätze freimobben. Der geschickteste Wuseler löst also den Schwächsten am Trog ab.
So, ich glaube, das reicht für heute. Beim nächsten mal erkläre ich Ihnen dann warum Fr. Merkel immer nach unten schaut, wenn sie von der Zukunft spricht....
Bis dahin : 9&) ko8(ß) öööö%!
(Bitte geben Sie sich keine Mühe - es bedeutet nichts, ist aber modern!)
Wir sollten mal die naechsten Tage abwarten was Herr Guttenberg fuer kreative Idee'n hat ! Dem Altherren/Damenkabinett in Berlin tut junges Blut
erst einmal gut, Neider und Besserwisser ALLER Parteien reissen erstmal die Klappe auf, das ist normal und wird Herrn Guttenberg kaum stoeren.
Gespannt darf man jetzt (mit Amusement) den Frontal-Crash Guttenberg-Steinbrueck abwarten , wenn er denn kommt. ich hoffe und glaube JA !
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